NEU: Österreichs umfangreichster Vergleich für Privatarzt- & Zahn-Versicherungen

Zahnzusatzversicherung Österreich: Vergleich, Kosten & Leistungen (2026)

28 min • Aktualisiert: 04.08.2026

Verfasst von Sebastian Peischl • Fachlich geprüft von Karl Haas (Gewerberechtlicher Geschäftsführer & Versicherungsmakler)

Unabhängiger Versicherungsmakler gem. § 94 Z 76 GewO 1994 • GISA-Nr. 32225518 • ⭐4,9/5 (237+ Bewertungen) • 7.000+ Nutzer*innen

Ein lachende Frau mit weißen Zähnen. Ein Symbolbild für die Zahnzusatzversicherung in Österreich.

Eine Zahnversicherung in Österreich, auch Zahnzusatzversicherung oder Zahnarztversicherung genannt, übernimmt Kosten für Zahnersatz, Implantate und Prophylaxe, die die gesetzliche Krankenkasse kaum bezahlt. Wer sie früh abschließt, spart sich hohe Eigenkosten. Dieser Artikel zeigt die Vorteile, Kosten und Leistungen im Überblick sowie worauf beim Vergleich zu achten ist.

Das Wichtigste in Kürze

  • Deckung: Eine Zahnversicherung in Österreich deckt zahlreiche Leistungen ab, die über die gesetzliche Versicherung hinausgehen. Zum Beispiel: Zahnersatz, Mundhygiene, Zahnregulierungen und kieferorthopädische Behandlungen.
  • Kosten: Die Beiträge variieren je nach Alter und Leistungsumfang. Sie beginnen bei etwa 20 € pro Monat.
  • Vorteile: Die Versicherung hilft dir, hohe Eigenkosten zu vermeiden. Sie bietet umfassenden Schutz für hochwertige Zahnbehandlungen sowie eine freie Zahnarztwahl.
  • Vergleich: Achte bei der Wahl auf wichtige Kriterien wie Deckung, Wartezeit und Selbstbehalt. Vergleiche Angebote, um die beste Zahnversicherung für deine Bedürfnisse zu finden.

🤝 Hinweis zur Unabhängigkeit: Als unabhängige Versicherungsmakler erhalten wir eine Provision, wenn du über uns einen Vertrag abschließt – diese ist bereits in der Prämie enthalten und verursacht keine Zusatzkosten für dich. Alle Kosten- und Anbieterangaben in diesem Artikel basieren zudem auf einem Vergleich der 10 aktiven Anbieter für private Krankenversicherung in Österreich (laut VVO-Jahresbericht 2025) und ihrer Zahnzusatz-Tarife.

Was ist eine Zahnzusatzversicherung in Österreich?

Eine Zahnzusatzversicherung ist eine freiwillige Ergänzung zur gesetzlichen Krankenversicherung in Österreich. Sie übernimmt, je nach Tarif, die Kosten für Prophylaxe, Behandlungen und Zahnersatz, die die Pflichtversicherung teilweise oder gar nicht übernimmt. Für festsitzenden Zahnersatz wie Kronen, Brücken oder Implantate leistet die gesetzliche Krankenversicherung grundsätzlich keinen Kostenzuschuss. Sie ist auch als “private Zahnversicherung”, “zahnärztliche Zusatzversicherung” oder “Zahnarzt-Versicherung” bekannt.

Du bekommst die Zahnversicherung in der Regel als Zusatzbaustein zur privaten Krankenversicherung. Bei manchen Versicherern kannst du sie aber auch unabhängig von anderen Bausteinen abschließen.

📕 Neben der Zahnarzt-Versicherung gibt es viele weitere Tarife der privaten Krankenversicherung, die verschiedene Aspekte deiner Gesundheitsversorgung abdecken, sodass du deine Gesundheitsvorsorge flexibel nach deinen Bedürfnissen zusammenstellen kannst. Wenn du noch tiefer in das Thema einsteigen willst, wirf einen Blick in unseren umfassenden Ratgeber zur privaten Krankenversicherung in Österreich.

Überblick über die Bereiche der Krankenzusatzversicherung in Österreich mit dem Fokus auf die Zahnzusatzversicherung.

Die private Krankenversicherung umfasst verschiedene Leistungsbereiche. In diesem Artikel konzentrieren wir uns auf die Zahnzusatzversicherung in Österreich.

Welche Leistungen deckt eine Zahnzusatzversicherung in Österreich ab?

Je nach gewähltem Leistungspaket werden unterschiedliche Behandlungen und Vorsorgemaßnahmen abgedeckt. Dazu gehören unter anderem zahnärztliche Behandlungen, Zahnröntgen, Arzneimittel, zahnerhaltende Maßnahmen, Zahnersatz, Zahnregulierungen, kieferchirurgische Eingriffe und Mundhygiene. Diese Leistungen gehen weit über die Basisversorgung der gesetzlichen Krankenversicherung hinaus.

Zahnärztliche Behandlung: Grundversorgung für deine Zahngesundheit

Die zahnärztliche Behandlung bildet die Grundlage für eine gute Zahngesundheit. Sie umfasst alle wichtigen Maßnahmen, die zur regelmäßigen Pflege und Erhaltung deiner Zähne nötig sind. Dazu gehören Routineuntersuchungen zur Früherkennung von Problemen, Füllungen und Behandlungen bei Karies oder kleineren Schäden.

Zahnröntgen: Klarheit durch Diagnostik

Das Zahnröntgen ist ein unverzichtbares Diagnosewerkzeug, um versteckte Probleme frühzeitig zu erkennen. Mithilfe von Röntgenaufnahmen können Zahnärzte präzise Diagnosen stellen. So lassen sich beispielsweise Karies, Knochenabbau oder versteckte Entzündungen erkennen, die sonst oft unentdeckt bleiben.

Verordnete Arzneimittel: Unterstützung bei Medikation

Bei bestimmten zahnärztlichen Behandlungen kann es notwendig sein, Medikamente einzunehmen. Beispielsweise bei Infektionen, Entzündungen oder zur Pflege nach einem operativen Eingriff. Eine Zahnzusatzversicherung übernimmt meist die Kosten für diese verschreibungspflichtigen Medikamente, wenn sie verordnet wurden.

Konservierende Zahnbehandlung: Schutz und Erhalt deiner Zähne

Konservierende Zahnbehandlungen spielen eine zentrale Rolle dabei, deine Zähne so lange wie möglich gesund und funktionsfähig zu halten. Sie umfassen Maßnahmen, die darauf abzielen, erkrankte oder beschädigte Zähne zu erhalten, statt sie zu ersetzen.

Hierzu zählen unter anderem:

  • Anfertigen von Füllungen, wie zum Beispiel Edelmetall- oder Keramikinlays, die stabil und langlebig sind
  • Wurzelbehandlungen, wenn ein Zahn von innen behandelt werden muss, um Infektionen zu beseitigen und den Zahn zu retten
  • Zahnextraktionen von stark beschädigten oder nicht mehr erhaltbaren Zähnen
  • Behandlung von Zahnfleischerkrankungen wie Parodontitis

Prothetische Zahnbehandlung: Zahnersatz & Implantate

Prothetische Zahnbehandlungen umfassen den Ersatz fehlender oder stark beschädigter Zähne durch hochwertigen Zahnersatz.

Festsitzender Zahnersatz (z.B. Brücken oder Implantate) wird fest im Kiefer verankert und bietet hohen Komfort und natürliche Optik, falls Zähne fehlen. Abnehmbarer Zahnersatz (z.B. Teil- oder Vollprothesen) ist eine flexible Lösung und kann bei Bedarf herausgenommen und gereinigt werden.

Kieferorthopädische Behandlungen: Unterstützung für gerade Zähne

Kieferorthopädische Behandlungen wie Zahnregulierungen spielen eine entscheidende Rolle dabei, Fehlstellungen der Zähne zu korrigieren und ein gesundes, gerades Gebiss zu fördern. Hierzu zählen sowohl abnehmbare Zahnspangen als auch festsitzende Apparaturen wie Brackets. Diese Behandlungen sind besonders für Kinder und Jugendliche wichtig, die in der Wachstumsphase optimale Ergebnisse erzielen können. Aber auch Erwachsene profitieren zunehmend davon, ihre Zahnstellung zu verbessern.

Kieferchirurgische Eingriffe: Absicherung für komplexe Operationen

Kieferchirurgische Eingriffe umfassen Operationen zur Entfernung von Zysten oder Abszessen, die sich im Kiefer entwickeln können. Auch das Entfernen stark beschädigter oder verlagerter Zähne, beispielsweise von Weisheitszähnen, gehört dazu. In einigen Fällen ist auch ein Kieferknochenaufbau erforderlich, etwa als Vorbereitung für Implantate oder bei starkem Knochenschwund.

Förderung der Zahngesundheit: Prävention durch z.B. Mundhygiene

Die Förderung der Zahngesundheit trägt dazu bei, Zahnschäden frühzeitig zu verhindern. Somit wird langfristig die Gesundheit deiner Zähne verbessert.

Zu den häufig abgedeckten präventiven Maßnahmen zählen:

  • Regelmäßige Zahnsteinentfernung und Fluoridierung: Helfen, Zähne zu stärken und vor Karies zu schützen
  • Professionelle Zahnreinigung (z.B. Mundhygiene)
  • Zahnversiegelungen: Werden besonders für Kinder empfohlen und schützen die Backenzähne vor Karies
  • Kontrolluntersuchungen: Früherkennung möglicher Probleme

Zahnarzt-Versicherung Österreich: Gesetzlich vs. privat im Vergleich

In Österreich deckt die gesetzliche Zahnversicherung grundlegende, meist notwendige Behandlungen ab, während die private Zahnarzt-Versicherung ein deutlich breiteres Spektrum an Leistungen aufweist. Für Zahnersatz wie Kronen, Brücken oder Implantate gilt das allerdings nicht: Diese Leistungen gelten laut ÖGK grundsätzlich als Privatleistung. Die private Zahnarzt-Versicherung bietet dir hier finanzielle Entlastung sowie mehr Flexibilität bei der Wahl der Behandlungen. Die gesetzliche Zahnversicherung ist in der gesetzlichen Krankenversicherung (z.B. ÖGK) enthalten.

In folgender Tabelle findest du die wichtigsten Unterschiede zwischen der gesetzlichen und privaten Zahnversicherung in Österreich:

Gesetzliche Zahnversicherung Private Zahnversicherung
Zahnarzt/-ärztin Kassenarzt oder -ärztin Wahl-/Privatarzt oder -ärztin
Leistungsumfang Basisversorgung (z.B. Standardfüllungen, einfache Zahnentfernung) Umfassender Schutz (inkl. Zahnersatz, Kieferorthopädie, präventive Leistungen)
Präventive Maßnahmen Eingeschränkt Regelmäßige Kostenübernahme für professionelle Zahnreinigungen und Vorsorge
Füllmaterial für Zahnfüllungen Amalgam (schwarz) Kunststoff (weiß), Keramik, Gold
Zahnersatz Eingeschränkte Kostenerstattung (oft nur für einfache Prothesen oder abnehmbarer Zahnersatz) Hohe Kostenübernahme (Kronen, Brücken, Implantate, hochwertige Materialien)
Zahnspangen Hoher Eigenanteil Geringer Eigenanteil
Eigenanteil (Selbstbehalt) Hoher Eigenanteil bei vielen Leistungen (bis zu 100%) Geringer oder teilweise kein Eigenanteil (je nach Tarif, bis zu 40%)
Wartezeiten auf Termine Lange Wartezeiten Kurze Wartezeiten
Kosten Einkommensabhängig (in der gesetzlichen Krankenversicherung enthalten) Ab etwa 20 € pro Monat (je nach Tarif, Deckung und Alter)

Was kostet eine Zahnzusatzversicherung in Österreich?

Die Kosten einer Zahnzusatzversicherung in Österreich starten bei rund 20 € pro Monat. Die Prämie richtet sich vor allem nach deinem Alter und dem gewünschten Leistungsumfang.

📊 Datengrundlage: Die Kosten- und Anbieterangaben in diesem Artikel basieren auf einem Vergleich der 10 in Österreich aktiven privaten Krankenversicherungs-Anbieter (Allianz, Uniqa, Merkur, Generali, Wiener Städtische, Grawe, Muki, Donau, ERGO, Wüstenrot; laut VVO-Jahresbericht 2025) und ihrer Zahnzusatz-Tarife. 7 der 10 Anbieter bieten eine Zahnzusatzversicherung an, davon 2 (ERGO, Allianz) als eigenständiges Produkt und 5 (Generali, Uniqa, Merkur, Wiener Städtische, Donau) nur als Zusatzbaustein zu einer bestehenden privaten Krankenversicherung. 3 Anbieter (Muki, Wüstenrot, Grawe) führen aktuell keine Zahnversicherung. Die Einstiegspreise gelten für junge Erwachsene ohne Vorerkrankungen; individuelle Prämien können abweichen.

Die Kosten unterscheiden sich zudem danach, ob du die Versicherung als Ergänzung (Zusatzbaustein) zu einer Sonderklasse- oder Privatarzt-Versicherung oder als eigenständige Versicherung (reine Zahnversicherung) abschließt:

  • Als Ergänzung (Zusatzbaustein) zu einer privaten Krankenversicherung startet die Zahnarzt-Versicherung bei etwa 30 € pro Monat. Dieses Paket umfasst sowohl zahnerhaltende Maßnahmen (Prophylaxe, Füllungen, Wurzelbehandlungen) als auch Zahnersatzleistungen (Kronen, Brücken, Implantate, Prothesen).
  • Als eigenständige Versicherung kannst du zwischen drei Paketen wählen:
    • Zahnersatz-Versicherung: Erstattet Kosten für Kronen, Teilkronen, Brücken, Prothesen und Implantate, wenn ein Zahn ersetzt werden muss.
    • Zahnerhalt-Versicherung: Deckt vorbeugende Maßnahmen wie professionelle Zahnreinigungen, Füllungen, Inlays und Wurzelbehandlungen zur Erhaltung der natürlichen Zähne.
    • Umfängliche Zahnversicherung (Zahnerhalt & Zahnersatz): Kombiniert Zahnerhalt und Zahnersatz, also sowohl Prophylaxe, Füllungen und Wurzelbehandlungen als auch Kronen, Brücken, Implantate und Prothesen.

Hier haben wir für dich vier Beispiele zu unterschiedlichen Altersgruppen zusammengestellt, damit du ein Gefühl für die Kosten bekommen kannst:

Typ Deckung Leistung ab 5. Jahr Kosten mit 25 J. Kosten mit 35 J. Kosten mit 45 J.
Ergänzung zur PKV Zahnerhalt & Zahnersatz 2.500 € 74 € 74 € 74 €
Reine Zahnversicherung Zahnerhalt 2.000 € 24 € 25 € 25 €
Reine Zahnversicherung Zahnersatz 3.700 € 28 € 33 € 37 €
Reine Zahnversicherung Zahnerhalt & Zahnersatz 5.500 € 52 € 58 € 62 €

ℹ️ Ein Beispiel: Julia, 30 Jahre alt, weiß aus der Familie, dass Zahnprobleme wahrscheinlich sind. Sie entscheidet sich für eine Zahnversicherung mit umfassendem Schutz (Zahnerhalt & Zahnersatz). Ihr Tarif deckt Leistungen bis 5.500 € pro Jahr und bei einer Behandlung zahlt sie 10% selbst. Den Rest übernimmt die Versicherung, für die sie 55 € pro Monat bezahlt.

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In wenigen Klicks erfährst du, mit welchen Kosten du rechnen musst.

Wie alt sind die Personen, die du versichern möchtest?

Das Alter der versicherten Personen sind ein wichtiger Faktor für den Preis der Zahnzusatzversicherung. Grundsätzlich gilt: Je jünger die Personen sind, desto günstiger wird die Prämie sein.

Bitte gib ein Alter zwischen 0 und 70 ein.
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Welche Leistungen sind dir wichtig? (optional)

Hier fragen wir nach Ansprüchen, die du an deine Zahnzusatzversicherung hast, damit wir ein Match finden, dass genau zu deinem Leben passt.

  • Zahnersatz: Kostenübernahme von künstlichem Ersatz für fehlende oder stark beschädigte Zähne zur Wiederherstellung der Kaufunktion, Ästhetik und Sprachbildung (z.B. Kronen, Brücken, Implantate, Prothesen).
  • Zahnerhalt: Kostenübernahme von zahnmedizinischen Maßnahmen zur Erhaltung der natürlichen Zahnsubstanz und zur Behandlung von Zahnerkrankungen, um die Funktion und Struktur der Zähne zu bewahren (z.B. Füllungen, Wurzelbehandlungen, Parodontose-Therapien).
  • Medikamente: Kostenübernahme von verordneten Arzneimittel, die von Zahnärzten oder Kieferchirurgen zur Behandlung oder Unterstützung einer zahnmedizinischen Therapie verschrieben werden.
  • Kieferchirurgie: Kostenübernahme von operativen Maßnahmen im Bereich des Kiefers und der Mundhöhle, die der Behandlung von Erkrankungen, Fehlstellungen oder Verletzungen dienen.
  • Zahnregulierungen: Kostenübernahme medizinischer Maßnahmen zur Korrektur von Zahn- und Kieferfehlstellungen, um die Funktion, Ästhetik und Gesundheit des Gebisses zu verbessern (z.B. Kieferregulierung, Zahnspange, Aligner).
Bitte fülle alle Fragen aus!

Unsere Empfehlung

Tarif #1

Note

Höchstleistung pro Person ab dem 5. Jahr

Selbstbehalt

Konservierende Zahnbehandlung (Zahnerhalt)

Prothetische Zahnbehandlung (Zahnersatz)

Kieferorthopädische Behandlungen (z.B. Zahnspange)

Förderung der Zahngesundheit (z.B. Mundhygiene)

Deckung

ab

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Unsere Empfehlung

Tarif #2

Note

Höchstleistung pro Person ab dem 5. Jahr

Selbstbehalt

Konservierende Zahnbehandlung (Zahnerhalt)

Prothetische Zahnbehandlung (Zahnersatz)

Kieferorthopädische Behandlungen (z.B. Zahnspange)

Förderung der Zahngesundheit (z.B. Mundhygiene)

Deckung

ab

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Unsere Empfehlung

Tarif #3

Note

Höchstleistung pro Person ab dem 5. Jahr

Selbstbehalt

Konservierende Zahnbehandlung (Zahnerhalt)

Prothetische Zahnbehandlung (Zahnersatz)

Kieferorthopädische Behandlungen (z.B. Zahnspange)

Förderung der Zahngesundheit (z.B. Mundhygiene)

Deckung

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Welche Anbieter für die Zahnzusatzversicherung gibt es in Österreich?

In Österreich bieten 7 der 10 aktiven Anbieter für private Krankenversicherung eine Zahnversicherung an: Allianz und ERGO als eigenständiges Produkt, Generali, Uniqa, Merkur, Wiener Städtische und Donau nur als Zusatzbaustein zu einer bestehenden Sonderklasse- oder Privatarzt-Versicherung. Grawe, Muki und Wüstenrot führen aktuell keine Zahnversicherung im Portfolio.

📊 Datengrundlage: Die Anbieterangaben basieren auf dem VVO-Jahresbericht 2025, der 10 aktive Anbieter für private Krankenversicherung in Österreich ausweist. Die Einstiegspreise gelten für eine 30-jährige Person ohne Vorerkrankungen; individuelle Prämien können abweichen.

In folgender Tabelle findest du die Tarife, Leistungen und Kosten der 7 Anbieter im Überblick:

Versicherer Tarif Leistung pro Jahr Kosten pro Monat
(30-jährige Person)
Eigenständiger Abschluss
Allianz Meine Zahnversicherung Basis (Zahnerhalt) Bis ca. 1.950 € Ab 22 €
Meine Zahnversicherung Optimum (Zahnerhalt & Zahnersatz) Bis ca. 3.750 € Ab 44 €
Donau Securmed Zahn 60% Bis ca. 3.000 € Ab 42 €
Securmed Zahn 80% Bis ca. 4.000 € Ab 58 €
ERGO Zahnerhalt Bis ca. 1.920 € Ab 25 €
Zahnersatz Bis ca. 3.850 € Ab 30 €
Generali MedCare: Zahn Bis ca. 6.600 € Ab 37 € bis 115 €
MedCare: smart Zahn Bis ca. 2.000 € Ab 31 €
Merkur Zahnarzt 80% Bis ca. 4.800 € Ab 97 €
Zahnarzt 50% Bis ca. 2.500 € Ab 49 €
Uniqa Zahnarzt 50% Bis ca. 4.600 € Ab 55 € bis 87 €
Zahnarzt 80% (mit Staffelung) Bis ca. 4.600 € Ab 72 € bis 136 €
Zahnarzt 80% (ohne Staffelung) Bis ca. 910 € Ab 23 €
Wiener Städtische sorgenfreies.lächeln Basis Bis ca. 3.000 € Ab 42 €
sorgenfreies.lächeln Premium Bis ca. 4.000 € Ab 58 €

Lohnt sich eine Zahnzusatzversicherung in Österreich?

Ob sich eine Zahnzusatzversicherung lohnt, hängt von den individuellen Bedürfnissen ab. Wir sehen sie eher als “Sahnehäubchen”, das erst sinnvoll wird, wenn du alle anderen wichtigen Risiken bereits abgesichert hast.

Erwartest du in Zukunft kostspielige Zahnbehandlungen, dann könnte eine Zahnarzt-Versicherung genau das Richtige für dich sein. Es gibt mehrere Gründe, die dafür sprechen. Hier sind 5 davon:

  1. Kosteneinsparung: Maßnahmen zur Zahngesundheit können teuer sein, insbesondere bei umfangreichen Eingriffen mit hochwertigen Materialien. Die Zahnzusatzversicherung übernimmt einen Teil oder sogar die gesamten Kosten der hohen Zahnarztrechnungen, je nach gewähltem Tarif.
  2. Individuelle Bedürfnisse: Jeder Mensch hat unterschiedliche Bedürfnisse, wenn es um die Zahngesundheit geht. Manchen reicht eine regelmäßige Vorsorge, andere benötigen komplexe Behandlungen. Die Zahnversicherung erfüllt deine individuellen Bedürfnisse und du musst dich nicht hohen Kosten aussetzen.
  3. Bessere Versorgung: Die gesetzliche Zahnversicherung deckt grundlegende zahnärztliche Leistungen ab. Jedoch sind einige fortschrittlichere Behandlungen oder hochwertige Materialien nicht gedeckt. Mit einer Zahnarzt-Versicherung kannst du auch kostspielige, innovative Techniken in Anspruch nehmen.
  4. Frühzeitige Vorsorge: Regelmäßige zahnärztliche Untersuchungen sind wichtig, um Probleme frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Die Versicherung übernimmt die Kosten für diese vorsorgenden Maßnahmen, damit du weitreichende Folgen vermeiden kannst.
  5. Freie Arztwahl & Flexibilität: Die Zahnversicherung bietet Flexibilität bei der Auswahl des Zahnarztes. Das ist auch vorteilhaft, wenn du bereits einen Vertrauensarzt hast oder Zugang zu Spezialisten wünschst. Die gesetzliche Krankenversicherung bindet dich an Vertragszahnärzte in Österreich, bei denen eine lange Wartezeit vorprogrammiert ist.

Rechenbeispiel: Wann lohnt sich die Zahnzusatzversicherung?

Kathi (28 Jahre) zahlt 30 € pro Monat für ihre Zahnersatzversicherung. Die Versicherungssumme steigt dabei jährlich an (von 700 € im 1. Jahr bis zu 3.700 € ab dem 5. Jahr) und erreicht im 3. Jahr bereits 2.000 €. Genau dann braucht Kathi ein Implantat um 2.000 €: Die Kasse übernimmt 200 €, die Versicherung erstattet 90% der verbleibenden 1.800 €, also 1.620 €. Kathi zahlt nur 180 € selbst. Im 4. Jahr kommt ein zweites Implantat dazu, wieder dieselbe Rechnung. Über beide Eingriffe hat Kathi trotz vier Jahren Prämien (1.440 €) insgesamt 1.080 € gespart im Vergleich zu keiner Versicherung.

Zahnzusatzversicherung in Österreich abschließen: Tipps zum Vergleich

Eine Zahnzusatzversicherung in Österreich abschließen sollte man erst nach einem Vergleich der wichtigsten Punkte: Leistungsumfang, Zeitpunkt des Abschlusses, Versicherungssumme, Wartezeiten, Beitragshöhe, Selbstbehalt sowie Kundenservice und Abwicklung. Damit dabei nichts schiefgeht, findest du im Folgenden unsere Tipps und Empfehlungen für Vergleich und Abschluss 👇

Leistungsumfang

Überprüfe genau, welche Leistungen von der Versicherung abgedeckt werden. Dabei ist die Devise nicht unbedingt “viel hilft viel”. Die Zahnversicherung sollte deinen individuellen Bedürfnissen entsprechen.

Oft sind bestimmte Leistungen nur bis zu einer festgelegten Summe abgedeckt. So kann es etwa sein, dass die Kosten für die Mundhygiene nur bis zu einem bestimmten Betrag pro Jahr übernommen werden oder dass bei hochwertigen Zahnersatzmaterialien Obergrenzen bestehen. Auch spezielle Behandlungen wie Kieferorthopädie oder Implantate können in ihrer Kostenübernahme eingeschränkt sein.

Zeitpunkt zum Abschluss

Wenn du dich für die Zahnarzt-Versicherung entschieden hast, dann solltest du nicht länger zögern: Der beste Zeitpunkt ist jetzt. Das schreiben wir nicht, um dir etwas zu verkaufen. Grundsätzlich gilt: Je jünger du beim Abschluss bist, desto günstiger ist die Prämie. Und wenn du einmal eine günstige Prämie hast, bleibt der Preis auch im hohen Alter niedrig. Der Grund sind sogenannte Altersrückstellungen (mehr dazu liest du in unserem Artikel zu den Kosten der privaten Krankenversicherung).

Außerdem: Wenn du jung bist, hast du vielleicht noch keine Vorerkrankungen. Die meisten Anbieter verlangen eine Gesundheitsprüfung und können den Antrag ablehnen oder Zuschläge erheben, wenn du bereits krank bist. Ein früher Abschluss sichert dir also nicht nur niedrige Beiträge, sondern auch die Chance, überhaupt angenommen zu werden.

Ein Liniendiagramm zeigt die Prämienentwicklung einer Krankenzusatzversicherung in Abhängigkeit vom Alter des Vertragsabschlusses.

Die Grafik zeigt dir schematisch, wie sich die Prämie der Krankenzusatzversicherung in Abhängigkeit vom Zeitpunkt des Vertragsabschlusses entwickelt.

Versicherungssumme

Die Versicherungssumme legt fest, bis zu welchem Betrag die Zahnzusatzversicherung deine Kosten jährlich übernimmt. Es ist also die Höchstleistung der Versicherung pro Kalenderjahr.

Besonders in den ersten Versicherungsjahren ist diese Summe oft begrenzt und steigt dann schrittweise an. So könnte die Höchstleistung beispielsweise im ersten Jahr bei 600 € liegen, im zweiten Jahr bei 1.200 €, im dritten Jahr bei 1.800 € und im vierten Jahr bei 2.400 €. Ab dem fünften Jahr kann die volle Leistung von 3.600 € jährlich zur Verfügung stehen.

Diese Staffelung soll verhindern, dass Versicherte direkt zu Beginn hohe Kosten geltend machen. Daher empfehlen wir dir gut zu überlegen, wie viel Unterstützung du in den ersten Jahren benötigst und welche langfristigen Leistungen du in Anspruch nehmen möchtest.

Wartezeiten

Manche Zahnversicherungen in Österreich setzen Wartezeiten fest, bevor du bestimmte Leistungen in Anspruch nehmen kannst. Das bedeutet, dass zwischen dem Versicherungsabschluss und dem Beginn der Kostenübernahme eine gewisse Zeitspanne liegt.

Achte deshalb darauf, wie lange die Wartezeiten für die Leistungen sind, die dir besonders wichtig sind. Falls du direkt nach Abschluss Behandlungen benötigst, solltest du einen Tarif wählen, der kürzere oder gar keine Wartezeiten vorsieht.

Kosten

In der Regel hängen die Kosten der Zahnarzt-Versicherung von mehreren Faktoren ab: Deinem Alter, dem gewünschten Leistungsumfang und der maximalen Deckungssumme pro Jahr.

Vergleiche die Prämien und prüfe, ob sie für dich langfristig bezahlbar sind. Achte dabei auf eventuelle Selbstbehalte oder Leistungsausschlüsse. Bei manchen Versicherern werden die gesamten Kosten übernommen, die die gesetzliche Krankenkasse nicht zahlt, bei anderen nur 50% oder 80% davon. Grundsätzlich gilt: Wenn du jünger bist, ist der Preis niedriger und bleibt auch niedriger für die Zukunft.

Kundenservice und Abwicklung

Informiere dich über den Versicherer. Du findest Erfahrungsberichte, die dir ein Gefühl dafür geben, ob das Unternehmen zuverlässig und kundenorientiert ist. Auch die Schadensabwicklung könnte für dich ein Kriterium sein: Manchmal gibt es eine App, manchmal musst du Belege noch per E-Mail einsenden.

Selbstbehalt

Der Selbstbehalt ist der Betrag, den du bei einem Leistungsfall selbst zahlen musst, bevor die Versicherung einspringt. Je höher dieser Selbstbehalt ist, desto niedriger fallen in der Regel die monatlichen Prämien für deine Zahnarzt-Versicherung aus.

Da die private Zahnversicherung in Österreich eine Ergänzung zur gesetzlichen Zahnversicherung (Sozialversicherung) ist, werden Rechnungen immer erst bei der gesetzlichen Versicherung eingereicht. Die verbleibenden Beträge kannst du dann bei der Zusatzversicherung einreichen.

ℹ️ Ein Beispiel: Angenommen, du hast eine Zahnarztrechnung über 1.000 € und die Sozialversicherung erstattet 400 €. Ohne Zahnarzt-Versicherung musst du die verbleibenden 600 € selbst tragen. Bei einer Versicherung ohne Selbstbehalt übernimmt sie den gesamten Restbetrag von 600 €. Bei einer Versicherung mit 20% Selbstbehalt müsstest du allerdings 20% von diesen 600 € selbst zahlen, also 120 €, und die Zusatzversicherung übernimmt die restlichen 480 €.

Eine Grafik, die auf Basis eines Beispiels von einer Zahnarztrechnung von 1.000 € aufzeigt, wie viel die Behandlung mit/ohne Versicherung mit/ohne Selbstbehalt kostet.

Die Grafik erklärt dir anhand eines Beispiels, wie viel eine Zahnarztbehandlung in unterschiedlichen Situationen kostet.

Wann wir eine Zahnzusatzversicherung empfehlen und wann nicht?

Eine Zahnzusatzversicherung empfiehlt sich, wenn sich künftige Zahnbehandlungen bereits abzeichnen, aber noch nicht begonnen haben, und wenn die Grundrisiken bereits abgedeckt sind. Von einer Zahnzusatzversicherung raten wir eher ab, wenn bereits eine Diagnose oder Behandlung vorliegt, dein Budget knapp ist oder du mit den Leistungen der gesetzlichen Zahnversicherung zufrieden bist.

Wann wir eine Zahnzusatzversicherung empfehlen

Wir empfehlen eine Zahnzusatzversicherung, wenn einer oder mehrere der folgenden Punkte auf dich zutreffen:

  • Familiäre Vorbelastung: In deiner Familie gab es bereits größere Zahnprobleme, sodass ähnliche Behandlungen bei dir wahrscheinlich sind.
  • Hinweis vom Zahnarzt oder von der Zahnärztin: Du hast bereits einen Hinweis bekommen, dass in Zukunft möglicherweise eine größere Behandlung ansteht, ohne dass diese schon begonnen hat oder eine Diagnose gestellt wurde.
  • Planbare statt hohe Kosten: Du möchtest nicht im Ernstfall hohe Kosten für Zahnarztleistungen oder hochwertige Materialien auf einmal selbst zahlen, sondern lieber monatlich einen kleinen, planbaren Betrag bezahlen, damit die Versicherung im Bedarfsfall einspringt.
  • Absicherung für deine Kinder: Du möchtest als Elternteil vorsorgen, damit die Versicherung teure Zahnregulierungen deiner Kinder übernimmt.

Wann wir eine Zahnzusatzversicherung nicht empfehlen

Von einer Zahnzusatzversicherung raten wir ab, wenn einer der folgenden Punkte zutrifft:

  • Behandlung oder Diagnose liegt bereits vor: Eine Zahnbehandlung ist bereits geplant oder eine Diagnose wurde schon gestellt. Die Versicherung zahlt nur für Behandlungen, die nach Vertragsabschluss eintreten, beziehungsweise für Diagnosen, die erst nach Abschluss gestellt werden. Ein nachträglicher Abschluss bringt dir hier nichts mehr.
  • Zufrieden mit der gesetzlichen Zahnversicherung: Die Leistungen deiner gesetzlichen Krankenversicherung reichen für dich aus, und du hast keinen Bedarf an hochwertigeren Materialien oder Zahnersatz.
  • Budget ist knapp: Andere Versicherungen, die deine Grundrisiken abdecken, sind deutlich wichtiger und sollten Vorrang vor der Zahnzusatzversicherung haben.
  • Grundrisiken sind noch nicht abgedeckt: Solange wichtigere Absicherungen (Haushalts-, Privathaftpflicht-, Unfall- und Berufsunfähigkeitsversicherung) noch fehlen, ist die Zahnzusatzversicherung nicht die richtige Priorität.

Was wir ebenfalls nicht empfehlen: Die Zahnzusatzversicherung als Zusatzbaustein zu einer Sonderklasse-Versicherung abzuschließen. Zwei Anbieter, ERGO und Allianz, bieten eigenständige Zahntarife an, die deutlich günstiger sind als die Erweiterung der privaten Krankenversicherung. Eine eigenständige Zahnversicherung ist zudem flexibler: Du kannst sie nach Ablauf der Mindestvertragslaufzeit jederzeit kündigen und die Deckung besser an deine Bedürfnisse anpassen. Bei der Erweiterung der Sonderklasse-Versicherung sind Zahnerhalt und Zahnersatz immer gemeinsam enthalten. Bei einer eigenständigen Zahnversicherung wählst du dagegen selbst, ob du Zahnerhalt, Zahnersatz oder beides möchtest, und kannst einzelne Bausteine auch später wieder kündigen. Zum Beispiel startest du mit Zahnerhalt und Zahnersatz und kündigst nach 5 Jahren nur den Zahnerhalt, weil du ihn nicht mehr brauchst.

Unser Fazit: Ist die Zahnzusatzversicherung sinnvoll?

Die Zahnzusatzversicherung kann Versicherte im Falle von besonderen Zahnbehandlungen finanziell entlasten. Wenn du eine solche Situation für dich in Zukunft erwartest, dann kann diese Versicherung Sinn machen. Sobald es gesundheitliche Hinweise auf solche Behandlungen gibt, ist es meist zu spät für den Abschluss einer Versicherung.

Die Zahnversicherung in Österreich ist eher so etwas wie die Krönung oben drauf auf die private Krankenversicherung 👑. Sie kostet ab etwa 20 € pro Monat extra. Wir möchten die Versicherung deshalb nicht pauschal empfehlen. Im Einzelfall kann sie trotzdem sinnvoll sein. Wenn du dir nicht sicher bist, kannst du bei uns auch gern persönlich nachfragen, oder du schaust in unseren Ratgeber zur privaten Krankenversicherung in Österreich.

Hinweis zur Unabhängigkeit: Wir sind unabhängige Versicherungsmakler und erhalten eine Provision, wenn du über uns einen Vertrag abschließt. Diese ist bereits in der Prämie enthalten, dir entstehen also keine zusätzlichen Kosten. Wir sind an keine Versicherung gebunden oder finanziell mit ihr verflochten.

FAQ zur Zahnzusatzversicherung in Österreich

Eine Zahnzusatzversicherung in Österreich ist eine freiwillige Ergänzung zur gesetzlichen Krankenversicherung, etwa der ÖGK. Sie wird auch als private Zahnversicherung oder Zahnarztversicherung bezeichnet und übernimmt Kosten für Zahnerhalt, Zahnersatz, Mundhygiene, Implantate, Kronen oder Zahnspangen, die die gesetzliche Krankenkasse nur teilweise oder gar nicht bezahlt. In Österreich lässt sich die Zahnzusatzversicherung entweder als Zusatzbaustein zu einer bestehenden privaten Krankenversicherung abschließen oder als eigenständiger Tarif, unabhängig von einer Sonderklasse- oder Privatarzt-Versicherung. Die Prämie richtet sich vor allem nach Alter und gewähltem Leistungsumfang und startet bei rund 20 € pro Monat. Die Kosten einer Zahnzusatzversicherung in Österreich können je nach Tarif und Deckungssumme aber deutlich höher liegen. Je nach Anbieter ist beim Abschluss eine Gesundheitsprüfung erforderlich. Wichtig: Bereits bestehende Erkrankungen oder vor Vertragsabschluss begonnene Behandlungen sind grundsätzlich nicht versichert. Wer sich für eine Zahnzusatzversicherung in Österreich entscheidet, sichert sich damit vor allem gegen hohe Eigenkosten bei hochwertigem Zahnersatz ab, ohne bei der Zahnarztwahl eingeschränkt zu sein.

Eine reine Zahnversicherung, auch eigenständige Zahnversicherung genannt, lässt sich in Österreich unabhängig von einer privaten Krankenversicherung abschließen, also ohne dass gleichzeitig eine Sonderklasse- oder Privatarzt-Versicherung notwendig ist. Aktuell bieten vor allem die Allianz und die ERGO Versicherung solche eigenständigen Tarife an, wählbar als Zahnerhalt-, Zahnersatz- oder Kombitarif. Diese Tarife kommen ohne Gesundheitsfragen aus und eignen sich besonders für alle, die gezielt und kostengünstig nur den Zahnbereich absichern möchten, ohne ein umfassendes Krankenversicherungspaket abzuschließen. Ein weiterer Vorteil: Eine reine Zahnversicherung ist flexibler als ein Zusatzbaustein zur Sonderklasse-Versicherung, da sich einzelne Bausteine wie Zahnerhalt oder Zahnersatz später separat kündigen lassen, etwa wenn sich der Bedarf ändert. Bei einer Erweiterung der bestehenden privaten Krankenversicherung sind Zahnerhalt und Zahnersatz dagegen meist fix gekoppelt und lassen sich nicht getrennt anpassen. Die Prämien der eigenständigen Tarife liegen dabei oft niedriger als bei einer Erweiterung der bestehenden privaten Krankenversicherung, da hier keine zusätzliche Sonderklasse- oder Privatarzt-Deckung mitfinanziert werden muss.

Eine Zahnzusatzversicherung übernimmt, je nach Tarif, alle wesentlichen Kosten, die über die gesetzliche Grundversorgung hinausgehen. Beim Zahnerhalt zählen dazu Füllungen aus Keramik oder Kunststoff, Inlays und Wurzelbehandlungen, beim Zahnersatz Kronen, Brücken, Implantate und Prothesen. Auch Prophylaxe-Leistungen wie professionelle Zahnreinigung, Zahnsteinentfernung und Fluoridierung sind meist abgedeckt, ebenso kieferorthopädische Behandlungen wie Zahnspangen für Kinder und Erwachsene. Kieferchirurgische Eingriffe, etwa die Entfernung von Weisheitszähnen, die Behandlung von Zysten oder ein Kieferknochenaufbau vor Implantaten, runden das Leistungsbild ab, häufig inklusive der dabei notwendigen Röntgenaufnahmen und verordneten Medikamente. Wie umfangreich die Leistungen einer Zahnzusatzversicherung ausfallen, hängt stark vom gewählten Paket ab: Reine Zahnerhalt-Tarife decken vor allem Vorsorge und konservierende Behandlungen ab, während umfassende Kombitarife zusätzlich hohe Erstattungen für Zahnersatz bieten und sich damit besonders für absehbare, kostspielige Behandlungen eignen. Welche Leistungen im Einzelfall sinnvoll sind, hängt vom individuellen Bedarf ab, weshalb sich ein Vergleich der Leistungsumfänge vor dem Abschluss lohnt.

Die Kosten einer Zahnzusatzversicherung in Österreich starten bei etwa 20 € pro Monat, die genaue Prämie hängt vom Alter, dem gewünschten Leistungsumfang und davon ab, ob der Tarif eigenständig oder als Baustein einer privaten Krankenversicherung abgeschlossen wird. Eine reine Zahnerhalt-Versicherung ist ab rund 24 € monatlich erhältlich (30-jährige Person), ein reiner Zahnersatz-Tarif ab etwa 28 €, und ein Kombischutz aus Zahnerhalt und Zahnersatz mit einer Jahresleistung von bis zu 5.500 € kostet mit 25 Jahren rund 52 € pro Monat. Als Ergänzung zu einer Sonderklasse- oder Privatarzt-Versicherung beginnen die Kosten bei etwa 74 € monatlich, da hier Zahnerhalt und Zahnersatz meist gemeinsam enthalten sind. Grundsätzlich gilt: Je früher der Abschluss erfolgt, desto niedriger bleibt die Prämie dauerhaft, da spätere Gesundheitsprüfungen und Altersrückstellungen die Kosten einer Zahnzusatzversicherung in Österreich mit steigendem Alter erhöhen können.

Die gesetzliche Krankenversicherung, etwa die ÖGK, übernimmt beim Zahnarzt nur die absolute Grundversorgung: einfache Füllungen aus Amalgam, das Ziehen von Zähnen und eine Basisversorgung mit abnehmbaren Prothesen. Weiße Füllungen aus Keramik oder Kunststoff werden hingegen kaum erstattet, und bei Kronen, Brücken oder Implantaten liegt der Großteil der Kosten bei den Versicherten selbst, da diese laut ÖGK grundsätzlich als Privatleistung gelten. Professionelle Zahnreinigungen sind von der Kasse nicht oder nur teilweise abgedeckt, bei Kieferorthopädie bleibt der Eigenanteil besonders hoch. Eine Zahnzusatzversicherung schließt genau diese Lücke: Rechnungen werden zunächst bei der gesetzlichen Versicherung eingereicht, der verbleibende Restbetrag anschließend bei der Zusatzversicherung. Je nach vereinbartem Selbstbehalt übernimmt der Tarif diesen Restbetrag vollständig oder anteilig, etwa zu 50% oder 80%, sodass sich hochwertige Materialien und aufwendigere Behandlungen deutlich günstiger finanzieren lassen als ohne Zusatzschutz.

Eine Zahnzusatzversicherung lohnt sich vor allem dann, wenn sich künftige Zahnbehandlungen bereits abzeichnen, etwa durch familiäre Vorbelastung oder einen Hinweis vom Zahnarzt, dass größere Eingriffe wie Implantate oder Zahnregulierungen in den nächsten Jahren anstehen. Auch wer planbare, kleine Monatsbeiträge einer möglichen hohen Einmalzahlung vorzieht, profitiert von einer frühzeitigen Absicherung. Weniger sinnvoll ist eine Zahnzusatzversicherung, solange wichtigere Risiken wie Berufsunfähigkeit, Haftpflicht oder Unfall noch nicht abgedeckt sind, da diese finanziell deutlich schwerer wiegen. Ebenfalls wenig sinnvoll: sobald bereits eine Behandlung begonnen wurde oder eine Diagnose vorliegt, denn dann greift kein Vertrag mehr, ein rückwirkender Versicherungsschutz ist ausgeschlossen. Wer mit den Leistungen der gesetzlichen Zahnversicherung zufrieden ist und keinen Bedarf an hochwertigeren Materialien oder Zahnersatz hat, kann ebenfalls auf eine Zahnzusatzversicherung verzichten. Insgesamt gilt sie eher als Sahnehäubchen, das erst sinnvoll wird, wenn alle Grundrisiken bereits abgesichert sind.

Der wichtigste Hebel für eine günstige Zahnzusatzversicherung ist ein früher Abschluss: Je jünger die versicherte Person beim Vertragsabschluss ist, desto niedriger fällt die Prämie aus, und dieser günstige Beitrag bleibt durch die sogenannten Altersrückstellungen auch im höheren Alter erhalten. Zusätzlich lässt sich die Prämie senken, indem der Leistungsumfang auf das tatsächlich Notwendige begrenzt wird, etwa eine reine Zahnerhalt-Versicherung statt eines umfassenden Kombitarifs mit Zahnersatz. Ein höherer Selbstbehalt reduziert die monatlichen Kosten ebenfalls spürbar, bedeutet im Schadensfall aber eine höhere Eigenbeteiligung. Wer schnell und unkompliziert eine günstige Zahnzusatzversicherung abschließen möchte, sollte gezielt nach Tarifen ohne Gesundheitsfragen suchen, etwa bei der ERGO oder der Allianz, da hier keine aufwendige Gesundheitsprüfung ansteht, die den Abschluss verzögern oder erschweren könnte. Ein Vergleich mehrerer Anbieter lohnt sich in jedem Fall, da sich Leistungsumfang, Jahressumme und Beitragshöhe teils erheblich unterscheiden.

Ja, viele Anbieter in Österreich verzichten mittlerweile ganz auf eine Wartezeit, sodass Versicherte direkt nach Vertragsabschluss Leistungen in Anspruch nehmen können. Eine Ausnahme bildet häufig die Kieferorthopädie bei Kindern, die vielfach erst nach acht Monaten abgedeckt ist. Zusätzlich steigt die maximale Jahresleistung bei den meisten Tarifen in den ersten Jahren gestaffelt an, etwa von 300 € im ersten Jahr bis zu 2.000 € oder mehr ab dem fünften Jahr, wobei unfallbedingte Zahnschäden meist von Beginn an in voller Höhe versichert sind. Wer zusätzlich eine Zahnzusatzversicherung ohne Gesundheitsfragen sucht, wird vor allem bei der ERGO und der Allianz fündig: Beide Anbieter verzichten vollständig auf eine Gesundheitsprüfung. Schließt man die Zahnversicherung hingegen als Baustein einer privaten Krankenversicherung ab, ist in der Regel eine vollständige Gesundheitsprüfung erforderlich. Bereits bestehende Erkrankungen oder vor Vertragsabschluss begonnene Behandlungen sind in jedem Fall von der Versicherung ausgeschlossen, unabhängig vom gewählten Tarif und Versicherer.

Für Familien kann sich eine Zahnzusatzversicherung besonders lohnen, da kieferorthopädische Behandlungen wie Zahnspangen zu den teuersten Leistungen in der Zahnmedizin zählen und von der gesetzlichen Krankenversicherung nur mit einem hohen Eigenanteil übernommen werden. Eltern, die frühzeitig vorsorgen möchten, sichern damit ab, dass eine spätere Zahnregulierung ihrer Kinder finanziell planbar bleibt, statt im Bedarfsfall eine hohe Summe auf einmal aufbringen zu müssen. Zu beachten ist dabei, dass für Kieferorthopädie bei Kindern bei vielen Tarifen eine Wartezeit von rund acht Monaten gilt, ein früher Abschluss also besonders wichtig ist, bevor sich ein Bedarf bereits abzeichnet. Da eine Zahnzusatzversicherung für Kinder in jungen Jahren zudem besonders günstig ist und Gesundheitsprüfungen seltener zu Ablehnungen führen, lohnt sich ein Abschluss oft schon lange bevor die Zahnspange tatsächlich notwendig wird. Auch weitere Familienmitglieder profitieren, wenn Grundrisiken wie Unfall, Berufsunfähigkeit oder Haftpflicht bereits abgesichert sind.

Für den Abschluss einer Zahnzusatzversicherung in Österreich klärt man zunächst den eigenen Bedarf, also ob Zahnerhalt, Zahnersatz oder eine Kombination beider Bereiche sinnvoll ist, und vergleicht anschließend Tarife nach Leistungsumfang, Jahressumme, Wartezeit und Selbstbehalt. Je nach Anbieter ist dabei eine Gesundheitsprüfung erforderlich, bei eigenständigen Tarifen wie jenen der ERGO oder Allianz entfällt diese. Der Abschluss sollte nicht aufgeschoben werden: Je früher er erfolgt, desto günstiger bleibt die Prämie dauerhaft, und sobald eine Behandlung begonnen oder eine Diagnose gestellt wurde, ist ein Abschluss nicht mehr sinnvoll möglich. Eine Zahnzusatzversicherung rückwirkend abzuschließen, ist grundsätzlich ausgeschlossen: Der Versicherungsschutz gilt ausschließlich für Behandlungen, die nach Vertragsabschluss entstehen, bereits begonnene Behandlungen oder gestellte Diagnosen bleiben in jedem Fall unversichert. Wer eine kostspielige Behandlung bereits absehen kann, etwa durch familiäre Vorbelastung, sollte den Abschluss deshalb frühzeitig und nicht erst bei konkretem Bedarf angehen.

Die beste Zahnzusatzversicherung gibt es nicht pauschal: Welche Versicherung individuell passt, hängt vom persönlichen Bedarf, Alter und Budget ab. Wer eine Lösung ohne Gesundheitsfragen sucht, ist mit den Tarifen der ERGO oder Allianz gut bedient, die ab etwa 20 € monatlich erhältlich sind und keine Gesundheitsprüfung erfordern. Wer bereits eine private Krankenversicherung mit Sonderklasse- oder Privatarzt-Baustein besitzt, für den kann eine Erweiterung um Zahnerhalt und Zahnersatz sinnvoll sein, auch wenn diese Variante meist teurer ausfällt als ein eigenständiger Tarif. Da sich die Angebote in Leistungsumfang, Selbstbehalt und Jahressumme erheblich unterscheiden, etwa zwischen 1.900 € und 6.600 € Jahresleistung je nach Anbieter, empfiehlt sich ein umfangreicher Vergleich mehrerer Tarife, bevor eine Entscheidung fällt. Besonders wichtig ist dabei, den tatsächlichen Bedarf realistisch einzuschätzen, statt sich allein am günstigsten Einstiegspreis zu orientieren.

Ein Zahnimplantat kostet in Österreich typischerweise zwischen 1.500 € und 3.000 € pro Zahn inklusive Krone, wobei die gesetzliche Krankenversicherung davon nur einen kleinen Betrag übernimmt und der Rest vollständig bei der versicherten Person liegt. Mit einer Zahnzusatzversicherung sieht die Rechnung deutlich besser aus: Bei einer Rechnung von 2.000 €, von der die Krankenkasse 200 € übernimmt, erstattet ein Tarif mit 10% Selbstbehalt weitere 1.620 € der verbleibenden 1.800 €, sodass am Ende nur 180 € selbst zu zahlen sind. Wie hoch die Erstattung tatsächlich ausfällt, hängt neben dem Selbstbehalt auch von der vereinbarten Versicherungssumme ab, die bei vielen Tarifen in den ersten Jahren gestaffelt ansteigt. Wer mit einem oder mehreren Implantaten rechnet, sollte deshalb schon beim Vergleich auf eine ausreichend hohe Jahresleistung achten, damit die Zahnzusatzversicherung die tatsächlich anfallenden Kosten auch vollständig abdeckt.

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