NEU: Österreichs umfangreichster Vergleich für Privatarzt- & Zahn-Versicherungen

Die Kosten der privaten Krankenversicherung (PKV) in Österreich – inkl. Beispiele für 2026

05.11.2025 • 27 min • von Judith Hansen

Viele Zwanzig-Euro-Scheine und ein Stethoskop. Ein Symbolbild für die Kosten der privaten Krankenversicherung in Österreich.

Die private Krankenversicherung (PKV) ermöglicht dir in Österreich eine besondere medizinische Versorgung, doch dabei zahlst du häufig einen stolzen Preis 🫰 In diesem Blogpost erfährst du Schritt für Schritt, welche Faktoren die Kosten deiner Versicherung bestimmen, mit welcher Prämie du rechnen musst und wie du dabei sparen kannst.

Das Wichtigste in Kürze: PKV-Kosten & Spartipps auf einen Blick

Eine Optionsversicherung (Sonderklasse nach Unfall) gibt’s schon ab 8 € im Monat, eine volle Sonderklasse-Versicherung ab 80 €. Für eine Privatarzt-Versicherung solltest du mit mindestens 25 € rechnen. Und eine umfassende Absicherung für Eltern mit zwei Kindern kann über 280 € monatlich kosten.

Für die Kosten der privaten Krankenversicherung spielen persönliche Faktoren und deine Bedürfnisse eine wichtige Rolle:

  • Tarife und Deckung: Die Art und der Umfang der Leistungen (z. B. Sonderklasse, Privatarzt, Zahnarzt, Tagesgeld, Vorsorgeleistungen)
  • Persönliche Faktoren: Dein Gesundheitszustand, Alter und Wohnort
  • Regionale Unterschiede: Die Preise variieren je nach Bundesland

Und wenn du Kosten sparen willst: Nutze den Familien-Rabatt, sichere dir dauerhaft niedrige Beiträge durch einen frühen Einstieg, profitiere vom Gruppen- oder Doppelpack-Rabatt und überlege, ob du statt dem Einbettzimmer lieber das Ersatztagegeld nutzt.

Früh starten zahlt sich aus: Je jünger du einsteigst, desto günstiger ist und bleibt deine Prämie (Altersrückstellung). Mit einem frühen Abschluss “frierst” du auch deinen Gesundheitszustand ein und das schützt dich vor späteren Ausschlüssen oder Zuschlägen.

📕 Wenn du dich allgemein zum Thema Zusatzversicherung informieren möchtest, dann lies dir unseren umfassenden Ratgeber zur privaten Krankenversicherung in Österreich durch.

Diese 6 Faktoren bestimmen die Kosten deiner PKV

Die monatlichen Kosten der privaten Krankenversicherung (PKV) hängen von folgenden 6 Faktoren ab:

  1. Die gewählte Deckung 🛡️
  2. Dein Gesundheitszustand 🩺
  3. Dein Wohnort 📍
  4. Deine gesetzliche Krankenversicherung 🏥
  5. Dein Alter bei Vertragsabschluss 📆
  6. Der Selbstbehalt 💸

1. Die Deckung

Die private Krankenversicherung setzt sich aus verschiedenen Versicherungsarten und Zusatzbausteinen zusammen, die du ganz individuell kombinieren kannst, je nach deinem Bedarf und deinem Budget. Dabei wirken sich deine gewählten Deckungen direkt auf die Kosten aus.

Zur Auswahl stehen unter anderem:

  • Sonderklasse-Versicherung (stationär): Du bekommst ein Ein- oder Zweibettzimmer im Krankenhaus/Privatklinik, kürzere Wartezeiten für Operationen, freie Arzt-/Ärztinwahl für Operationen und mehr. Es gibt vier Leistungsstufen: Von der Sonderklasse nach Unfall (günstig, mit Basisdeckung) bis hin zur vollen Sonderklasse-Versicherung (höherer Beitrag, umfassendere Deckung).
  • Privatarzt-Versicherung (ambulant): Hier hast du freie Wahl deiner Ärztin und Arztes, bekommst schneller Termine und profitierst von Kostenübernahmen bei Physio-, Psychotherapie, Medikamenten und mehr. Die Leistungen unterscheiden sich vor allem durch die jährliche Deckungssumme (zwischen 1.000 € und 10.000 €). ✨ Unser Tipp: Für viele reicht eine Deckung von 1.500 € pro Jahr aus.
  • Tagegeld-Versicherung: Du erhältst einen fixen Geldbetrag, entweder pro Tag im Krankenhaus (Krankenhaustagegeld) oder bei Arbeitsunfähigkeit (Krankentagegeld). ✨ Unsere Empfehlung: Dieser Schutz ist nur für Selbstständige, Personen mit Verdienstausfall (z. B. durch Trinkgelder oder Schichtzulagen) oder bei Mehrkosten im Krankheitsfall (z.B. Kinderbetreuung) sinnvoll.
  • Zahnzusatzversicherung: Deckt Leistungen ab, die über die gesetzliche Versicherung hinausgehen. Dazu gehören Zahnerhalt, Zahnersatz, Mundhygiene oder kieferorthopädische Behandlungen.
  • Reisekrankenversicherung: Übernimmt medizinische Notfälle im Ausland: Behandlungen, Bergung und Rücktransport nach Österreich. ✨ Unsere Empfehlung: Lieber separat abschließen, da du flexibler bleibst und oft eine bessere Absicherung bekommst.
  • Baby-Option: Sichert dein Neugeborenes automatisch mit dem gleichen Schutz ab wie ein versichertes Elternteil (ohne Gesundheitsprüfung!). Falls dein Kind mit einer schweren Krankheit auf die Welt kommt, würde in der Regel keine Versicherung dein Baby aufnehmen. Mit der Baby-Option hast du die Garantie einer Aufnahme.
  • Vorsorgeleistungen: Hier geht’s um medizinische Check-ups, mentale Gesundheit, Wellness und Fitness. Überlege dir gut, ob sich dieser Baustein für dich lohnt, denn er kann die Kosten deiner Zusatzversicherung spürbar erhöhen.

👉 Du bist dir nicht sicher, welche Bausteine zu dir passen? Dann wirf einen Blick in unseren Ratgeber zur privaten Krankenversicherung in Österreich oder lass dich direkt von Sophia und ihrem Team beraten.

2. Dein Gesundheitszustand

Dein Gesundheitszustand ist ein ausschlaggebender Faktor bei der Risikoermittlung und bestimmt somit die monatlichen Kosten der Privatversicherung. Je höher das Risiko ist, dass du Leistungen in Anspruch nimmst, desto mehr Geld knüpft der Versicherer dir ab. Dabei spielen folgende 4 Faktoren eine wichtige Rolle:

  • Dein BMI 🏋️
  • Deine Vorerkrankungen 🤒
  • Dein Lebensstil (Rauchen, Alkohol, Sport, etc.) 🏂
  • Die familiäre Krankengeschichte 🌳

Je nachdem, wie der Versicherer deinen Gesundheitszustand einstuft, gibt es 3 mögliche Szenarien, die sich auch direkt auf die Kosten auswirken können:

  1. Antrag wird ohne Einschränkungen angenommen: Alles bestens! Deine Versicherung deckt alle vereinbarten Leistungen ab und du zahlst genau den Beitrag, der im Antrag kalkuliert wurde.
  2. Antrag wird mit Prämienerhöhung oder Risikoausschluss angenommen: Der Versicherer stuft dein Gesundheitsrisiko höher ein und reagiert entweder mit:
    1. Prämienerhöhung: Je nach Befund kann der Zuschlag zwischen 25% und 300% liegen.
    2. Risikoausschluss: Bestimmte Vorerkrankungen werden nicht gedeckt, z. B. frühere Knieverletzungen.
    3. Wartefrist: Für bestimmte Behandlungen (z. B. am Knie) gilt eine Sperrfrist (z. B. drei Jahre keine Leistungsanspruch).
  3. Antrag wird abgelehnt: Der Versicherer lehnt deinen Antrag komplett ab (z. B. bei schweren oder chronischen Vorerkrankungen).

Hier eine kurze Übersicht der unterschiedlichen Möglichkeiten:

Einstufung deines Gesundheitszustands Beispiele Entscheidung des Versicherers
Sehr gut
Gesunde Lebensweise, Keine oder minimale Vorerkrankungen, Keine aktuellen Krankheiten
Bestehende Allergien, ein ausgeheilter Bänderriss, ausgeheilte Infekte ✅ Antrag wird angenommen
So mittel
Ungesunde Lebensweise, Mittlere Vorerkrankungen, Akute Krankheiten ohne schweres Risiko
Übergewicht, Zigarettenkonsum, ein akuter Bänderriss, Bandscheibenvorfall 🟠 Antrag wird mit einer Prämienerhöhung oder einem Risikoausschluss angenommen
Kritisch
Schwere Vorerkrankungen, Schwere akute Krankheiten
Laufende Psychotherapie, Herzprobleme, Krebs ❌ Antrag wird abgelehnt

3. Dein Wohnort

Je nach Bundesland sind die Kosten für die Privatversicherung unterschiedlich. Das liegt daran, dass die Behandlungskosten innerhalb von Österreich je nach Bundesland variieren. Wenn du in Wien lebst, musst du mit den höchsten Kosten rechnen, im Burgenland sind sie dagegen meistens am niedrigsten.

4. Deine gesetzliche Krankenversicherung

Da die private Krankenversicherung eine freiwillige Ergänzung zur gesetzlichen Sozialversicherung ist, spielt auch diese eine wichtige Rolle, wenn es um die Kosten geht.

Die gesetzlichen Krankenkassen (z. B. ÖGK, SVS, BVAEB) übernehmen je nach Fall unterschiedliche Teile der Behandlungskosten. Das ist unabhängig davon, ob du eine Zusatzversicherung hast oder nicht. Wenn du privat versichert bist, deckt deine Privatversicherung in der Regel den Restbetrag. Doch: Je nachdem, wie viel deine gesetzliche Versicherung übernimmt, fällt dein privater Beitrag höher oder niedriger aus.

Das bedeutet: Deine gesetzliche Krankenversicherung beeinflusst direkt die Kosten deiner Zusatzversicherung.

5. Dein Alter bei Vertragsabschluss

Auch dein Alter spielt eine große Rolle bei den PKV-Kosten. Die Faustregel lautet: Je jünger du beim Abschluss bist, desto günstiger ist deine Prämie und das bleibt auch so im Alter.

Warum ist das so? Das Zauberwort heißt Beitragsrückstellung (auch Altersrückstellung genannt). Hier eine einfache Erklärung: In jungen Jahren zahlst du bewusst mehr ein, als du tatsächlich an Gesundheitsleistungen brauchst. Zum Beispiel: Du zahlst 100 € im Monat, obwohl du nur Leistungen im Wert von 50 € in Anspruch nimmst. Die übrigen 50 € werden angespart. Dieses angesparte Geld wird im Alter verwendet, wenn deine Gesundheitskosten steigen. So bleibt dein monatlicher Beitrag stabil.

ℹ️ Ein Beispiel:

  • Abschluss mit 25 Jahren → viel Zeit für Rückstellungen → Beitrag bleibt langfristig niedrig.
  • Abschluss mit 40 Jahren → weniger Zeit zum Ansparen → deutlich höhere Anfangskosten.

Fazit: Je früher du dich für eine private Krankenversicherung entscheidest, desto niedriger bleiben deine Kosten über die Jahre hinweg.

Ein Liniendiagramm zeigt die Kostenentwicklung einer Krankenzusatzversicherung in Abhängigkeit vom Alter bei Vertragsabschluss.

Die Grafik zeigt dir schematisch, wie sich die Kosten deiner Krankenzusatzversicherung in Abhängigkeit vom Zeitpunkt des Vertragsabschlusses entwickeln.

6. Der Selbstbehalt

Der Selbstbehalt ist ein wichtiger Faktor, wenn es um die Kosten deiner privaten Krankenversicherung geht. Grundregel: Je höher der Selbstbehalt, desto niedriger die monatliche Prämie und umgekehrt.

Selbstbehalte gibt es vor allem bei diesen Bausteinen: Sonderklasse-Versicherung (stationär), Privatarzt-Versicherung (ambulant) und Zahnzusatzversicherung.

Selbstbehalt-Modelle in der Sonderklasse-Versicherung: Es gibt verschiedene Modelle, die deine Kosten unterschiedlich beeinflussen. Hier eine Übersicht (sortiert nach steigenden Kosten für die Versicherung):

  • Variabler Selbstbehalt: Die Höhe richtet sich nach dem Bundesland. In Wien ist er am höchsten, im Burgenland am niedrigsten.
  • Fixer Selbstbehalt: Ein fester Betrag, unabhängig vom Bundesland.
  • Kein Selbstbehalt: Du zahlst im Leistungsfall nichts zusätzlich, dafür ist die Prämie entsprechend hoch.

Gut zu wissen: Viele Tarife sehen keinen Selbstbehalt bei Unfall, schwerer Krankheit und Entbindung vor. Für Kinder gilt meist nur der halbe Selbstbehalt.

Selbstbehalt bei Privatarzt- & Zahnzusatzversicherung: Hier ist der Selbstbehalt meist prozentual geregelt. Das heißt: Deine Pflichtversicherung übernimmt einen Teil und die Zusatzversicherung deckt zwischen 50% und 80% der verbleibenden Kosten (je nach gewähltem Tarif).

Was kostet eine private Krankenversicherung in Österreich? (inkl. Beispiele)

Die Kosten der privaten Krankenversicherung starten bei rund 8 € im Monat und können, je nach gewünschter Deckung und persönlichen Faktoren, auf über 300 € im Monat steigen.

Da die Krankenzusatzversicherung so vielfältig ist und weil du und wir alle auch so vielfältig sind, ist es gar nicht so leicht, dir einen konkreten Preis zu nennen. Die Berechnung der monatlichen Kosten hängt stark davon ab, welche Deckungen du dir wünschst. Zur Orientierung findest du hier ungefähre Richtwerte für eine 30-jährige Person. Natürlich beeinflussen auch andere Faktoren (z. B. Gesundheitszustand oder Wohnort) den tatsächlichen Preis. Aber diese Zahlen geben dir einen guten ersten Eindruck:

Leistung Preis Relevanz Unsere Anmerkung
Sonderklasse-Versicherung Ein- oder Zweibettzimmer im Krankenhaus, Privatklinik, kürzere Wartezeiten für Operationen, freie Arztwahl für Operationen Ab 8 € pro Monat (Optionstarif: Sonderklasse nach Unfall)
Ab 80 € pro Monat (volle Sonderklasse-Versicherung)
🚨 Hoch Schützt dich vor teuren Spitalskosten und gibt dir Zugang zu den besten Behandlungen im Krankenhaus. Im Ernstfall bekommt man unbegrenzt Leistung.
Baby-Option Kind bekommt nach Geburt eine PKV ohne Gesundheitsprüfung Ab 3 € pro Monat (Zusatz zur Sonderklasse-Versicherung) 🚨 Hoch Garantiert deinem zukünftigen Kind eine PKV ohne Gesundheitsprüfung.
Privatarzt-Versicherung Freie Wahl deiner Ärztin/Arztes, schneller Termine, Kostenübernahmen von Physio-, Psychotherapie, Medikamenten Ab 25 € pro Monat ⏳ Mittel Nur sinnvoll, wenn du oft Privatärzte nutzt. Gedeckelte Leistungen: Du bekommst meist nur so viel zurück, wie du einzahlst.
Zahnzusatzversicherung Zahnerhalt, Zahnersatz, Mundhygiene, kieferorthopädische Behandlungen Ab 30 € pro Monat 📘 Niedrig Hohe laufende Kosten, gedeckelte Leistungen. In jungen Jahren meist noch kein Bedarf. Kann auch noch später abgeschlossen werden.
Tagegeld-Versicherung Auszahlung von Geldbetrag bei Spitalsaufenthalt oder Arbeitsunfähigkeit Ab 15 € pro Monat 📘 Niedrig Nur sinnvoll bei Verdienstausfall oder Zusatzkosten im Krankheitsfall.
Vorsorgeleistungen Medizinische Check-ups, mentale Gesundheit, Wellness, Fitness, etc. Ab 4 bis 80 € pro Monat (Zusatz zu anderen Tarifen) 📘 Niedrig Nice-to-have. Wenn man die Leistungen regelmäßig nutzt, evtl. sinnvoll.
Reisekrankenversicherung Hilfe bei Notfällen im Ausland (Behandlung, Bergung, Rücktransport nach Österreich) Ab 5 € pro Monat 🧭 Nach Bedarf Nur sinnvoll, wenn man viel ins Ausland verreist. Sonst ist eine Reiseversicherung pro Reise günstiger.

💡 Wichtig: Wie du siehst, wirken sich die gewählten Versicherungsarten unterschiedlich stark auf die Höhe der Prämie aus. Deshalb lohnt es sich, genau zu überlegen:

  • Welche Deckungen sind dir wirklich wichtig?
  • Auf welche kannst du vielleicht verzichten?

So findest du die passende Balance zwischen gutem Schutz und bezahlbaren Kosten.

Damit du dich trotzdem ungefähr einordnen kannst, haben wir dir drei Kosten-Beispiele von Lars, Lena und Timo berechnet.

Kostenbeispiele von Lars, Lena und Timo
Lars, 24, Student in Graz

Lars geht gern Bouldern, spielt im Sommer Beachvolleyball und genießt sein Studienleben in Graz. Er ist gesund, fit und möchte für später gut vorbereitet sein. Im Moment fehlt ihm noch das nötige Kleingeld für eine umfangreiche Absicherung, aber er möchte jetzt schon mal günstig in die PKV einsteigen.

Optionsversicherung (Sonderklasse nach Unfall) 8 € im Monat
Lena, 26, Volksschullehrerin in Wien

Lena arbeitet seit einem Jahr als Volksschullehrerin in Wien. Sie war bis jetzt ganz schön glücklich allein, aber dann kam plötzlich Oskar und jetzt ist sie ganz schön glücklich mit Oskar. Jetzt kann sie sich vorstellen, einmal Mama zu werden. Dann möchte sie sich während der Schwangerschaft sicher fühlen und auch ihr Baby sicher wissen.

Volle Sonderklasse-Versicherung inkl. Baby-Option und Privatarzt-Versicherung 130 € im Monat
Timo, 36, Papa mit Familie aus Innsbruck

Timo lebt mit seinem Partner und zwei Kindern in Innsbruck, hat einen Bürojob und geht in seiner Freizeit am liebsten Mountainbiken oder im Winter Skifahren. Er möchte seine ganze Familie gut versichert wissen.

Volle Sonderklasse-Versicherung und Privatarzt-Versicherung für Eltern und zwei Kinder 300 € im Monat

So steigst du günstig in die private Krankenversicherung ein

Wenn du die Kosten deiner privaten Krankenversicherung möglichst niedrig halten willst, ist der Zeitpunkt entscheidend. Gerade in jungen Jahren kannst du schon mit sehr kleinen Beträgen starten und dir gleichzeitig langfristig günstige Konditionen sichern.

Warum der Einstieg in jungen Jahren besonders sinnvoll ist

Vorteil 1: Früh starten, langfristig weniger zahlen 💸

Wenn du jung in die private Krankenversicherung einsteigst, profitierst du von günstigen Prämien und das ein Leben lang. Grund dafür ist die sogenannte Beitrags- oder Altersrückstellung: Du zahlst in jungen Jahren bewusst ein wenig mehr ein, als du an Leistungen brauchst. Der Überschuss wird für später zurückgelegt und gleicht dann die steigenden Gesundheitskosten im Alter aus. Das sorgt dafür, dass deine Beiträge auch mit 60+ noch bezahlbar bleiben, vorausgesetzt, du startest früh genug.

Vorteil 2: Gesundheitszustand “einfrieren” 🩺

Dein Gesundheitszustand ist entscheidend dafür, ob und zu welchen Konditionen du überhaupt eine Krankenzusatzversicherung bekommst. Je fitter du beim Abschluss bist, desto besser. Denn Versicherer prüfen deinen Gesundheitszustand genau und können bei Risiken entweder Zuschläge verlangen, Leistungen ausschließen oder dich ganz ablehnen. Wenn du jung einsteigst, bist du meist gesund und sicherst dir deinen Versicherungsschutz dauerhaft. Selbst wenn sich dein Gesundheitszustand später ändert, kann dich der Versicherer nicht kündigen. Deine Prämie bleibt damit stabil, ganz egal, was passiert.

Vorteil 3: Zukunft planen mit der Baby-Option 👼

Du willst irgendwann Kinder? Dann lohnt sich ein früher Abschluss doppelt. Denn: Für viele Leistungen rund um Schwangerschaft und Geburt gilt eine Wartezeit (meist 7 bis 9 Monate). Diese Zeit musst du erst mal überbrücken, bevor du diese Leistungen in Anspruch nehmen kannst.

Und dann gibt’s noch die Baby-Option: Damit sicherst du deinem zukünftigen Kind denselben Versicherungsschutz wie dir selbst – ganz ohne Gesundheitsprüfung. Das ist besonders wichtig, falls das Baby mit einer Vorerkrankung auf die Welt kommt. Denn genau dann bräuchte es Schutz und genau dann würde es sonst oft abgelehnt. Mit der Baby-Option bist du (und dein Kind) auf der sicheren Seite.

Der günstigste Einstieg ab 8 € im Monat

Die Kosten der privaten Krankenversicherung können schnell bei über 100 € im Monat liegen. Doch keine Sorge: Du musst nicht gleich zu Beginn so tief in die Tasche greifen. Gerade für junge Leute und Student*innen gibt es Einsteigertarife, die nicht nur dein Budget schonen, sondern dir auch alle Möglichkeiten für die Zukunft offenlassen.

Der perfekte Start: der Optionstarif. Für ab etwa 8 € pro Monat sicherst du dir bereits jetzt Zugang zur Sonderklasse im Spital, allerdings erstmal nur im Fall eines Unfalls.

Und das Beste? Wenn sich deine Lebensumstände ändern, sei es durch ein höheres Einkommen, Kinderwunsch oder einfach das Bedürfnis nach mehr Sicherheit, kannst du problemlos auf eine umfassendere Sonderklasse-Versicherung upgraden – ohne Gesundheitsprüfung. Dann bist du nicht nur bei Unfällen, sondern auch bei Krankheiten, Operationen oder Schwangerschaft bestens versorgt.

Studenten in Österreich: Was du beachten solltest

In Österreich ist grundsätzlich jede*r krankenversichert, auch du als Student*in. Aber es gibt Ausnahmen: Wenn du weder über deine Eltern mitversichert bist noch neben dem Studium arbeitest, musst du dich selbst gesetzlich versichern. Das geht ganz unkompliziert über die Selbstversicherung für Studierende über die ÖGK und kostet dich aktuell 78,84 € pro Monat (Stand 2026).

Wichtig zu wissen: Du kannst dich nicht ausschließlich privat versichern. Die gesetzliche Versicherung ist Pflicht, die PKV kommt nur obendrauf, quasi als Upgrade für besseren Schutz. Als Student*in kannst du aber schon mit einem kleinen Beitrag ab etwa 8 € monatlich in die Zusatzversicherung einsteigen (Optionstarif). Damit sicherst du dir schon früh günstige Konditionen und schützt dich langfristig vor teuren Gesundheitskosten. Je früher du beginnst, desto stabiler bleibt deine Prämie, auch wenn du später auf ein umfangreicheres Paket aufstockst.

15 Tipps, wie du bei der privaten Krankenversicherung Geld sparst

Früh abschließen, Tarife vergleichen und Rabatte wie Familien-, Gruppen- oder Doppelpack-Bonus nutzen. Das senkt die Kosten der Privatversicherung oft spürbar.

Je mehr Leistungen du in deine private Krankenversicherung (PKV) aufnimmst, desto höher fällt natürlich die Prämie aus. Aber keine Sorge, mit ein paar cleveren Tricks kannst du deine Kosten im Griff behalten! Am wichtigsten ist ein fundierter Vergleich von privaten Krankenversicherungen 🔍. So findest du schnell heraus, welche Tarife am besten zu dir und deinem Budget passen.

Hier kommen unsere 15 erprobten Tipps aus der Praxis:

1. Familienrabatt nutzen

Viele Versicherungsanbieter gewähren einen Familienrabatt, wenn alle Familienmitglieder über den gleichen privaten Krankenversicherungsvertrag versichert sind. So kannst du bis zu 6% sparen. Die Bedingungen variieren je nach Anbieter: Bei manchen gibt es den Rabatt für Partner*in und Kinder, bei anderen nur für den/die Partner*in.

2. Frühzeitigen Versicherungsabschluss wählen

Je früher du dich für eine private Krankenversicherung entscheidest, desto mehr profitierst du von günstigen Konditionen. In jungen Jahren bist du meistens gesund und das wirkt sich positiv auf deinen monatlichen Beitrag aus, auch im Alter (Stichwort Altersrückstellung).

Besonders wenn du an einen Familienplan 🤰 denkst, lohnt sich der frühe Abschluss. So sicherst du dir nicht nur den günstigen Tarif, sondern auch die Baby-Option. Diese Option sorgt dafür, dass deine zukünftigen Kinder ohne Gesundheitsprüfung versichert sind und keine Wartezeiten für die Schwangerschaft entstehen.

3. Kombinationsrabatt bei Sonderklasse und Privatarzt sichern

Wenn du sowohl eine Sonderklasse-Versicherung als auch eine Privatarzt-Versicherung möchtest, kannst du durch das Abschließen beider Versicherungen beim gleichen Anbieter ordentlich sparen. Je nach Versicherer ist ein Kombinationsrabatt von bis zu 10% möglich, wenn du beide Tarife kombinierst.

4. Zusatzbausteine für Wellness, Hotel oder Gym regelmäßig prüfen

Vorsorgeleistungen wie Yoga, Fitnessstudio oder Hotelaufenthalte klingen verlockend, aber sind sie wirklich notwendig für dich? Wenn du diese Angebote nur selten nutzt, lohnt es sich, darüber nachzudenken, ob du sie wirklich in deiner privaten Krankenversicherung behalten möchtest.

Grundsätzlich raten wir davon ab, Zusatzbausteine für Fitness, Wellness, Hotels oder Ähnliches abzuschließen. Falls du dich doch dafür entscheidest, solltest du die Leistung regelmäßig nutzen, sonst zahlst du viel Geld für etwas, das du nicht brauchst.

5. Ersatztagegeld statt Einzelzimmer wählen

Hast du eine Sonderklasse-Versicherung, aber es ist kein Ein-/Zweibettzimmer verfügbar? Oder möchtest du bewusst bei deinem Krankenhausaufenthalt auf das Ein-/Zweibettzimmer verzichten? Kein Problem! In diesem Fall kannst du dir statt eines Ein-/Zweibettzimmers das Ersatztagegeld auszahlen lassen. Dabei handelt es sich um eine tägliche Pauschale, die dir die Versicherung als Ausgleich zahlt.

6. Passende Deckung festlegen

Bevor du eine private Krankenversicherung abschließt, überlege dir genau, welche Deckungen sie beinhalten soll und welche Risiken du absichern möchtest. Hier sind fünf wichtige Punkte, die dir helfen, die richtige Entscheidung zu treffen:

  1. Sonderklasse-Versicherung – Absicherung gegen hohe Krankenhauskosten: Die Sonderklasse-Versicherung bietet dir Schutz bei schweren Krankheiten oder Unfällen. Sie sorgt dafür, dass du bei einem Krankenhausaufenthalt eine bessere Versorgung bekommst (z.B. Einzelzimmer, freie Wahl des operierenden Arztes/Ärztin, Privatklinik). Ein Optionstarif für junge Leute ist besonders günstig und ermöglicht später einen Wechsel in eine höhere Leistungsstufe – ohne erneute Gesundheitsprüfung. So bist du gut abgesichert, ohne hohe Kosten befürchten zu müssen.
  2. Privatarzt-Versicherung – Absicherung gegen Wahlarztkosten: Mit einer Privatarzt-Versicherung erhältst du schnellere Behandlungstermine und kannst dir deine Ärztin / deinen Arzt selbst aussuchen. Auch Kosten für Therapien (z.B. Physio-, Ergo-, Psychotherapie), Medikamente oder Impfungen sind gedeckt. Diese Versicherung ist besonders für Menschen sinnvoll, die großen Wert auf eine individuelle Versorgung legen. Sie ist jedoch mit höheren Kosten verbunden.
  3. Krankengeld oder Krankenhaustagegeld – Absicherung gegen Verdienstausfall: Das Krankenhaustagegeld ist ein fixer Betrag, den du für jeden Tag erhältst, den du im Krankenhaus verbringst. Das Krankengeld wird dir täglich ausgezahlt, wenn du krank bist, aber erst ab einem bestimmten Krankheitstag. Wir finden eine Krankengeld- oder eine Krankenhaustagegeld-Versicherung nur sinnvoll, wenn du selbstständig bist oder wenn du bei Krankheit mit Verdienstausfall (z.B. Trinkgeld oder Schichtzuschlag) oder Mehrkosten (z.B. Kinderbetreuung) rechnen musst.
  4. Zahnzusatzversicherung – Absicherung gegen Zahnbehandlungskosten: Zahnarztkosten können schnell teuer werden. Eine Zahnzusatzversicherung übernimmt die Kosten, die von der gesetzliche Krankenversicherung nicht übernommen werden, etwa für Zahnersatz, Mundhygiene oder kieferorthopädische Behandlungen. Wir möchten die Zahnversicherung nicht pauschal empfehlen, sie ist eher so etwas wie die Krönung oben drauf auf die Krankenzusatzversicherung. Im Einzelfall kann sie trotzdem sinnvoll sein, wenn du in Zukunft Zahnprobleme erwarten solltest.
  5. Vorsorgeleistungen – Absicherung gegen Präventionskosten: Vorsorgeleistungen bieten dir mehr als nur regelmäßige Gesundheits-Check-ups. Sie decken auch Angebote wie Fitness, Wellness und mentale Gesundheit ab. Diese Leistungen können sinnvoll sein, wenn du sie regelmäßig nutzt. Wenn du jedoch keine Zeit oder Interesse an solchen Angeboten hast, solltest du überlegen, ob du diese Zusatzbausteine wirklich brauchst. So vermeidest du unnötige Kosten.

7. Reisekrankenversicherung clever auswählen

Einige private Krankenversicherungen können mit einem Reisekrankenversicherungs-Baustein erweitert werden, der dir Schutz im Ausland bietet. Doch bevor du diesen abschließt, lohnt es sich zu überprüfen, ob eine separate Reiseversicherung günstiger wäre, besonders wenn du nur selten verreist.

Manche Versicherungen, z.B. für längere Reisen, bieten spezielle Tarife, die oft günstiger und flexibler sind. Wenn du also nur ab und zu ins Ausland reist, kann eine eigenständige Reisekrankenversicherung pro Reise die bessere Wahl sein. Sie deckt genau das ab, was du benötigst, ohne unnötige monatliche Zusatzkosten zu verursachen. 🏝️

8. Prämienrückerstattung bei Nichtnutzung beanspruchen

Einige private Krankenversicherungstarife bieten eine Prämienrückerstattung an, wenn du innerhalb einer bestimmten Zeit (meist ein oder zwei Jahre) keine Leistungen in Anspruch genommen hast. Das bedeutet, dass du einen Teil deiner gezahlten Beiträge zurückerhalten kannst. Es lohnt sich, die Versicherungsbedingungen genau zu prüfen, um herauszufinden, ob dein Tarif diese Möglichkeit bietet.

9. Tarifwechsel für mehr Flexibilität nutzen

Wenn du finanzielle Engpässe hast, kann ein Tarifwechsel eine gute Möglichkeit sein, Kosten zu sparen, ohne die Versicherung zu verlieren. Der Wechsel in einen kleineren Tarif hilft dir, den Versicherungsschutz aufrechtzuerhalten, während du gleichzeitig deine Beiträge reduzierst.

Gerade im Alter ist ein späterer Neuabschluss einer privaten Krankenversicherung aufgrund des Gesundheitszustands oft schwierig oder teuer. Ein frühzeitiger Tarifwechsel auf einen kleineren Tarif kann dir helfen, Geld zu sparen und sicherzustellen, dass du auch im Alter weiterhin abgesichert bist.

10. Gruppentarife in Anspruch nehmen

Einige private Krankenversicherer bieten durch Kooperationen mit Unternehmen vergünstigte Gruppen-Krankenversicherungen an. Dein Arbeitgeber kann dir so attraktive Tarife, mit bis zu 20% Rabatt auf die Prämie, ermöglichen. In einigen Fällen profitieren sogar Familienmitglieder von diesen Vergünstigungen. Frag am besten nach, ob dein Unternehmen solche Vorteile bietet.

11. Optionstarif als Einstieg wählen

Ein Optionstarif ist eine kostengünstige Möglichkeit, in die private Krankenversicherung einzutreten. Schon ab etwa 8 € pro Monat kannst du dir eine günstige Prämie sichern und später ohne erneute Gesundheitsprüfung in einen umfassenderen Tarif wechseln.

Besonders für junge Menschen ist der Optionstarif eine clevere Wahl, da er dir Flexibilität bietet, ohne sofort hohe Beiträge zahlen zu müssen. So kannst du dich zu einem günstigen Preis absichern und später problemlos auf einen höheren Versicherungsschutz umsteigen, wenn du es brauchst.

12. Regionale Krankenhaus-Deckung berücksichtigen

Wenn du Krankenhausaufenthalte in ganz Österreich abdecken möchtest, kann ein Tarif mit österreichweiter Deckung sinnvoll sein, da die Krankenhauskosten dann in allen Bundesländern inkludiert sind. Allerdings solltest du beachten, dass die Krankenhauskosten je nach Bundesland unterschiedlich sind. Wenn du nur in einem speziellen Krankenhaus behandelt werden möchtest, kann ein österreichweiter Tarif schnell teurer werden. In diesem Fall könnte ein Regional- oder Bundeslandtarif die günstigere Wahl sein.

Wichtig ist, dass du bei einem Regional- oder Bundeslandtarif darauf achtest, einen Vertrag zu wählen, bei dem der Selbstbehalt in deinem Bundesland möglichst niedrig ist. Dies ist besonders relevant für Personen, die außerhalb von Wien wohnen, da der Selbstbehalt in Wien in der Regel am höchsten ist.

13. Selbstbehalt optimal anpassen

Ein höherer Selbstbehalt in der Sonderklasse-Versicherung führt zu einer niedrigeren monatlichen Prämie. Wenn du bereit bist, im Leistungsfall mehr selbst zu zahlen, kannst du langfristig Kosten sparen. Besonders wenn du jung und gesund bist, kann es sinnvoll sein, mit einem höheren Selbstbehalt einzusteigen, da du später ohne Gesundheitsprüfung in einen umfassenderen Tarif wechseln kannst – vorausgesetzt, dies ist vertraglich so geregelt.

Allerdings hängt es von deiner persönlichen Vorliebe ab, wie du dich mit einem höheren Selbstbehalt fühlst. Manche Menschen bevorzugen es, im Leistungsfall einen höheren Betrag selbst zu zahlen, um monatlich weniger zu bezahlen. Andere fühlen sich wohler, wenn der Selbstbehalt niedriger ist und sie bei einem Krankenhausaufenthalt weniger aus eigener Tasche zahlen müssen.

Vergleiche verschiedene Tarife und rechne aus, welcher Selbstbehalt für dich am besten passt. Je nach Situation und Wohlfühlfaktor kann der richtige Tarif für dich unterschiedlich ausfallen.

14. Privatarzt-Deckung passend wählen

Die Höchstleistungssumme in der Privatarzt-Versicherung bestimmt, wie viel die Versicherung jährlich übernimmt (z.B. 1.000 € oder 5.000 €). Ein hoher Tarif klingt zwar verlockend, wird jedoch oft nicht voll ausgeschöpft.

ℹ️ Ein Beispiel: Eine Arztrechnung kostet 200 €, die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt 80 €. Die Privatarzt-Versicherung zahlt dann nur die restlichen 120 €. Mit einer Höchstleistungssumme von 5.000 € könntest du theoretisch über 40 Arztbesuche im Jahr abdecken. Aber brauchst du das wirklich? In den meisten Fällen reichen Tarife mit einer Leistung von 1.000 € bis 2.000 € völlig aus, da viele Menschen nicht so viele Arztbesuche pro Jahr haben.

15. Einbettzimmer-Kosten selbst tragen

Ob ein Sonderklasse-Tarif inkl. Einbettzimmer sinnvoll ist, hängt stark von deinem individuellen Bedarf ab. In manchen Fällen kann es günstiger sein, die Mehrkosten für ein Einbettzimmer selbst zu übernehmen und das eingesparte Geld für Notfälle zu sparen, anstatt dauerhaft höhere Prämien zu zahlen.

Bei einer Sonderklasse-Versicherung hast du die Wahl, ob du immer ein Einbettzimmer haben möchtest oder ob ein Zweibettzimmer für dich ausreicht (das Einbettzimmer ist nur dann garantiert, wenn es verfügbar ist). Überlege dir, welche Zimmerkategorie für dich wirklich notwendig ist. Eventuell bist du bereit, im Falle eines Krankenhausaufenthalts zusätzlich zu zahlen, wenn ein Einbettzimmer gewünscht wird.

In vielen Fällen kann es sinnvoller sein, eine Versicherung nur für ein Zweibettzimmer abzuschließen, da die Kosten niedriger sind. Zum Beispiel liegt der grobe Richtwert für einen Einbettzimmer-Zuschlag für das Jahr 2026 im LKH Graz bei ca. 80 € pro Tag.

ℹ️ Ein Beispiel: Bei Uniqa würde eine 30-jährige Person etwa 14 € monatlich zusätzlich zahlen, um ein Einbettzimmer zu erhalten, wenn es verfügbar ist. Das macht jährlich 168 €. Wenn man nun gesund bleibt und vielleicht nur alle 5 Jahre für eine Woche ins Krankenhaus muss, würde man für das Einbettzimmer insgesamt 560 € selbst zahlen (7 Tage mal 80 €), im Vergleich zu den 840 €, die man der Versicherung in 5 Jahren gezahlt hat. Daher lohnt es sich, genau zu überlegen, ob der zusätzliche Betrag für das Einbettzimmer wirklich nötig ist.

Unser Fazit: Die wichtigsten Learnings zu PKV-Kosten

Private Krankenversicherungen sind teuer. Die Kosten liegen irgendwo zwischen 8 € und dem Himmel. Wie viel du zahlen möchtest, liegt ganz an dir und deinen Möglichkeiten.

Bevor du dich für Leistungen entscheidest, überlege dir zuerst, wie viel du monatlich (und vor allem langfristig) für deine private Krankenversicherung ausgeben möchtest. Diese Versicherung begleitet dich schließlich über Jahrzehnte.

Im nächsten Schritt geht’s um die Inhalte: Was brauchst du unbedingt? Was wäre nur „nice to have“? Wenn du unsicher bist, starte mit einer Sonderklasse-Versicherung. Das ist unserer Meinung nach der beste Einstieg. Wenn noch Budget übrig ist, kannst du zusätzlich eine Privatarzt-Versicherung dazu nehmen. Alles andere ist optional.

Vergleiche die verschiedenen Angebote am Markt sorgfältig und wähle einen Tarif, der in Preis und Deckung zu dir passt. Oder noch einfacher: Lass dich von der Versicherungs-App Sophia und ihrem Team beraten. 🌸 Sie helfen dir dabei, den optimalen Tarif zu finden.

💡 Unser Tipp: Schon ab 8 € monatlich bekommst du eine Optionsversicherung (Sonderklasse nach Unfall). Damit sicherst du dir den späteren Einstieg in eine leistungsstärkere Absicherung ohne neue Gesundheitsprüfung.

📕 Und wenn du allgemein mehr über die private Zusatzversicherung erfahren möchtest, dann empfehlen wir dir einen Blick in unseren Ratgeber zur privaten Krankenversicherung in Österreich.

FAQ: Häufige Fragen zu den PKV-Kosten

Eine Sonderklasse-Versicherung, etwa die Sonderklasse nach Unfall, gibt es bereits ab rund 8 € im Monat. Für eine umfangreichere Variante kannst du mit Kosten zwischen 30 und 400 € monatlich rechnen. Eine Privatarzt-Versicherung liegt meist im Bereich von 25 bis 280 € pro Monat. Zahnzusatzversicherungen starten ab etwa 20 € monatlich, während eine Tagegeld-Versicherung bereits ab rund 5 € erhältlich ist. Die Kosten der privaten Krankenversicherung (PKV) hängen stark von deinem Alter, Gesundheitszustand und der gewünschten Deckung ab. Die tatsächlichen Prämien sind also sehr individuell.

Die Sonderklasse-Versicherung hat ein großes Preisspektrum. Wenn du jung bist und günstig einsteigen magst, kannst du schon mit 8 € monatlich starten. Dann bist du im Falle von Krankenhausaufenthalten nach Unfällen versichert und kannst später günstiger in einen vollen Tarif wechseln. Wenn du direkt mit einer höheren Deckung starten möchtest, liegen die Kosten monatlich zwischen 30 und 400 €.

Die Kosten der Privatarzt-Versicherung liegen zwischen 25 und 280 € monatlich. Wenn du die Versicherung abschließt, wenn du (noch) jung und gesund bist, dann ist deine Prämie niedrig. Mit dem Alter und einem schlechteren Gesundheitszustand steigt deine Einstiegs-Prämie. Deshalb zahlt es sich aus, früh einzusteigen.

Die Zahnzusatzversicherung kostet dich ab 20 € aufwärts. Du kannst dich entscheiden, ob du eine Zahnersatz- oder Zahnerhalt-Versicherung möchtest. Oder beides.

Das Krankenhaustagegeld bekommst du für jeden Tag, den du im Krankenhaus verbringst. Der Preis deiner Prämie ist abhängig von deinem Alter und der Höhe der Auszahlung, die du bekommen möchtest. Wenn du bei Versicherungsstart jung und gesund bist, zahlst du 5 € monatlich für eine tägliche Auszahlung in Höhe von 20 € bei Krankenhausaufenthalt. Bei einer täglichen Auszahlung von 80 € zahlst du 20 € monatlich.

Die Kosten hängen vor allem von den gewählten Leistungen wie Sonderklasse, Privatarzt- oder Zahnversicherung, deinem Gesundheitszustand, deinem Alter bei Vertragsabschluss, deinem Wohnort und der Art deiner gesetzlichen Krankenversicherung ab. Auch der vereinbarte Selbstbehalt spielt eine Rolle, denn je höher dein Eigenanteil ist, desto niedriger fällt meist die monatliche Prämie aus.

Du kannst sparen, indem du früh einsteigst, Tarife vergleichst, Familien- oder Gruppenrabatte nutzt und Kombitarife wählst, etwa für stationäre und ambulante Leistungen zusammen. Außerdem lohnt es sich zu überlegen, welche Leistungen du wirklich brauchst und ob ein höherer Selbstbehalt für dich sinnvoll ist, um die monatlichen Beiträge zu senken.

Weil du dir damit dauerhaft eine günstige Prämie, dank der sogenannten Beitrags- bzw. Altersrückstellung, sicherst. Außerdem wird dein aktueller Gesundheitszustand „eingefroren“, was bedeutet: Auch wenn du später mal krank wirst, bleibst du voll versichert – ohne Risikoaufschläge oder Kündigung.

Viele Anbieter gewähren Familienrabatte, Kombinationsrabatte oder günstigere Konditionen durch Gruppentarife über den Arbeitgeber. Diese können die Prämien um bis zu 20% senken. Es lohnt sich daher, beim Abschluss gezielt nach solchen Vergünstigungen zu fragen. Je nach Lebenssituation sind die Einsparmöglichkeiten unterschiedlich, weshalb ein Vergleich verschiedener Anbieter empfehlenswert ist.

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