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Der Optionstarif der privaten Krankenversicherung einfach erklärt

06.03.2025 • 8 min • von Sebastian

Eine Ärztin, die eine Patientin untersucht. Die Patientin hat eine Optionstarif der privaten Krankenversicherung.

Möchtest du dir die Vorteile einer Sonderklasse-Versicherung sichern, aber nicht sofort hohe Beiträge zahlen? Der Optionstarif ermöglicht dir einen günstigen Einstieg in die private Krankenversicherung mit der Möglichkeit, später ohne erneute Gesundheitsprüfung upzugraden.

✴️ Das Wichtigste in Kürze

  • Der Optionstarif ermöglicht es dir, zu einem günstigen Preis in eine niedrigere Leistungsstufe der Sonderklasse-Versicherung einzusteigen.
  • Später kannst du auf eine höhere Leistungsstufe wechseln – ohne Gesundheitsprüfung.
  • Sonderklasse nach Unfall inkl. Option ist bis zu 90% günstiger als die volle Sonderklasse.

Einführung in den Optionstarif

Die Sonderklasse „mit Option“ ermöglicht es dir, kostengünstig in eine niedrigere Leistungsstufe der Sonderklasse-Versicherung einzusteigen und später auf eine höhere Stufe zu wechseln. Solch eine Versicherung wird auch manchmal Optionsversicherung genannt. Die Versicherer bieten dir mit dem Optionstarif eine Möglichkeit, deine private Krankenversicherung flexibel an deine zukünftigen Bedürfnisse anzupassen.

Doch was genau sind diese Leistungsstufen? Hier eine kurze Übersicht:

  • Sonderklasse nach Unfall: Du bist versichert, wenn du nach einem Unfall ins Krankenhaus musst.
  • Sonderklasse nach Unfall oder bei schweren Erkrankungen: Diese Stufe deckt neben Unfällen auch Krankenhausaufenthalte aufgrund bestimmter schwerer Erkrankungen ab.
  • Sonderklasse nach Unfall, bei schweren Erkrankungen oder bei Operationen: Zusätzlich sind hier Operationen enthalten, die nicht zwingend aus einem Unfall oder einer schweren Erkrankung resultieren, wie etwa eine Augenoperation.
  • Volle Sonderklasse (Sonderklasse nach Unfall, bei schweren Erkrankungen, bei Operationen oder bei Schwangerschaft): Hier genießt du alle Vorteile der stationären Zusatzversicherung – unabhängig davon, ob du nach einem Unfall, aufgrund einer Krankheit oder im Rahmen einer Schwangerschaft ins Krankenhaus musst.

ℹ️ Ein kurzes Beispiel: Du hast eine Sonderklasse nach Unfall inkl. Option abgeschlossen. Wenn du die Option ausübst oder “ziehst”, dann wechselst du von der niedrigen Leistungsstufe (Sonderklasse nach Unfall) in eine höhere Stufe (volle Sonderklasse). Damit genießt du mehr Deckung, bezahlst aber auch mehr.

Überblick über die Leistungsstufen der Sonderklasse-Versicherung. Die niedrigste umfasst nur Behandlungen nach Unfällen, die volle Sonderklasse schützt auch bei Operationen, Krankheiten und Schwangerschaft.

Es gibt vier Leistungsstufen innerhalb der Sonderklasse-Versicherung. Jede nächsthöhere hat eine etwas höhere Deckung.

Gibt es auch einen Optionstarif für die Privatarzt-Versicherung?

Ja, auch für die Privatarzt-Versicherung kann ein Optionstarif abgeschlossen werden. Beispielsweise kannst du eine Sonderklasse-Versicherung nach Unfall abschließen mit der Option auf die volle Sonderklasse und Privatarztleistungen. Sobald du die Option ziehst, profitierst du von einer vollen Sonderklasse und gleichzeitig von den Leistungen der Privatarzt-Versicherung.

Warum die Optionsversicherung sinnvoll ist

Wenn du jung bist, hast du wenig Geld, aber eine gute Gesundheit. Wenn du älter wirst, hast du oft mehr Geld, aber deine Gesundheit verschlechtert sich. Daraus lassen sich zwei Schlüsse ziehen:

  1. In jungen Jahren brauchst du noch gar keine volle Sonderklasse-Versicherung. Du würdest sie schlichtweg nicht nutzen. Und es fällt natürlich schwer, so viel Geld für etwas zu zahlen, das du gar nicht brauchst. Du bist ja fit 👟
  2. Wenn du älter wirst, kommen Jahr für Jahr ein paar Wehwehchen dazu. Außerdem ist jetzt auch genug Geld da, um dir das leisten zu können. Dann wäre die volle Sonderklasse natürlich premium ✨

Gehen wir weiter. Der Preis deiner privaten Krankenversicherung hängt immer auch von deinem Alter und deinem Gesundheitszustand ab. Wir können festhalten:

  1. Je jünger und gesünder du bist, desto günstiger ist deine Prämie.
  2. Je älter du bist, und je höher das Risiko für Erkrankungen ist, desto teurer ist deine Prämie .

Alles klar bis hier hin? Nun wäre es natürlich prima, wenn du heute in jungen Jahren deinen Gesundheitszustand bewerten lassen könntest, um damit später eine stationäre Krankenzusatzversicherung abzuschließen. Und Tadaaa: Das ermöglicht der Optionstarif.

Ein Beispiel:

Marie ist 22 Jahre alt und studiert Politikwissenschaften in Graz. Sie möchte gern vorsorgen und weiß, dass ihr Gesundheitszustand gerade top ist.

Weil sie als Studentin nicht besonders viel Geld übrig hat, aber später auch bei Krankheiten und bei einer Schwangerschaft top versichert sein mag, schließt sie eine Sonderklasse für Unfälle inkl. Option ab. Die kostet etwa 10 Euro pro Monat. Die Bewertung ihres Gesundheitszustandes ist top.

Acht Jahre später möchte Marie mit ihrem Partner eine Familie gründen. Damit eine Schwangerschaft in ihre Versicherung inkludiert ist, muss sie auf eine volle Sonderklasse wechseln. Das geht flott und unkompliziert. Sie muss ihren Gesundheitszustand nicht erneut prüfen und profitiert von der super Bewertung von damals.

Marie zahlt also mit 30 Jahren nur so viel für die volle Sonderklasse, wie sie mit 22 Jahren gezahlt hätte (natürlich indexangepasst) 🎉

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Zu welchem Zeitpunkt du in eine höhere Leistungsstufe wechseln kannst, ist bei jedem Versicherer anders. Mehr Infos findest du unter “Wichtige Fristen” weiter unten.

Wie funktioniert die Optionsversicherung?

Der Optionstarif ist eine flexible Lösung, um mit einer kostengünstigen Versicherung zu starten und später unkompliziert auf eine höhere Leistungsstufe umzusteigen. Und so funktioniert’s:

  1. Du startest mit einem Optionstarif der Sonderklasse-Versicherung mit weniger Leistung (z. B. Sonderklasse nach Unfall). Damit zahlst du zwar weniger Versicherungsprämie, hast aber auch weniger Leistung.
  2. Wenn es zu einer Änderung in deinem Leben kommt (z. B. Schwangerschaft, Krankheit etc.), kannst du die Option „ziehen“.
  3. Nach dem Ziehen der Option hast du nun die volle Sonderklasse-Versicherung und genießt vollen Schutz.

Je nach Versicherer gibt es feste Zeitpunkte, an denen du die Option nutzen kannst. Auch die Wartezeit nach dem Ziehen bis zur vollen Sonderklasse-Versicherung variiert. Details findest du im Abschnitt „Wichtige Fristen“ in diesem Blogpost.

Der Optionstarif ermöglicht dir einen günstigen Einstieg in die Sonderklasse und den flexiblen Wechsel auf eine höhere Leistungsstufe.

Der Optionstarif ermöglicht dir einen günstigen Einstieg in die Sonderklasse und den flexiblen Wechsel auf eine höhere Leistungsstufe.

Kosten des Optionstarifs

Die Kosten für die Optionsversicherung variieren je nach Versicherer stark: Einige Anbieter bieten Sonderklassetarife an, bei denen die Option bereits inkludiert ist. Solche Tarife, beispielsweise für die Sonderklasse nach Unfall, gibt es bereits ab 7,50 € pro Monat. Bei anderen Versicherern muss die Option zusätzlich zur Sonderklasse-Versicherung gebucht werden, was ab 10 € pro Monat zusätzlich kosten kann. Manche Versicherer legen den Preis des Optionstarifs auch als festen Prozentsatz der vollen Sonderklasse fest, beispielsweise bei 30 % der regulären Kosten.

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Eine Optionstarif “Sonderklasse nach Unfall” kostet bis zu 90 % weniger als eine volle Sonderklasse.

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Wichtige Fristen

Beim Optionstarif gibt es einige wichtige Fristen, die du beachten solltest, um später problemlos auf eine höhere Leistungsstufe umsteigen zu können.

  • Abschlussfrist: Der Optionstarif kann nur bis zu einem bestimmten Alter abgeschlossen werden. Je nach Versicherer liegt diese Altersgrenze meist zwischen 35 und 50 Jahren.
  • Frist für das Ziehen der Option: Die Option kann nur innerhalb eines festgelegten Zeitraums ausgeübt werden. Je nach Versicherer ist dies entweder bis zu einem bestimmten Alter oder innerhalb einer bestimmten Anzahl von Jahren nach Vertragsabschluss (z. B. 10 Jahre) möglich.
  • Zeitpunkte für die Ausübung der Option: Hier gibt es Unterschiede zwischen den Versicherern. Manche ermöglichen das Ziehen der Option an jedem Monatsersten, andere nur am Beginn des nächsten Versicherungsjahres.
  • Wartezeit nach Ausübung der Option: Falls du deine Option zu jedem Monatsersten ausübst kannst, gilt häufig eine Wartezeit von sechs Monaten, bis die volle Sonderklasse greift. Wenn der Wechsel zum Beginn des nächsten Versicherungsjahres erfolgt, entfällt diese Wartezeit in der Regel.

Falls du die Option nicht innerhalb des festgelegten Zeitraums ausübst, können verschiedene Szenarien eintreten:

  • Es kann zu einer Zwangsumstellung auf die volle Sonderklasse kommen. Dies ist jedoch umstritten und in der Praxis möglicherweise anfechtbar.
  • Die Option verfällt und du behältst deine bisherige Leistungsstufe.

Falls die Option verfällt, kann es später schwieriger werden, in die volle Sonderklasse zu wechseln. Dann ist eine erneute Gesundheitsprüfung erforderlich, bei der der Versicherer deine Aufnahme aufgrund deines aktuellen Gesundheitszustands möglicherweise ablehnt.

➡️ Unser Fazit

Der Optionstarif ist eine clevere Möglichkeit, sich frühzeitig eine hochwertige Gesundheitsversorgung zu sichern. Er ermöglicht es dir, mit einer günstigen privaten Krankenversicherung zu starten und später flexibel auf eine höhere Leistungsstufe zu wechseln. Besonders vorteilhaft ist, dass du keine erneute Gesundheitsprüfung durchlaufen musst. Allerdings solltest du die Fristen im Blick behalten, um deine Option nicht zu verlieren. Wer langfristig plant, kann mit der Optionsversicherung viel Geld sparen und sich bestmöglich absichern.

FAQ

Nein, einer der größten Vorteile des Optionstarifs ist, dass du beim Ziehen der Option keine erneute Gesundheitsprüfung durchlaufen musst. Dein ursprünglicher Gesundheitsstatus beim Abschluss der Optionsversicherung bleibt relevant, selbst wenn sich dein Gesundheitszustand verschlechtert hat.

Der Wechsel in die volle Sonderklasse ist je nach Versicherer unterschiedlich geregelt. In der Regel kannst du die Option zum Monatsersten oder zum Beginn des nächsten Versicherungsjahres ausüben. Beachte jedoch mögliche Wartezeiten.

Ja, einige Versicherer bieten Optionstarife an, die neben der Sonderklasse auch eine spätere Erweiterung auf Privatarzt-Leistungen ermöglichen. Damit kannst du dir langfristig bessere medizinische Versorgung sichern.

Die Kosten variieren je nach Versicherer. Manche Anbieter inkludieren die Option bereits in bestimmten Sonderklassetarifen, die ab 7,50 € pro Monat erhältlich sind. Bei anderen Versicherern muss die Option zusätzlich gebucht werden, was ab 10 € pro Monat kosten kann. Manche Versicherer berechnen die Optionsversicherung als festen Prozentsatz der vollen Sonderklasse, oft um die 30 % der regulären Kosten.

Falls du die Option nicht rechtzeitig ziehst, kann es sein, dass du deine bestehende Versicherung behältst und keine Möglichkeit mehr hast, ohne Gesundheitsprüfung in die volle Sonderklasse zu wechseln. In manchen Fällen könnte eine automatische Umstellung erfolgen, die du jedoch in der Regel anfechten kannst.

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