Kurze Wartezeiten, freie Arztwahl, planbare Kosten: Die Wahlarzt-Versicherung macht genau das möglich. Als Ergänzung zur gesetzlichen Krankenversicherung übernimmt sie ambulante Arztkosten bei Wahl- und Privatärzt*innen bis zur vereinbarten Jahreshöchstleistung. Wir erklären, welche Leistungen abgedeckt sind, was ein Tarif kostet und worauf du beim Abschluss achten solltest 🧐
Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
- Die Wahlarzt-Versicherung übernimmt ambulante Arztkosten bei Wahl- und Privatärzt*innen bis zur vereinbarten Jahreshöchstleistung, typischerweise zwischen 1.500 € und 5.000 € pro Jahr.
- Freie Arztwahl, schnellere Termine, mehr Zeit pro Patient*in und planbare Fixkosten gehören zu den wichtigsten Vorteilen, allerdings nur innerhalb der jährlichen Leistungs- und Sublimits sowie eines eventuellen Selbstbehalts.
- Typische Leistungen: Arzthonorare, Medikamente, Physio-, Psycho- und Alternativtherapien, Vorsorge, Heil- und Hilfsmittel. Zahnbehandlungen sind meist ausgeschlossen und erfordern eine separate Zahnzusatzversicherung.
- Eine Wahlarzt-Versicherung kostet in Österreich zwischen 25 € und 120 € pro Monat, abhängig von Eintrittsalter, Gesundheitszustand und gewähltem Leistungsumfang.
- In Österreich gibt es rund 11.300 Privatärzt*innen, aber nur 8.300 Kassenärzt*innen (ÖÄK, 2023), der Bedarf an Zusatzversicherungen wächst entsprechend.
Was ist eine Privatarzt-Versicherung?
Eine Wahlarzt-Versicherung ist der ambulante Tarif der privaten Krankenversicherung in Österreich: Sie übernimmt Arztkosten bei Wahl- und Privatärzt*innen, die die gesetzliche Krankenkasse nicht oder nur teilweise erstattet. Die Versicherung wird auch Privatarzt-Versicherung oder ambulante Zusatzversicherung genannt.
Die Versicherung ermöglicht dir den Besuch jedes beliebigen Privat- oder Wahlarztes, ohne dass du selbst für die komplette Rechnung aufkommen musst. Du reichst die Honorarnote bei der gesetzlichen Krankenkasse ein, holst dir einen Teil zurück und die Wahlarztversicherung deckt den Rest.
Welche Leistungen deckt die Wahlarzt-Zusatzversicherung ab?
Je nach Versicherer und Tarif erstattet die Versicherung für Privatärzte typischerweise:
- Honorare von Wahl- und Privatärzten
- Medikamente und Heilmittel
- Therapien (z.B. Physio- oder Ergotherapie)
- Alternative Behandlungen
- Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen
Die Kosten der Privatarztversicherung variieren je nach Leistungsumfang, Selbstbehalt und Eintrittsalter. Ein schlanker Tarif sichert primär Arzthonorare ab, während Premium-Pakete auch teure Therapien und Heilmittel einschließen.
Wie unterscheidet sie sich von anderen Tarifen?
Die Privatarzt-Versicherung ist die Lösung, wenn du ambulant zum Wahl- oder Privatarzt willst. Die weiteren Bereiche der privaten Krankenversicherung decken hingegen andere Bedürfnisse ab:
- Sonderklasse-Versicherung für stationäre Aufenthalte
- Krankenhaustagegeld- bzw. Krankengeld-Tarife für den Verdienstausfall
- Zahnzusatzversicherung für Zahnarztkosten
- Reisekrankenversicherung für Auslandsaufenthalte
- Flexible Zusatzbausteine wie Babyoption oder Vorsorgeleistungen (Yoga, Gym, Wellness)
Du kannst diese Bausteine bei Bedarf kombinieren und so dein persönliches Gesundheitspaket schnüren.
📕 Wenn du mehr dazu erfahren möchtest, dann wirf einen Blick in unseren umfassenden Ratgeber zur privaten Krankenversicherung in Österreich.
Die private Krankenversicherung umfasst verschiedene Leistungsbereiche. In diesem Artikel konzentrieren wir uns auf die Privatarzt-Versicherung und ihre Tarife.
Gesetzliche vs. Privatarzt-Versicherung: Was ist der Unterschied?
Ein Kassenarzt hat einen Vertrag mit der gesetzlichen Krankenkasse und die Behandlung ist für Versicherte kostenlos per e-card. Ein Wahlarzt hat keinen Kassenvertrag, stellt eine Honorarnote aus und Patient*innen bekommen auf Antrag einen Teil von der Krankenkasse zurückerstattet. Ein Privatarzt rechnet ausschließlich privat ab, ohne Möglichkeit einer Kassenerstattung.
Die gesetzliche Krankenversicherung in Österreich (ÖGK, SVS, BVAEB, etc.) ist für Arbeitnehmer*innen, Pensionist*innen, Schüler*innen, Student*innen oder Arbeitslose verpflichtend. Du legst beim Kassenarzt einfach deine e-card vor und die Abrechnung erfolgt direkt mit der gesetzlichen Krankenkasse.
Für Leistungen, die die gesetzliche Versicherung nicht abdecken, etwa die Behandlung in einer Wahlarztpraxis oder bestimmte Therapien, musst du jedoch privat aufkommen. Genau hier setzt die Privatarzt-Versicherung an: Du zahlst einen monatlichen Fixbetrag und kannst jederzeit sorgenfrei zur Ärztin oder zum Arzt deiner Wahl gehen. Je nach Tarif erstattet die Versicherung (bis zur vereinbarten Höchstgrenze) Honorare, Medikamente, Heil- und Hilfsmittel und mehr. Behandlungen bei privaten Zahnärzt*innen sind meist nicht enthalten. Dafür benötigst du eine eigene Zahnzusatzversicherung.
Gegenüberstellung auf einen Blick
In folgender Tabelle findest du die wichtigsten Unterschiede zwischen der gesetzlichen Krankenversicherung und der Privatarztversicherung. Mehr Information dazu findest du in unserem Blogpost, wo wir die gesetzliche und private Krankenversicherung in Österreich im Detail gegenüberstellen.
| Gesetzliche Krankenversicherung | Privatarzt-Versicherung | |
| Träger | ÖGK, SVS, BVAEB, etc. | Merkur, Uniqa, Wiener Städtische, etc. |
| Art | Pflichtversicherung (für viele Personengruppen) | Freiwillige Versicherung |
| Arzt/Ärztin | Kassenarzt oder -ärztin (ca. 8.300 in Österreich, ÖÄK 2023) | Freie Wahl von Privatarzt oder -ärztin (ca. 11.300 in Österreich, ÖÄK 2023) |
| Wartezeiten | Lange Wartezeit auf Termine und Operationen | Kurze Wartezeit auf Termine und Operationen |
| Erstattung von Medikamenten | Verschreibungspflichtige mit Zuzahlung | Hohe Kostenerstattung |
| Erstattung von Sehhilfen | Nur bei Härtefällen | Wenn medizinisch notwendig |
| Zahnarzt | Basisleistungen | Meist keine Leistung |
| Heilpraktiker | Nicht versichert | Häufig mitversichert |
| Annahme | Keine Gesundheitsprüfung | Gesundheitsprüfung erforderlich |
| Kosten | Einkommensabhängig | Abhängig von Leistung, Alter und Gesundheitszustand |
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Lohnt sich eine Privatarzt-Versicherung in Österreich?
Eine Privatarzt-Versicherung lohnt sich in Österreich für alle, die regelmäßig Wahlärzt*innen aufsuchen, kurze Wartezeiten benötigen oder Therapiekosten absichern wollen. Da es laut ÖÄK rund 11.300 Wahl- und Privatärztinnen, aber nur 8.300 Kassenärzt*innen gibt (Stand 2023), sind Kassenordinationen vielerorts überlastet und haben Aufnahmestopps. Wer planbare Fixkosten statt unregelmäßig hoher Einzelrechnungen bevorzugt, profitiert konkret.
Die Vorteile auf einen Blick
- Erweiterte Leistungen: Viele Therapien, Diagnostik & Medikamente, die deine Krankenkasse nicht bezahlt, deckt die Versicherung für Privatärzte. 🩺
- Freie Arztwahl: Du kannst jederzeit jede Wahl- oder Privatpraxis aufsuchen. 🧑⚕️
- Kurzfristige Termine: Wahlärzt*innen haben keine langen Wartelisten und du kommst schnell zu einem Termin. 📅
- Mehr Zeit pro Patient*in: Privatärzt*innen haben weniger Termindruck, was eine persönlichere Betreuung ermöglicht. 🧘
- Planbare Fixkosten: Anstatt unregelmäßig hohe Rechnungen zu stemmen, zahlst du einen kalkulierbaren Monatsbeitrag. 🫰
Warum nutzen immer mehr Österreicher*innen Wahlärzte?
Laut Daten des österreichischen Gesundheitsministeriums stiegen die Anträge auf Kostenerstattung für Wahlarztbehandlungen zwischen 2017 und 2023 in manchen Fachrichtungen um über 90%. In der Psychiatrie haben sich die Anträge im selben Zeitraum fast verdoppelt (Quelle: Der Standard, Gesundheitsministerium, SPÖ, 2024). Das zeigt: Der Bedarf an Wahlarzt-Versicherungen wächst kontinuierlich und mit ihm die Versorgungslücke im Kassensystem.
Hier kannst du sehen, wie viele Anträge auf Kostenerstattung je Fachrichtung bei Privatarzt-Versicherungen eingereicht wurden. Du siehst auch die Entwicklung im Vergleich zu 2017. Quelle: Der Standard, Gesundheitsministerium, SPÖ
Mehr Privatärzt*innen als Kassenstellen
In Österreich gibt es laut Österreichischer Ärztekammer (ÖÄK) bereits rund 11.300 Wahl- und Privatärzt*innen, aber nur etwa 8.300 Kassenärzt*innen (Quelle: ÖÄK, 2023). Seit 1999 ist die Zahl der Privatärzt*innen kontinuierlich gestiegen, während die Anzahl der Kassenstellen nahezu konstant geblieben ist (Quelle: Der Standard, Die Presse, 2024). Die Folge: Viele Kassenordinationen haben Aufnahmestopps und wer rasch einen Termin braucht, ist auf Wahlärzt*innen angewiesen.
Seit Jahren steigt der Bedarf an Ärzten und Ärztinnen in Österreich. Doch die Anzahl an Kassenärztinnen und -ärzten bleibt gleich, während es immer mehr Privatärzte und -ärztinnen gibt. Quelle: Der Standard, Die Presse, ÖÄK
Welche Leistungen deckt die Privatarzt- & Wahlarzt-Versicherung?
Die Privatarzt-Versicherung deckt ambulante Behandlungskosten bei Wahl- und Privatärzt*innen, darunter Allgemein- und Facharztkosten, Physiotherapie, Psychotherapie, alternativmedizinische Leistungen, Vorsorgeuntersuchungen, Medikamente sowie Heil- und Hilfsmittel. Zahnbehandlungen sind in der Regel ausgeschlossen und erfordern eine separate Zahnzusatzversicherung. Jede Leistungskategorie unterliegt einem eigenen Jahreslimit (Sublimit) innerhalb der Jahreshöchstleistung.
Nachfolgend findest du die wichtigsten Deckungsbereiche, wie sie typische Wahlarzt-Versicherungen anbieten.
Allgemein- und Facharztkosten
Die Kernleistung jeder Wahlarzt-Zusatzversicherung: freie Wahl unter allen Privat- und Wahlärzt*innen. Honorare werden bis zur tariflichen Grenze bis zu 100% erstattet.
Physiotherapie
Kosten für Physio-, Ergo-, Logotherapie sowie Heilmassagen werden bis zu einem jährlichen Maximalbetrag ersetzt. Prüfe im Detail, welche Therapieformen deine Versicherung einschließt.
Psychotherapie
Viele Anbieter erstatten ärztlich verordnete Psychotherapie, ebenfalls gedeckelt durch ein Jahreslimit. Ideal, wenn du längerfristige Unterstützung benötigst.
Alternativmedizinische Leistungen
Von Akupunktur über Homöopathie bis TCM: Die Wahlarztversicherung ersetzt auch ganzheitliche Ansätze, teilweise inklusive Heilpraktikerleistungen. Achte hier besonders auf die Maximalsummen.
Vorsorgeleistungen
Einige Versicherer übernehmen Kosten für Check-ups, Impfungen oder Screenings bis zu einer festgelegten Obergrenze pro Jahr.
Hebammenleistungen
Einige Versicherungen für Privatärzte erstatten, bis zu einem bestimmten jährlichen Betrag, Leistungen von Hebammen. Beachte dabei unbedingt die Wartezeiten für Schwangerschaften.
Medikamente
Rezeptgebühren und Eigenanteile für verschreibungspflichtige Medikamente sind meist mitversichert, jedoch auf einen Jahresbetrag begrenzt.
Heilmittel & Heilbehelfe
Erstattet werden z.B. Impfstoffe, Hörgeräte, Brillen, Prothesen oder orthopädische Einlagen, wiederum bis zur tariflich definierten Höchstgrenze.
Ambulante Operationen
OPs ohne stationäre Aufnahme (häufig Operationsgruppen 1 bis 3) sind bei vielen Tarifen versichert. Lies genau nach, welche OP-Gruppen dein Vertrag enthält.
Zahnmedizinische Behandlungen
In der Regel nicht enthalten. Möchtest du auch die Kosten von Wahl-Zahnärzt*innen sowie Zahnersatz erstattet bekommen, brauchst du zusätzlich eine Zahnzusatzversicherung.
Regionaler Geltungsbereich
Viele Wahlarzt-Versicherungen gelten weltweit. Einige wenige bieten nur eine österreichweite Deckung an.
Baby-Option: Annahmegarantie für Neugeborene
Einige Tarife beinhalten eine Baby-Option: Dein Neugeborenes erhält ohne Gesundheitsprüfung eine eigene Wahlarztversicherung.
Was kostet eine Wahlarzt-Versicherung in Österreich?
Eine Wahlarzt-Versicherung kostet in Österreich zwischen 25 € und 120 € pro Monat, abhängig von Eintrittsalter, Gesundheitszustand, Jahreshöchstleistung und Selbstbehalt. Ein Basispaket mit 1.500 € Jahreslimit und 20% Selbstbehalt ist ab rund 27 € monatlich erhältlich, ein Komplettpaket mit 5.000 € Deckung und vollem Kostenersatz kostet rund 120 € pro Monat.
Im Folgenden siehst du, welche Faktoren den Preis bestimmen und welche Pakete es typischerweise gibt.
Wovon hängt die Prämie der Wahlarztversicherung ab?
- Gesundheitszustand: Chronische Erkrankungen oder Risikofaktoren erhöhen die Kosten. 🍎
- Alter: Je älter, desto höher das Krankheitsrisiko … und der Beitrag. 🐢
- Bedürfnisse & Deckung: Wählst du eine schlanke Wahlarzt-Versicherung oder eine mit umfassender Deckung. 🙋
- Jahreshöchstleistung: Je höher die jährliche Höchstgesamtleistung, desto teurer wird’s. 💰
- Sublimits: Einzelne Bereiche wie Physiotherapie oder Psychotherapie haben eigene Deckelungen. 🎁
- Selbstbehalt: Übernimmst du 20 bis 50% selbst, reduziert sich deine Prämie spürbar. 🫰
Kostenbeispiele: Was zahlst du wirklich?
Wir haben für dich mal drei Beispiel-Pakete geschnürt, die dir eine ungefähre Einschätzung geben sollen 👇
| Leistung | Kleines Paket | Mittleres Paket | Komplett-Paket |
| Jährliche Höchstgesamtleistung | 1.500 € | 3.500 € | 5.000 € |
| Selbstbehalt | 20% | 20% | 0% |
| (Fach-)Arztkosten | ✅ | ✅ | ✅ |
| Sehbehelfe (alle 2 Jahre) | 400 € | 400 € | 500 € |
| Physiotherapie | 400 € | 400 € | 900 € |
| Psychotherapie | 400 € | 400 € | 900 € |
| Vorsorgeuntersuchungen / -leistungen | ❌ | 300 € | 500 € |
| Zahnbehandlungen | ❌ | ❌ | 1.800 € |
| Kosten pro Monat | 27 € | 70 € | 120 € |
📕 Noch mehr Infos zu den Kosten gibt’s in unserem Blogpost zu den Kosten von privaten Krankenversicherungen. Da findest du auch zahlreiche weitere Tipps und Tricks zum Sparen.
Wahlarzt-Versicherung vergleichen & abschließen: Schritt für Schritt
Um die passende Wahlarzt-Versicherung abzuschließen, vergleicht man zuerst Tarife nach Jahreshöchstleistung, Sublimits und Selbstbehalt, füllt dann den Antrag mit Gesundheitsfragebogen aus und wartet auf die Entscheidung des Versicherers. Der Versicherer kann den Antrag annehmen, eine Prämienerhöhung verlangen, bestimmte Vorerkrankungen ausschließen oder ablehnen. Je jünger und gesünder man beim Abschluss ist, desto niedriger bleibt die Prämie dauerhaft.
Ein gründlicher Vergleich schützt dich davor, jeden Monat für Leistungen zu zahlen, die du gar nicht brauchst oder im Ernstfall auf den Kosten sitzen zu bleiben. Im Anschluss führen wir dich Schritt für Schritt zum Abschluss deiner Versicherung für Privatärzte.
1. Tarifvergleich durchführen
Eine solide Wahlarzt-Versicherung beginnt mit einem detaillierten Marktcheck. Egal ob du eine*n Makler*in beauftragst, Online-Portale nutzt oder die Versicherungs-App Sophia verwendest.
- Deckung & Bedürfnisse: Stelle sicher, dass alle Leistungen versichert sind, die dir wichtig sind, und streiche Überflüssiges.
- Jährliche Höchstleistung & Sublimits: Kalkuliere, wie viel du realistisch pro Jahr für Privatärzte ausgibst. Das ist der Betrag, den du nicht von der gesetzlichen Versicherung zurück bekommst. Prüfe die Grenzen für Therapien wie Physiotherapie oder Alternativmedizin.
- Selbstbehalt & Prämie: Ein 20%-Selbstbehalt kann die Kosten senken.
- Service & Erstattung: Achte auf digitale Einreichmöglichkeiten (z.B. mittels App). Das spart Zeit und Nerven, wenn du öfters Rechnungen hochlädst.
📕 Mehr Infos dazu findest du in unserem Artikel zum Vergleich von privaten Krankenversicherungen.
2. Antragstellung & Gesundheitsfragebogen
Hast du dein Wunschpaket gefunden, füllst du den Antrag aus.
- Gesundheitsfragen ehrlich beantworten: Angaben zu Vorerkrankungen sind Pflicht und falsche Infos können später zum Verlust des Schutzes führen.
- Früher Einstieg zahlt sich aus: Je jünger und gesünder du beim Abschluss bist, desto niedriger bleibt deine Prämie dauerhaft.
- Unterlagen bereithalten: Arztberichte, Befunde oder Medikation helfen, Rückfragen des Versicherers zu vermeiden.
3. Rückmeldung des Versicherers
Der Versicherer prüft deinen Antrag und landet meist bei einem von vier Ergebnissen:
- Annahme: Du bekommst die Polizze zu den beantragten Konditionen.
- Prämienerhöhung: Du entscheidest, ob du den höheren Beitrag akzeptierst.
- Risikoausschluss: Bestimmte Vorerkrankungen sind nicht gedeckt.
- Ablehnung: Dann heißt es: Alternative Tarife oder Anbieter prüfen und eventuell erneut probieren.
Wenn dir das alles etwas zu schnell ging, hier kommt noch eine Übersicht über jeden einzelnen Schritt:
Das sind alle Schritte auf deinem Weg zur Privatarzt-Versicherung auf einen Blick.
Wie funktioniert die Kostenrückerstattung der Wahlarztversicherung?
Die Kostenrückerstattung der Wahlarztversicherung funktioniert zweistufig: Zuerst reicht man die Honorarnote bei der gesetzlichen Krankenkasse ein und erhält deren Anteil zurück, dann schickt man Rechnung und Bescheid an die Zusatzversicherung, die die Differenz bis zum Leistungslimit erstattet. Seit 1. Juli 2024 sind Wahlärzt*innen in Österreich gesetzlich verpflichtet, Honorarnoten direkt bei der Krankenkasse einzureichen (sofern der*die Patient*in nicht widerspricht).
Schritt-für-Schritt zur Rückerstattung
- Rechnung erhalten: Du warst beim Wahlarzt bzw. der Wahlärztin und bekommst die Honorarnote.
- Rechnung bezahlen: Du bezahlst zuerst die Rechnung privat.
- Einreichung bei der Kassa: Seit 1. Juli 2024 sind Wahlärzt*innen in Österreich gesetzlich verpflichtet, Honorarnoten direkt bei der zuständigen Krankenkasse einzureichen, sofern der/die Patient*in nicht ausdrücklich widerspricht (Quelle: § 32b Abs. 2 ASVG, Sozialministerium, 2024). Das vereinfacht den Erstattungsprozess erheblich: Du musst in den meisten Fällen nichts mehr selbst einreichen.
- Bescheid der gesetzlichen Versicherung abwarten: Die gesetzliche Krankenkasse überweist dir ihren Anteil und sendet dir einen Kostenübernahmebescheid.
- Unterlagen an die Zusatzversicherung senden: Sende Bescheid und Rechnung jetzt an deine Wahlarztversicherung.
- Restbetrag erstattet bekommen: Deine Versicherung für Privatärzte überweist dir die Differenz bis zum Leistungslimit abzüglich Selbstbehalt. Und fertig!
Unser Fazit: Ist die Privatarzt-Versicherung sinnvoll?
Die Wahlarzt-Versicherung ist keine Versicherung für den Ernstfall – sie ist eine Versicherung für den Alltag. Wer regelmäßig Wahlärzt*innen aufsucht, Physiotherapie braucht oder einfach nicht monatelang auf einen Kassenarzt-Termin warten will, bekommt mit der Privatarzt-Versicherung echten, spürbaren Mehrwert und das schon ab rund 25 € pro Monat.
Wer hingegen primär nach einem starken Schutz für schwere Krankheiten oder Operationen sucht, ist mit einer Sonderklasse-Versicherung besser beraten: Sie greift stationär und deckt Folgekosten, die schnell in die Tausende gehen können. Beide Versicherungen schließen sich nicht aus und viele Österreicher*innen kombinieren sie.
Die entscheidende Frage ist also nicht ob, sondern welche Zusatzversicherung zu deiner Situation passt. Als unabhängige Versicherungsmaklerin vergleicht Sophia alle relevanten Wahlarzt-Tarife am Markt – transparent, unverbindlich und ohne Bindung an einen einzelnen Anbieter.