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PKV Baby-Option: Private Krankenversicherung für Neugeborene ohne Gesundheitsprüfung

14 min • Aktualisiert: 06.08.2026

Verfasst von Sebastian Peischl • Fachlich geprüft von Karl Haas (Gewerberechtlicher Geschäftsführer & Versicherungsmakler)

Unabhängiger Versicherungsmakler gem. § 94 Z 76 GewO 1994 • GISA-Nr. 32225518 • ⭐4,9/5 (237+ Bewertungen) • 7.000+ Nutzer*innen

Ein Baby unter einer Decke. Ein Symbolbild für die Baby-Option der privaten Krankenversicherung. Durch sie bekommt auch ein Neugeborenes direkt nach Geburt eine Versicherung, ohne Gesundheitsprüfung.

Die Baby-Option ist ein Zusatzbaustein zur privaten Krankenversicherung (PKV) in Österreich, der Neugeborenen ab dem ersten Lebenstag einen garantierten Versicherungsschutz ohne Gesundheitsprüfung sichert. Voraussetzung ist, dass mindestens ein Elternteil bereits über eine private Krankenversicherung mit Baby-Option verfügt. So ist auch ein Neugeborenes mit Vorerkrankung oder Geburtskomplikation garantiert abgesichert.

Baby-Option: Das Wichtigste auf einen Blick

  • Die Baby-Option garantiert den Versicherungsschutz für Neugeborene ohne Gesundheitsprüfung.
  • Voraussetzung: Mindestens ein Elternteil muss eine bestehende private Krankenversicherung (PKV) inkl. Baby-Option besitzen.
  • Frist: Nach der Geburt bleibt ein Monat Zeit, um die Option zu nutzen.
  • Kosten: 3 bis 6 € pro Monat oder im Tarif bereits inkludiert.

🤝 Hinweis zur Unabhängigkeit: Als unabhängige Versicherungsmakler erhalten wir eine Provision, wenn du über uns einen Vertrag abschließt – diese ist bereits in der Prämie enthalten und verursacht keine Zusatzkosten für dich. Alle Kosten- und Anbieterangaben in diesem Artikel basieren zudem auf einem Vergleich der Baby-Option-Angebote der 10 aktiven privaten Krankenversicherer in Österreich.

📕 Wenn du dich genauer über die Zusatzversicherung für Babys, (bestehender) Schwangerschaft und Entbindung informieren möchtest, wirf einen Blick auf unseren Artikel zur privaten Krankenversicherung in der Schwangerschaft. Möchtest du dich generell über die private Krankenversicherung in Österreich informieren, findest du alle wichtigen Infos in unserem umfassenden Ratgeber.

Was ist die Baby-Option der PKV? Definition & Beispiel

Die Baby-Option ist ein Zusatzbaustein zur privaten Krankenversicherung (PKV) in Österreich. Sie sichert Neugeborenen ab dem ersten Lebenstag einen garantierten Versicherungsschutz, ohne Gesundheitsprüfung.

Bei den meisten Anbietern entfällt dabei auch der Risikozuschlag auf die Prämie. Eine Ausnahme ist Grawe: Dort ist die Aufnahme zwar ebenfalls garantiert, der Versicherer kann bei gesundheitlichen Problemen des Babys aber trotzdem einen Prämienaufschlag verlangen. Mindestens ein Elternteil muss bereits privat versichert sein, damit die Option greift. Die Kosten liegen je nach Anbieter zwischen 3 und 6 € pro Monat.

Je nach Versicherer wird eine andere Bezeichnung für die Baby-Option verwendet: Merkur nennt sie etwa “Zwergerlschutz”, andere sprechen von Babyvorteil, Babybonus oder Annahmegarantie.

ℹ️ Ein Beispiel: Marie ist privat krankenversichert und entscheidet sich frühzeitig für die Baby-Option. Bei der Geburt ihres Sohnes stellt sich heraus, dass er einen angeborenen Herzfehler hat. Ohne Baby-Option wäre es sehr schwer, ihn privat zu versichern. Doch dank der vorher abgeschlossenen Option wird er ohne Prüfung in denselben Tarif aufgenommen wie Marie.

Wie funktioniert die Baby-Option in der privaten Krankenversicherung?

Ein Elternteil schließt eine private Krankenversicherung mit Baby-Option ab, entweder als Sonderklasse- oder als Privatarzt-Versicherung. Sobald das Kind zur Welt kommt, entscheidet es sich, ob die Annahmegarantie greift: Ist das Baby gesund, kann frei gewählt werden, ob und in welchem Umfang eine Versicherung abgeschlossen wird. Hat das Baby gesundheitliche Probleme, erhält es ohne Gesundheitsprüfung denselben Versicherungsschutz wie das versicherte Elternteil.

  1. Euer Kind ist gesund und munter: Ihr könnt frei auswählen, welchen Versicherungsumfang die private Krankenversicherung für euer Neugeborenes haben soll. Ihr seid natürlich auch nicht gezwungen, eine Versicherung abzuschließen.
  2. Euer Kind hat gesundheitliche Probleme: Euer Baby bekommt durch die Annahmegarantie denselben Versicherungsschutz wie das versicherte Elternteil, ohne Gesundheitsprüfung!

Welche Voraussetzungen & Fristen gelten für die Baby-Option?

Die meisten Versicherer verlangen, dass die Baby-Option bereits vor Eintritt der Schwangerschaft abgeschlossen wurde oder dass das versicherte Elternteil seit mindestens 3 Monaten privat krankenversichert ist, bevor die Option aktiviert werden kann.

📝 Bestehende Versicherung: Damit die Baby-Option in Anspruch genommen werden kann, muss mindestens ein Elternteil bereits über eine private Krankenversicherung mit Baby-Option verfügen. Dies kann entweder eine Sonderklasse- oder eine Privatarzt-Versicherung sein.

⏰ Abschlusszeitpunkt: Je nach Versicherungsanbieter gibt es unterschiedliche Regelungen bezüglich des Abschlusszeitpunkts. Während einige Anbieter verlangen, dass die Baby-Option bereits vor der Schwangerschaft abgeschlossen wird, setzen andere voraus, dass das Elternteil bereits seit mindestens 3 Monaten privat versichert ist. Wir empfehlen, dass du dich schon rechtzeitig vor der Familienplanung gut über die private Krankenversicherung informierst, damit es nachher nicht zu spät ist.

🤔 Frist für Entscheidung: Nach der Geburt bleibt in der Regel ein Zeitraum von einem Monat, um das Neugeborene mitzuversichern und ihm den gleichen Versicherungsschutz wie dem Elternteil zu gewähren.

Welche Wartezeiten gelten bei der Baby-Option?

Die meisten Versicherer verlangen, dass du die Baby-Option bereits vor Eintritt der Schwangerschaft abgeschlossen hast oder dass du seit mindestens 3 Monaten privat versichert bist, bevor du die Option aktivieren kannst.

Das hat einen entscheidenden praktischen Effekt: Wer erst während der Schwangerschaft eine private Krankenversicherung mit Baby-Option abschließt, riskiert, dass die Annahmegarantie für das Neugeborene nicht greift. Deshalb empfehlen wir, dich schon vor der aktiven Familienplanung mit dem Thema auseinanderzusetzen.

Wichtig: Die genauen Wartezeiten unterscheiden sich je nach Versicherer. Prüfe die Versicherungsbedingungen oder lass dich unverbindlich beraten.

Davon zu unterscheiden ist die gesetzliche Wartezeit für Leistungen rund um Schwangerschaft und Geburt: Sie beträgt maximal 9 Monate (§ 178d VersVG), einzelne Versicherer bieten kürzere Fristen an.

Vorteile der Baby-Option: Was bekommt dein Neugeborenes?

Die Baby-Option ermöglicht privaten Schutz ab dem ersten Lebenstag, ganz ohne Gesundheitsprüfung. Viele Versicherer bieten zudem im ersten Jahr beitragsfreie Leistungen.

  • Ein großer Vorteil der Baby-Option ist der sofortige Versicherungsschutz, den das Baby ab dem ersten Lebenstag erhält.
  • Anders als bei einer regulären Krankenzusatzversicherung entfällt eine Gesundheitsprüfung, sodass auch Babys mit Vorerkrankungen oder Geburtskomplikationen problemlos aufgenommen werden.
  • Viele Versicherer bieten im ersten Jahr eine prämienfreie Versicherung an, was eine finanzielle Entlastung für junge Eltern bedeutet.

Was kostet die Baby-Option? Preise im Überblick (2026)

Die Kosten der Baby-Option variieren je nach Versicherungsanbieter. In der Regel liegen sie zwischen 3 und 6 € pro Monat. Manche Anbieter haben sie bereits kostenlos in bestimmten Tarifen inkludiert.

📊 Datengrundlage: Die Kosten- und Verfügbarkeitsangaben basieren auf einem Vergleich der Baby-Option-Konditionen bei Merkur, Uniqa, Generali, Wiener Städtische, Allianz, Donau, Muki und Grawe (Stand 2026). Laut VVO-Jahresbericht 2025 sind insgesamt 10 private Krankenversicherer in Österreich aktiv. ERGO und Wüstenrot bieten aktuell jedoch keine Baby-Option an.

Versicherer Kosten Name Anmerkung
Merkur Ab 5 € pro Monat Zwergerlschutz Nur in Kombination mit „Sonderklasse Optimum“ oder „Merkur Novum“
Uniqa Ab 4 € pro Monat BabyOption Nur in Kombination mit Sonderklasse- oder Privatarzt-Tarif
Generali Ab 3 € pro Monat MedCare: Baby-Option Nur in Kombination mit Sonderklasse-, Privatarzt-, Krankenhaus-Tagegeld- oder Pflege-Tarif
Wiener Städtische 0 € (inkludiert) Babyvorteil Bereits inkludiert in allen Sonderklasse- und Privatarzt-Tarifen
Allianz 0 € (inkludiert) Babybonus Nur inkludiert in “Sonderklasse Extra” und “Sonderklasse Max”
Donau 0 € (inkludiert) Babyvorteil Bereits inkludiert in allen Sonderklasse- und Privatarzt-Tarifen
Muki Ab 5 € pro Monat Baby-Option Nur in Kombination mit "Sonderklasse Exklusiv"
0 € (inkludiert) Baby-Option Bereits inkludiert "FamilyPlus"
Grawe 0 € (inkludiert) MyMEDbaby Bereits inkludiert in allen Sonderklasse- und Privatarzt-Tarifen. Achtung: Die Aufnahme ist zwar garantiert, bei gesundheitlichen Problemen des Babys kann die Prämie aber trotzdem steigen (Prämienaufschlag statt Ablehnung)
Quellen: Tarifhandbücher der Merkur, Uniqa, Generali, Donau, Wiener Städtische, Allianz, Muki, Grawe (Stand 2026). Preisangaben können je nach Tarif und Alter variieren.

ℹ️ Ein Beispiel: Lena ist 32 Jahre alt und schließt eine Zusatzversicherung mit Baby-Option ab. Für diese Option zahlt sie monatlich 5 € zusätzlich. Damit sichert sie ihrem zukünftigen Neugeborenen einen garantierten privaten Krankenversicherungsschutz, ohne Gesundheitsprüfung. Sollte ihr Baby mit einer Vorerkrankung zur Welt kommen, sind Lena und ihr kleiner Schatz trotzdem abgesichert.

Wann empfehlen wir die Baby-Option und wann nicht?

Wir empfehlen die Baby-Option grundsätzlich allen (werdenden) Eltern, die eine private Krankenversicherung abschließen möchten oder bereits besitzen und ein Kind planen. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis ist bei einem Preis von wenigen Euro im Monat kaum zu überbieten. Nicht sinnvoll ist die Option dagegen kurz vor der Geburt, da ein Abschluss dann meist nicht mehr möglich ist, sowie für Personen ohne Kinderwunsch.

Wir empfehlen die Baby-Option

  • Allen, die eine private Krankenversicherung abschließen möchten oder bereits haben und ein Kind planen. Wer bereits privat versichert ist, sollte die Baby-Option in seinen bestehenden Tarif inkludieren, sofern das noch nicht der Fall ist. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis ist bei 3 bis 6 € pro Monat extrem gut: Für einen geringen monatlichen Aufpreis sichert ihr eurem zukünftigen Kind eine garantierte Aufnahme, egal ob es gesund oder mit gesundheitlichen Problemen zur Welt kommt.

Wir empfehlen die Baby-Option nicht

  • Kurz vor der Geburt. Ein Abschluss ist dann in der Regel nicht mehr möglich, da die meisten Versicherer verlangen, dass die Option bereits vor der Schwangerschaft oder mindestens 3 Monate vorher besteht. Wer plant, noch (weitere) Kinder zu bekommen, sollte die Baby-Option aber unbedingt aktiv halten bzw. abschließen, solange die Familienplanung noch nicht abgeschlossen ist.
  • Personen ohne Kinderwunsch oder die keine weiteren Kinder mehr bekommen möchten. In diesem Fall entfällt der praktische Nutzen der Option, da sie ausschließlich für die Absicherung von Neugeborenen relevant ist.

Unser Fazit: Lohnt sich die Baby-Option?

Die Baby-Option ist der zuverlässigste Weg, einem Neugeborenen von Anfang an eine private Krankenversicherung zu sichern, unabhängig vom Gesundheitszustand bei der Geburt.

Wie kann ich sicherstellen, dass mein Kind nach der Geburt garantiert eine private Krankenversicherung bekommt? Antwort: Die Baby-Option. Sie ist eine sinnvolle Absicherung für werdende Eltern, die ihrem Kind von Anfang an den bestmöglichen Gesundheitsschutz ermöglichen möchten. Denn ohne Baby-Option kann es im schlimmsten Fall passieren, dass ein Neugeborenes mit einer Vorerkrankung gar nicht oder nur mit hohen Zuschlägen in die private Krankenversicherung aufgenommen wird.

Ein monatlicher Aufpreis von rund 3 bis 6 € kann genau dieses Risiko ausschließen und bietet damit ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis. Deshalb empfehlen wir die Baby-Option allen zukünftigen Eltern, die privat versichert sind oder es werden wollen.

Hinweis zur Unabhängigkeit: Wir sind unabhängige Versicherungsmakler und erhalten eine Provision, wenn du über uns einen Vertrag abschließt. Diese ist bereits in der Prämie enthalten, dir entstehen also keine zusätzlichen Kosten. Wir sind an keine Versicherung gebunden oder finanziell mit ihr verflochten.

FAQ zur Baby-Option und privaten Krankenversicherung für Neugeborene

Grundsätzlich kann jedes Neugeborene in Österreich eine private Krankenversicherung bekommen, allerdings prüfen Versicherer bei einem regulären Abschluss den Gesundheitszustand des Babys. Kommt das Kind gesund zur Welt, ist die Aufnahme in den meisten Fällen unproblematisch. Hat das Neugeborene jedoch eine Vorerkrankung oder eine Geburtskomplikation, kann eine reguläre private Krankenversicherung für das Baby die Aufnahme ablehnen oder nur mit Risikozuschlag anbieten. Genau hier setzt die Baby-Option an: Sie garantiert Neugeborenen ab dem ersten Lebenstag einen Versicherungsschutz ohne Gesundheitsprüfung, unabhängig vom Gesundheitszustand bei der Geburt. Voraussetzung dafür ist, dass mindestens ein Elternteil bereits eine private Krankenversicherung mit Baby-Option besitzt, meist als Sonderklasse- oder Privatarzt-Tarif. Ohne diese Option entscheidet im Ernstfall der einzelne Versicherer, ob und zu welchen Konditionen er das Kind aufnimmt. Wer sein Baby zuverlässig und unabhängig vom Gesundheitszustand privat krankenversichern möchte, sollte die Baby-Option daher frühzeitig, idealerweise schon vor der Schwangerschaft, in den bestehenden Tarif einschließen.

Nein, das ist ein häufiges Missverständnis. Es reicht bereits, wenn ein einziger Elternteil über eine private Krankenversicherung mit Baby-Option verfügt, das andere Elternteil kann weiterhin ausschließlich gesetzlich krankenversichert sein. Das Neugeborene wird dann ohne Gesundheitsprüfung in den Tarif des privat versicherten Elternteils aufgenommen und erhält denselben Versicherungsschutz, etwa im Sonderklasse- oder Privatarzt-Baustein. Welches Elternteil die private Krankenversicherung besitzt, spielt dabei keine Rolle. Entscheidend ist allein, dass mindestens eine Versicherung mit Baby-Option zum Zeitpunkt der Geburt bereits aktiv besteht und die geforderte Mindestversicherungsdauer erfüllt ist. In der Praxis bedeutet das: Auch Paare, bei denen nur eine Person privat krankenversichert ist, können ihrem Kind die volle Absicherung der Baby-Option sichern, ohne dass beide Elternteile eine eigene private Krankenversicherung abschließen müssen. Das senkt die Einstiegshürde für viele Familien deutlich, insbesondere wenn nur ein Elternteil aus gesundheitlichen Gründen privat krankenversichert ist.

Das ist aktuell bei keinem österreichischen Versicherer möglich. Ein Versicherungsvertrag kann erst nach der Geburt für ein konkretes, bereits geborenes Kind abgeschlossen werden. Was jedoch schon während der Schwangerschaft möglich ist: sich die Garantie zu sichern, dass das Neugeborene später ohne Gesundheitsprüfung aufgenommen wird, eben über die Baby-Option. Dabei ist der Zeitpunkt entscheidend, denn viele Versicherer verlangen, dass die Option bereits vor Eintritt der Schwangerschaft besteht. Andere setzen lediglich eine Mindestversicherungsdauer von drei Monaten voraus. Wer die Baby-Option erst nach Bekanntwerden der Schwangerschaft abschließt, läuft daher Gefahr, dass die Annahmegarantie für das Neugeborene nicht mehr greift. Deshalb ist es sinnvoll, sich bereits im Rahmen der Familienplanung mit dem Thema private Krankenversicherung für Neugeborene auseinanderzusetzen und die Baby-Option frühzeitig zu aktivieren, statt erst kurz vor oder während der Schwangerschaft zu handeln.

Nein, die Baby-Option ist keine Pflicht, sondern lediglich eine Garantie, die dir nach der Geburt eine Wahlmöglichkeit offenhält. Kommt dein Kind gesund zur Welt, kannst du frei entscheiden, ob und in welchem Umfang du eine private Krankenversicherung für dein Baby abschließen möchtest oder ob du ganz darauf verzichtest. Die Baby-Option stellt lediglich sicher, dass dir diese Entscheidungsfreiheit auch dann erhalten bleibt, wenn dein Kind mit einer Vorerkrankung oder Geburtskomplikation zur Welt kommt, denn ohne die Option könnte in diesem Fall eine Ablehnung oder ein Risikozuschlag drohen. Wichtig ist dabei die Frist: Nach der Geburt bleibt in der Regel ein Monat Zeit, um dich zu entscheiden und die private Krankenversicherung für dein Neugeborenes zu aktivieren. Verstreicht diese Frist ungenutzt, kann es sein, dass die Annahmegarantie erlischt und eine spätere Aufnahme wieder von einer regulären Gesundheitsprüfung abhängt.

Nein, das ist ein wichtiger Punkt, der häufig missverstanden wird. Eine private Krankenversicherung besteht in der Regel aus mehreren einzelnen Bausteinen, etwa Sonderklasse, Privatarzt oder Krankengeld, und die Baby-Option deckt üblicherweise nicht automatisch alle davon ab. In den meisten Fällen bezieht sich die Annahmegarantie ausschließlich auf den Sonderklasse-Baustein, bei manchen Versicherern zusätzlich auf den Privatarzt-Baustein, während andere Bausteine wie Krankengeld oder Zahnzusatzversicherung außen vor bleiben. Wie genau die Baby-Option in deinem Tarif abgegrenzt ist, regelt jeder Versicherer unterschiedlich, weshalb ein Blick in die konkreten Versicherungsbedingungen unerlässlich ist, bevor du dich beim Versicherungsschutz für dein Neugeborenes voll darauf verlässt. Willst du deinem Kind einen möglichst umfassenden Schutz sichern, solltest du beim Abschluss der Baby-Option gezielt nachfragen, welche Bausteine konkret eingeschlossen sind, ob sich der Umfang später noch erweitern lässt und wie das bei Sonderklasse- sowie Privatarzt-Tarifen im Detail geregelt ist.

Bei Uniqa kostet die Baby-Option ab rund 4 € pro Monat und ist nur in Kombination mit einem Sonderklasse- oder Privatarzt-Tarif erhältlich. Bei Merkur heißt das Produkt “Zwergerlschutz” und kostet ab rund 5 € pro Monat, ebenfalls nur in Kombination mit bestimmten Tarifen wie “Sonderklasse Optimum” oder “Merkur Novum”. Generali bietet die Baby-Option bereits ab 3 € pro Monat an, während Wiener Städtische, Allianz, Donau und Grawe sie in bestimmten Sonderklasse- und Privatarzt-Tarifen kostenlos inkludieren. Bei Grawe ist zwar die Aufnahme garantiert, bei gesundheitlichen Problemen des Babys kann die Prämie dort aber trotzdem steigen, statt wie bei anderen Anbietern gänzlich risikofrei zu bleiben. Insgesamt bewegen sich die Kosten branchenweit zwischen 0 und 6 € pro Monat, abhängig davon, ob die Option separat gebucht oder bereits im gewählten Tarif inkludiert ist. Ein Vergleich lohnt sich also nicht nur wegen des Preises, sondern auch wegen der unterschiedlichen Bedingungen.

Ja, sofern die Baby-Option bei deinem Versicherer als separater Baustein geführt wird, etwa bei Merkur, Uniqa oder Generali, kannst du sie nach Ablauf der jeweiligen Mindestvertragsdauer mit der vorgesehenen Kündigungsfrist kündigen. Bei Versicherern, bei denen die Baby-Option bereits fix im Tarif inkludiert ist, etwa Wiener Städtische oder Donau, ist hingegen keine separate Kündigung möglich, da sie untrennbar mit dem restlichen Versicherungsschutz verbunden ist. Bevor du eine Kündigung in Betracht ziehst, solltest du bedenken, dass nach einer Kündigung kein Anspruch mehr auf eine Wiederaufnahme ohne Gesundheitsprüfung besteht, das heißt, die Annahmegarantie wäre für ein zukünftiges Kind verloren. Solange deine Familienplanung noch nicht abgeschlossen ist, empfiehlt es sich daher, die Baby-Option trotz der monatlichen Kosten von wenigen Euro aktiv zu halten, statt sie vorschnell zu kündigen und sich damit die Absicherung für weitere Kinder zu verbauen.

Nein, in beiden Fällen bleibt die Baby-Option bestehen. Weder die Geburt deines Kindes noch die tatsächliche Nutzung der Annahmegarantie für ein Neugeborenes führt automatisch zu ihrem Erlöschen, die Option läuft so lange weiter, bis du sie aktiv kündigst. Das bedeutet konkret: Hast du die Baby-Option bereits für dein erstes Kind genutzt, bleibt sie für weitere Kinder in gleicher Form bestehen, vorausgesetzt du hast sie zwischenzeitlich nicht gekündigt und dein Vertrag inklusive Baby-Option ist weiterhin aktiv. Gerade für Familien, die eine weitere Schwangerschaft planen, ist das ein wichtiger Vorteil, da keine erneute Beantragung oder Wartezeit nötig ist. Wer hingegen sicher ist, keine weiteren Kinder mehr zu bekommen, kann über eine Kündigung nachdenken, um die monatlichen Kosten von wenigen Euro einzusparen, sollte sich der endgültigen Konsequenz für zukünftige Familienplanung aber bewusst sein.

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