Der ÖAMTC (Österreichischer Automobil-, Motorrad- und Touring Club) und der ARBÖ (Auto-, Motor- und Radfahrerbund Österreichs) sind die beiden großen Autofahrerclubs in Österreich. Die Auto-Mitgliedschaft kostet beim ÖAMTC 106,10 € (2026) und beim ARBÖ 117,30 € pro Jahr (Tarif 2027) und umfasst Pannenhilfe und Rechtsberatung. Auslandsschutz gibt es erst mit dem ÖAMTC-Schutzbrief (63,90 €) bzw. dem ARBÖ-Sicherheitspass (Classic: 64,50 €). Kostenloses Abschleppen nach einer Panne gibt es nur beim ÖAMTC.
Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
- Die Auto-Mitgliedschaft kostet beim ÖAMTC 106,10 € (2026) und beim ARBÖ 117,30 € pro Jahr (Tarif 2027). Beide inkludieren Pannenhilfe rund um die Uhr und kostenlose Rechtsberatung.
- Kostenloses Abschleppen nach einer Panne ist nur in der ÖAMTC-Mitgliedschaft enthalten. Beim ARBÖ übernimmt erst der Sicherheitspass die Abschleppkosten (Classic bis 330 €, Gold bis 660 €).
- Auslandsschutz gibt es nur gegen Aufpreis: ÖAMTC-Schutzbrief 63,90 €, ARBÖ-Sicherheitspass Classic 64,50 € oder Gold 105,70 € pro Jahr. Ohne Mitgliedschaft sind beide nicht erhältlich.
- Schutzbrief und Sicherheitspass Classic decken Spitalskosten im Ausland bis 75.000 € (Gold: 150.000 €), eine Reisekrankenversicherung leistet häufig bis 1 Mio. € oder unbegrenzt. Eine private Unfallversicherung ersetzen die Clubs nicht: Unfallrente und Rehakosten fehlen.
- Für die meisten Autofahrer*innen ist der ÖAMTC die günstigere Wahl. Der ARBÖ lohnt sich vor allem für 24- bis 26-Jährige und für Familien mit mehreren Autos.
🤝 Hinweis zur Unabhängigkeit: Als unabhängige Versicherungsmakler erhalten wir eine Provision, wenn du über uns einen Versicherungsvertrag abschließt – diese ist bereits in der Prämie enthalten und verursacht keine Zusatzkosten für dich. Alle Kosten- und Leistungsangaben in diesem Artikel basieren zudem direkt auf den offiziellen Tarifseiten von ÖAMTC und ARBÖ (Stand September 2026). Da beide Clubs ihre Beiträge und Zusatzprodukte jährlich anpassen, können sich Preise und Leistungen ändern.
Was kostet die ÖAMTC- und ARBÖ-Mitgliedschaft?
Die ÖAMTC-Mitgliedschaft kostet für Autos 106,10 € pro Jahr (2026), die ARBÖ-Mitgliedschaft 117,30 € (Tarif 2027). Für Motorräder liegt der Mitgliedsbeitrag bei 59,10 € bzw. 65,50 € im Jahr. Schutzbrief und Sicherheitspass sind nicht enthalten. Jugendliche zahlen bei beiden Clubs nichts: beim ÖAMTC bis Ende des Jahres, in dem sie 19 werden, beim ARBÖ unter 19 Jahren. Vergünstigt sind beim ÖAMTC 20- bis 23-Jährige (59,10 €), beim ARBÖ 19- bis 26-Jährige (65,90 €).
Partner- und Familienmitgliedschaft bei ÖAMTC und ARBÖ
Beide Clubs bieten eine vergünstigte Partner-Mitgliedschaft für Ehe- oder Lebenspartner*innen im gemeinsamen Haushalt. Beim ÖAMTC kostet die Auto-Partner-Mitgliedschaft 59,10 € pro Jahr (2026), beim ARBÖ 65,90 € (Tarif 2027). Partner-Mitglieder erhalten dieselben Clubleistungen wie das Hauptmitglied. Hat das Hauptmitglied einen ÖAMTC-Schutzbrief, ist der Partner bzw. die Partnerin mit allen persönlichen Leistungen automatisch mitgeschützt, ebenso die auf ihn oder sie zugelassenen Autos. Auch der ARBÖ-Sicherheitspass schützt Partner*innen und Kinder im gemeinsamen Haushalt mit.
Kinder sind bei beiden Clubs gratis dabei. Beim ÖAMTC haben Kinder von Mitgliedern bis 14 Jahre eine kostenlose Kinder-Mitgliedschaft. Von 15 bis zum Ende des Jahres, in dem sie 19 werden, gibt es für alle die volle Mitgliedschaft gratis (“young & mobile”). Beim ARBÖ ist die START-Mitgliedschaft für alle unter 19 Jahren kostenlos.
Mitgliedschaft zum halben Preis: Beitritt während des Jahres
Wer im Laufe des Jahres beitritt, zahlt bei beiden Clubs weniger. Beim ÖAMTC gilt für Beitritte ab 1. Juni 2026 der Halbjahresbeitrag. Die Auto-Mitgliedschaft kostet dann 53,05 € für den Rest des Jahres, der Schutzbrief wird dabei aber nicht halbiert und kostet weiterhin 63,90 €. Der ARBÖ verrechnet Neumitgliedern, die zwischen 1. September und 31. Dezember 2026 beitreten, bereits den Beitrag für 2027 (Auto: 117,30 €). Die restlichen Monate 2026 sind dafür gratis. Die Aktion gilt nur für Erstmitglieder.
Welche Leistungen sind in der ÖAMTC- und ARBÖ-Mitgliedschaft enthalten?
Die Mitgliedschaft bei ÖAMTC und ARBÖ umfasst in Österreich Pannenhilfe rund um die Uhr (Notruf 120 bzw. 123), eine vergünstigte Pickerl-Begutachtung nach § 57a und kostenlose Rechtsberatung. Geholfen wird auch bei selbstverschuldeten Pannen wie leerem Akku, falsch getanktem Kraftstoff oder bei im Auto eingesperrten Fahrzeugschlüsseln. Kostenloses Abschleppen nach einer Panne ist nur in der ÖAMTC-Mitgliedschaft enthalten, beim ARBÖ übernimmt erst der Sicherheitspass die Abschleppkosten.
Details zur § 57a-“Pickerl”-Begutachtung und zur kostenlosen Rechtsberatung von ÖAMTC und ARBÖ findest du auf den Seiten der Clubs.
Was kostet Abschleppen mit ÖAMTC- oder ARBÖ-Mitgliedschaft?
Der ÖAMTC schleppt Mitglieder nach einer Panne, die vor Ort nicht behoben werden kann, kostenlos in die nächste geeignete Werkstatt in Österreich (Fahrzeuge bis 3,5 t). Abschleppen nach einem Unfall oder in eine Werkstatt deiner Wahl ist in der Mitgliedschaft nicht enthalten. Das übernimmt erst der Schutzbrief, im In- und Ausland bis 330 €.
Beim ARBÖ übernimmt der Sicherheitspass die Abschleppkosten bis zur nächstgelegenen Fachwerkstatt: bis 330 € mit Classic und bis 660 € mit Gold, jeweils im In- und Ausland.
Den Pannennotruf erreichst du beim ÖAMTC unter 120 und beim ARBÖ unter 123, jeweils rund um die Uhr.
Pannenhilfe und Abschleppen sind oft auch schon als Assistance-Baustein in deiner Autoversicherung enthalten. Worin sich das vom Autoclub unterscheidet, zeigt unser Vergleich zwischen KFZ-Assistance und Autoclub.
Rechtsberatung ist keine Rechtsschutzversicherung
Beide Clubs bieten Mitgliedern kostenlose Rechtsberatung, etwa nach Verkehrsunfällen, bei Verwaltungsstrafen oder bei Streit mit Werkstätten, Händlern oder Reiseveranstaltern. Der ÖAMTC interveniert dabei auch außergerichtlich. Die Kosten für Anwalt und Gericht übernimmt die Mitgliedschaft aber nicht. Dafür braucht es eine Rechtsschutzversicherung.
Beide Clubs vermitteln eine eigene: Der ÖAMTC-Rechtsschutz (Generali) kostet ab 8,71 € pro Monat und deckt bis 145.000 €, der ARBÖ-Rechtsschutz (Wüstenrot) kostet 89,90 € pro Jahr und deckt bis 100.000 €. Verkehrsrechtsschutz ist aber auch als Baustein jeder anderen Rechtsschutzversicherung erhältlich, ein Vergleich lohnt sich deshalb.
Mitgliedschaft mit oder ohne Schutzbrief: Was ist der Unterschied?
Die Mitgliedschaft bei ÖAMTC oder ARBÖ deckt Pannenhilfe und Grundleistungen in Österreich ab. Schutzbrief (ÖAMTC) und Sicherheitspass (ARBÖ) sind kostenpflichtige Erweiterungen, die vor allem im Ausland und nach Unfällen greifen, etwa mit Krankenrückholung, Hubschrauberrettung, Fahrzeugrücktransport und Abschleppen nach einem Unfall. Die ÖAMTC-Mitgliedschaft kostet mit Schutzbrief 170,00 € pro Jahr, ohne Schutzbrief 106,10 €. Beim ARBÖ sind es mit Sicherheitspass Classic 181,80 €, ohne 117,30 €.
Gibt es den Schutzbrief ohne Mitgliedschaft?
Nein, den ÖAMTC-Schutzbrief gibt es nur zusammen mit einer ÖAMTC-Mitgliedschaft, und auch der ARBÖ-Sicherheitspass setzt eine ARBÖ-Mitgliedschaft voraus. Wer nur Auslandsschutz möchte, kommt mit der kleinsten Mitgliedschaft am günstigsten weg: beim ÖAMTC mit der Touring-Mitgliedschaft (24,00 € im Jahr) plus Touring-Schutzbrief (40,70 €), beim ARBÖ mit der Rad- und Freizeit-Mitgliedschaft (27,80 €) plus Freizeit-Sicherheitspass (33,20 €). Beide Varianten enthalten keine Fahrzeugleistungen.
ÖAMTC-Schutzbrief und ARBÖ-Sicherheitspass: Kosten und Leistungen
Schutzbrief (ÖAMTC) und Sicherheitspass (ARBÖ, offiziell “Sicherheits-Pass”, oft auch “ARBÖ-Schutzbrief” genannt) erweitern die Mitgliedschaft um Leistungen im Ausland und nach Unfällen. Der ÖAMTC-Schutzbrief kostet 63,90 € pro Jahr, den ARBÖ-Sicherheitspass gibt es als Classic (64,50 €), Gold (105,70 €) und Freizeit (33,20 €). Schutzbrief und Classic leisten ähnlich viel: Spitalskosten im Ausland bis 75.000 €, Hubschrauberrettung bis 10.000 € und Abschleppen bis 330 €.
ÖAMTC-Schutzbrief: Kosten, Leistungen und Geltungsbereich
Der ÖAMTC-Schutzbrief schützt das Mitglied, den Partner bzw. die Partnerin im gemeinsamen Haushalt und Kinder bis 19 Jahre, auch wenn sie getrennt unterwegs sind.
Kosten: 63,90 € pro Jahr (2026). Für Touring-Mitglieder ohne Fahrzeug gibt es den Touring-Schutzbrief um 40,70 € ohne Fahrzeugleistungen.
Leistungen:
- Rückholung aus dem Ausland im Fall von Krankheit oder Unfall mit einem speziell ausgerüsteten Ambulanzjet
- Hubschrauber-, Berg- und Pistenrettung bis max. 10.000 € pro geschützter Person: im Ausland nach Unfall oder Krankheit, in Österreich nach Freizeit-Alpinunfällen
- Fahrzeug-Rückholung durch einen ÖAMTC-Fahrer – samt Insassen (geschützte Personen) und Gepäck nach Unfall/Erkrankung des geschützten Fahrers
- Krankenschutz: Für Arzt-, Krankenhaus-, Ersttransport-, Verlegungstransport- und Medikamentenkosten bis max. 75.000 € pro geschützter Person
- Krankenbesuch durch eine nahestehende Person bei einem Krankenhausaufenthalt von mehr als sieben Tagen
- Abschleppen nach Panne oder Unfall in eine Werkstatt deiner Wahl bis 330 € (im In- und Ausland)
- Unterkunftskosten im Ausland für bis zu 3 Nächte (max. 85 € pro Nacht)
Geltungsbereich: Der ÖAMTC-Schutzbrief gilt in Österreich, in ganz Europa inklusive der Russischen Föderation, in den Mittelmeer-Anrainerstaaten und auf den Mittelmeerinseln sowie auf den Kanaren, den Azoren und Madeira, sofern dort touristische Reisen möglich sind und keine Reisewarnung der höchsten Stufe besteht. Die vollständige Länderliste findest du auf der Schutzbrief-Seite des ÖAMTC.
ARBÖ-Sicherheitspass Classic: Kosten und Leistungen
Der Sicherheitspass Classic ist die Standard-Erweiterung zur ARBÖ-Mitgliedschaft. Geschützt sind Inhaber*in, Partner*in im gemeinsamen Haushalt, Kinder bis zum Ende des Jahres, in dem sie 19 werden, sowie alle auf den/die Inhaber*in zugelassenen oder ständig genutzten Fahrzeuge.
Kosten: 64,50 € pro Jahr (Tarif 2027).
Leistungen:
- Pannendienst im Ausland bis 200 €
- Abschleppen im In- und Ausland bis 330 €
- Fahrzeugheim- bzw. -rücktransport im In- und Ausland (100%), Garagierung bis 225 €
- Ersatzteilversand ins Ausland
- Wildschadenhilfe im In- und Ausland: 80% der Reparaturkosten, bis 600 €
- Mietwagen bis 80 € pro Tag
- Insassen-Unfallschutz im Ausland: bis 80.000 € bei bleibender Invalidität, 40.000 € im Todesfall
- Hubschrauberrettung und Akja-Bergung nach alpinen Sportunfällen im In- und Ausland bis 10.000 €
- Krankenbesuch im Ausland bis 1.000 €
- Krankenrückholung aus dem Ausland (100%)
- Spitalskosten im Ausland bis 75.000 €
Geltungsbereich: Der Sicherheitspass Classic gilt in Österreich, in Europa im geografischen Sinn und in den Mittelmeer-Anrainerstaaten. Ausgenommen sind Belarus, Grönland, Russland und Spitzbergen.
ARBÖ-Sicherheitspass Gold: Kosten und Unterschied zum Classic
Der Sicherheitspass Gold ist die erweiterte Variante für Familien und Vielreisende.
Kosten: 105,70 € pro Jahr (Tarif 2027), also 41,20 € mehr als der Classic.
Leistungen: Gold enthält alle Leistungen des Classic im selben Geltungsbereich, aber mit doppelten Summen:
- Abschleppen: bis 660 € (Classic: 330 €)
- Spitalskosten im Ausland: bis 150.000 € (Classic: 75.000 €)
- Hubschrauberrettung: bis 20.000 € (Classic: 10.000 €)
- Wildschadenhilfe: bis 1.200 € (Classic: 600 €)
- Mietwagen: bis 160 € pro Tag (Classic: 80 €)
Besonderheiten: Gold schützt die Fahrzeuge aller Familienmitglieder, sofern sie ARBÖ-Mitglieder sind, und Kinder bis zum Ende des Jahres, in dem sie 26 werden, unabhängig vom Wohnort. Der Classic deckt nur die Fahrzeuge des Inhabers / der Inhaberin und Kinder bis 19.
ARBÖ-Freizeit-Sicherheitspass: Schutz ohne Auto
Der Freizeit-Sicherheitspass richtet sich an Mitglieder ohne Auto, die zu Fuß, mit dem Rad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sind. Er ergänzt die Rad-und-Freizeit- oder die START-Mitgliedschaft.
Kosten: 33,20 € pro Jahr (Tarif 2027).
Leistungen: dieselben personenbezogenen Leistungen wie der Classic (Hubschrauberrettung, Krankenrückholung, Spitalskosten im Ausland bis 75.000 € usw.), dazu Hilfe beim Ersatz gestohlener Dokumente und Notfall-Bargeld im Ausland. Die fahrzeugbezogenen Leistungen entfallen. Das ÖAMTC-Gegenstück ist der Touring-Schutzbrief (40,70 €).
Ersetzen ÖAMTC und ARBÖ eine Reise- oder Unfallversicherung?
Nein. Weder die Mitgliedschaft noch Schutzbrief oder Sicherheitspass ersetzen eine Reise- oder Unfallversicherung. Auch der ARBÖ-Sicherheitspass ist keine vollwertige Reiseversicherung: Schutzbrief und Sicherheitspass decken Spitalskosten im Ausland bis 75.000 € (Gold: 150.000 €), eine Reisekrankenversicherung häufig bis 1 Mio. € oder unbegrenzt. Storno- und Reiseabbruchschutz fehlen ganz. Der Insassen-Unfallschutz des ARBÖ zahlt nur bei Unfällen im Ausland, Unfallrente und Rehakosten bietet nur eine private Unfallversicherung.
Reiseversicherung: Was Schutzbrief und Sicherheitspass nicht abdecken
Wer Schutzbrief oder Sicherheitspass hat, kann die Behandlungskosten gegen Aufpreis erweitern:
- Mit dem ÖAMTC-Weltreise-Krankenschutz (102,60 € im Jahr) erweiterst du den Schutzbrief auf die ganze Welt, mit Heilkosten bis 412.000 € pro Reise (max. 92 Tage).
- Mit dem ARBÖ-Sicherheitspass Gold kannst du die Deckung auf 150.000 € erhöhen.
Stornoversicherung und Reiseabbruch sind damit aber weiterhin nicht abgedeckt, das kann nur eine Reiseversicherung.
Unfallversicherung: Was der Insassen-Unfallschutz nicht abdeckt
Der ARBÖ-Sicherheitspass enthält einen Insassen-Unfallschutz: bis 80.000 € bei bleibender Invalidität und 40.000 € im Todesfall. Er gilt aber nur im Ausland und nur für die Insassen des versicherten Fahrzeugs. Eine private Unfallversicherung leistet dagegen bei Unfällen in Freizeit, Haushalt und Sport, weltweit und rund um die Uhr, und zahlt zusätzlich Unfallrente, Heilkosten und Reha.
Unsere Einschätzung: Lohnt sich ÖAMTC oder ARBÖ?
Wir empfehlen eine Mitgliedschaft bei ÖAMTC oder ARBÖ vor allem, wenn du ein älteres Auto fährst, dessen Herstellergarantie nicht mehr greift, oder mehrere Fahrzeuge absichern willst. Wer über die KFZ-Versicherung bereits ausreichend Assistance hat, braucht meist keinen Club. Bei der Wahl des Clubs ist der ÖAMTC für die meisten Autofahrer*innen günstiger, der ARBÖ lohnt sich für 24- bis 26-Jährige und Familien mit mehreren Autos. Eine Reise- oder Unfallversicherung ersetzt keiner der beiden.
Wann wir ÖAMTC oder ARBÖ empfehlen
- Du ein älteres Auto fährst: Pannenhilfe, Abschleppdienst und die günstige Pickerl-Begutachtung (§ 57a) zahlen sich hier am schnellsten aus.
- Du eine Alternative zur Herstellergarantie suchst: Assistance-Leistungen der Hersteller, z.B. die Volkswagen-Mobilitätsgarantie, sind bei Neukauf oft kostengünstig oder gratis dabei. Nach einigen Jahren lohnt sich das aber immer weniger, denn die Garantie ist meist an Servicebesuche in der Markenwerkstatt gebunden. Dann sind ÖAMTC und ARBÖ eine gute Alternative.
- Du eine Alternative zum KFZ-Assistance-Baustein deiner KFZ-Versicherung suchst: Wie sich die beiden Lösungen unterscheiden, zeigt unser Vergleich der KFZ-Assistance. Bei mehreren Autos ist der Club oft die bessere Wahl: Die ÖAMTC-Pannenhilfe gilt für jedes Fahrzeug bis 3,5 t, mit dem du unterwegs bist, der ARBÖ-Sicherheitspass für alle auf dich zugelassenen oder ständig genutzten Fahrzeuge. Die KFZ-Assistance gilt dagegen nur für das versicherte Auto.
Wann wir eher abraten
- Du schon Mitglied bei einem der beiden Clubs bist: Wer beim ÖAMTC ist, braucht nicht zusätzlich den ARBÖ (und umgekehrt).
- Dir die Leistungen deiner Herstellergarantie oder deines KFZ-Assistance-Bausteins reichen: Dann zahlst du für Leistungen, die du nicht brauchst.
- Du sie als Ersatz für eine Reiseversicherung sehen willst: Es fehlen z.B. Storno- und Reiseabbruchversicherung sowie der weltweite Geltungsbereich.
- Du sie als Ersatz für eine Unfallversicherung sehen willst: Invaliditätsentschädigung, Unfallrente und Rehakosten sind nicht gedeckt.
Unser Fazit
ÖAMTC und ARBÖ bieten Autofahrer*innen in Österreich viele sinnvolle Leistungen zu einem vernünftigen Preis, vor allem, wenn die Herstellergarantie ausgelaufen ist. Für die meisten ist der ÖAMTC die bessere Wahl: Er ist fürs Auto günstiger und schleppt nach einer Panne kostenlos ab. Der ARBÖ punktet bei 24- bis 26-Jährigen und bei Familien mit mehreren Autos. Eine Reise- oder Unfallversicherung ersetzen beide nicht: Dafür sind die Deckungssummen zu niedrig, und Leistungen wie Stornoschutz, Unfallrente oder Rehakosten fehlen ganz.