Die Baby-Option ist ein Zusatzbaustein zur privaten Krankenversicherung (PKV) in Österreich, der Neugeborenen ab dem ersten Lebenstag einen garantierten Versicherungsschutz ohne Gesundheitsprüfung sichert. Voraussetzung ist, dass mindestens ein Elternteil bereits über eine private Krankenversicherung mit Baby-Option verfügt. So ist auch ein Neugeborenes mit Vorerkrankung oder Geburtskomplikation garantiert abgesichert.
Inhalt
Baby-Option: Das Wichtigste auf einen Blick
- Die Baby-Option garantiert den Versicherungsschutz für Neugeborene ohne Gesundheitsprüfung.
- Voraussetzung: Mindestens ein Elternteil muss eine bestehende private Krankenversicherung (PKV) inkl. Baby-Option besitzen.
- Fristen: Bei den meisten Versicherern muss die Baby-Option vor der Schwangerschaft bestehen, bei einzelnen geht der Abschluss auch noch in der Schwangerschaft. Nach der Geburt bleibt in der Regel ein Monat Zeit, um die Option zu nutzen.
- Kosten: 3 bis 6 € pro Monat oder im Tarif bereits inkludiert.
🤝 Hinweis zur Unabhängigkeit: Als unabhängige Versicherungsmakler erhalten wir eine Provision, wenn du über uns einen Vertrag abschließt – diese ist bereits in der Prämie enthalten und verursacht keine Zusatzkosten für dich. Alle Kosten- und Anbieterangaben in diesem Artikel basieren zudem auf einem Vergleich der Baby-Option-Angebote der 10 aktiven privaten Krankenversicherer in Österreich.
📕 Wenn du dich genauer über die Zusatzversicherung für Babys, (bestehender) Schwangerschaft und Entbindung informieren möchtest, wirf einen Blick auf unseren Artikel zur privaten Krankenversicherung in der Schwangerschaft. Möchtest du dich generell über die private Krankenversicherung in Österreich informieren, findest du alle wichtigen Infos in unserem umfassenden Ratgeber.
Was ist die Baby-Option der PKV? Definition & Beispiel
Die Baby-Option ist ein Zusatzbaustein zur privaten Krankenversicherung (PKV) in Österreich. Sie sichert Neugeborenen ab dem ersten Lebenstag einen garantierten Versicherungsschutz, ohne Gesundheitsprüfung.
Bei den meisten Anbietern entfällt dabei auch der Risikozuschlag auf die Prämie. Eine Ausnahme ist Grawe: Dort ist die Aufnahme zwar ebenfalls garantiert, der Versicherer kann bei gesundheitlichen Problemen des Babys aber trotzdem einen Prämienaufschlag verlangen. Mindestens ein Elternteil muss bereits privat versichert sein, damit die Option greift. Die Kosten liegen je nach Anbieter zwischen 3 und 6 € pro Monat.
Je nach Versicherer wird eine andere Bezeichnung für die Baby-Option verwendet: Merkur nennt sie etwa “Zwergerlschutz”, andere sprechen von Babyvorteil, Babybonus oder Annahmegarantie.
ℹ️ Ein Beispiel: Marie ist privat krankenversichert und entscheidet sich frühzeitig für die Baby-Option. Bei der Geburt ihres Sohnes stellt sich heraus, dass er einen angeborenen Herzfehler hat. Ohne Baby-Option wäre es sehr schwer, ihn privat zu versichern. Doch dank der vorher abgeschlossenen Option wird er ohne Prüfung in denselben Tarif aufgenommen wie Marie.
Wie funktioniert die Baby-Option in der privaten Krankenversicherung?
Ein Elternteil schließt eine private Krankenversicherung mit Baby-Option ab, entweder als Sonderklasse- oder als Privatarzt-Versicherung. Sobald das Kind zur Welt kommt, entscheidet es sich, ob die Annahmegarantie greift: Ist das Baby gesund, kann frei gewählt werden, ob und in welchem Umfang eine Versicherung abgeschlossen wird. Hat das Baby gesundheitliche Probleme, erhält es ohne Gesundheitsprüfung denselben Versicherungsschutz wie das versicherte Elternteil.
- Euer Kind ist gesund und munter: Ihr könnt frei auswählen, welchen Versicherungsumfang die private Krankenversicherung für euer Neugeborenes haben soll. Ihr seid natürlich auch nicht gezwungen, eine Versicherung abzuschließen.
- Euer Kind hat gesundheitliche Probleme: Euer Baby bekommt durch die Annahmegarantie denselben Versicherungsschutz wie das versicherte Elternteil, ohne Gesundheitsprüfung!
Welche Voraussetzungen & Fristen gelten für die Baby-Option?
Bis wann du die Baby-Option abschließen kannst, hängt vom Versicherer ab: Bei Generali, Merkur, Muki und Uniqa muss sie vor der Schwangerschaft bestehen, bei Allianz, Wiener Städtische, Donau und Grawe geht der Abschluss auch noch in der Schwangerschaft, jeweils bis zu einer bestimmten Frist. Voraussetzung ist immer, dass mindestens ein Elternteil privat krankenversichert ist.
📝 Bestehende Versicherung: Damit die Baby-Option in Anspruch genommen werden kann, muss mindestens ein Elternteil bereits über eine private Krankenversicherung mit Baby-Option verfügen. Dies kann entweder eine Sonderklasse- oder eine Privatarzt-Versicherung sein.
⏰ Abschlusszeitpunkt: Bei der Allianz kannst du die Baby-Option noch vor der 18. Schwangerschaftswoche abschließen. Bei Wiener Städtische und Donau muss ein Elternteil bei der Geburt mindestens 7 Monate versichert sein, bei der Grawe mindestens 3 Monate. Alle Fristen findest du in der Tabelle unten. Abschließen kannst du die Baby-Option in der Regel, wenn du zwischen 16 und 45 Jahre alt bist. Bist du schon schwanger, zeigt unser Überblick zur Zusatzversicherung bei bestehender Schwangerschaft, welche Möglichkeiten du noch hast.
🤔 Frist für Entscheidung: Nach der Geburt bleibt in der Regel ein Zeitraum von einem Monat, um das Neugeborene mitzuversichern und ihm den gleichen Versicherungsschutz wie dem Elternteil zu gewähren.
Welche Wartezeiten gelten bei der Baby-Option?
Für die Baby-Option selbst gelten die Abschlussfristen oben: Wer erst in der Schwangerschaft abschließt, riskiert bei den meisten Versicherern, dass die Annahmegarantie für das Neugeborene nicht mehr greift. Deshalb empfehlen wir, dich schon vor der aktiven Familienplanung mit dem Thema auseinanderzusetzen.
Davon zu unterscheiden ist die Wartezeit für Schwangerschaft und Geburt der Mutter: Sie beträgt meist 9 Monate, bei einzelnen Versicherern 7 oder 3 Monate (gesetzlich maximal 9 Monate, § 178d VersVG). Sie betrifft nur Schwangerschaften, die beim Abschluss schon bestehen.
Vorteile der Baby-Option: Was bekommt dein Neugeborenes?
Die Baby-Option ermöglicht privaten Schutz ab dem ersten Lebenstag, ganz ohne Gesundheitsprüfung. Viele Versicherer bieten zudem im ersten Jahr beitragsfreie Leistungen.
- Ein großer Vorteil der Baby-Option ist der sofortige Versicherungsschutz, den das Baby ab dem ersten Lebenstag erhält.
- Anders als bei einer regulären Krankenzusatzversicherung entfällt eine Gesundheitsprüfung, sodass auch Babys mit Vorerkrankungen oder Geburtskomplikationen problemlos aufgenommen werden.
- Viele Versicherer bieten im ersten Jahr eine prämienfreie Versicherung an, was eine finanzielle Entlastung für junge Eltern bedeutet.
- Bei manchen Versicherern umfasst die Baby-Option schon Leistungen in der Schwangerschaft, etwa pränatale Diagnostik und Geburtsvorbereitungskurse (z.B. Uniqa und Merkur).
Was kostet die Baby-Option? Preise im Überblick (2026)
Die Kosten der Baby-Option variieren je nach Versicherungsanbieter. In der Regel liegen sie zwischen 3 und 6 € pro Monat. Manche Anbieter haben sie bereits kostenlos in bestimmten Tarifen inkludiert, bei Uniqa ist das seit September 2026 in “Sonderklasse Flex Optimal Plus” und “Flex Premium” der Fall.
📊 Datengrundlage: Die Kosten- und Verfügbarkeitsangaben basieren auf einem Vergleich der Baby-Option-Konditionen bei Merkur, Uniqa, Generali, Wiener Städtische, Allianz, Donau, Muki und Grawe (Stand 2026). Laut VVO-Jahresbericht 2025 sind insgesamt 10 private Krankenversicherer in Österreich aktiv. ERGO und Wüstenrot bieten aktuell jedoch keine Baby-Option an.
| Versicherer | Kosten | Name | Abschluss spätestens | Anmerkung |
|---|---|---|---|---|
| Merkur | Ab 6 € pro Monat | Zwergerlschutz | Vor der Schwangerschaft | Nur in Kombination mit "Sonderklasse Optimum" oder "Merkur Novum" |
| Uniqa | Ab 5 € pro Monat | BabyOption | Vor der Schwangerschaft | Nur in Kombination mit Sonderklasse- oder Privatarzt-Tarif |
| 0 € (inkludiert) | BabyOption Light | Vor der Schwangerschaft | Bereits inkludiert in "Sonderklasse Flex Optimal Plus" und "Sonderklasse Flex Premium" | |
| Generali | Ab 3 € pro Monat | MedCare: Baby-Option | Vor der Schwangerschaft (40 Wochen vor der Entbindung) | Nur in Kombination mit Sonderklasse-, Privatarzt-, Krankenhaus-Tagegeld- oder Pflege-Tarif |
| Wiener Städtische | 0 € (inkludiert) | Babyvorteil | Ein Elternteil ist bei der Geburt mind. 7 Monate versichert | Bereits inkludiert in allen Sonderklasse- und Privatarzt-Tarifen |
| Allianz | 0 € (inkludiert) | Babybonus | Vor der 18. Schwangerschaftswoche | Nur inkludiert in "Sonderklasse Extra" und "Sonderklasse Max"; Einschluss bis 12 Monate nach der Geburt |
| Donau | 0 € (inkludiert) | Babyvorteil | Ein Elternteil ist bei der Geburt mind. 7 Monate versichert | Bereits inkludiert in allen Sonderklasse- und Privatarzt-Tarifen |
| Muki | Ab 5 € pro Monat | Baby-Option | Vor der Schwangerschaft | Nur in Kombination mit "Sonderklasse Exklusiv", Abschluss bis 40 Jahre |
| 0 € (inkludiert) | Baby-Option | Schwangerschaft und Geburt rechtzeitig melden | Bereits inkludiert in "FamilyPlus" | |
| Grawe | 0 € (inkludiert) | MyMEDbaby | Ein Elternteil war vor der Geburt mind. 3 Monate versichert | Bereits inkludiert in allen Sonderklasse- und Privatarzt-Tarifen. Achtung: Die Aufnahme ist zwar garantiert, bei gesundheitlichen Problemen des Babys kann die Prämie aber trotzdem steigen (Prämienaufschlag statt Ablehnung) |
ℹ️ Ein Beispiel: Lena ist 32 Jahre alt und schließt eine Zusatzversicherung mit Baby-Option ab. Für diese Option zahlt sie monatlich 5 € zusätzlich. Damit sichert sie ihrem zukünftigen Neugeborenen einen garantierten privaten Krankenversicherungsschutz, ohne Gesundheitsprüfung. Sollte ihr Baby mit einer Vorerkrankung zur Welt kommen, sind Lena und ihr kleiner Schatz trotzdem abgesichert.
Wann empfehlen wir die Baby-Option und wann nicht?
Wir empfehlen die Baby-Option grundsätzlich allen (werdenden) Eltern, die eine private Krankenversicherung abschließen möchten oder bereits besitzen und ein Kind planen. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis ist bei einem Preis von wenigen Euro im Monat kaum zu überbieten. Nicht sinnvoll ist die Option dagegen kurz vor der Geburt, da ein Abschluss dann meist nicht mehr möglich ist, sowie für Personen ohne Kinderwunsch.
Wir empfehlen die Baby-Option
- Allen, die eine private Krankenversicherung abschließen möchten oder bereits haben und ein Kind planen. Wer bereits privat versichert ist, sollte die Baby-Option in seinen bestehenden Tarif inkludieren, sofern das noch nicht der Fall ist. Das geht ohne Gesundheitsfragen, am besten vor der Schwangerschaft. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis ist bei 3 bis 6 € pro Monat extrem gut: Für einen geringen monatlichen Aufpreis sichert ihr eurem zukünftigen Kind eine garantierte Aufnahme, egal ob es gesund oder mit gesundheitlichen Problemen zur Welt kommt.
Wir empfehlen die Baby-Option nicht
- Kurz vor der Geburt. Ein Abschluss ist dann in der Regel nicht mehr möglich: Bei den meisten Versicherern muss die Option schon vor der Schwangerschaft bestehen, bei den übrigen gelten Fristen von 7 bzw. 3 Monaten vor der Geburt oder die 18. Schwangerschaftswoche. Wer plant, noch (weitere) Kinder zu bekommen, sollte die Baby-Option aber unbedingt aktiv halten bzw. abschließen, solange die Familienplanung noch nicht abgeschlossen ist.
- Personen ohne Kinderwunsch oder die keine weiteren Kinder mehr bekommen möchten. In diesem Fall entfällt der praktische Nutzen der Option, da sie ausschließlich für die Absicherung von Neugeborenen relevant ist.
Unser Fazit: Lohnt sich die Baby-Option?
Die Baby-Option ist der zuverlässigste Weg, einem Neugeborenen von Anfang an eine private Krankenversicherung zu sichern, unabhängig vom Gesundheitszustand bei der Geburt.
Wie kann ich sicherstellen, dass mein Kind nach der Geburt garantiert eine private Krankenversicherung bekommt? Antwort: Die Baby-Option. Sie ist eine sinnvolle Absicherung für werdende Eltern, die ihrem Kind von Anfang an den bestmöglichen Gesundheitsschutz ermöglichen möchten. Denn ohne Baby-Option kann es im schlimmsten Fall passieren, dass ein Neugeborenes mit einer Vorerkrankung gar nicht oder nur mit hohen Zuschlägen in die private Krankenversicherung aufgenommen wird.
Ein monatlicher Aufpreis von rund 3 bis 6 € kann genau dieses Risiko ausschließen und bietet damit ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis. Deshalb empfehlen wir die Baby-Option allen zukünftigen Eltern, die privat versichert sind oder es werden wollen.
Hinweis zur Unabhängigkeit: Wir sind unabhängige Versicherungsmakler und erhalten eine Provision, wenn du über uns einen Vertrag abschließt. Diese ist bereits in der Prämie enthalten, dir entstehen also keine zusätzlichen Kosten. Wir sind an keine Versicherung gebunden oder finanziell mit ihr verflochten.