Bergungskosten-Versicherung: Wer zahlt im Notfall am Berg?

24.08.2022 • 5 min

Ein blauer Notarzt-Hubschrauber, der einen Verletzten rettet.

Bildquelle: Foto von Tim Dennert (https://unsplash.com/@tim_denn)

Mit Flip-Flops 🩴 auf den Mount Everest, mit dem Einrad auf den K2 🗻 oder einfach nur gemütlich Wandern 🥾 am Berg … durch Wanderunfälle können hohe Bergungskosten entstehen. Wir, von der Versicherungs-App Sophia, zeigen dir, welche Versicherung diese Kosten für dich übernimmt.

Welche Bergungskosten fallen bei Notfällen am Berg an?

Suchkosten

Immer wieder lesen wir davon, dass Wanderer oder Bergsteiger verschollen sind und von Suchtrupps gesucht werden. Hier kommen erfahrene Bergretter, Suchhunde und sogar Hubschrauber zum Einsatz. Je nach Aufwand und Dauer der Suche können die Suchkosten erheblich sein.

Wer öfters in den Bergen unterwegs ist, hat vermutlich schon erlebt, wie schnell das Wetter umschlagen kann und wie schwer die Orientierung fällt, wenn der Nebel dicht ist.

Bergungs- und Rettungskosten

Solltest du in Bergnot geraten und ein selbständiger Abstieg nicht mehr möglich sein, so benötigst du die Hilfe von erfahrenen Bergrettern. Falls du mit einem Akia, Schlitten oder Skidoo abtransportiert werden kannst, fallen Bergungs- und Rettungskosten zwischen € 200 und € 400 an.

Hubschrauberkosten

Sobald für die Bergung ein Hubschrauber erforderlich ist, schnellen die Kosten in die Höhe. Eine Flugminute kostet etwa € 85 – ein durchschnittlicher Einsatz € 3.500. Bergungskosten bis zu € 10.000 sollten also jedenfalls durch eine Versicherung gedeckt sein.

Welche Versicherung bezahlt Bergungskosten nach einem Notfall beim Wandern?

Sozialversicherung: Bezahlt nur eine Pauschale

Die Sozialversicherung übernimmt im Rahmen der Bergungskosten für medizinisch notwendige Einsätze nur eine Kostenpauschale. Diese Pauschale deckt die entstehenden Kosten einer Hubschrauberbergung vom Berg in der Regel bei weitem nicht. Sprich, durch die Sozialversicherung bist du nicht ausreichend abgesichert.

Die gesetzliche Unfallversicherung

Die gesetzliche Unfallversicherung versichert ausschließlich Folgen von Unfällen, die im Rahmen der beruflichen Tätigkeit passieren. Wenn du also nicht Berufswanderer bist, oder aus sonstigen beruflichen Gründen in den Bergen aktiv bist, dann sind deine Bergungskosten durch die gesetzliche Unfallversicherung nicht ausreichend geschützt.

Die private Unfallversicherung

Die private Unfallversicherung deckt im Rahmen der sogenannten Such-, Rettungs- und Bergungskosten (SBR-Kosten) die Kosten, die für eine Bergung nach einem Notfall beim Wandern entstehen. Die maximale Entschädigung unterscheidet sich von Versicherer zu Versicherer. Achte also darauf, dass die Bergungskosten ausreichend hoch versichert sind und die Sportarten, die du ausübst, nicht vom Schutz ausgenommen sind. Die Höhe findest du in deiner Polizze.

❇️ Unser Tipp: Da eine gute Unfallversicherung wenig kostet (ab 10 € pro Monat) und viele weitere Kosten deckt, die aufgrund eines Unfalls entstehen, empfehlen wir dir jedenfalls eine abzuschließen. Mehr Infos findest du hier: Private Unfallversicherung – wichtiger Schutz für wenig Geld

Mitgliedschaft bei Alpenverein oder Naturfreunde Österreich

Bei Bergungskosten nach einem Notfall beim Wandern denken viele zuerst an eine Mitgliedschaft beim Alpenverein oder dem Verein Naturfreunde Österreich. Die Mitgliedschaft inkludiert auch eine Versicherung, die die Kosten der Bergung deckt. Für eine jährliche Mitgliedschaft um € 62 sind beim Alpenverein Bergungskosten bis € 25.000 inkludiert. € 52 kostet die Mitgliedschaft bei den Naturfreunden – darin sind Bergungskosten bis € 30.000 inkludiert.

Diese und weitere Infos findest du in unserem Blogpost Alpenvereinsversicherung: Das Richtige für den Bergsport?.

❇️ Unser Tipp: Falls du ohnehin Mitglied eines dieser Vereine bist, dann hast du bereits eine Basisabsicherung für die Bergungskosten. Aufgrund des umfassenderen Schutzes empfehlen wir dir sonst (oder auch zusätzlich) eine private Unfallversicherung.

Zusatzprodukte bei ÖAMTC und ARBÖ

Eine ähnlich hohe Deckung für Bergungskosten nach einem Notfall beim Wandern bieten der ÖAMTC mit dem Schutzbrief und der ARBÖ mit dem Sicherheitspass. Eine Mitgliedschaft ist Voraussetzung für den Abschluss von Schutzbrief bzw. Sicherheitspass. Über die enthaltene Versicherung sind Hubschrauber-Rettungskosten bis max. € 10.000 pro Person versichert. Alle Details zur Deckung und Kosten findest du in unserem Blogpost Was beinhaltet die Mitgliedschaft bei ÖAMTC und ARBÖ?.

❇️ Unser Tipp: Unabhängig davon, ob du für dein Auto oder Motorrad bei einem der Autofahrer-Clubs bereits Mitglied bist, raten wir dennoch immer zum Abschluss einer privaten Unfallversicherung, da vor allem auch das Thema der bleibenden Invalidität finanziell abgesichert sein sollte.

Deine Kreditkarte

Viele Kreditkarten bieten zusätzlich einen Versicherungsschutz. Darin kann auch ein Paket für Hilfeleistungen in Notsituationen enthalten sein. Die Deckungen und Bedingungen sind hier sehr unterschiedlich. Prüfe also, ob deine Kreditkarte eine entsprechende Deckung aufweist und du auch alle Kriterien für die Bezahlung der Bergungskosten in einer Notsituation erfüllst:

  • Ob du selbst Inhaber der Karte sein musst und ob sie auch Familienangehörige versichert
  • In welchem Zeitraum du mit der Karte bezahlen musst, damit du versichert bist
  • Ob die Deckung nur im Rahmen einer Reise ins Ausland gilt

Mehr Infos zum Thema findest du in unserem Blogpost Reiseversicherung & Kreditkarte: Das solltest du beachten.

❇️ Unser Tipp: Verlasse dich nicht darauf, dass dich deine Kreditkarte ausreichend schützt. Prüfe ganz genau die Bedingungen und schließe im Zweifel lieber eine private Unfallversicherung ab.

➡️ Unser Fazit

Solltest du beim Wandern in eine Notlage geraten und Hilfe benötigen, können hohe Bergungskosten anfallen. Vor allem wenn eine groß angelegte Suche erforderlich ist oder ein Hubschrauber zur Bergung benötigt wird, wird’s teuer. Es gibt eine Vielzahl von Versicherungen, die die Kosten übernehmen. Wir empfehlen dir jedenfalls eine private Unfallversicherung, da diese vergleichsweise günstig viele Risiken des täglichen Lebens absichert. Zusätzlich bieten Alpenverein, Naturfreunde Österreich, ÖAMTC, ARBÖ oder auch Kreditkartenversicherungen eine Basisabsicherung für die Bergungskosten.

So viele Möglichkeiten, sich gegen Bergungskosten abzusichern! Was tun?

Viele Wege führen nach Rom … und mindestens so viele Optionen gibt es, sich gegen hohe Bergungskosten abzusichern. Du hast keine Lust, dir alle Details selbst anzusehen und möchtest einfach zu einem günstigen Preis bestmöglich versichert sein? Dann bist du bei der Versicherungs-App Sophia richtig, denn genau das ist auch unser Ziel. Registriere dich jetzt!

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