NEU: Österreichs umfangreichster Vergleich für Privatarzt- & Zahn-Versicherungen

Optionstarif der privaten Krankenversicherung: Kosten, Fristen & Anbieter in Österreich

20 min • Aktualisiert: 06.10.2026

Verfasst von Sebastian Peischl (Mitgründer) • Fachlich geprüft von Karl Haas (Mitgründer, Gewerberechtlicher Geschäftsführer & Versicherungsmakler)

Unabhängiger Versicherungsmakler gem. § 94 Z 76 GewO 1994 • GISA-Nr. 32225518 • ⭐4,9/5 (237+ Bewertungen) • 7.000+ Nutzer*innen

Eine Ärztin, die eine Patientin untersucht. Ein Symbolbild für den Optionstarif der privaten Krankenversicherung in Österreich.

Ein Optionstarif ist ein günstiger Einstiegstarif der privaten Krankenversicherung, meist Sonderklasse nur nach Unfall, mit dem Recht, später ohne erneute Gesundheitsprüfung in die volle Sonderklasse zu wechseln. In Österreich bieten 8 von 10 privaten Krankenversicherern einen Optionstarif an, ab etwa 8 € pro Monat. Wer die Option zieht, zahlt ab dann die neu berechnete Prämie der höheren Stufe.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Optionstarif ist ein günstiger Einstieg in die Sonderklasse-Versicherung mit dem Recht, später ohne erneute Gesundheitsprüfung in eine höhere Leistungsstufe zu wechseln.
  • Kosten: ab etwa 8 € pro Monat (Merkur, Abschluss bis 30), sonst ab 9 €. Eine volle Sonderklasse kostet für 30-Jährige ab rund 80 €.
  • Anbieter: 8 von 10 privaten Krankenversicherern in Österreich, nur ERGO und Wüstenrot nicht.
  • Fristen: Die Option musst du je nach Versicherer bis zu einem Alter von 35 bis 65 Jahren ziehen, meist einmal jährlich zur Hauptfälligkeit.
  • Prämie: Beim Wechsel wird die Prämie neu berechnet. Gesichert ist dein Gesundheitszustand, in der Regel nicht dein junges Eintrittsalter.

🤝 Hinweis zur Unabhängigkeit: Als unabhängige Versicherungsmakler erhalten wir eine Provision, wenn du über uns einen Vertrag abschließt – diese ist bereits in der Prämie enthalten und verursacht keine Zusatzkosten für dich. Alle Kostenangaben in diesem Artikel gelten für Österreich und basieren auf einem Tarifvergleich der 8 aktiven Optionstarif-Anbieter in Österreich (Stand: Oktober 2026).

📕 Wenn du dich allgemein zum Thema Krankenzusatzversicherungen informieren möchtest, empfehlen wir dir unseren umfassenden Ratgeber zur privaten Krankenversicherung in Österreich.

Was ist ein Optionstarif in der Krankenversicherung und wie funktioniert er?

Ein Optionstarif (auch Optionsversicherung) ist ein Einstiegstarif der Sonderklasse-Versicherung mit dem vertraglichen Recht, später ohne erneute Gesundheitsprüfung in eine höhere Leistungsstufe zu wechseln. Versicherte starten günstig, zum Beispiel mit Sonderklasse nur nach Unfall, und “ziehen” die Option, wenn sie mehr Schutz brauchen. Die Gesundheitsprüfung findet dabei nur einmal statt: beim Abschluss des Optionstarifs. In den Tarifbedingungen heißt das Recht je nach Versicherer zum Beispiel “Wechselrecht”, “Umstiegsrecht” oder “begünstigte Umstellung ohne erneute Gesundheitsprüfung”.

Viele Versicherer staffeln die Sonderklasse-Versicherung in bis zu vier Leistungsstufen, sortiert von geringster zu umfassendster Deckung:

  1. Sonderklasse nach Unfall: Du bist versichert, wenn du nach einem Unfall ins Krankenhaus musst.
  2. Sonderklasse nach Unfall oder bei schweren Erkrankungen: Diese Stufe deckt neben Unfällen auch Krankenhausaufenthalte aufgrund bestimmter schwerer Erkrankungen ab.
  3. Sonderklasse nach Unfall, bei schweren Erkrankungen oder bei Operationen: Zusätzlich sind hier Operationen enthalten, die nicht zwingend aus einem Unfall oder einer schweren Erkrankung resultieren, wie etwa eine Augenoperation.
  4. Volle Sonderklasse: Hier genießt du alle Vorteile der stationären Zusatzversicherung, unabhängig davon, ob du nach einem Unfall, aufgrund einer Krankheit oder im Rahmen einer Schwangerschaft ins Krankenhaus musst.

Wenn du die Option “ausübst” oder “ziehst”, wechselst du von einer niedrigeren in eine höhere Leistungsstufe.

ℹ️ Ein kurzes Beispiel: Du hast eine Sonderklasse nach Unfall inkl. Option abgeschlossen. Wenn du die Option ausübst, dann wechselst du von der niedrigen Leistungsstufe (Sonderklasse nach Unfall) in eine höhere Stufe (volle Sonderklasse). Damit genießt du mehr Deckung, bezahlst aber auch mehr. Wichtig: Die Prämie wird beim Wechsel neu berechnet. Abgesichert ist dein Gesundheitszustand vom Vertragsbeginn, in der Regel nicht dein damaliges Eintrittsalter.

Überblick über die Leistungsstufen der Sonderklasse-Versicherung. Die niedrigste umfasst nur Behandlungen nach Unfällen, die volle Sonderklasse schützt auch bei Operationen, Krankheiten und Schwangerschaft.

Es gibt vier Leistungsstufen innerhalb der Sonderklasse-Versicherung. Jede nächsthöhere hat eine etwas höhere Deckung.

Gibt es auch einen Optionstarif für die Privatarzt-Versicherung?

Ja, auch für die Privatarzt-Versicherung gibt es Optionstarife. Meist ist das Wechselrecht direkt im Einstiegstarif enthalten, z.B. bei Uniqa Privatarzt Start und Allianz Wahlarzt Comfort. Die Generali bietet als einziger Versicherer eine reine “Option auf Privatarzt” an: einen Zusatzbaustein ab 12 € pro Monat, mit dem du später einen Privatarzt-Tarif abschließen oder einen bestehenden erhöhen kannst.

ℹ️ Ein Beispiel hierfür ist die Merkur Krankenversicherung: Du startest mit einer Sonderklasse nach Unfall inkl. Option und kannst später über die Option in einen “Novum”-Tarif (Kombinationstarif aus Sonderklasse und Privatarzt) wechseln.

Bei der Uniqa Krankenversicherung zum Beispiel ist in allen vier Privatarzt-Tarifen ein Umstiegsrecht enthalten: Ab dem 3. Versicherungsjahr kannst du jährlich ohne neue Gesundheitsprüfung in den nächsthöheren Tarif wechseln, und zwar bis zum 65. Geburtstag. Bei der Allianz (Wahlarzt Comfort) ist das Upgrade dagegen nur einmal während der Vertragslaufzeit möglich, frühestens nach 3 Jahren und bis 60.

Wie läuft der Wechsel in die volle Sonderklasse ab?

Der Optionstarif funktioniert in drei Schritten:

  1. Du startest mit einem Optionstarif der Sonderklasse-Versicherung mit weniger Leistung (z.B. Sonderklasse nach Unfall). Damit zahlst du zwar weniger Versicherungsprämie, hast aber auch weniger Leistung.
  2. Ändert sich deine Lebenssituation, etwa weil du eine Familie planst oder mehr Budget hast, ziehst du die Option zum nächsten möglichen Termin. Bei manchen Versicherern geht das zusätzlich anlassbezogen, z.B. bei einer Schwangerschaft oder einer schweren Erkrankung.
  3. Nach dem Ziehen der Option hast du die volle Sonderklasse-Versicherung. Bei den meisten Versicherern greift der neue Schutz sofort.

Bei den meisten Versicherern ziehst du die Option einmal jährlich zur Hauptfälligkeit. Welche Anbieter auch anlassbezogen oder monatlich wechseln lassen und welche Altersgrenzen gelten, findest du weiter unten unter Wichtige Fristen.

Der Wechsel funktioniert auch in die Gegenrichtung. In einen günstigeren Tarif kannst du grundsätzlich bei jedem Versicherer wechseln, wenn er zustimmt. Das ist meist kein Problem, weil du dann weniger zahlst und weniger Leistung bekommst. Die Uniqa geht einen Schritt weiter: Mit “Sonderklasse Flex” (seit September 2026) hast du ab dem 3. Versicherungsjahr ein festes Recht, jährlich in jeden höheren oder günstigeren Tarif zu wechseln, jeweils ohne neue Gesundheitsprüfung und ohne neue Wartezeit. Wird dein Budget also wieder knapper, musst du den Vertrag nicht kündigen und den in jungen Jahren gesicherten Gesundheitszustand aufgeben, sondern kannst eine Stufe zurückgehen.

Der Optionstarif ermöglicht dir einen günstigen Einstieg in die Sonderklasse und den flexiblen Wechsel auf eine höhere Leistungsstufe.

Der Optionstarif ermöglicht dir einen günstigen Einstieg in die Sonderklasse und den flexiblen Wechsel auf eine höhere Leistungsstufe.

Was kostet ein Optionstarif?

Ein Optionstarif kostet in Österreich ab etwa 8 € pro Monat (Merkur, Abschluss bis 30) bzw. ab 9 € (Grawe). Tarife, die neben Unfällen auch schwere Erkrankungen abdecken, kosten ab rund 40 €. Gegenüber einer vollen Sonderklasse sparen Versicherte damit bis zu 90%: Bei der Merkur zahlt eine 30-jährige Person 8 € statt 95 € pro Monat. Die genauen Kosten hängen vom Versicherer, vom Alter und vom Leistungsumfang ab.

📊 Datengrundlage: In Österreich gibt es 10 Anbieter privater Krankenversicherungen (VVO, 2025). 8 davon bieten laut Sophias Recherche einen Optionstarif an: Allianz, Donau, Generali, Grawe, Merkur, Muki, Uniqa und Wiener Städtische. ERGO und Wüstenrot bieten derzeit keinen an. Die Kostenangaben gelten für eine 30-jährige Person (Stand: Oktober 2026). Deine individuelle Prämie kann je nach Alter, Bundesland und Selbstbehalt abweichen.

Am Markt gibt es drei Modelle:

  • Wechselrecht im Einstiegstarif enthalten: Allianz Sonderklasse Comfort, Merkur Sonderklasse Smart und Uniqa Sonderklasse Flex Start (ab 40 € pro Monat). Diese Tarife decken neben Unfällen auch schwere Erkrankungen ab.
  • Eigener Unfalltarif inklusive Option: Merkur, Grawe, Wiener Städtische, Donau und Generali (ab 8 € pro Monat).
  • Option als eigener Baustein: Muki (Optionstarif ab ca. 13 € pro Monat zusätzlich zur Unfallsonderklasse).

Optionstarif für Studierende und Berufseinsteiger*innen

Für Studierende und Berufseinsteiger*innen ist der Optionstarif der günstigste Weg in die Sonderklasse. Die Merkur “Sonderklasse Unfallschutz Start” kostet ab etwa 8 € pro Monat und ist bis zum 30. Geburtstag abschließbar, die Grawe bietet einen Unfalltarif mit Option ab 9 € an. Wie jede private Krankenversicherung kommt auch der Optionstarif immer zusätzlich zur gesetzlichen Krankenversicherung dazu.

Worauf du beim frühen Einstieg achten solltest:

  • Wie lange du Zeit für die Option hast: Die günstigsten Einstiegstarife haben die kürzesten Fristen. Bei der Merkur musst du die Option bis 35 ziehen, bei der Grawe bis 40. Wer mit 22 abschließt, hat bei der Merkur also 13 Jahre Zeit, wer mit 29 abschließt, nur noch 6.
  • Wann du die Option ziehst: Typische Anlässe sind der Berufseinstieg mit mehr Budget oder die Familienplanung. Die Prämie wird beim Wechsel neu berechnet, gesichert bleibt aber die Bewertung deines Gesundheitszustands beim Abschluss.
  • Ab wann du wechseln darfst: Bei manchen Versicherern ist der erste Wechsel erst nach einer Mindestlaufzeit möglich, bei der Muki z.B. nach 2 Vertragsjahren, bei der Uniqa nach 3.

📕 Was eine private Krankenversicherung für Studierende insgesamt kostet, zeigen wir in unserem Beitrag zu den Kosten der private Krankenversicherung. Welche Versicherungen du als Student*in sonst brauchst, findest du unter Versicherungen für Studenten.

Welche Versicherer bieten in Österreich einen Optionstarif an?

8 der 10 privaten Krankenversicherer in Österreich bieten einen Optionstarif an, nur ERGO und Wüstenrot nicht. Am günstigsten steigst du bei Merkur (ab 8 €, Abschluss bis 30) und Grawe (ab 9 €) ein. Die größeren Unterschiede liegen aber bei den Fristen: Bei Merkur Unfallschutz Start musst du die Option bis 35 ziehen, bei Uniqa bis 65. Die Tabelle zeigt je Versicherer den günstigsten Tarif mit Wechselrecht.

Optionstarife für die Sonderklasse

Preise pro Monat für eine 30-jährige Person, Stand: Oktober 2026. "Jährlich" heißt: zur Hauptfälligkeit deines Vertrags. Bei Merkur gibt es zwei Einstiegstarife, weil “Unfallschutz Start” nur bis 30 abschließbar ist. ERGO und Wüstenrot bieten keinen Optionstarif an.
Versicherer Tarif Deckung Kosten pro Monat
30-jährige Person
Umstieg Abschluss bis Option ziehbar bis
Merkur Sonderklasse Unfallschutz Start nach Unfall Ab 8 € jährlich, keine Wartezeit 30 Jahre 35 Jahre
Grawe MyMEDclinic nach Unfall nach Unfall Ab 9 € jährlich, keine Wartezeit 70 Jahre 40 Jahre
Wiener Städtische sorgenfreie.sonderklasse.start nach Unfall Ab 16 € jährlich, bei schwerer Erkrankung oder Schwangerschaft (erstmals ab dem 2. Jahr), keine Wartezeit 40 Jahre 45 Jahre
Donau Securmed Sonderklasse SmartStart nach Unfall Ab 16 € jährlich, bei schwerer Erkrankung oder Schwangerschaft (erstmals ab dem 2. Jahr), keine Wartezeit 40 Jahre 45 Jahre
Muki Unfallsonderklasse Plus + Optionstarif Sonderklasse nach Unfall Ab 22 € jährlich, erstmals nach 2 Jahren, keine Wartezeit 35 Jahre 40 Jahre
Generali MedCare: Sonderklasse nach Unfall inkl. Krankenhaus­tagegeld & Option nach Unfall Ab 26 € monatlich, 6 Monate Wartezeit 50 Jahre 60 Jahre, max. 10 Jahre ab Abschluss
Allianz Sonderklasse Comfort nach Unfall & bei schweren Erkrankungen Ab 40 € jährlich oder bei Schwangerschaft, keine Wartezeit 65 Jahre 45 Jahre
Merkur Sonderklasse Smart nach Unfall & bei schweren Erkrankungen Ab 42 € jährlich, keine Wartezeit 65 Jahre 45 Jahre
Uniqa Sonderklasse Flex Start nach Unfall & bei schweren Erkrankungen Ab 47 € jährlich (erstmals nach 3 Jahren) oder bei Schwangerschaft, keine Wartezeit, auch Wechsel in günstigere Tarife 65 Jahre 65 Jahre

Optionstarife für die Privatarzt-Versicherung

Auch für die Privatarzt-Versicherung gibt es Tarife mit Wechselrecht. Sie unterscheiden sich vor allem darin, wie oft und bis zu welchem Alter du wechseln kannst.

Preise pro Monat für eine 30-jährige Person, Stand: Oktober 2026. "Jährlich" heißt: zur Hauptfälligkeit deines Vertrags.
Versicherer Tarif Deckung Kosten pro Monat
30-jährige Person
Umstieg Abschluss bis Option ziehbar bis
Generali MedCare: Option auf Privatarzt (Add-On) Recht, später einen Privatarzt-Tarif abzuschließen oder einen bestehenden zu erhöhen Ab 12 € monatlich, 6 Monate Wartezeit 50 Jahre 60 Jahre, max. 10 Jahre ab Abschluss
Uniqa Privatarzt Start Wahlarzt- und Facharztkosten Ab 40 € jährlich, erstmals nach 3 Jahren, keine Wartezeit 65 Jahre 65 Jahre
Allianz Wahlarzt Comfort Wahlarzt- und Facharztkosten Ab 46 € einmalig, frühestens nach 3 Jahren, zur Hauptfälligkeit, keine Wartezeit 65 Jahre 60 Jahre

Was die Tabelle zeigt

  • Günstig heißt nicht lange flexibel. Bei Grawe kannst du bis 70 abschließen, die Option aber nur bis 40 ziehen. Bei Merkur Unfallschutz Start bleiben dir höchstens 5 Jahre zwischen spätestem Abschluss und Optionsende.
  • Am meisten Zeit lässt dir die Uniqa: Umstieg bis 65, als einziger Versicherer auch mit festem Recht auf einen günstigeren Tarif.
  • Für die Familienplanung am flexibelsten sind Allianz, Uniqa, Wiener Städtische und Donau: Dort kannst du die Option auch bei einer Schwangerschaft ziehen, und die Geburt ist gedeckt. Wiener Städtische und Donau erlauben den Wechsel zusätzlich bei einer schweren Erkrankung.
  • Generali lässt dich als einziger Versicherer monatlich wechseln, dafür gilt danach eine Wartezeit von 6 Monaten.

Welche Fristen gelten beim Optionstarif?

Beim Optionstarif gelten zwei Altersgrenzen: bis wann der Tarif abgeschlossen werden kann (je nach Versicherer bis 30 bis 70 Jahre) und bis wann die Option gezogen werden muss (bis 35 bis 65 Jahre). Gewechselt wird meist einmal jährlich zur Hauptfälligkeit. Wer die Frist verpasst, riskiert das Wechselrecht und braucht für eine höhere Leistungsstufe dann in der Regel eine neue Gesundheitsprüfung.

Alle Fristen je Anbieter findest du in der Tabelle oben. Darüber hinaus unterscheiden sich die Versicherer in diesen Punkten:

  • Optionslaufzeit: Bei der Generali musst du die Option zusätzlich innerhalb von 10 Jahren ab Abschluss ziehen.
  • Mindestlaufzeit: Bei manchen Versicherern ist der erste Wechsel erst nach einigen Vertragsjahren möglich, bei der Muki nach 2, bei der Uniqa und bei Allianz Wahlarzt Comfort nach 3 Jahren.
  • Wechsel bei bestimmten Ereignissen: Allianz, Uniqa, Wiener Städtische und Donau erlauben den Wechsel zusätzlich bei einer Schwangerschaft, Wiener Städtische und Donau auch bei einer schweren Erkrankung (jeweils erstmals ab dem 2. Jahr).
  • Wartezeit: Bei den meisten Versicherern greift der neue Schutz sofort. Ausnahme ist die Generali: Dort kannst du monatlich wechseln, der volle Schutz gilt aber erst nach 6 Monaten.

Ist ein Optionstarif sinnvoll? Wann wir ihn empfehlen und wann nicht

Ein Optionstarif ist sinnvoll, wenn du heute jung und gesund bist, die volle Sonderklasse aber noch nicht brauchst oder bezahlen willst. Du lässt deinen guten Gesundheitszustand jetzt bewerten und wechselst später ohne neue Gesundheitsprüfung, etwa vor der Familienplanung. Die Prämie wird beim Wechsel allerdings neu berechnet. Wir sehen den Optionstarif deshalb als günstigen Einstieg in die Sonderklasse, nicht als Ersatz für sie.

Wann wir einen Optionstarif empfehlen

  • Wenn du auf dein Budget achtest, aber im Notfall gut versorgt sein willst: Mit einem Optionstarif liegst du nach einem Unfall ab etwa 8 bis 16 € pro Monat in der Sonderklasse. Für eine volle Sonderklasse zahlst du als 30-Jährige*r ab rund 80 €.
  • Für junge Menschen, Studierende und Berufseinsteiger*innen: Jetzt ist dein Gesundheitszustand meist am besten, und die Einstiegstarife sind am günstigsten. Bei der Merkur zahlst du bis 30 ab 8 € pro Monat, bei der Grawe ab 9 €. Worauf du dabei achten solltest, liest du unter “Optionstarif für Studierende und Berufseinsteiger*innen”.
  • Wenn du später eine volle Sonderklasse willst, aber noch nicht den vollen Preis zahlen möchtest: Du sicherst dir das Recht auf den Wechsel, z.B. für die Familienplanung. Am flexibelsten sind dabei Allianz, Uniqa, Wiener Städtische und Donau: Dort kannst du die Option auch bei Eintritt einer Schwangerschaft ziehen.
  • Für Kinder: Die Merkur “Sonderklasse Unfallschutz Start” gibt es für Kinder ab 3 € pro Monat. So hat dein Kind später die Möglichkeit, ohne Gesundheitsprüfung in eine volle Sonderklasse zu wechseln. Für Neugeborene gibt es außerdem die Baby-Option: Damit versicherst du dein Baby nach der Geburt ohne Gesundheitsprüfung.

Wann wir eher abraten

  • Wenn du jetzt schon umfassenden Schutz brauchst: Willst du nicht nur nach einem Unfall in die Sonderklasse, sondern auch bei Operationen, schweren Erkrankungen, Schwangerschaft und Entbindung, schließ gleich eine volle Sonderklasse-Versicherung ab.
  • Wenn du die Option voraussichtlich nicht mehr rechtzeitig ziehen kannst: Bei den meisten Einstiegstarifen endet die Option zwischen 35 und 45 Jahren. Bist du älter, bleiben nur noch Uniqa (bis 65) und Generali (bis 60, max. 10 Jahre ab Abschluss). Alle Fristen findest du in der Anbieter-Übersicht.
  • Bevor deine Grundrisiken abgesichert sind: Haushalts-, Privathaftpflicht-, Unfall- und Berufsunfähigkeitsversicherung sollten immer zuerst abgesichert sein, bevor eine private Krankenversicherung infrage kommt.

Rechenbeispiel: Mit 22 einsteigen, mit 30 die Option ziehen

Marie ist 22, studiert Politikwissenschaften in Graz und ist gesund. Viel Geld hat sie nicht übrig, später möchte sie aber auch bei Krankheit und Schwangerschaft gut versichert sein. Sie schließt deshalb bei der Merkur die “Sonderklasse Unfallschutz Start” ab, ab etwa 8 € pro Monat. Ihr Gesundheitszustand wird beim Abschluss bewertet, und sie wird ohne Zuschläge angenommen.

Mit 30 plant Marie mit ihrem Partner eine Familie. Weil die Merkur den Wechsel nur jährlich zur Hauptfälligkeit erlaubt, zieht sie die Option schon vor der Schwangerschaft und wechselt in die volle Sonderklasse. Eine neue Gesundheitsprüfung braucht sie dafür nicht. Ihre Prämie wird neu berechnet: Die volle Sonderklasse (Merkur Best) kostet für eine 30-Jährige ab etwa 95 € pro Monat.

Bei Allianz, Uniqa, Wiener Städtische oder Donau hätte Marie die Option auch erst bei Eintritt der Schwangerschaft ziehen können, und Schwangerschaft und Geburt wären trotzdem gedeckt gewesen. Bei der Merkur hätte sie für den Wechsel bis 35 Zeit gehabt.

Unser Fazit zum Optionstarif der privaten Krankenversicherung

Ein Optionstarif ist der günstigste Weg in die Sonderklasse. Er sichert dir das Recht, später ohne erneute Gesundheitsprüfung in die volle Sonderklasse zu wechseln, auch wenn sich deine Gesundheit bis dahin verschlechtert hat. Die Prämie wird beim Wechsel allerdings neu berechnet: Der Vorteil liegt in der gesicherten Annahme, nicht in einem eingefrorenen Preis.

Entscheidend sind die Fristen. Die günstigsten Einstiegstarife lassen dir oft nur bis 35 oder 40 Jahre Zeit für den Wechsel. Wer eine Familie plant, sollte außerdem darauf achten, ob der Versicherer den Wechsel auch bei einer Schwangerschaft erlaubt. Welcher Optionstarif zu deinem Alter und deinen Plänen passt, zeigen wir dir in der Sophia App.

Hinweis zur Unabhängigkeit: Wir sind unabhängige Versicherungsmakler und erhalten eine Provision, wenn du über uns einen Vertrag abschließt. Diese ist bereits in der Prämie enthalten, dir entstehen also keine zusätzlichen Kosten. Wir sind an keine Versicherung gebunden oder finanziell mit ihr verflochten.

FAQ zur Optionsversicherung

Ein Optionstarif deckt zunächst nur einen Teil der Sonderklasse ab, meist Krankenhausaufenthalte nach einem Unfall, und enthält zusätzlich das Recht, später ohne erneute Gesundheitsprüfung in eine höhere Leistungsstufe zu wechseln. Eine normale Sonderklasse-Versicherung deckt dagegen von Anfang an den gewählten vollen Leistungsumfang ab, also auch Krankheiten, Operationen sowie Schwangerschaft und Entbindung. Dafür zahlst du sofort die volle Prämie: Für eine 30-jährige Person beginnt sie bei rund 80 € pro Monat, ein Optionstarif beginnt ab etwa 8 €. Solange du die Option nicht gezogen hast, bekommst du nur die Leistungen deiner aktuellen Stufe. Musst du wegen einer Krankheit ins Krankenhaus und deckt dein Optionstarif nur Unfälle, liegst du in der allgemeinen Klasse. Der Optionstarif ist deshalb kein günstiger Ersatz für die volle Sonderklasse, sondern ein Einstieg, mit dem du dir den späteren Wechsel sicherst.

Nein, beim Ziehen der Option ist keine erneute Gesundheitsprüfung nötig. Das ist der Kern des Optionstarifs: Maßgeblich bleibt dein Gesundheitszustand zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses, auch wenn du inzwischen erkrankt bist oder eine chronische Erkrankung hast. Genau deshalb lohnt sich der Abschluss eines Optionstarifs, solange du jung und gesund bist. Bei Wiener Städtische und Donau kannst du die Option sogar ausdrücklich wegen einer schweren Erkrankung ziehen. Umso wichtiger ist die Gesundheitsprüfung beim Abschluss. Du musst die Gesundheitsfragen dort vollständig und wahrheitsgemäß beantworten, das verlangt die gesetzliche Anzeigepflicht nach § 16 VersVG. Hast du damals eine Vorerkrankung verschwiegen, kann sich der Versicherer später darauf berufen, auch wenn du die Option ziehst. Beachte außerdem: Die Gesundheitsprüfung entfällt, die Neuberechnung der Prämie aber nicht. Nach dem Wechsel zahlst du die Prämie der höheren Stufe, berechnet nach den Regeln deines Versicherers.

In der Regel nicht. Beim Ziehen der Option wird die Prämie für die höhere Leistungsstufe neu berechnet. Gesichert ist mit dem Optionstarif vor allem dein Gesundheitszustand vom Vertragsbeginn, nicht dein junges Eintrittsalter. Wie genau ein Versicherer die neue Prämie berechnet, steht meist nicht transparent in den Tarifbedingungen. Eine Rolle spielt die sogenannte Alterungsrückstellung: Ein Teil deiner Prämie wird angespart, um spätere Prämiensteigerungen im Alter abzufedern. Bei teureren Einstiegstarifen wie Allianz Sonderklasse Comfort oder Uniqa Sonderklasse Flex Start baust du dadurch eher einen Vorteil auf. Bei den günstigen Unfalltarifen ab 8 € ist dieser Effekt dagegen gering. Rechne deshalb damit, dass du nach dem Wechsel ungefähr so viel zahlst wie jemand, der in deinem Alter neu einsteigt. Für eine 30-jährige Person beginnt die volle Sonderklasse bei rund 80 € pro Monat. Der Vorteil des Optionstarifs liegt in der gesicherten Annahme ohne Zuschläge, nicht in einem eingefrorenen Preis.

Das hängt vom Versicherer ab. Bei Allianz, Uniqa, Wiener Städtische und Donau kannst du die Option auch bei Eintritt einer Schwangerschaft ziehen, und Schwangerschaft und Geburt sind dann gedeckt. Bei Wiener Städtische und Donau ist das erstmals ab dem 2. Vertragsjahr möglich. Bei den meisten Versicherern ist der Wechsel nur einmal jährlich zur Hauptfälligkeit möglich. Dort solltest du die Option schon vor der Familienplanung ziehen, damit die volle Sonderklasse rechtzeitig gilt. Bei der Generali kannst du zwar monatlich wechseln, danach gilt aber eine Wartezeit von 6 Monaten. Zum Vergleich: Wer eine Sonderklasse-Versicherung neu abschließt, wartet für Leistungen rund um Schwangerschaft und Geburt meist 7 bis 9 Monate. Planst du in den nächsten Jahren Kinder, lohnt es sich daher, schon beim Abschluss auf das Wechselrecht bei Schwangerschaft zu achten.

Wer die Frist verpasst, verliert in der Regel das Recht auf einen Wechsel ohne Gesundheitsprüfung. Wie es danach weitergeht, ist je nach Vertrag unterschiedlich geregelt. Manche Versicherer stellen dich am Ende der Frist automatisch auf die volle Sonderklasse um. Dieser Umstellung kannst du meist innerhalb einer bestimmten Frist widersprechen, z.B. innerhalb von 3 Monaten. Bei anderen Versicherern verfällt die Option einfach. Ein späterer Wechsel in die volle Sonderklasse ist dann nur noch mit neuer Gesundheitsprüfung möglich. Hat sich deine Gesundheit inzwischen verschlechtert, kann der Versicherer Zuschläge oder Ausschlüsse verlangen oder dich ablehnen. Die Fristen unterscheiden sich stark: Bei Merkur “Sonderklasse Unfallschutz Start” musst du die Option bis 35 ziehen, bei der Uniqa bis 65. Prüfe daher in deinen Versicherungsbedingungen, bis wann deine Option gilt, und plane den Wechsel rechtzeitig ein.

Beide Produkte sichern Kindern den Zugang zur Sonderklasse ohne Gesundheitsprüfung, greifen aber zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Die Baby-Option gilt für Neugeborene: Hat mindestens ein Elternteil eine private Krankenversicherung mit Baby-Option, kann das Baby meist innerhalb eines Monats nach der Geburt ohne Gesundheitsprüfung mitversichert werden, auch bei Komplikationen rund um die Geburt. Je nach Versicherer kostet die Baby-Option nichts oder ab etwa 3 bis 5 € pro Monat. Ein Optionstarif für das Kind ist sinnvoll, wenn die Baby-Option nicht genutzt wurde oder das Kind bereits älter ist. Die Merkur “Sonderklasse Unfallschutz Start” gibt es für Kinder ab 3 € pro Monat. Das Kind ist damit nach Unfällen in der Sonderklasse versichert und kann später ohne Gesundheitsprüfung in die volle Sonderklasse wechseln. Beachte dabei die Frist: Bei der Merkur muss die Option bis zum 35. Geburtstag gezogen werden.

Für die Sonderklasse- und Privatarzt-Versicherung nicht: Wer eine dieser Versicherungen in Österreich neu abschließt, muss immer Gesundheitsfragen beantworten, egal bei welchem Versicherer. Eine Ausnahme sind einzelne Zahnzusatztarife, etwa bei der ERGO. Auf Basis deiner Antworten auf die Gesundheitsfragen nimmt der Versicherer dich an, verlangt einen Zuschlag, schließt bestimmte Erkrankungen aus oder lehnt dich ab. Es gibt aber zwei Wege, später ohne erneute Gesundheitsprüfung mehr Schutz zu bekommen. Der erste ist der Optionstarif: Die Gesundheitsprüfung findet nur einmal beim Abschluss statt, der spätere Wechsel in eine höhere Stufe ist dann ohne neue Prüfung möglich. Der zweite ist die Baby-Option, mit der Neugeborene ohne Gesundheitsprüfung versichert werden. Hast du bereits eine private Krankenversicherung, lohnt sich ein Blick in deinen Vertrag: Vielleicht enthält er ein Wechselrecht in einen höheren Tarif.

Ja, ein Optionstarif kann wie jede andere private Krankenversicherung gekündigt werden. Das Kündigungsrecht ist in § 165 VersVG geregelt und erlaubt eine Kündigung zum Ende der laufenden Versicherungsperiode, die konkrete Frist steht in deinem Vertrag. Mit der Kündigung verlierst du allerdings auch dein Wechselrecht und die Bewertung deines Gesundheitszustands vom Vertragsbeginn. Willst du später wieder einsteigen, ist eine neue Gesundheitsprüfung nötig, und je nach Gesundheitszustand und Alter kann der Versicherer Zuschläge verlangen oder dich ablehnen. Wird dir die Prämie nach dem Ziehen der Option zu hoch, ist eine Kündigung daher meist nicht die beste Lösung. In einen günstigeren Tarif kannst du grundsätzlich bei jedem Versicherer wechseln, wenn er zustimmt. Bei der Uniqa (Sonderklasse Flex) hast du darauf sogar ein festes Recht. Alles zu Fristen und Ablauf liest du im Beitrag Private Krankenversicherung kündigen und wechseln.

Bereit für deine private Krankenversicherung?

Mit Sophia bekommst du eine unabhängige Empfehlung basierend auf deiner persönlichen Situation.

Du erhältst:

  • Individuelle Tarifvorschläge inkl. Empfehlung
  • Transparente Marktübersicht
  • Persönliche Beratung auf Wunsch

So funktioniert es:

  1. Registrieren
  2. Fragen zu deinen Bedürfnissen beantworten
  3. Passende Angebote & Empfehlung erhalten
Kosten & Angebote ansehen
Screenshot der Versicherungs-App Sophia Screenshot der Versicherungs-App Sophia

Über Sophia (AIHPOS GmbH)

Sophia (AIHPOS GmbH) ist ein unabhängiger Versicherungsmakler (gem. § 94 Z 76 GewO 1994, GISA-Nr. 32225518; gewerberechtlicher Geschäftsführer: Karl Haas). Sophia vermittelt Tarife von über 33 österreichischen Versicherern. Wir sind an keinem Versicherungsunternehmen beteiligt – und umgekehrt. Sophia finanziert sich durch Vermittlungsprovisionen, die von den Versicherern bezahlt werden und bereits in der Versicherungsprämie enthalten sind.

Aufsichtsbehörde: Magistrat Graz und gem. ECG Finanzmarktaufsicht (FMA)

Bekannt aus: Die Presse, Kleine Zeitung, Trending Topics

Themen:

Versicherungen:

Entdecke mehr zum Thema Gesundheit

Mehr zum Thema Gesundheit

Du hast Fragen?
Schreib uns.

Wir freuen uns über deine Nachricht.