NEU: Österreichs umfangreichster Vergleich für Privatarzt- & Zahn-Versicherungen

Wahlarzt- & Privatarzt-Versicherung in Österreich: Kosten, Leistungen & Vergleich

15.05.2026 • 17 min • von Judith Hansen

Eine junge Ärztin mit einem Stethoskop berät eine Patientin. Ein Symbolbild für Privatarzt-Versicherung in Österreich.

Kurze Wartezeiten, freie Arztwahl, planbare Kosten: Die Wahlarzt-Versicherung macht genau das möglich. Als Ergänzung zur gesetzlichen Krankenversicherung übernimmt sie ambulante Arztkosten bei Wahl- und Privatärzt*innen bis zur vereinbarten Jahreshöchstleistung. Wir erklären, welche Leistungen abgedeckt sind, was ein Tarif kostet und worauf du beim Abschluss achten solltest 🧐

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Wahlarzt-Versicherung übernimmt ambulante Arztkosten bei Wahl- und Privatärzt*innen bis zur vereinbarten Jahreshöchstleistung, typischerweise zwischen 1.500 € und 5.000 € pro Jahr.
  • Freie Arztwahl, schnellere Termine, mehr Zeit pro Patient*in und planbare Fixkosten gehören zu den wichtigsten Vorteilen, allerdings nur innerhalb der jährlichen Leistungs- und Sublimits sowie eines eventuellen Selbstbehalts.
  • Typische Leistungen: Arzthonorare, Medikamente, Physio-, Psycho- und Alternativ­therapien, Vorsorge, Heil- und Hilfsmittel. Zahnbehandlungen sind meist ausgeschlossen und erfordern eine separate Zahnzusatzversicherung.
  • Eine Wahlarzt-Versicherung kostet in Österreich zwischen 25 € und 120 € pro Monat, abhängig von Eintrittsalter, Gesundheitszustand und gewähltem Leistungsumfang.
  • In Österreich gibt es rund 11.300 Privatärzt*innen, aber nur 8.300 Kassenärzt*innen (ÖÄK, 2023), der Bedarf an Zusatzversicherungen wächst entsprechend.

Was ist eine Privatarzt-Versicherung?

Eine Wahlarzt-Versicherung ist der ambulante Tarif der privaten Krankenversicherung in Österreich: Sie übernimmt Arztkosten bei Wahl- und Privatärzt*innen, die die gesetzliche Krankenkasse nicht oder nur teilweise erstattet. Die Versicherung wird auch Privatarzt-Versicherung oder ambulante Zusatzversicherung genannt.

Die Versicherung ermöglicht dir den Besuch jedes beliebigen Privat- oder Wahlarztes, ohne dass du selbst für die komplette Rechnung aufkommen musst. Du reichst die Honorarnote bei der gesetzlichen Krankenkasse ein, holst dir einen Teil zurück und die Wahlarztversicherung deckt den Rest.

Welche Leistungen deckt die Wahlarzt-Zusatzversicherung ab?

Je nach Versicherer und Tarif erstattet die Versicherung für Privatärzte typischerweise:

  • Honorare von Wahl- und Privatärzten
  • Medikamente und Heilmittel
  • Therapien (z.B. Physio- oder Ergotherapie)
  • Alternative Behandlungen
  • Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen

Die Kosten der Privatarztversicherung variieren je nach Leistungsumfang, Selbstbehalt und Eintrittsalter. Ein schlanker Tarif sichert primär Arzthonorare ab, während Premium-Pakete auch teure Therapien und Heilmittel einschließen.

Wie unterscheidet sie sich von anderen Tarifen?

Die Privatarzt-Versicherung ist die Lösung, wenn du ambulant zum Wahl- oder Privatarzt willst. Die weiteren Bereiche der privaten Krankenversicherung decken hingegen andere Bedürfnisse ab:

  • Sonderklasse-Versicherung für stationäre Aufenthalte
  • Krankenhaustagegeld- bzw. Krankengeld-Tarife für den Verdienstausfall
  • Zahnzusatzversicherung für Zahnarzt­kosten
  • Reisekrankenversicherung für Auslandsaufenthalte
  • Flexible Zusatzbausteine wie Babyoption oder Vorsorgeleistungen (Yoga, Gym, Wellness)

Du kannst diese Bausteine bei Bedarf kombinieren und so dein persönliches Gesundheitspaket schnüren.

📕 Wenn du mehr dazu erfahren möchtest, dann wirf einen Blick in unseren umfassenden Ratgeber zur privaten Krankenversicherung in Österreich.

Überblick über die Bereiche der Krankenzusatzversicherung in Österreich mit dem Fokus auf den Tarifen der Privatarzt-Versicherung.

Die private Krankenversicherung umfasst verschiedene Leistungsbereiche. In diesem Artikel konzentrieren wir uns auf die Privatarzt-Versicherung und ihre Tarife.

Gesetzliche vs. Privatarzt-Versicherung: Was ist der Unterschied?

Ein Kassenarzt hat einen Vertrag mit der gesetzlichen Krankenkasse und die Behandlung ist für Versicherte kostenlos per e-card. Ein Wahlarzt hat keinen Kassenvertrag, stellt eine Honorarnote aus und Patient*innen bekommen auf Antrag einen Teil von der Krankenkasse zurückerstattet. Ein Privatarzt rechnet ausschließlich privat ab, ohne Möglichkeit einer Kassenerstattung.

Die gesetzliche Krankenversicherung in Österreich (ÖGK, SVS, BVAEB, etc.) ist für Arbeitnehmer*innen, Pensionist*innen, Schüler*innen, Student*innen oder Arbeitslose verpflichtend. Du legst beim Kassenarzt einfach deine e-card vor und die Abrechnung erfolgt direkt mit der gesetzlichen Krankenkasse.

Für Leistungen, die die gesetzliche Versicherung nicht abdecken, etwa die Behandlung in einer Wahlarztpraxis oder bestimmte Therapien, musst du jedoch privat aufkommen. Genau hier setzt die Privatarzt-Versicherung an: Du zahlst einen monatlichen Fixbetrag und kannst jederzeit sorgenfrei zur Ärztin oder zum Arzt deiner Wahl gehen. Je nach Tarif erstattet die Versicherung (bis zur vereinbarten Höchstgrenze) Honorare, Medikamente, Heil- und Hilfsmittel und mehr. Behandlungen bei privaten Zahnärzt*innen sind meist nicht enthalten. Dafür benötigst du eine eigene Zahnzusatzversicherung.

Gegenüberstellung auf einen Blick

In folgender Tabelle findest du die wichtigsten Unterschiede zwischen der gesetzlichen Krankenversicherung und der Privatarztversicherung. Mehr Information dazu findest du in unserem Blogpost, wo wir die gesetzliche und private Krankenversicherung in Österreich im Detail gegenüberstellen.

Gesetzliche Krankenversicherung Privatarzt-Versicherung
Träger ÖGK, SVS, BVAEB, etc. Merkur, Uniqa, Wiener Städtische, etc.
Art Pflichtversicherung (für viele Personengruppen) Freiwillige Versicherung
Arzt/Ärztin Kassenarzt oder -ärztin (ca. 8.300 in Österreich, ÖÄK 2023) Freie Wahl von Privatarzt oder -ärztin (ca. 11.300 in Österreich, ÖÄK 2023)
Wartezeiten Lange Wartezeit auf Termine und Operationen Kurze Wartezeit auf Termine und Operationen
Erstattung von Medikamenten Verschreibungspflichtige mit Zuzahlung Hohe Kostenerstattung
Erstattung von Sehhilfen Nur bei Härtefällen Wenn medizinisch notwendig
Zahnarzt Basisleistungen Meist keine Leistung
Heilpraktiker Nicht versichert Häufig mitversichert
Annahme Keine Gesundheitsprüfung Gesundheitsprüfung erforderlich
Kosten Einkommensabhängig Abhängig von Leistung, Alter und Gesundheitszustand

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Wie alt sind die Personen, die du versichern möchtest?

Das Alter der versicherten Personen sind ein wichtiger Faktor für den Preis der Privatarzt-Versicherung. Grundsätzlich gilt: Je jünger die Personen sind, desto günstiger wird die Prämie sein.

Bitte gib ein Alter zwischen 0 und 70 ein.
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Welche Leistungen sind dir wichtig? (optional)

Hier fragen wir nach weiteren Ansprüchen, die du an deine Privatarzt-Versicherung hast, damit wir ein Match finden, dass genau zu deinem Leben passt.

  • Es werden nur physiotherapeutische Maßnahmen übernommen, die ärztlich verordnet wurden. Hierzu zählen auch Ergotherapie und Logopädie.
  • Es werden nur psychotherapeutische Maßnahmen übernommen, die ärztlich verordnet wurden.
  • Seh- & Heilbehelfe: Kosten­zuschuss für Brillen, Kontaktlinsen, refraktive Augenoperationen (z.B. Laser-Korrekturen), Bruchbänder, Gliederprothesen, Hörgeräte, orthopädische Korsette und Schuheinlagen, Bandagen oder Bauchmieder. Meist gibt es dafür eigene Sublimits.
  • Medikamente: Kostenübernahme von ärztlich verordneten Medikamenten. Üblicherweise sind Nahrungsergänzungsmittel ausgenommen.
  • Mundhygiene ist die Zahnreinigung beim Arzt.
  • Die weltweite Kostenübernahme sichert dir eine ärztliche Behandlung auch auf Reisen in der ganzen Welt.
  • Eine Baby-Garantie ist dann wichtig, wenn dein Baby mit einer Krankheit auf die Welt kommt. Dann würde es nämlich von Krankenversicherern abgelehnt oder nur zu sehr hohen Konditionen angenommen werden. Mit der Babygarantie hast du die fixe Zusage, dass dein Neugeborenes ohne Gesundheitsprüfung (also unter allen gesundheitlichen Umständen) in der Krankenzusatzversicherung aufgenommen werden kann. Du kannst nach der Geburt dann entscheiden, ob du das wirklich möchtest oder nicht. Sie kostet übrigens nur ein paar Euro monatlich.
  • Unter Zahnbehandlung versteht man alle medizinisch notwendigen Maßnahmen zur Erhaltung, Wiederherstellung und Verbesserung der Zahngesundheit. Die Behandlungen müssen von Fachärzten für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde bzw. Fachärzten für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie durchgeführt werden.
  • Vorsorgeuntersuchungen: Zusätzliche Check-ups wie Hautkrebsscreening, Herz-Kreislauf-Tests oder Blutanalysen.
Bitte fülle alle Fragen aus!

Versicherungsschutz

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Unsere Empfehlung

Tarif #1

Note

Höchstgesamtleistung pro Jahr

Selbstbehalt

Ärztliche Heilbehandlung

Therapien (z.B. Physio- & Psychotherapie)

Heilmittel (z.B. Medikamente)

Hilfsmittel (z.B. Brille)

Annahmegarantie für Neugeborene

Zahnbehandlungen

Deckung

ab

/ Monat

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Unsere Empfehlung

Tarif #2

Note

Höchstgesamtleistung pro Jahr

Selbstbehalt

Ärztliche Heilbehandlung

Therapien (z.B. Physio- & Psychotherapie)

Heilmittel (z.B. Medikamente)

Hilfsmittel (z.B. Brille)

Annahmegarantie für Neugeborene

Zahnbehandlungen

Deckung

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Tarif #3

Note

Höchstgesamtleistung pro Jahr

Selbstbehalt

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Lohnt sich eine Privatarzt-Versicherung in Österreich?

Eine Privatarzt-Versicherung lohnt sich in Österreich für alle, die regelmäßig Wahlärzt*innen aufsuchen, kurze Wartezeiten benötigen oder Therapiekosten absichern wollen. Da es laut ÖÄK rund 11.300 Wahl- und Privatärztinnen, aber nur 8.300 Kassenärzt*innen gibt (Stand 2023), sind Kassenordinationen vielerorts überlastet und haben Aufnahmestopps. Wer planbare Fixkosten statt unregelmäßig hoher Einzelrechnungen bevorzugt, profitiert konkret.

Die Vorteile auf einen Blick

  1. Erweiterte Leistungen: Viele Therapien, Diagnostik & Medikamente, die deine Krankenkasse nicht bezahlt, deckt die Versicherung für Privatärzte. 🩺
  2. Freie Arztwahl: Du kannst jederzeit jede Wahl- oder Privatpraxis aufsuchen. 🧑‍⚕️
  3. Kurzfristige Termine: Wahlärzt*innen haben keine langen Wartelisten und du kommst schnell zu einem Termin. 📅
  4. Mehr Zeit pro Patient*in: Privatärzt*innen haben weniger Termindruck, was eine persönlichere Betreuung ermöglicht. 🧘
  5. Planbare Fixkosten: Anstatt unregelmäßig hohe Rechnungen zu stemmen, zahlst du einen kalkulierbaren Monatsbeitrag. 🫰

Warum nutzen immer mehr Österreicher*innen Wahlärzte?

Laut Daten des österreichischen Gesundheitsministeriums stiegen die Anträge auf Kostenerstattung für Wahlarztbehandlungen zwischen 2017 und 2023 in manchen Fachrichtungen um über 90%. In der Psychiatrie haben sich die Anträge im selben Zeitraum fast verdoppelt (Quelle: Der Standard, Gesundheitsministerium, SPÖ, 2024). Das zeigt: Der Bedarf an Wahlarzt-Versicherungen wächst kontinuierlich und mit ihm die Versorgungslücke im Kassensystem.

Ein Balkendiagramm zeigt die steigende Anzahl an Anträgen auf Kostenerstattung bei der Privatarzt-Versicherung seit 2017.

Hier kannst du sehen, wie viele Anträge auf Kostenerstattung je Fachrichtung bei Privatarzt-Versicherungen eingereicht wurden. Du siehst auch die Entwicklung im Vergleich zu 2017. Quelle: Der Standard, Gesundheitsministerium, SPÖ

Mehr Privatärzt*innen als Kassenstellen

In Österreich gibt es laut Österreichischer Ärztekammer (ÖÄK) bereits rund 11.300 Wahl- und Privatärzt*innen, aber nur etwa 8.300 Kassenärzt*innen (Quelle: ÖÄK, 2023). Seit 1999 ist die Zahl der Privatärzt*innen kontinuierlich gestiegen, während die Anzahl der Kassenstellen nahezu konstant geblieben ist (Quelle: Der Standard, Die Presse, 2024). Die Folge: Viele Kassenordinationen haben Aufnahmestopps und wer rasch einen Termin braucht, ist auf Wahlärzt*innen angewiesen.

Ein Liniendiagramm zeigt, dass die Zahl der Privatärztinnen/-ärzte seit 1999 deutlich stieg, während die Zahl der Kassenärztinnen/-ärzte relativ stabil blieb.

Seit Jahren steigt der Bedarf an Ärzten und Ärztinnen in Österreich. Doch die Anzahl an Kassenärztinnen und -ärzten bleibt gleich, während es immer mehr Privatärzte und -ärztinnen gibt. Quelle: Der Standard, Die Presse, ÖÄK

Welche Leistungen deckt die Privatarzt- & Wahlarzt-Versicherung?

Die Privatarzt-Versicherung deckt ambulante Behandlungskosten bei Wahl- und Privatärzt*innen, darunter Allgemein- und Facharztkosten, Physiotherapie, Psychotherapie, alternativmedizinische Leistungen, Vorsorgeuntersuchungen, Medikamente sowie Heil- und Hilfsmittel. Zahnbehandlungen sind in der Regel ausgeschlossen und erfordern eine separate Zahnzusatzversicherung. Jede Leistungskategorie unterliegt einem eigenen Jahreslimit (Sublimit) innerhalb der Jahreshöchstleistung.

Nachfolgend findest du die wichtigsten Deckungsbereiche, wie sie typische Wahlarzt-Versicherungen anbieten.

Allgemein- und Facharztkosten

Die Kernleistung jeder Wahlarzt-Zusatzversicherung: freie Wahl unter allen Privat- und Wahlärzt*innen. Honorare werden bis zur tariflichen Grenze bis zu 100% erstattet.

Physiotherapie

Kosten für Physio-, Ergo-, Logo­therapie sowie Heilmassagen werden bis zu einem jährlichen Maximalbetrag ersetzt. Prüfe im Detail, welche Therapieformen deine Versicherung einschließt.

Psychotherapie

Viele Anbieter erstatten ärztlich verordnete Psychotherapie, ebenfalls gedeckelt durch ein Jahreslimit. Ideal, wenn du längerfristige Unterstützung benötigst.

Alternativmedizinische Leistungen

Von Akupunktur über Homöopathie bis TCM: Die Wahlarztversicherung ersetzt auch ganzheitliche Ansätze, teilweise inklusive Heilpraktikerleistungen. Achte hier besonders auf die Maximalsummen.

Vorsorgeleistungen

Einige Versicherer übernehmen Kosten für Check-ups, Impfungen oder Screenings bis zu einer festgelegten Obergrenze pro Jahr.

Hebammenleistungen

Einige Versicherungen für Privatärzte erstatten, bis zu einem bestimmten jährlichen Betrag, Leistungen von Hebammen. Beachte dabei unbedingt die Wartezeiten für Schwangerschaften.

Medikamente

Rezeptgebühren und Eigenanteile für verschreibungspflichtige Medikamente sind meist mitversichert, jedoch auf einen Jahresbetrag begrenzt.

Heilmittel & Heilbehelfe

Erstattet werden z.B. Impfstoffe, Hörgeräte, Brillen, Prothesen oder orthopädische Einlagen, wiederum bis zur tariflich definierten Höchstgrenze.

Ambulante Operationen

OPs ohne stationäre Aufnahme (häufig Operationsgruppen 1 bis 3) sind bei vielen Tarifen versichert. Lies genau nach, welche OP-Gruppen dein Vertrag enthält.

Zahnmedizinische Behandlungen

In der Regel nicht enthalten. Möchtest du auch die Kosten von Wahl-Zahnärzt*innen sowie Zahnersatz erstattet bekommen, brauchst du zusätzlich eine Zahnzusatzversicherung.

Regionaler Geltungsbereich

Viele Wahlarzt-Versicherungen gelten weltweit. Einige wenige bieten nur eine österreichweite Deckung an.

Baby-Option: Annahmegarantie für Neugeborene

Einige Tarife beinhalten eine Baby-Option: Dein Neugeborenes erhält ohne Gesundheitsprüfung eine eigene Wahlarztversicherung.

Was kostet eine Wahlarzt-Versicherung in Österreich?

Eine Wahlarzt-Versicherung kostet in Österreich zwischen 25 € und 120 € pro Monat, abhängig von Eintrittsalter, Gesundheitszustand, Jahreshöchstleistung und Selbstbehalt. Ein Basispaket mit 1.500 € Jahreslimit und 20% Selbstbehalt ist ab rund 27 € monatlich erhältlich, ein Komplettpaket mit 5.000 € Deckung und vollem Kostenersatz kostet rund 120 € pro Monat.

Im Folgenden siehst du, welche Faktoren den Preis bestimmen und welche Pakete es typischerweise gibt.

Wovon hängt die Prämie der Wahlarztversicherung ab?

  • Gesundheitszustand: Chronische Erkrankungen oder Risikofaktoren erhöhen die Kosten. 🍎
  • Alter: Je älter, desto höher das Krankheitsrisiko … und der Beitrag. 🐢
  • Bedürfnisse & Deckung: Wählst du eine schlanke Wahlarzt-Versicherung oder eine mit umfassender Deckung. 🙋
  • Jahreshöchstleistung: Je höher die jährliche Höchstgesamtleistung, desto teurer wird’s. 💰
  • Sublimits: Einzelne Bereiche wie Physiotherapie oder Psychotherapie haben eigene Deckelungen. 🎁
  • Selbstbehalt: Übernimmst du 20 bis 50% selbst, reduziert sich deine Prämie spürbar. 🫰

Kostenbeispiele: Was zahlst du wirklich?

Wir haben für dich mal drei Beispiel-Pakete geschnürt, die dir eine ungefähre Einschätzung geben sollen 👇

Leistung Kleines Paket Mittleres Paket Komplett-Paket
Jährliche Höchstgesamtleistung 1.500 € 3.500 € 5.000 €
Selbstbehalt 20% 20% 0%
(Fach-)Arztkosten
Sehbehelfe (alle 2 Jahre) 400 € 400 € 500 €
Physiotherapie 400 € 400 € 900 €
Psychotherapie 400 € 400 € 900 €
Vorsorgeuntersuchungen / -leistungen 300 € 500 €
Zahnbehandlungen 1.800 €
Kosten pro Monat 27 € 70 € 120 €

📕 Noch mehr Infos zu den Kosten gibt’s in unserem Blogpost zu den Kosten von privaten Krankenversicherungen. Da findest du auch zahlreiche weitere Tipps und Tricks zum Sparen.

Wahlarzt-Versicherung vergleichen & abschließen: Schritt für Schritt

Um die passende Wahlarzt-Versicherung abzuschließen, vergleicht man zuerst Tarife nach Jahreshöchstleistung, Sublimits und Selbstbehalt, füllt dann den Antrag mit Gesundheitsfragebogen aus und wartet auf die Entscheidung des Versicherers. Der Versicherer kann den Antrag annehmen, eine Prämienerhöhung verlangen, bestimmte Vorerkrankungen ausschließen oder ablehnen. Je jünger und gesünder man beim Abschluss ist, desto niedriger bleibt die Prämie dauerhaft.

Ein gründlicher Vergleich schützt dich davor, jeden Monat für Leistungen zu zahlen, die du gar nicht brauchst oder im Ernstfall auf den Kosten sitzen zu bleiben. Im Anschluss führen wir dich Schritt für Schritt zum Abschluss deiner Versicherung für Privatärzte.

1. Tarifvergleich durchführen

Eine solide Wahlarzt-Versicherung beginnt mit einem detaillierten Marktcheck. Egal ob du eine*n Makler*in beauftragst, Online-Portale nutzt oder die Versicherungs-App Sophia verwendest.

  • Deckung & Bedürfnisse: Stelle sicher, dass alle Leistungen versichert sind, die dir wichtig sind, und streiche Überflüssiges.
  • Jährliche Höchstleistung & Sublimits: Kalkuliere, wie viel du realistisch pro Jahr für Privatärzte ausgibst. Das ist der Betrag, den du nicht von der gesetzlichen Versicherung zurück bekommst. Prüfe die Grenzen für Therapien wie Physiotherapie oder Alternativmedizin.
  • Selbstbehalt & Prämie: Ein 20%-Selbstbehalt kann die Kosten senken.
  • Service & Erstattung: Achte auf digitale Einreichmöglichkeiten (z.B. mittels App). Das spart Zeit und Nerven, wenn du öfters Rechnungen hochlädst.

📕 Mehr Infos dazu findest du in unserem Artikel zum Vergleich von privaten Krankenversicherungen.

2. Antragstellung & Gesundheitsfragebogen

Hast du dein Wunschpaket gefunden, füllst du den Antrag aus.

  • Gesundheitsfragen ehrlich beantworten: Angaben zu Vorerkrankungen sind Pflicht und falsche Infos können später zum Verlust des Schutzes führen.
  • Früher Einstieg zahlt sich aus: Je jünger und gesünder du beim Abschluss bist, desto niedriger bleibt deine Prämie dauerhaft.
  • Unterlagen bereithalten: Arztberichte, Befunde oder Medikation helfen, Rückfragen des Versicherers zu vermeiden.

3. Rückmeldung des Versicherers

Der Versicherer prüft deinen Antrag und landet meist bei einem von vier Ergebnissen:

  1. Annahme: Du bekommst die Polizze zu den beantragten Konditionen.
  2. Prämienerhöhung: Du entscheidest, ob du den höheren Beitrag akzeptierst.
  3. Risikoausschluss: Bestimmte Vorerkrankungen sind nicht gedeckt.
  4. Ablehnung: Dann heißt es: Alternative Tarife oder Anbieter prüfen und eventuell erneut probieren.

Wenn dir das alles etwas zu schnell ging, hier kommt noch eine Übersicht über jeden einzelnen Schritt:

Die Grafik zeigt ein Flussdiagramm, das den Antragsprozess für eine Privatarzt-Versicherung darstellt.

Das sind alle Schritte auf deinem Weg zur Privatarzt-Versicherung auf einen Blick.

Wie funktioniert die Kostenrückerstattung der Wahlarztversicherung?

Die Kostenrückerstattung der Wahlarztversicherung funktioniert zweistufig: Zuerst reicht man die Honorarnote bei der gesetzlichen Krankenkasse ein und erhält deren Anteil zurück, dann schickt man Rechnung und Bescheid an die Zusatzversicherung, die die Differenz bis zum Leistungslimit erstattet. Seit 1. Juli 2024 sind Wahlärzt*innen in Österreich gesetzlich verpflichtet, Honorarnoten direkt bei der Krankenkasse einzureichen (sofern der*die Patient*in nicht widerspricht).

Schritt-für-Schritt zur Rückerstattung

  1. Rechnung erhalten: Du warst beim Wahlarzt bzw. der Wahlärztin und bekommst die Honorarnote.
  2. Rechnung bezahlen: Du bezahlst zuerst die Rechnung privat.
  3. Einreichung bei der Kassa: Seit 1. Juli 2024 sind Wahlärzt*innen in Österreich gesetzlich verpflichtet, Honorarnoten direkt bei der zuständigen Krankenkasse einzureichen, sofern der/die Patient*in nicht ausdrücklich widerspricht (Quelle: § 32b Abs. 2 ASVG, Sozialministerium, 2024). Das vereinfacht den Erstattungsprozess erheblich: Du musst in den meisten Fällen nichts mehr selbst einreichen.
  4. Bescheid der gesetzlichen Versicherung abwarten: Die gesetzliche Krankenkasse überweist dir ihren Anteil und sendet dir einen Kosten­übernahme­bescheid.
  5. Unterlagen an die Zusatzversicherung senden: Sende Bescheid und Rechnung jetzt an deine Wahlarztversicherung.
  6. Restbetrag erstattet bekommen: Deine Versicherung für Privatärzte überweist dir die Differenz bis zum Leistungs­limit abzüglich Selbstbehalt. Und fertig!

Unser Fazit: Ist die Privatarzt-Versicherung sinnvoll?

Die Wahlarzt-Versicherung ist keine Versicherung für den Ernstfall – sie ist eine Versicherung für den Alltag. Wer regelmäßig Wahlärzt*innen aufsucht, Physiotherapie braucht oder einfach nicht monatelang auf einen Kassenarzt-Termin warten will, bekommt mit der Privatarzt-Versicherung echten, spürbaren Mehrwert und das schon ab rund 25 € pro Monat.

Wer hingegen primär nach einem starken Schutz für schwere Krankheiten oder Operationen sucht, ist mit einer Sonderklasse-Versicherung besser beraten: Sie greift stationär und deckt Folgekosten, die schnell in die Tausende gehen können. Beide Versicherungen schließen sich nicht aus und viele Österreicher*innen kombinieren sie.

Die entscheidende Frage ist also nicht ob, sondern welche Zusatzversicherung zu deiner Situation passt. Als unabhängige Versicherungsmaklerin vergleicht Sophia alle relevanten Wahlarzt-Tarife am Markt – transparent, unverbindlich und ohne Bindung an einen einzelnen Anbieter.

FAQ zur Wahlarzt- & Privatarzt-Versicherung

Kassenärzt*innen haben einen Vertrag mit der gesetzlichen Krankenkasse und die Behandlung ist für Versicherte per e-card kostenlos. Wahlärzt*innen haben keinen Kassenvertrag, stellen eine Honorarnote aus und du bekommst auf Antrag einen Teil der Kosten von deiner gesetzlichen Krankenkasse zurückerstattet. Privatarzt*innen rechnen ausschließlich privat ab, ohne Möglichkeit einer Kassenerstattung und du musst die gesamte Rechnung selbst tragen.

Die Wahlarzt-Versicherung deckt ambulante Behandlungen ab, also Arztbesuche, Therapien und Medikamente außerhalb des Krankenhauses. Die Sonderklasse-Versicherung greift hingegen bei stationären Aufenthalten und übernimmt Kosten für Chefarztbehandlung, Einzelzimmer und Operationen im Krankenhaus. Beide Versicherungen schließen sich nicht aus und viele Österreicher*innen kombinieren sie für einen umfassenden Schutz.

Ja, die meisten Tarife der Wahlarzt-Versicherung erstatten psychotherapeutische Behandlungen bei zugelassenen Psychotherapeut*innen. Für Psychotherapie gilt jedoch in der Regel ein eigenes Jahreslimit (Sublimit). Prüfe diesen Betrag vor Vertragsabschluss, wenn du regelmäßige Unterstützung planst.

Viele Wahlarzt-Versicherungen erstatten alternativmedizinische Behandlungen wie Akupunktur, Homöopathie oder TCM bis zu einem vertraglich festgelegten Jahreslimit. Die konkrete Erstattungshöhe und welche Methoden anerkannt sind, variiert je nach Anbieter und Tarif.

Die gesetzliche Krankenkasse erstattet bei Wahlarztbesuchen 80% des jeweiligen Kassentarifs. Da Wahlärzt*innen ihr Honorar frei festsetzen können und dieses oft deutlich über dem Kassentarif liegt, deckt die Kassenerstattung in der Praxis häufig nur einen Teil der tatsächlichen Honorarnote. Den verbleibenden Restbetrag übernimmt die Wahlarzt-Zusatzversicherung bis zur vereinbarten Jahreshöchstleistung.

Der Selbstbehalt ist der prozentuale Eigenanteil, den du im Leistungsfall selbst trägst. Bei einem Selbstbehalt von 20% übernimmt die Versicherung 80% der erstattungsfähigen Kosten, du zahlst den Rest. Ein höherer Selbstbehalt senkt die monatliche Prämie spürbar und ist sinnvoll, wenn du die Versicherung primär für größere Ausgaben nutzen willst, nicht für kleine Routinebesuche.

Die Prämie variiert je nach Eintrittsalter, Gesundheitszustand, Jahreshöchstleistung und Selbstbehalt. Als junge, gesunde Person zahlst du in der Regel zwischen 25 € und 120 € pro Monat: ein Basispaket mit 1.500 € Jahreslimit und 20% Selbstbehalt kostet ab rund 27 € monatlich, ein mittleres Paket mit 3.500 € Limit rund 70 € und ein Komplettpaket mit 5.000 € Deckung ohne Selbstbehalt rund 120 €.

Nein, die meisten Wahlarzt-Versicherungen sehen keine allgemeine Wartezeit vor. Für Behandlungen rund um Schwangerschaften gilt jedoch eine Wartezeit von bis zu neun Monaten.

Nein, alle Anbieter verlangen einen ausgefüllten Gesundheitsfragebogen, um das individuelle Risiko einschätzen zu können. Vorerkrankungen können zu einer Prämienerhöhung, einem Risikoausschluss oder zur Ablehnung führen. Eine Ausnahme bildet die Baby-Option: Neugeborene können innerhalb einer bestimmten Frist ohne Gesundheitsprüfung in eine bestehende Familienversicherung aufgenommen werden.

Ja, du kannst für dein Kind eine Privatarzt-Versicherung abschließen, auch dann, wenn du selbst keine hast. Kinder profitieren von einer deutlich günstigeren Kinderprämie, die bis zur Volljährigkeit gilt. Wenn mehrere Familienmitglieder versichert sind, gewähren viele Anbieter zusätzlich einen Familienrabatt auf die Gesamtprämie.

Bei den meisten Tarifen besteht weltweiter Schutz. Du kannst im Ausland eine Wahl- oder Privatärztin aufsuchen, gehst zunächst in Vorleistung und reichst die Rechnung nach deiner Rückkehr zur Erstattung ein. Einige wenige Tarife beschränken den Geltungsbereich auf Österreich. Prüfe diesen Punkt vor Vertragsabschluss, besonders wenn du häufig im Ausland bist.

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