Alpenvereinsversicherung: Das Richtige für den Bergsport?

28.07.2021 • Time 4 min

Eine Frau und ein Mann klettern auf einen Berg.

Bildquelle: Foto von Sylvain Mauroux (https://unsplash.com/@alpifree)

Du bist ein richtiger Bergfex? 🧗‍♀️ Dann solltest du für deine nächste Tour die beste Absicherung wählen. Die bekannteste Versicherung ist bestimmt die Alpenvereinsversicherung. Aber ist sie das Richtige für den Bergsport? Hier haben wir die wichtigsten Fragen für dich beantwortet.

Was beinhaltet die Alpenvereinsversicherung?

Die Alpenvereinsversicherung (Alpenverein Weltweit Service) ist eine Versicherung, die Alpenvereinsmitgliedern Versicherungsschutz in folgenden Bereichen bietet:

  • Bergungskosten bei Freizeitunfällen aus unwegsamem Gelände bis € 25.000 in der Freizeit im In- und Ausland
  • Weltweite Rückholkosten ohne Summenbegrenzung
  • Kosten für stationäre Krankenhausaufenthalte im Ausland für medizinisch notwendige Heilbehandlungen bis € 10.000 (inklusive des medizinisch notwendigen Transportes ins Krankenhaus)
  • Haftpflichtversicherung in Europa für viele Sportarten bis € 3 Mio.
  • Rechtsschutzversicherung in Europa für viele Sportarten bis € 35.000
    • Strafrechtsschutz bis € 35.000 für Anwalts-und Gerichtskosten
    • Schadenersatzansprüchen wegen Personenschaden Kosten für anwaltliche Beratung bis € 500

Aber Achtung: Die weltweite Rückholkosten- und Auslandsreisekrankenversicherung gilt nur während den ersten acht Wochen deiner Auslandsreise.

Eine genauere Auflistung der Deckungen der Versicherung findest du auf der Website der Alpenvereins.

Wie viel kostet die Alpenvereinsversicherung?

Die Alpenvereinsversicherung ist im Mitgliedsbeitrag des Alpenvereins inkludiert. Die Jahresmitgliedschaft für 2021 kostet € 62. Für Kinder, Jugendliche, Senioren, Studierende, etc. gibt es vergünstigte Jahresbeiträge. Nähere Informationen zu den Beiträgen findest du auf der Website des Alpenvereins.

Versichert die Alpenvereinsversicherung Invalidität nach einem Unfall?

Nein. Falls du nach einem Unfall Langzeitfolgen davonträgst, bekommst du von der Alpenvereinsversicherung kein Geld. Du musst selber zum Beispiel für den Umbau deines Autos oder deiner Wohnung oder die Umschulung auf einen neuen Beruf aufkommen.

Beinhaltet die Alpenvereinsversicherung eine Unfallrente nach einem Unfall?

Leider nein. Kannst du nach einem Unfall deinen Beruf nicht weiter ausüben, bekommst du von der Alpenvereinsversicherung keine monatliche Geldleistung. Für deine monatlichen Fixkosten musst du selbst aufkommen.

Inkludiert die Alpenvereinsversicherung Heilkosten, Rehakosten oder Zahnersatz nach einem Unfall?

Nein, für Heilkosten (zum Beispiel Physiotherapie), Rehakosten oder Zahnersatz nach einem Unfall kommt die Alpenvereinsversicherung leider nicht auf.

Wo liegen die Grenzen der Alpenvereinsversicherung?

Die Alpenvereinsversicherung bietet eine guten Basisversicherungsschutz, hat aber auch ihre Grenzen:

  • Invalidität, Unfallrente und Heilkosten sind nicht versichert
  • Bergungskosten nach Unfällen bei der Benützung von Kraftfahrzeugen sind nur eingeschränkt versichert
  • Keine Deckung der Bergungskosten nach Berufsunfällen
  • Bewerbe, offizielle Trainings- und Qualifikationsfahrten: Nicht für alle Sportarten sind die Kosten für Bergung, Rückholung, Verlegung und medizinische Heilbehandlung versichert
  • Weltweite Rückholkostenversicherung und Auslandsreisekrankenversicherung: Gültig nur während der ersten acht Wochen jeder weltweiten Auslandsreise bei Freizeit-, Berufsunfällen und bei Krankheit.
  • Geringe Versicherungssumme für Auslandsreisekrankenversicherung: Eine Versicherungssumme von € 10.000 kann für Behandlungskosten im Ausland je nach Reiseziel und medizinischer Versorgung viel zu gering sein. Du kannst zusätzlich die Alpenverein Premium-Reiseschutz-Versicherung abschließen.
  • Haftpflichtversicherung und Rechtsschutzversicherung: Schützen dich nur bei Leistungsfällen, welche aus ihrer Vereinstätigkeit entstehen.

Die genauen Versicherungsleistungen und die Grenzen der Alpenvereinsversicherung findest du auf der Website des Alpenvereins.

Versichert die Alpenvereinsversicherung alle Sportarten?

Die meisten Sportarten werden von der Alpenvereinsversicherung versichert. Zum Beispiel: Wandertouren, Bergsteigen, Klettern, Klettersteiggehen, Skifahren, Skitourengehen, Langlaufen, Snowboarden, Wildwasserpaddeln, Canyoning und Mountainbike-/Trekkingbiketouren. Wenn du exotischer unterwegs bist, solltest du die Versicherungsbedingungen der Alpenvereinsversicherung genauer ansehen.

Wie unterscheidet sich die Alpenvereinsversicherung von einer klassischen Unfallversicherung?

Eine klassische Unfallversicherung bietet einige Vorteile, aber auch Nachteile gegenüber der Alpenvereinsversicherung:

❇️ Vorteile einer Unfallversicherung gegenüber der Alpenvereinsversicherung

  • Versichert Invalidität, Unfallrente, Heilkosten und Rehakosten
  • Bergungskosten nach KFZ-Unfällen sind versichert
  • Deckt Berufsunfälle

🛑 Nachteile einer Unfallversicherung gegenüber der Alpenvereinsversicherung

  • Beinhaltet keine Auslandsreisekrankenversicherung
  • Haftpflichtversicherung ist nicht enthalten. Du solltest aber über deine Haftpflichtversicherung deiner Haushaltsversicherung versichert sein. Näheres hierzu findest du in unserem Blogpost Privathaftpflichtversicherung muss sein – ohne Wenn und Aber.
  • Beinhaltet keine Rechtsschutzversicherung
  • Versichert nicht alle Sportarten (zum Beispiel Downhill wird nicht von allen Versicherern gedeckt)

➡️ Fazit

Die Alpenvereinsversicherung bietet dir einen nötigen Grundversicherungsschutz, wenn es in die Berge geht. Bemerkenswert ist die hohe Versicherungssumme für Bergungskosten. Eine klassische Unfallversicherung kann sie aufgrund fehlender Leistungen in den Bereichen Invalidität, Unfallrente, Heilkosten und Rehakosten leider nicht ersetzen.

❇️ Unsere Empfehlung: Wenn du gelegentlicher Bergsportler bist, dann kann die Alpenvereinsversicherung durchaus sinnvoll sein. Geht es öfters in die Berge, solltest du dir den Abschluss einer klassischen Unfallversicherung überlegen. Diese bekommst du schon ab € 100 pro Jahr.

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