NEU: Österreichs umfangreichster Vergleich für Privatarzt- & Zahn-Versicherungen

Private Zusatzversicherung für die Schwangerschaft: Sicherheit für Mama & Baby

19 min • Aktualisiert: 01.07.2026

Verfasst von Sebastian Peischl • Fachlich geprüft von Karl Haas (Gewerberechtlicher Geschäftsführer & Versicherungsmakler)

Unabhängige Versicherungsmaklerin gem. § 94 Z 76 GewO 1994 • GISA-Nr. 32225518 • ⭐4,9/5 (225+ Bewertungen) • 6.500+ Nutzer*innen

Eine schwangere Frau, die liebevoll ihren Bauch hält. Ein Symbolbild für die private Zusatzversicherung bei bestehender Schwangerschaft in Österreich.

Eine private Zusatzversicherung für die Schwangerschaft deckt zusätzliche Leistungen rund um Vorsorge, Geburt und dein Baby ab, die die gesetzliche Krankenversicherung nicht übernimmt. 🤱🏼✨ Dieser Guide zeigt dir, welche Tarife es gibt, wann sich ein Abschluss lohnt und warum du am besten schon vor der Schwangerschaft abschließt.

Das Wichtigste in Kürze

Eine private Zusatzversicherung sichert dich und dein Baby während der Schwangerschaft und Geburt mit drei möglichen Bausteinen ab: Privatarzt-Versicherung für die Vorsorge, Sonderklasse-Versicherung für die Geburt und Baby-Option für dein Neugeborenes.

Die Zeit während der Schwangerschaft ist eine ganz besondere. Viele werdende Mütter beschäftigen sich zum ersten Mal mit privaten Zusatzversicherungen, denn jetzt geht’s ja um was. Man kann drei gängige Bereiche des Mamawerdens absichern. Dazu sind dann auch drei verschiedene Versicherungspakete wichtig:

  1. Eine einzigartige Betreuung vor und nach der Geburt kannst du mit einer Privatarzt-Versicherung sicherstellen.
  2. Deinen Wunsch, die Geburt ganz nach deinen Vorstellungen zu gestalten, kannst du dir mit der Sonderklasse-Versicherung erfüllen.
  3. Und wenn du vor allem an die Gesundheit deines Babys denkst, ist die Baby-Option als Teil der Sonderklasse-Versicherung das Richtige für dich.

In diesem Artikel erzählen wir dir alles zu den Versicherungen, wann der beste Zeitpunkt für den Abschluss ist und worauf du sonst achten solltest.

📕 Wenn du dich noch umfassender über das Thema informieren möchtest, schau dir unseren Ratgeber zur privaten Krankenversicherung in Österreich an.

Gründe für eine private Zusatzversicherung in der Schwangerschaft

Eine private Zusatzversicherung lohnt sich in der Schwangerschaft, weil die gesetzliche Krankenversicherung nur akut notwendige Behandlungen abdeckt, nicht aber Komfort, freie Arztwahl oder individuelle Betreuung rund um die Geburt. Zwar sind in Österreich fast alle Bürger*innen gesetzlich krankenversichert, für mehr Sicherheit und Auswahl braucht es aber zusätzlichen privaten Schutz.

Während der Schwangerschaft wünschen sich viele Frauen eine besondere medizinische Betreuung. Denn eine Schwangerschaft ist nicht nur rosarot und Latzhose. Es ist eine besonders sensible Zeit für werdende Mütter. Der Körper wird anders belastet, die Hormone spielen verrückt. Und besondere Bedürfnisse erfordern besondere Maßnahmen.

Doch viele besondere Behandlungen werden nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen. Dann können die Angebote der privaten Krankenversicherung eine große Entlastung sein. Und das gleich in dreierlei Hinsicht:

  1. Vor und nach der Geburt: Es werden Kosten für die Hebamme, Kurse zur Geburtsvor- und -nachbereitung und Gesundheitsförderung übernommen.
  2. Bei der Geburt selbst: Dazu zählen die freie Krankenhauswahl (auch Sanatorien) und spezielle Wünsche: Wassergeburten, Kaiserschnitt, Schmerzmittel, Anwesenheit des Partners oder der Partnerin.
  3. Die Gesundheit deines Kindes nach der Geburt: Du möchtest natürlich auch, dass dein Baby die beste Gesundheitsversorgung bekommt.

Es gibt für jede dieser drei Phasen eine Möglichkeit zur Absicherung 👇

3 Arten von Versicherungen für Schwangerschaft und Baby

Es gibt keine eigene Versicherung nur für Schwangerschaften, aber drei relevante Tarife: die Privatarzt-Versicherung für die Vorsorge, die Sonderklasse-Versicherung für die Geburt und die Baby-Option für dein Neugeborenes.

Die private Krankenversicherung ist ein sehr umfangreiches Feld. Da ist es gar nicht so leicht, sich zurechtzufinden. Deshalb verschaffen wir dir erstmal einen Überblick über die drei Tarife, die deine Schwangerschaft supporten 🫄

📊 Datengrundlage: Die Kosten basieren auf einem Tarifvergleich der 8 in Österreich aktiven Krankenversicherungsanbieter (Allianz, Uniqa, Merkur, Generali, Wiener Städtische, Grawe, Muki und Donau), Stand Juni 2026. Die Einstiegspreise gelten für gesunde Personen unter 35 Jahren und die individuellen Prämien können abweichen.

Leistung Kosten
Vor und nach der Geburt: Privatarzt-Versicherung
  • Schwangerschaftsuntersuchungen beim Privatarzt/Privatärztin
  • Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen beim Privatarzt/Privatärztin
  • Pränatale Untersuchungen
Ab 40 € pro Monat
Für die Geburt: Sonderklasse-Versicherung
  • Entbindung in der Privatklinik / Sanatorium
  • Entbindung im Ein- oder Zweibettzimmer
  • Freie Arzt-/Ärztinnen-Wahl für die Entbindung
  • Kostenübernahme für Hebamme
  • Kostenzuschuss für Hausgeburt
Ab 80 € pro Monat
Für dein Baby: Baby-Option
  • Annahmegarantie für dein Neugeborenes ohne Gesundheitsprüfung
Ab 3 € pro Monat zusätzlich zur Sonderklasse-Versicherung

📕 Wenn du noch mehr über die Kosten erfahren möchtest, empfehlen wir dir unseren Blogpost zu den Kosten der privaten Krankenversicherung in Österreich

1. Vor und nach der Geburt: Die Privatarzt-Versicherung

Wenn du eine Privatarzt-Versicherung (= ambulanter Tarif) abschließt, sicherst du dich gegen Kosten im Bereich von ambulanten Behandlungen ab, egal ob sie deine Schwangerschaft betreffen oder nicht. Du kannst also den Arzt oder die Ärztin deiner Wahl aufsuchen, auch jede Privat- oder Wahlarztpraxis.

Während der Schwangerschaft ist der ambulante Tarif bei Schwangerschaftsbeschwerden und für besondere Untersuchungen interessant. Es werden auch alternativmedizinische Behandlungen (z.B. Akupunktur) und umfangreiche Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen gezahlt. Auch Kosten für spezielle pränatale Diagnostiken (etwa den Combined Test oder das Organscreening) und Kurse zur Geburtsvorbereitung werden übernommen.

2. Für die Geburt: Die Sonderklasse-Versicherung

Die Sonderklasse-Versicherung (= stationärer Tarif) ist die richtige Wahl, wenn du die Entbindung versichern möchtest. Mit dieser Versicherung hast du im Krankenhaus eine freie Arztwahl. Du kannst dir sogar das Krankenhaus aussuchen und bekommst ein Ein- oder Zweibettzimmer.

Für die Geburt deines Kindes könntest du dann das Krankenhaus oder das Sanatorium frei wählen. Auch dein Partner oder deine Partnerin könnte bei euch übernachten. Du kannst außerdem deine Gynäkologin und Hebamme zur Geburt mitnehmen.

Wenn du dich für eine Sonderklasse-Versicherung mit Selbstbehalt entscheidest, achte darauf, dass dieser rund um Schwangerschaft und Geburt entfällt. Das ist bei den meisten Anbietern der Fall, aber eben nicht bei allen.

3. Für das Baby: Die Baby-Option

Die Baby-Option ist ein zusätzlicher Baustein zur Sonderklasse-Versicherung. Damit sicherst du deinem Baby schon vor der Geburt maximale Sicherheit ab dem ersten Atemzug. Eine Versicherung für dein ungeborenes Baby gibt es leider nicht. Aber die Annahmegarantie für Neugeborene (= Baby-Option) ist für werdende Eltern eine große Entlastung.

Damit holst du dir die Garantie, dass dein Baby nach der Geburt unter allen Umständen versichert wird. Also auch dann, falls dein Kind mit einer Krankheit auf die Welt kommt. Der Umfang richtet sich nach der Versicherung des Elternteils. Auch wenn der Papa eine Sonderklasse-Versicherung mit Baby-Option hat, kann das Baby ab Tag 1 denselben Schutz bekommen.

Welche Zusatzversicherung ist die richtige für mich in der Schwangerschaft?

Die passende Versicherung hängt von deinen persönlichen Bedürfnissen und deinem Budget ab: Die Privatarzt-Versicherung ist günstiger und deckt den Alltag ab, die Sonderklasse-Versicherung mit Baby-Option bietet den umfassendsten Schutz rund um die Geburt.

Wenn du das Rundum-sorglos-Paket möchtest und finanziell frei bist, kannst du natürlich alle Bereiche versichern. Wir empfehlen dir aber, genau abzuwägen, welche Versicherung du wirklich brauchst. Denn private Krankenversicherungen sind meist eine langfristige Entscheidung.

Was ist denn nun die beste Krankenversicherung für die Schwangerschaft? Lass dich von den Versicherern nicht verrückt machen. Denn das Wichtigste: Deine Versicherung sollte zu dir und deinen Bedürfnissen passen und auch leistbar sein. Auch unabhängig von der Schwangerschaft.

Deshalb ist ein fundierter Vergleich das A und O. Es gibt zwei große Tarife: Sonderklasse-Versicherung und Privatarzt-Versicherung. Erstere kannst du auch mit Baby-Option abschließen.

Die Vorteile der Privatarzt-Versicherung

Der günstigere Tarif ist die Privatarzt-Versicherung. Die sichert dir eine besondere medizinische Betreuung im Alltag. Du hast dann auch unabhängig von deiner Schwangerschaft viele Vorteile: Eine freie Arztwahl, kurzfristige Termine und alternative Heilmethoden sind nur ein Teil davon.

Die Vorteile der Sonderklasse-Versicherung

Die Sonderklasse-Versicherung sichert dich ab, wenn dein Leben unvorhersehbar eine Kehrtwende macht: im Falle einer schweren Krankheit oder eines Unfalls sicherst du dir mit ihr die Sonderklasse im Krankenhaus und kurze Wartezeiten für Operationen. Neben den mentalen Herausforderungen hast du dann zumindest keine finanziellen Sorgen. Deshalb finden wir die Sonderklasse-Versicherung mit Baby-Option wichtiger, sie ist aber leider auch die teurere.

Besondere Leistungen der privaten Zusatzversicherung während der Schwangerschaft

Mit einer privaten Zusatzversicherung erhältst du fünf zentrale Zusatzleistungen, die die gesetzliche Krankenkasse nicht übernimmt: pränatale Untersuchungen, Geburtsvorbereitung, einen Wunschkaiserschnitt, eine Hausgeburt und im Bedarfsfall Entbindungsgeld.

Pränatale Untersuchungen

Die Gesundheit deines Babys steht an erster Stelle. Leider übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen nicht alle empfohlenen Untersuchungen während der Schwangerschaft. Sie zahlen höchstens 5 Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen. Und das auch nur, wenn sie bei einem Kassenarzt gemacht werden.

Viele Ärzte empfehlen daneben moderne Untersuchungen wie den NIP-Test, die Nackenfaltenmessung, ein Organscreening oder ein CTG (Herztonmessung). Damit gewinnst du frühzeitig Klarheit und Sicherheit. Mit einer privaten Krankenversicherung kannst du dir diese Zusatzuntersuchungen leisten und während der Schwangerschaft für dich und dein Baby gut vorsorgen.

Geburts-Vorbereitung und -Nachbereitung

Bei vielen privaten Zusatzversicherungen kannst du kostenfrei zu Geburtsvorbereitungskursen gehen. Auch nach der Geburt wirst du dich über etwas Unterstützung freuen. Es werden außerdem Kosten für eine Hebamme deiner Wahl übernommen, sodass du dich immer gut begleitet fühlst, vor und nach der Geburt.

Wunschkaiserschnitt

Die Krankenhauskosten für einen Kaiserschnitt mit Sonderklasse-Betreuung liegen bei rund 3.800 bis 4.700 € – je nachdem, ob du ein Zweibett- oder Einzelzimmer wählst (Quelle: geburtshilfe-wien.at). Hinzu kommt das separat verrechnete Honorar deiner Wahlärztin bzw. deines Wahlarztes. Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt diese Kosten nur, wenn eine medizinische Notwendigkeit besteht. Dafür werden Aspekte wie dein gesundheitlicher Zustand, körperliche Voraussetzungen, eventuelle Vorerkrankungen, frühere Geburten und auch dein psychischer Zustand berücksichtigt.

Nur wenn eine eindeutige medizinische Indikation vorliegt, empfiehlt dein Arzt einen Kaiserschnitt. Mit einer privaten Zusatzversicherung kannst du dich entspannt auch ohne diese Empfehlung für einen Wunschkaiserschnitt entscheiden. Die Kosten übernimmt dann der Versicherer.

Hausgeburt

Wenn du eine Sonderklasse-Versicherung abgeschlossen hast, musst du für die Geburt nicht ins Krankenhaus. Deine Zusatzversicherung zahlt dir auch für eine Hausgeburt einen Pauschalbetrag, damit alles genau so wird, wie du es dir vorstellst.

Entbindungsgeld

Entbindungsgeld ist eine Einmalzahlung von bis zu 2.000 €, die du von manchen Versicherern bekommst, wenn du bei der Geburt auf die Sonderklasse-Leistungen verzichtest, obwohl du dafür versichert bist.

Wann ist der beste Zeitpunkt für den Abschluss einer Zusatzversicherung für die Schwangerschaft?

Der beste Zeitpunkt für den Abschluss ist, bevor du schwanger wirst, denn dann entfällt die übliche Wartezeit von 7 bis 9 Monaten für Leistungen rund um Schwangerschaft und Geburt. Aus finanzieller Sicht gilt zusätzlich: Je früher du abschließt, desto niedriger bleibt deine Prämie dauerhaft, weil sie sich am Gesundheitszustand bei Vertragsabschluss orientiert.

Es gibt viele Tipps, wie dir ein günstiger Einstieg in die private Krankenversicherung am besten gelingt. Doch für die Schwangerschaft gibt es einen ganz wichtigen: Du solltest die Versicherung abschließen, bevor du schwanger bist. So umgehst du die üblichen Wartezeiten von 7 bis 9 Monaten für Leistungen rund um Schwangerschaft und Geburt. Aber keine Sorge, auch wenn du schon schwanger bist, kannst du dich noch versichern. Wie das geht, erfährst du weiter unten.

Du bist noch weit entfernt von einer Familienplanung und hast nicht viel Geld? Dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um einen Optionstarif abzuschließen. Den gibt’s schon ab 8 € im Monat. Damit sicherst du dir deinen aktuellen Gesundheitszustand für später und kannst später ohne erneute Gesundheitsprüfung in eine vollwertige Sonderklasse-Versicherung wechseln. Zu Beginn hast du nur eine minimale Deckung, meist nur für Unfälle (Krankheiten und Schwangerschaft sind noch nicht dabei). Wenn es dann so weit ist, kannst du unkompliziert upgraden, zum Beispiel für Leistungen rund um Schwangerschaft und Geburt. So bleibt deine Prämie dauerhaft günstig.

Ein Liniendiagramm zeigt die Prämienentwicklung einer privaten Krankenversicherung in Abhängigkeit vom Alter bei Vertragsabschluss.

Die Grafik zeigt dir schematisch, wie sich die Prämie in Abhängigkeit vom Zeitpunkt des Vertragsabschlusses entwickelt.

Wartezeiten bei privater Zusatzversicherung in der Schwangerschaft

Bei einer neu abgeschlossenen privaten Zusatzversicherung gilt für Leistungen rund um Schwangerschaft und Geburt meist eine Wartezeit von 7 bis 9 Monaten (Quelle: konsumentenfragen.at), bevor der Versicherer zahlt.

Damit vermeiden Versicherer, dass Personen die Versicherung extra für eine geplante teure Behandlung abschließen. Deshalb: Kümmere dich rechtzeitig darum, am besten schon bei der Familienplanung. Meist vergeht sowieso noch etwas Zeit, bis du tatsächlich schwanger bist.

Private Zusatzversicherung während der Schwangerschaft abschließen

Ja, du kannst eine private Zusatzversicherung auch bei bestehender Schwangerschaft abschließen, musst dafür aber die Wartezeit verkürzen oder unter bestimmten Bedingungen sogar ganz streichen lassen. Eine Schwangerschaft lässt sich schließlich nicht immer planen, manchmal geht es schnell.

Das macht jeder Versicherer ein bisschen anders:

  • Möglichkeit 1: Der Versicherer verlangt für 3 Jahre einen Aufschlag auf die Prämie des versicherten Elternteils, zum Beispiel 70% mehr.
  • Möglichkeit 2: Der Versicherer verlangt, dass ihr euch alle drei, also Vater, Mutter und Neugeborenes, über eine volle Sonderklasse-Versicherung versichert. Dadurch wird’s auch teurer, aber wenigstens sind auch mehr Leistungen drin.

Wann empfehlen wir eine Zusatzversicherung für die Schwangerschaft und wann nicht?

Eine private Zusatzversicherung für die Schwangerschaft lohnt sich vor allem dann, wenn du dir mehr Auswahl, Komfort und Sicherheit rund um Vorsorge und Geburt wünschst. Wir zeigen dir, in welchen Situationen ein Abschluss sinnvoll ist und wann du eher darauf verzichten kannst.

Wann wir eine Zusatzversicherung empfehlen

Wir empfehlen eine private Zusatzversicherung für die Schwangerschaft in folgenden Fällen:

  • Kinderwunsch, aber noch nicht schwanger: So umgehst du die Wartezeit komplett und musst später keinen Aufpreis zahlen.
  • Du bist schon schwanger: Je früher du dich versicherst, desto besser. Unter bestimmten Voraussetzungen lässt sich die Wartezeit sogar auf null Monate verkürzen, allerdings nur gegen Aufpreis.
  • Baby-Option ohne Gesundheitsprüfung: Damit dein Neugeborenes ohne Gesundheitsprüfung mitversichert werden kann, musst du die Versicherung in der Regel bis spätestens zum 6. Schwangerschaftsmonat abschließen.
  • Freie Arztwahl für die Geburt: Du möchtest dir aussuchen, wer dich bei der Entbindung betreut.
  • Entbindung in Privatklinik oder Sanatorium: Dir ist wichtig, nicht ans öffentliche Spital gebunden zu sein.
  • Ein- oder Zweibettzimmer im Krankenhaus: Die Sonderklasse ermöglicht dir mehr Privatsphäre nach der Geburt.
  • Partner*in kann mitübernachten: Dein Partner oder deine Partnerin soll direkt bei euch im Zimmer bleiben können.
  • Geburt nach deinen Vorstellungen gestalten: Du möchtest deine eigene Hebamme mitnehmen oder Geburtsvorbereitungskurse in Anspruch nehmen.
  • Junger Kinderwunsch, wenig Budget: Mit einem Optionstarif ab 8 € im Monat sicherst du dir deinen aktuellen Gesundheitszustand. Sobald der Kinderwunsch konkreter wird, kannst du ohne erneute Gesundheitsprüfung auf eine vollwertige Sonderklasse-Versicherung upgraden.
  • Bezahlung von Leistungen, die die gesetzliche Krankenkasse nicht übernimmt: Dazu zählen etwa pränatale Untersuchungen sowie Kurse zur Geburtsvor- und -nachbereitung.

Wann wir eher davon abraten

In manchen Situationen lohnt sich eine private Zusatzversicherung für dich nicht:

  • Entbindung im öffentlichen Spital ist für dich völlig in Ordnung.
  • Die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung reichen dir aus, sowohl im Krankenhaus als auch beim Kassenarzt oder der Kassenärztin.
  • Dein Budget ist knapp bemessen: Eine private Krankenversicherung ist leider recht kostspielig.
  • Du bist bereits länger als 6 Monate schwanger: Dann ist die Baby-Option in der Regel nicht mehr möglich.

Unser Fazit zur privaten Krankenversicherung für die Schwangerschaft

Die Sonderklasse-Versicherung mit Baby-Option ist für die meisten werdenden Eltern die beste private Krankenversicherung für die Schwangerschaft, weil sie dich und dein Baby bei der Geburt und im Ernstfall vor hohen Kosten schützt. Ist dir dagegen vor allem die Betreuung vor und nach der Schwangerschaft wichtig, etwa alternative Heilmethoden oder zusätzliche Untersuchungen, passt die Privatarzt-Versicherung besser zu dir.

Am unkompliziertesten und günstigsten wird der Abschluss, wenn du dich schon vor der Schwangerschaft versicherst, denn dann entfällt die Wartezeit. So sicherst du dir und deinem Baby von Anfang an die bestmögliche Betreuung für eine unbeschwerte Zeit mit eurer kleinen Family 🤱🏼✨

FAQ zu Zusatzversicherung und Schwangerschaft

Ja, das ist grundsätzlich möglich, aber mit Einschränkungen. Anders als bei einem Abschluss vor der Schwangerschaft zahlt der Versicherer nicht automatisch für alle Leistungen rund um Geburt und Schwangerschaft, weil normalerweise eine Wartezeit von bis zu 9 Monaten gilt. Möchtest du dennoch Leistungen für deine aktuelle Schwangerschaft in Anspruch nehmen, musst du diese Wartezeit verkürzen oder unter bestimmten Voraussetzungen ganz streichen lassen. Wie genau das funktioniert, regelt jeder Versicherer unterschiedlich, meist über einen Prämienaufschlag oder eine Familienversicherung für Mutter, Vater und Baby gemeinsam. Wichtig zu wissen: Der Abschluss selbst ist unkompliziert und in der Regel jederzeit während der Schwangerschaft möglich, du musst nur mit höheren Kosten oder strengeren Bedingungen rechnen als bei einem frühzeitigen Abschluss vor der Schwangerschaft.

Für den Abschluss bei bestehender Schwangerschaft haben sich am österreichischen Markt zwei gängige Modelle etabliert. Bei der ersten Variante zahlst du für einen bestimmten Zeitraum, meist drei Jahre, einen Prämienaufschlag auf die Versicherung des versicherten Elternteils, der beispielsweise 70% betragen kann. Dafür entfällt oder verkürzt sich die Wartezeit für Schwangerschaft und Geburt. Bei der zweiten Variante verlangt der Versicherer, dass sich Mutter, Vater und das Neugeborene gemeinsam über eine volle Sonderklasse-Versicherung absichern. Das ist zwar teurer, dafür sind aber auch mehr Leistungen für die ganze Familie inkludiert.

In der Regel gibt es keine private Zusatzversicherung, die für die Schwangerschaft komplett ohne Wartezeit abgeschlossen werden kann. Versicherer sehen für Leistungen rund um Schwangerschaft und Geburt üblicherweise eine Wartezeit von 7 bis 9 Monaten vor (Quelle: konsumentenfragen.at). Der Grund dafür ist einfach: Ohne Wartezeit könnten Personen eine Versicherung gezielt nur für eine bereits geplante, teure Behandlung abschließen, was für die Versichertengemeinschaft unfair wäre. Bist du bereits schwanger, kannst du diese Wartezeit bei manchen Anbietern trotzdem verkürzen oder sogar ganz streichen lassen, allerdings nur gegen einen Aufpreis oder wenn sich die ganze Familie gemeinsam versichert. Am günstigsten und unkompliziertesten ist es deshalb, die Zusatzversicherung schon vor Eintritt der Schwangerschaft abzuschließen. Dann läuft die reguläre Wartezeit meist schon ab, bevor du sie überhaupt brauchst, und du zahlst keinen Aufpreis für einen schnelleren Schutz.

Ja, ein Abschluss schon bei Kinderwunsch ist in den meisten Fällen sinnvoll, auch wenn du noch nicht schwanger bist. Der größte Vorteil: Du umgehst die sonst übliche Wartezeit von 7 bis 9 Monaten für Leistungen rund um Schwangerschaft und Geburt komplett, weil diese schon abgelaufen ist, sobald du tatsächlich schwanger wirst. Außerdem sichert dir ein früher Abschluss deinen aktuellen, meist noch guten Gesundheitszustand für die Prämienberechnung, wodurch du dauerhaft von einer niedrigeren Prämie profitierst. Hast du noch nicht viel Budget oder ist dein Kinderwunsch noch nicht konkret, bietet sich als kostengünstiger Einstieg ein Optionstarif an, der schon ab rund 8 € im Monat erhältlich ist. Damit sicherst du dir deinen jetzigen Gesundheitszustand, ohne schon den vollen Beitrag zu zahlen, und kannst später ohne erneute Gesundheitsprüfung auf eine vollwertige Sonderklasse-Versicherung upgraden, sobald es konkreter wird.

Die Sonderklasse-Versicherung mit Baby-Option ist für die meisten werdenden Eltern die beste private Krankenversicherung für die Schwangerschaft, weil sie dich und dein Baby bei der Geburt und im Ernstfall vor hohen Kosten schützt. Sie deckt unter anderem die freie Krankenhaus- und Arztwahl, ein Ein- oder Zweibettzimmer sowie deine eigene Hebamme ab, und dank Baby-Option ist auch dein Neugeborenes ohne eigene Gesundheitsprüfung von Anfang an mitversichert. Ist dir dagegen vor allem die Betreuung vor und nach der Schwangerschaft wichtig, etwa alternative Heilmethoden, kurzfristige Termine oder zusätzliche Untersuchungen im Alltag, passt die günstigere Privatarzt-Versicherung besser zu dir. Am sinnvollsten für den umfassendsten Schutz ist eine Kombination beider Tarife, sofern dein Budget das zulässt. Welche Versicherung im Detail am besten passt, hängt außerdem vom jeweiligen Anbieter, den enthaltenen Leistungen und deinem persönlichen Sicherheitsbedürfnis ab, ein individueller Tarifvergleich lohnt sich deshalb in jedem Fall.

Ja, die Sonderklasse-Versicherung übernimmt in der Regel die Kosten für die Entbindung im Krankenhaus oder Sanatorium, sofern für Schwangerschaft und Geburt keine Wartezeit mehr besteht. Dazu zählen die freie Arztwahl, ein Ein- oder Zweibettzimmer sowie häufig auch die Kosten für deine eigene Hebamme. Auch eine Hausgeburt ist bei den meisten Anbietern abgedeckt: Statt ins Krankenhaus zu gehen, bekommst du dafür einen Pauschalbetrag von deinem Versicherer. Möchtest du einen Wunschkaiserschnitt ohne medizinische Notwendigkeit, springt ebenfalls die private Zusatzversicherung ein, während die gesetzliche Krankenkasse solche Kosten nur bei einer eindeutigen medizinischen Indikation übernimmt. Achte beim Vergleich der Tarife außerdem darauf, ob ein möglicher Selbstbehalt rund um Schwangerschaft und Geburt entfällt, das ist bei den meisten Versicherern zwar der Fall, aber eben nicht bei allen. So stellst du sicher, dass du im entscheidenden Moment tatsächlich vollen Schutz hast.

Um die Baby-Option ohne Gesundheitsprüfung für dein Neugeborenes nutzen zu können, musst du sie in der Regel spätestens bis zum 6. Schwangerschaftsmonat abschließen. Danach ist eine Aufnahme ohne Gesundheitsprüfung bei den meisten Anbietern nicht mehr möglich. Die Baby-Option ist ein zusätzlicher Baustein zur Sonderklasse-Versicherung eines Elternteils und garantiert deinem Kind ab dem ersten Atemzug denselben Versicherungsschutz, unabhängig davon, ob es gesund zur Welt kommt oder nicht. Eine eigene Versicherung für dein noch ungeborenes Baby gibt es zwar nicht, mit der Baby-Option sicherst du ihm aber schon vor der Geburt maximale Sicherheit für die Zeit danach. Die Kosten dafür sind mit rund 3 € im Monat zusätzlich zur Sonderklasse-Versicherung überschaubar. Wichtig ist, dass mindestens ein Elternteil bereits eine Sonderklasse-Versicherung mit Baby-Option besitzt, dann profitiert dein Baby automatisch vom gleichen Schutzumfang, sobald es geboren ist.

Entbindungsgeld ist eine Einmalzahlung von bis zu 2.000 €, die du von manchen Versicherern bekommst, wenn du bei der Geburt deines Kindes auf die Leistungen deiner Sonderklasse-Versicherung verzichtest, obwohl du eigentlich dafür versichert wärst. Entscheidest du dich also zum Beispiel für die allgemeine Klasse im öffentlichen Spital statt für ein Ein- oder Zweibettzimmer und die Betreuung durch Wahlärzt*innen, zahlt dir der Versicherer stattdessen diese Entschädigung aus. Ob und in welcher Höhe ein Versicherer Entbindungsgeld anbietet, ist allerdings von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich geregelt, deshalb lohnt sich ein genauer Blick in die Versicherungsbedingungen. Informiere dich am besten schon vor der Geburt, welche Option für dich persönlich sinnvoller ist.

Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt alle medizinisch notwendigen Behandlungen rund um Schwangerschaft und Geburt (Quelle: ÖGK, Geburt und Kind). Dazu zählen bis zu 5 Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen bei einem Kassenarzt sowie die Unterbringung im Mehrbettzimmer während des Krankenhausaufenthalts. Nicht abgedeckt sind dagegen Komfortleistungen wie die freie Arztwahl, ein Ein- oder Zweibettzimmer oder besondere Zusatzuntersuchungen wie der NIP-Test oder ein Organscreening. Wünschst du dir für dich und dein Baby einen besonderen Schutz, der über diese Grundversorgung hinausgeht, unterstützt dich eine private Zusatzversicherung. Damit kannst du zusätzliche pränatale Untersuchungen sowie Geburtsvorbereitungskurse in Anspruch nehmen und dir das Krankenhaus oder Sanatorium selbst aussuchen. Auch Hausgeburten sind bei den meisten Tarifen inkludiert. Die gesetzliche Versicherung deckt also die medizinische Grundversorgung solide ab, für mehr Komfort, Auswahl und individuelle Betreuung rund um die Geburt brauchst du aber zusätzlichen privaten Schutz.

Wenn du gesetzlich versichert bist, entfällt der Spitalskostenbeitrag für den Krankenhausaufenthalt bei Schwangerschaft und Geburt (Quelle: gesundheit.gv.at), die medizinische Grundversorgung ist also gedeckt. Zusatzkosten entstehen vor allem dann, wenn du Komfortleistungen wie einen Wahlarzt bzw. eine Wahlärztin oder ein Einzelzimmer ohne private Zusatzversicherung selbst zahlst. Dafür kannst du mit rund 1.000 bis 5.000 € rechnen (Quelle: geburtshilfe-wien.at). Nimmst du zusätzlich empfohlene Schwangerschaftsuntersuchungen und Pränataldiagnostiken in Anspruch und entbindest in einem Privatspital, können die Gesamtkosten sogar bis zu 20.000 € betragen. Diese hohen Summen entstehen also nicht durch die medizinische Grundversorgung, die ohnehin durch die gesetzliche Krankenkasse gedeckt ist, sondern ausschließlich durch freiwillige Komfort- und Zusatzleistungen. Mit einer privaten Zusatzversicherung fängt der Versicherer diese Zusatzkosten für dich auf, sodass du dir bei der Geburt keine Sorgen um unerwartete Rechnungen machen musst und dich ganz auf dich und dein Baby konzentrieren kannst.

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