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Vorsorgeleistungen & Vorsorgeuntersuchung der privaten Krankenversicherung im Überblick

16 min • Aktualisiert: 05.08.2026

Verfasst von Sebastian Peischl • Fachlich geprüft von Karl Haas (Gewerberechtlicher Geschäftsführer & Versicherungsmakler)

Unabhängiger Versicherungsmakler gem. § 94 Z 76 GewO 1994 • GISA-Nr. 32225518 • ⭐4,9/5 (230+ Bewertungen) • 7.000+ Nutzer*innen

Eine glückliche Familie, die sich umarmt. Ein Symbolbild für die Vorsorgeleistungen der privaten Krankenversicherung.

Gesundheitsvorsorge in der privaten Krankenversicherung umfasst medizinische Vorsorgeuntersuchungen sowie freiwillige Zusatzbausteine wie Fitness, Wellness und mentale Gesundheit. Sieben der zehn aktiven PKV-Anbieter in Österreich bieten eigene Vorsorgeprogramme mit unterschiedlichen Modulen und Kosten an. Dieser Artikel zeigt, welche Anbieter welche Leistungen bieten und wann sich ein Vorsorgebaustein tatsächlich lohnt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Vorsorgeleistungen in der privaten Krankenversicherung umfassen sowohl medizinische Check-ups als auch Zusatzangebote wie Fitness, Wellness und mentale Gesundheit.
  • Vorsorgeuntersuchungen sind in einigen Tarifen bereits enthalten und helfen, Krankheiten frühzeitig zu erkennen.
  • Zusatzbausteine (z.B. Gym, Wellness, Hotel) kosten extra, lohnen sich aber nur, wenn sie regelmäßig genutzt werden. Die monatlichen Mehrkosten starten je nach Anbieter und Leistungsumfang bei rund 14 €.
  • Anbieter wie Merkur (ego4you), Uniqa (VitalPlan), Generali (Rundum Gesund), Wiener Städtische (Besser Leben), Donau (Donau Aktiv), Allianz (Meine Energieladung) und Grawe (MyMEDpro) bieten unterschiedliche Vorsorgeprogramme mit individuellen Modulen an.

🤝 Hinweis zur Unabhängigkeit: Als unabhängige Versicherungsmakler erhalten wir eine Provision, wenn du über uns einen Vertrag abschließt – diese ist bereits in der Prämie enthalten und verursacht keine Zusatzkosten für dich. Alle Angaben zu den Vorsorgeprogrammen und deren Kosten in diesem Artikel basieren auf den Programmübersichten der jeweiligen Versicherungen (Stand Juli 2026).

📕 Wenn du dich allgemein zum Thema Krankenzusatzversicherungen informieren möchtest, empfehlen wir dir unseren umfassenden Ratgeber zur privaten Krankenversicherung in Österreich.

Was genau sind Vorsorgeleistungen in der privaten Krankenversicherung?

Vorsorgeleistungen in der privaten Krankenversicherung umfassen medizinische Vorsorgeuntersuchungen sowie Zusatzbausteine wie Fitness, Wellness und mentale Gesundheit.

Grundsätzlich lassen sich diese Leistungen in zwei Kategorien einteilen:

  1. Vorsorgeuntersuchungen: Medizinische Check-ups zur Früherkennung von Krankheiten
  2. Zusatzbausteine: Gesundheitsfördernde Angebote wie Wellness, Fitness oder Hotelaufenthalte

Vorsorgeuntersuchungen: Prävention für deine Gesundheit

Vorsorgeuntersuchungen, auch Gesundenuntersuchungen oder Check-ups genannt, sind eine wichtige Präventionsmaßnahme. Sie dienen dazu, Risikofaktoren und Krankheiten frühzeitig zu erkennen, bevor sie ernsthafte gesundheitliche Probleme verursachen.

Was du wissen solltest:

  • Alle Tarife haben ein jährliches Kostenlimit für Vorsorgeuntersuchungen.
  • Einige Tarife decken nur bestimmte Untersuchungen ab, z.B. kardiologische, gynäkologische, urologische, endoskopische oder Ultraschalluntersuchungen.
  • Die gesetzliche Vorsorgeuntersuchung (einmal jährlich kostenlos, u.a. Arztgespräch, körperliche Untersuchung, Harn- und Blutuntersuchung sowie altersabhängige Krebsvorsorge) sowie pränatale Schwangerschaftsuntersuchungen im Rahmen des Eltern-Kind-Passes sind oft ausgenommen, da diese Leistungen bereits von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen werden.

Zusatzbausteine: Mehr als nur medizinische Vorsorge

Neben klassischen Vorsorgeuntersuchungen bieten viele private Krankenversicherungen auch attraktiv wirkende Zusatzbausteine an. Dazu gehören unter anderem:

  • Mitgliedschaften in Fitnessstudios 🏋️‍♂️
  • Vergünstigungen für Wellnesshotels 🏨
  • Zuschüsse für Massagen und Spa 🧖‍♀️

Diese Zusatzleistungen kosten in der Regel ab 14 € pro Monat (je nach Versicherer und Leistungsumfang).

Sind Vorsorgeleistungen der privaten Krankenversicherung sinnvoll?

Vorsorgeleistungen der privaten Krankenversicherung sind sinnvoll, wenn die enthaltenen Vorsorgeuntersuchungen ohne Zusatzkosten genutzt werden können. Kostenpflichtige Zusatzbausteine lohnen sich dagegen nur bei regelmäßiger Nutzung.

Vorsorgeuntersuchungen: Ein sinnvolles Extra

Bei einer Privatarzt-Versicherung sind Vorsorgeuntersuchungen häufig bereits inkludiert und ohne Zusatzkosten nutzbar. Diese Check-ups helfen dir, gesundheitliche Risiken frühzeitig zu erkennen und gegebenenfalls gegenzusteuern. Da sie oft ohne zusätzliche Kosten verfügbar sind (abgesehen von den Kosten der Versicherung), macht es Sinn, diese Leistung zu nutzen.

Zusatzbausteine: Luxus oder echte Ersparnis?

Zusatzbausteine wie Wellnessbehandlungen, Yoga-Kurse oder Fitnessstudio-Mitgliedschaften müssen separat hinzugebucht werden und sind nicht automatisch in jeder privaten Krankenversicherung enthalten.

Zusatzleistungen sind oft an bestimmte Nutzungsbeschränkungen gebunden. So kann es beispielsweise vorkommen, dass der Besuch eines Fitnessstudios nur alle zwei Jahre für einen Zeitraum von sechs Monaten möglich ist. Die monatlichen Kosten für solche Leistungen variieren je nach Anbieter und Leistungsumfang und starten in der Regel bei 14 € zusätzlich. Zudem bieten einige Versicherungen diese Zusatzbausteine ausschließlich in Verbindung mit bestimmten Sonderklasse-Tarifen an.

Unsere Empfehlung: Diese Zusatzbausteine haben oft kein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Eine Versicherung soll dich vor großen finanziellen Risiken schützen und nicht den Gang ins Fitnessstudio finanzieren. Bevor du einen solchen Baustein buchst, solltest du eine Kosten-Nutzen-Rechnung aufstellen.

📊 Beispiel: Kosten-Nutzen-Rechnung

  • Zusatzbaustein kostet 14 € pro Monat
  • Nutzung: Alle zwei Jahre sechs Monate Fitnessstudio
  • Gesamtkosten in zwei Jahren: 24 Monate * 14 € = 336 €
  • Preis für sechs Monate Fitnessstudio (ohne Versicherung): 6 Monate * 100 € = 600 €
  • Fazit: Falls du die Leistung tatsächlich nutzt, kannst du Geld sparen. Falls nicht, zahlst du drauf.

📊 Datengrundlage: Die Kosten von 14 € pro Monat basieren auf einem Vergleich der Zusatzbaustein-Preise von Merkur, Uniqa, Generali, Wiener Städtische, Donau, Allianz und Grawe (Stand Juli 2026) und gelten für eine 30-jährige Person; individuelle Prämien können je nach Tarif und Alter abweichen. Der Vergleichspreis von 100 € pro Monat für ein Fitnessstudio ohne Versicherung ist eine marktübliche Beispielannahme zur Veranschaulichung, keine exakte Erhebung.

Welche Versicherungen bieten Vorsorgeleistungen an?

Sieben der 10 aktiven PKV-Anbieter in Österreich bieten spezielle Vorsorgeprogramme an: Merkur, Uniqa, Generali, Wiener Städtische, Donau, Allianz und Grawe. ERGO, Wüstenrot und Muki bieten aktuell keine vergleichbaren Programme an. Die Vorsorgeprogramme umfassen je nach Anbieter Gesundheits-Checks, Wellness-Aufenthalte, Fitness oder mentale Gesundheit.

📊 Datengrundlage: Die Angaben zu Programmen, Modulen und Kosten in der folgenden Tabelle basieren auf den Programmübersichten und Tarifinformationen der sieben PKV-Anbieter mit eigenem Vorsorgeprogramm – Merkur, Uniqa, Generali, Wiener Städtische, Donau, Allianz und Grawe (Stand Juli 2026). Die genannten Einstiegspreise gelten für eine 30-jährige Person; individuelle Prämien können je nach Alter, Tarif und gewähltem Modul abweichen.

Schauen wir uns die einzelnen Anbieter und ihre Leistungen im Detail an:

Versicherer Programm & Leistung Kosten pro Monat
(30-jährige Person)
Verfügbarkeit
Merkur ego4you: med (medizinische Vorsorge), well (Entspannung und Wellbeing), fit (Sport und Fitness), young (Kinder und Jugendliche), specials (Lifestyle-Extras) Ab 16 € (in bestimmten Sonderklasse-Tarifen bereits inkludiert) Alle 2 Jahre
time4me: Vorsorgeservices (Massagen, Peelings, Training in Merkur-Partnerhotels) Nur in bestimmten Tarifen inkludiert Jedes Jahr
Uniqa VitalPlan: VitalCheck (Gesundheits-Check), VitalCoach (Persönlicher Coach), VitalHotel (Hotel), Lifestyle DNA-Analyse (Gentest) Ab 16 € (in bestimmten Sonderklasse-Tarifen bereits inkludiert) Alle 1 bis 2 Jahre, je nach gewähltem Programm
VitalPlan PLUS: VitalCheck (Gesundheits-Check), VitalCoach (Persönlicher Coach), VitalHotel (Hotel), Lifestyle DNA-Analyse (Gentest), VitalProgramm (Gym, Fitness-Profil), Gesundenuntersuchung (medizinischer Check), PlusProgramm (Hotel, Prämienbonus) Ab 64 € Alle 1 bis 2 Jahre, je nach gewähltem Programm
Generali Rundum Gesund: Vorsorgemedizin (Gesundheits-Check-ups), Hotels (Erholungsaufenthalte), Fitness (Gym) Ab 14 € Alle 2 Jahre
Wiener Städtische Besser Leben: Auszeit (Hotel), Training (Gym), Balance (mentale Gesundheit und Entspannung), Vorsorge (medizinische Checks) Ab 15 € Alle 2 Jahre
Donau Donau Aktiv: Auszeit (Hotels), Vorsorge (medizinische Checks), Training (Fitness), Balance (Wohlbefinden) Ab 15 € Alle 2 Jahre
Allianz Meine Energieladung: Wellness (Hotel), Fitness (Gym, Yoga), Balance (Massagen, Ernährungsberatung oder Fastenprogramme) Ab 15 € Alle 2 Jahre
Grawe MyMEDpro: check (Vorsorge, medizinische Check-ups), body (Fitness & Wellness; Hotel, Gym, Yoga) Ab 19 € (in Kombi-Tarif bereits inkludiert) Alle 2 Jahre

Wann wir einen Vorsorgebaustein für die Krankenzusatzversicherung empfehlen und wann nicht?

Ein Vorsorgebaustein in der Krankenzusatzversicherung lohnt sich nur, wenn die enthaltene Leistung wie Fitnessstudio, Wellnesshotel oder Gesundheits-Check auch tatsächlich regelmäßig genutzt wird und die Kosten-Nutzen-Rechnung aufgeht. Ist man sich nicht sicher, rentiert sich der Baustein in der Regel nicht.

Wann wir einen Vorsorgebaustein empfehlen

  • Du hast ein konkretes Nutzungsvorhaben und deine persönliche Kosten-Nutzen-Rechnung zeigt, dass sich der Baustein über den Nutzungszeitraum lohnt.
  • Du bist dir zu 100 % sicher, dass du die Leistung auch wirklich in Anspruch nehmen wirst. Fehlt diese Entschlossenheit, zahlt sich der Baustein meist nicht aus, und wir raten ab.

Wann wir von einem Vorsorgebaustein abraten

  • Dein Budget ist knapp: Konzentriere dich in diesem Fall auf die Auswahl der richtigen privaten Krankenversicherung und lass dich nicht von attraktiv wirkenden Vorsorgebausteinen blenden. Das gilt besonders, wenn der Baustein nur in Kombination mit einem teuren Sonderklasse-Tarif buchbar ist, den du sonst gar nicht benötigen würdest.
  • Du bist unsicher, ob du das Fitnessstudio, die Wellnessleistung oder den Hotelaufenthalt tatsächlich regelmäßig nutzen wirst.
  • Du suchst primär finanziellen Schutz vor großen Gesundheitsrisiken. Dann sollte dein Budget eher in eine solide Grunddeckung als in Fitness- oder Wellness-Extras fließen.
  • Du hast bereits Zugang zu vergleichbaren Leistungen, etwa über ein Firmen-Fitnessangebot, eine bestehende Gym-Mitgliedschaft oder ein anderes Wellness-Abo.

Unser Fazit zu den Vorsorgeleistungen der PKV

Gesundheitsvorsorge in der privaten Krankenversicherung lohnt sich vor allem bei den Vorsorgeuntersuchungen, da diese in vielen Tarifen bereits ohne Zusatzkosten enthalten sind. Kostenpflichtige Zusatzbausteine wie Wellness oder Fitness rechnen sich dagegen nur bei regelmäßiger Nutzung.

Zusatzbausteine wie Wellness- oder Fitnessangebote wirken zwar attraktiv, lohnen sich jedoch nur, wenn sie regelmäßig genutzt werden und das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt. Wer überlegt, solche Leistungen in Anspruch zu nehmen, sollte daher genau prüfen, ob sich die zusätzlichen Kosten langfristig auszahlen.

Insgesamt gilt: Die private Krankenversicherung sollte in erster Linie vor großen Risiken schützen, während Vorsorgeprogramme eine sinnvolle Ergänzung sein können, wenn sie bewusst gewählt werden.

Hinweis zur Unabhängigkeit: Wir sind unabhängige Versicherungsmakler und erhalten eine Provision, wenn du über uns einen Vertrag abschließt. Diese ist bereits in der Prämie enthalten, dir entstehen also keine zusätzlichen Kosten. Wir sind an keine Versicherung gebunden oder finanziell mit ihr verflochten.

FAQ zu Vorsorgeleistungen & -programmen

Vorsorgeleistungen in der privaten Krankenversicherung sind Angebote, die über die reine Behandlung von Krankheiten hinausgehen und die Gesundheitsvorsorge aktiv unterstützen. Sie lassen sich in zwei Kategorien einteilen: Vorsorgeuntersuchungen, also medizinische Check-ups zur Früherkennung von Krankheiten, und freiwillige Zusatzbausteine wie Fitnessstudio-Mitgliedschaften, Wellnessaufenthalte oder Programme zur mentalen Gesundheit. Sieben der zehn aktiven PKV-Anbieter in Österreich, darunter Merkur, Uniqa, Generali, Wiener Städtische, Donau, Allianz und Grawe, bieten eigene Vorsorgeprogramme mit unterschiedlichen Modulen an. Während Vorsorgeuntersuchungen bei entsprechendem Tarif häufig ohne Zusatzkosten enthalten sind, kosten Zusatzbausteine in der Regel ab 14 € pro Monat und müssen meist separat hinzugebucht werden. Ob sich die Gesundheitsvorsorge über die private Krankenversicherung lohnt, hängt vor allem davon ab, welche Leistungen im gewählten Tarif bereits inkludiert sind und wie regelmäßig zusätzliche Module tatsächlich genutzt werden. Die meisten Vorsorgeprogramme lassen sich alle zwei Jahre in Anspruch nehmen, sodass sich ein Vergleich der Anbieter besonders für Personen lohnt, die Vorsorge langfristig und planbar nutzen möchten.

Welche Vorsorgeuntersuchungen abgedeckt sind, hängt vom jeweiligen Tarif und Versicherer ab. In der Regel sind Vorsorgeuntersuchungen nur in Privatarzt-Tarifen inkludiert und decken Leistungen wie kardiologische, gynäkologische, urologische, endoskopische oder Ultraschalluntersuchungen ab. Alle Tarife setzen zusätzlich ein jährliches Kostenlimit für Vorsorgeuntersuchungen, das nicht überschritten werden kann. Einige Tarife begrenzen die Erstattung außerdem auf bestimmte Untersuchungsarten. Nicht abgedeckt sind meist Leistungen, die bereits von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen werden, etwa die einmal jährliche gesetzliche Vorsorgeuntersuchung oder pränatale Schwangerschaftsuntersuchungen im Rahmen des Eltern-Kind-Passes. Vor der Inanspruchnahme einer Untersuchung empfiehlt es sich daher, die genauen Versicherungsbedingungen zu prüfen oder direkt bei der Versicherung nachzufragen, welche Vorsorgeuntersuchungen im eigenen Tarif konkret erstattet werden und in welcher Höhe. Wer regelmäßig mehrere Fachuntersuchungen benötigt, sollte zudem prüfen, ob das jährliche Kostenlimit für den persönlichen Bedarf ausreicht oder ein höherwertiger Tarif sinnvoller ist.

Der Unterschied zwischen gesetzlicher und privater Vorsorgeuntersuchung liegt im Leistungsumfang und in den Kosten. Die gesetzliche Vorsorgeuntersuchung steht allen gesetzlich Versicherten einmal jährlich kostenlos zu und umfasst unter anderem ein Arztgespräch, eine körperliche Untersuchung sowie Harn- und Blutuntersuchungen und altersabhängige Krebsvorsorge. Auch pränatale Schwangerschaftsuntersuchungen im Rahmen des Eltern-Kind-Passes sind darüber abgedeckt. Die private Vorsorgeuntersuchung über eine Zusatzversicherung ist meist an einen Privatarzt-Tarif gekoppelt und deckt ergänzende, spezialisiertere Leistungen ab, etwa kardiologische, gynäkologische, urologische oder endoskopische Untersuchungen sowie Ultraschalluntersuchungen, oft begrenzt durch ein jährliches Kostenlimit. Leistungen, die bereits von der gesetzlichen Vorsorgeuntersuchung abgedeckt sind, schließen private Tarife in der Regel aus, um eine doppelte Kostenübernahme zu vermeiden. Wer beide Systeme kombiniert, profitiert von einem breiteren Untersuchungsspektrum als bei alleiniger gesetzlicher Absicherung, da sich gesetzliche und private Vorsorgeuntersuchung inhaltlich ergänzen, anstatt sich zu überschneiden.

Das ego4you-Programm der Merkur Versicherung bietet fünf wählbare Module: ego4you med für medizinische Vorsorge-Checks, ego4you well für Entspannung und Wellbeing, ego4you fit für sportliche Vorsorge, ego4you young für Kinder und Jugendliche sowie ego4you specials für weitere Lifestyle-Extras. Die Module können alle zwei Jahre in Anspruch genommen werden und kosten ab 16 € pro Monat für eine 30-jährige Person, wobei sie in bestimmten Sonderklasse-Tarifen bereits inkludiert sind. Ergänzend bietet Merkur mit time4me ein Programm für Vorsorgeservices wie Massagen, Peelings oder Training in Merkur-Partnerhotels, das jährlich genutzt werden kann, jedoch nur in bestimmten Tarifen inkludiert ist. Welches Modul sich lohnt, hängt davon ab, ob die enthaltenen Leistungen wie Gesundheits-Check, Wellness oder Fitnessstudio tatsächlich regelmäßig genutzt werden, da die monatlichen Kosten sonst höher ausfallen können als der individuelle Nutzen. Ein Vergleich der Module lohnt sich besonders für Versicherte, die bereits einen Sonderklasse-Tarif bei Merkur planen, da ego4you dort teilweise ohne Aufpreis enthalten ist.

Der VitalPlan der Uniqa Versicherung bietet ein flexibles Modulsystem, das je nach Programm alle ein bis zwei Jahre genutzt werden kann. Zu den Bausteinen zählen der VitalCheck mit umfassenden medizinischen Untersuchungen, der VitalCoach mit individuellem Aktivitätsplan, das VitalHotel für Wellness- und Erholungsaufenthalte sowie eine Lifestyle DNA-Analyse zu Ernährung, Bewegung und Stoffwechsel. Der VitalPlan kostet ab 16 € pro Monat für eine 30-jährige Person und ist in bestimmten Sonderklasse-Tarifen bereits inkludiert. Wer mehr Leistungen wünscht, kann auf VitalPlan PLUS upgraden: Dieser ergänzt den Basisplan um ein VitalProgramm mit Gym und Fitness-Profil, eine Gesundenuntersuchung sowie ein PlusProgramm mit Hotelaufenthalt und Prämienbonus, kostet dafür aber ab 64 € pro Monat. Welches Paket sich lohnt, hängt davon ab, wie viele der enthaltenen Module tatsächlich genutzt werden. Gerade der Aufpreis von VitalPlan auf VitalPlan PLUS rechnet sich nur, wenn sowohl die medizinischen als auch die Fitness- und Hotelleistungen regelmäßig in Anspruch genommen werden.

Das Rundum Gesund-Programm der Generali Versicherung besteht aus drei Modulen, die alle zwei Jahre genutzt werden können: Vorsorgemedizin mit Gesundheits-Check-ups und modernen Diagnosemethoden, Hotels für Erholungsaufenthalte in ausgewählten Wellnesshotels sowie Fitness für Trainingsangebote in Studios mit professioneller Betreuung. Rundum Gesund kostet ab 14 € pro Monat für eine 30-jährige Person und hat damit unter den sieben Anbietern mit eigenem Vorsorgeprogramm den günstigsten Einstiegspreis. Ob sich Rundum Gesund lohnt, hängt wie bei allen Vorsorgeprogrammen davon ab, ob die gewählten Module regelmäßig in Anspruch genommen werden, da bei seltener Nutzung die monatlichen Kosten den tatsächlichen Nutzen übersteigen können. Der niedrige Einstiegspreis macht das Programm besonders für preissensible Versicherte interessant, die primär medizinische Vorsorge-Checks nutzen möchten.

Das Besser Leben-Paket der Wiener Städtische Versicherung umfasst vier Module, die alle zwei Jahre genutzt werden können: Auszeit für Erholung in hochwertigen Wellness- und Gesundheitshotels, Training für Fitnessangebote in Studios wie Kieser Training oder Pilates, Balance für mentale Gesundheit und Entspannung durch Yoga oder Ernährungsberatung sowie Vorsorge für umfassende medizinische Vorsorgeuntersuchungen. Besser Leben kostet ab 15 € pro Monat für eine 30-jährige Person. Die vier Module decken damit sowohl medizinische als auch freizeitorientierte Vorsorgeleistungen ab und lassen sich je nach persönlichem Bedarf einzeln oder kombiniert nutzen. Wie bei den Programmen anderer Versicherer gilt auch hier: Der Baustein rechnet sich vor allem dann, wenn die enthaltenen Leistungen wie Fitnessstudio, Hotelaufenthalt oder Vorsorgeuntersuchung tatsächlich regelmäßig in Anspruch genommen werden und nicht ungenutzt bleiben. Da alle vier Module einzeln abrufbar sind, eignet sich Besser Leben besonders für Versicherte, die gezielt einzelne Schwerpunkte wie mentale Gesundheit oder Fitness setzen möchten.

Das Donau Aktiv-Programm der Donau Versicherung kombiniert vier Module, die alle zwei Jahre genutzt werden können: Auszeit mit Hotelaufenthalten, Vorsorge mit medizinischen Checks, Training mit sportlichen Angeboten in Studios oder im Freien sowie Balance mit mentalem Coaching und Stressbewältigung. Donau Aktiv kostet ab 15 € pro Monat für eine 30-jährige Person und deckt damit ein ähnlich breites Spektrum ab wie vergleichbare Programme der Wiener Städtische oder Allianz. Die Module lassen sich unabhängig voneinander wählen, sodass Versicherte gezielt die Leistungen buchen können, die zu ihrem persönlichen Bedarf passen, etwa Fitness statt Wellness oder umgekehrt. Auch bei Donau Aktiv gilt: Wer die gebuchten Module nicht regelmäßig nutzt, zahlt langfristig mehr, als er an Gegenwert erhält, weshalb sich vorab eine Kosten-Nutzen-Abwägung empfiehlt. Im Anbietervergleich liegt Donau Aktiv preislich auf ähnlichem Niveau wie Wiener Städtische Besser Leben und Allianz Meine Energieladung.

Meine Energieladung ist das Vorsorgeprogramm der Allianz Versicherung und bietet drei Module, die alle zwei Jahre genutzt werden können: Wellness für Hotelaufenthalte, Fitness für Gym- und Yoga-Angebote sowie Balance für Massagen, Ernährungsberatung oder Fastenprogramme. Meine Energieladung kostet ab 15 € pro Monat für eine 30-jährige Person und liegt damit preislich auf ähnlichem Niveau wie Besser Leben der Wiener Städtische oder Donau Aktiv der Donau Versicherung. Wie bei den Vorsorgeprogrammen anderer Anbieter lassen sich auch bei Meine Energieladung die drei Module unabhängig voneinander nutzen, sodass Versicherte gezielt die Leistungen wählen können, die zu ihrem persönlichen Bedarf passen, etwa Fitness statt Wellness oder umgekehrt. Ob sich der Baustein lohnt, hängt wie bei allen Vorsorgeprogrammen davon ab, ob die enthaltenen Leistungen tatsächlich regelmäßig genutzt werden, da die monatlichen Kosten sonst höher ausfallen können als der individuelle Nutzen.

MyMEDpro der Grawe Versicherung besteht aus mehreren Modulen, die alle zwei Jahre genutzt werden können, wobei zwei Kernbausteine im Vordergrund stehen: MyMEDpro:check für Gesundheitsvorsorge und Früherkennung sowie MyMEDpro:body für Fitness- und Wellnessangebote inklusive Hotelaufenthalt. MyMEDpro kostet ab 19 € pro Monat für eine 30-jährige Person und ist in bestimmten Kombi-Tarifen bereits inkludiert. Ergänzend bietet Grawe weitere Module an: MyMEDpro:mind für mentale Gesundheit, MyMEDpro:kids mit kostenlosen Übernachtungen und Gesundheitsprogrammen für Kinder, MyMEDpro:help als Online-Gesundheitsportal sowie MyMEDpro:focus für ärztliche Beratung im Krankheitsfall. Damit deckt MyMEDpro ein besonders breites Spektrum an Vorsorge- und Zusatzleistungen ab, das sich sowohl an Einzelpersonen als auch an Familien richtet. Wie bei allen Vorsorgeprogrammen gilt: Der Nutzen hängt stark davon ab, wie viele der gebuchten Module tatsächlich in Anspruch genommen werden. Mit den verfügbaren Modulen bietet Grawe im Anbietervergleich das breiteste Spektrum, insbesondere für Familien mit Kindern.

Ob sich ein Zusatzbaustein für Wellness, Fitness oder Hotelaufenthalte lohnt, hängt stark von der persönlichen Nutzung ab. Solche Bausteine kosten ab 14 € pro Monat und sind bei einigen Versicherern nur in Kombination mit einem bestimmten Sonderklasse-Tarif buchbar. Eine Beispielrechnung verdeutlicht den Effekt: Bei einem Zusatzpaket für 14 € pro Monat fallen über zwei Jahre Gesamtkosten von 336 € an. Werden in diesem Zeitraum, wie bei vielen Programmen üblich, sechs Monate Fitnessstudio genutzt, läge der Preis ohne Versicherung bei rund 600 €. Wer die Leistung tatsächlich regelmäßig nutzt, kann also sparen, wer sie nicht nutzt, zahlt hingegen drauf, ohne einen Gegenwert zu erhalten. Da Zusatzbausteine primär Komfort- und Lifestyle-Leistungen abdecken und nicht vor größeren finanziellen Gesundheitsrisiken schützen, empfiehlt es sich, vor der Buchung eine persönliche Kosten-Nutzen-Rechnung aufzustellen und nur bei hoher Nutzungssicherheit abzuschließen.

Zusatzleistungen können in der Regel gekündigt werden, wenn sie nicht mehr genutzt werden, wodurch sich jährlich Kosten sparen lassen. Gerade bei Bausteinen für Fitness oder Wellness lohnt es sich, regelmäßig zu prüfen, ob die Leistungen tatsächlich in Anspruch genommen werden, da ungenutzte Module über die Zeit spürbare Summen kosten können. Eine wichtige Einschränkung gilt jedoch bei Programmen, die ausschließlich in Kombination mit einem bestimmten Sonderklasse-Tarif buchbar sind: In diesem Fall lässt sich der Zusatzbaustein oft nicht separat kündigen, sondern nur gemeinsam mit dem gesamten Tarif, was zusätzliche Konsequenzen für die Krankenzusatzversicherung haben kann. Bei manchen Tarifen sind bestimmte Vorsorgeleistungen zudem fix inkludiert und daher grundsätzlich nicht kündbar. Vor einer Kündigung empfiehlt es sich daher, die genauen Vertragsbedingungen zu prüfen oder direkt bei der Versicherung nachzufragen, welche Optionen im eigenen Tarif bestehen.

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