NEU: Österreichs umfangreichster Vergleich für Privatarzt- & Zahn-Versicherungen

Hundeversicherung in Österreich 2026: Kosten, Pflicht & Vergleich

18 min • Aktualisiert: 02.10.2026

Verfasst von Sebastian Peischl (Mitgründer) • Fachlich geprüft von Karl Haas (Mitgründer, Gewerberechtlicher Geschäftsführer & Versicherungsmakler)

Unabhängiger Versicherungsmakler gem. § 94 Z 76 GewO 1994 • GISA-Nr. 32225518 • ⭐4,9/5 (237+ Bewertungen) • 7.000+ Nutzer*innen

Ein Hund, der sitzt und eine Tulpe im Maul hat. Ein Symbolbild für die Hundeversicherung in Österreich.

Eine Hundeversicherung schützt Hundehalter*innen in Österreich vor den Kosten von Schäden, Krankheiten und Unfällen ihres Hundes. Die Hundehaftpflichtversicherung ist in sechs Bundesländern Pflicht und kostet ab 3,67 € pro Monat. Unfall-, OP- und Krankenversicherung sind freiwillig und kosten ab 20 €, 22 € bzw. 31 € pro Monat. Dieser Ratgeber zeigt, was die einzelnen Arten leisten, was sie kosten und wann es sich lohnt, deinen Hund zu versichern.

Das Wichtigste in Kürze

  • Pflicht: Die Hundehaftpflichtversicherung ist in Wien, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Tirol und der Steiermark vorgeschrieben, meist mit einer Mindestversicherungssumme von 725.000 €.
  • Haftung: Als Halter*in haftest du nach § 1320 ABGB unbegrenzt für Schäden deines Hundes, wenn du ihn nicht ausreichend beaufsichtigt hast.
  • Kosten: Haftpflicht ab 3,67 € pro Monat (44 € pro Jahr), Unfallversicherung ab 20 €, OP-Versicherung ab 22 €, Krankenversicherung ab 31 € pro Monat.
  • Unsere Empfehlung: Hundehaftpflicht mit mindestens 3 Mio. € Versicherungssumme für alle. Kranken-, OP- oder Unfallversicherung je nach Budget.
  • Alter: Kranken- und OP-Versicherungen nehmen Hunde meist nur bis zu einem Alter von 5 bis 9 Jahren neu auf.
  • Haushaltsversicherung: Der Einschluss des Hundes (Haftpflicht) kostet ab etwa 30 € pro Jahr oder ist teils prämienfrei.

🤝 Hinweis zur Unabhängigkeit & Datengrundlage: Wir sind unabhängige Versicherungsmakler und erhalten eine Provision, wenn du über uns einen Vertrag abschließt – diese ist bereits in der Prämie enthalten und verursacht keine Zusatzkosten für dich. Wir sind an keine Versicherung gebunden oder finanziell mit ihr verflochten. Alle Kosten- und Anbieterangaben in diesem Artikel basieren auf einem Vergleich der rund 10 Anbieter, die in Österreich aktiv Hundeversicherungen anbieten (von insgesamt 33 Schadenversicherern laut VVO-Jahresbericht 2025; Stand Oktober 2026).

Ist eine Hundeversicherung in Österreich sinnvoll?

Ja, zumindest die Hundehaftpflichtversicherung ist für alle Hundehalter*innen sinnvoll und in sechs Bundesländern sogar gesetzlich vorgeschrieben. Als Halter*in haftest du nach § 1320 ABGB für Schäden deines Hundes, wenn du nicht nachweisen kannst, dass du ihn ausreichend verwahrt und beaufsichtigt hast, und zwar unbegrenzt mit deinem gesamten Vermögen. Kranken-, OP- und Unfallversicherungen sind freiwillig und vor allem dann sinnvoll, wenn du hohe Tierarztrechnungen nicht selbst zahlen kannst.

  1. Absicherung bei Schäden durch den Hund: Läuft dein Hund z.B. auf die Straße und verursacht einen Verkehrsunfall mit Verletzten, können die Forderungen schnell existenzbedrohend werden. Die Hundehaftpflichtversicherung zahlt berechtigte Forderungen bis zur vereinbarten Versicherungssumme und wehrt unberechtigte ab.
  2. Schutz vor hohen Tierarztkosten: Operationen kosten schnell mehrere Tausend Euro, eine Kreuzband-OP in Wien z.B. rund 2.500 bis 4.500 €. Eine OP- oder Krankenversicherung fängt solche Rechnungen ab.

Welche Arten der Hundeversicherung gibt es in Österreich?

In Österreich gibt es vier Arten der Hundeversicherung: Die Haftpflichtversicherung zahlt Schäden, die der Hund anderen zufügt, die Unfallversicherung Behandlungen nach Unfällen, die OP-Versicherung Operationen nach Unfall und Krankheit und die Krankenversicherung zusätzlich Behandlungen ohne Operation und Medikamente. Nur die Haftpflichtversicherung ist in sechs Bundesländern Pflicht, die anderen sind freiwillig und einzeln oder als Kombi-Paket abschließbar. Rechtsstreitigkeiten rund um den Hund deckt ergänzend eine private Rechtsschutzversicherung.

Hundehaftpflichtversicherung

Die Hundehaftpflichtversicherung zahlt Personen-, Sach- und Vermögensschäden, die dein Hund anderen zufügt, vom zerkratzten Auto bis zur Bissverletzung, und wehrt unberechtigte Forderungen ab. Meist sind auch Schäden in Hotels oder Ferienwohnungen mitversichert. Sie ist in sechs Bundesländern Pflicht und kostet ab 3,67 € pro Monat (44 € pro Jahr). Die Tierarztkosten deines eigenen Hundes deckt sie nicht.

📕 Alle Details: Hundehaftpflichtversicherung in Österreich

Hundekrankenversicherung

Die Hundekrankenversicherung ist die umfassendste Absicherung. Sie übernimmt Tierarztkosten bei Krankheit und Unfall, Operationen samt Narkose und Nachbehandlung, Diagnostik wie Röntgen oder Ultraschall, Medikamente und Klinikaufenthalte. Je nach Tarif zahlt sie auch Vorsorge, Impfungen, Zahnreinigung oder Physiotherapie. Die Prämie beginnt bei ca. 31 € pro Monat und hängt stark von Rasse und Alter ab.

📕 Alle Details: Hundekrankenversicherung in Österreich

Hundeunfallversicherung

Die Hundeunfallversicherung zahlt alle Behandlungen nach einem Unfall, von der Erstversorgung über Operationen und Klinikaufenthalt bis zu Physiotherapie und Notfalltransport. Krankheiten deckt sie nicht. Sie kostet ab ca. 20 € pro Monat. Anders als die OP-Versicherung zahlt sie nach einem Unfall auch Behandlungen ohne Operation, bei Krankheit aber gar nichts.

📕 Alle Details: Hundeunfallversicherung

Hunde-OP-Versicherung

Die Hunde-OP-Versicherung zahlt Operationen nach Unfällen und bei Krankheit: den Eingriff, Narkose, Voruntersuchungen, die stationäre Nachbetreuung und je nach Tarif Physiotherapie. Behandlungen ohne Operation zahlst du selbst. Sie kostet ab ca. 22 € pro Monat und ist der günstigste Schutz gegen das größte Einzelrisiko: Eine Kreuzband-OP kostet in Wien rund 2.500 bis 4.500 €.

📕 Alle Details: OP-Versicherung für Hunde

Ergänzung: private Rechtsschutzversicherung

Eine eigene Rechtsschutzversicherung für Hunde gibt es in Österreich nicht. Streitigkeiten rund um deinen Hund, etwa mit Nachbarn, Behörden oder nach einem Schadensfall, deckt eine private Rechtsschutzversicherung ab ca. 6 € pro Monat ab. Sie zahlt Anwalts- und Gerichtskosten, aber keinen Schadenersatz. Sie ersetzt also keine Hundehaftpflicht, sondern ergänzt sie.

Wie viel kostet die Hundeversicherung in Österreich?

Eine Hundeversicherung kostet in Österreich ab 3,67 € pro Monat. Am günstigsten ist die Hundehaftpflichtversicherung mit ab 3,67 € (44 € pro Jahr), die Unfallversicherung gibt es ab 20 €, die OP-Versicherung ab 22 € und die Krankenversicherung ab 31 € pro Monat. Ein Kombi-Paket aus Haftpflicht- und Krankenversicherung kostet ab 35 €. Vor allem bei der Krankenversicherung steigt die Prämie mit Alter und Rasse deutlich, für eine fünfjährige Französische Bulldogge auf ab 48 € pro Monat.

Kosten je Art der Hundeversicherung

Hier ist ein Überblick über die Kosten für die verschiedenen Arten:

Versicherung Deckung Preis pro Monat
Hundehaftpflichtversicherung Personen-, Sach- und Vermögensschäden, die dein Hund verursacht Ab 3,67 €
Hundekrankenversicherung Tierarztkosten, Operationskosten, je nach Tarif Routineuntersuchungen, Medikamente, Diagnostik und stationäre Behandlungen Ab 31 €
Hundeunfallversicherung Tierarztkosten, Operationskosten, stationäre Behandlung, Medikamente und Notfalltransport nur nach einem Unfall Ab 20 €
Hunde-OP-Versicherung Kosten für Operationen, einschließlich Anästhesie, Voruntersuchungen und Nachbehandlungen Ab 22 €

Beispielprämien: Welpe, Golden Retriever und Französische Bulldogge

Wie stark Rasse und Alter die Prämie beeinflussen, zeigen drei gesunde Beispielhunde aus Sophias Vergleich (Stand Oktober 2026, günstigster Tarif je Versicherungsart, inkl. Versicherungssteuer). Der Wohnort spielt bei der Prämie keine Rolle.

Mischlingswelpe,
4 Monate
Golden Retriever,
3 Jahre
Franz. Bulldogge,
5 Jahre
Haftpflicht Ab 44 € pro Jahr Ab 44 € pro Jahr Ab 44 € pro Jahr
OP-Versicherung Ab 22 € pro Monat Ab 22 € pro Monat Ab 23 € pro Monat
Krankenversicherung Ab 31 € pro Monat Ab 36 € pro Monat Ab 48 € pro Monat

Bei der Hundehaftpflicht und der OP-Versicherung spielen Rasse und Alter kaum eine Rolle, die Preise sind für alle drei Hunde nahezu gleich. Bei der Krankenversicherung sind die Unterschiede dagegen groß: Für die fünfjährige Französische Bulldogge zahlst du ab 48 € pro Monat, gut die Hälfte mehr als für den Welpen. Ab sechs Jahren nimmt sie in unserem Vergleich kein Anbieter mehr neu auf. Wer früh abschließt, sichert sich also nicht nur eine niedrigere Prämie, sondern überhaupt den Zugang zum Schutz.

Was beeinflusst die Kosten der Hundeversicherung?

Sechs Faktoren bestimmen die Prämie:

  1. Alter: Junge Hunde sind günstiger; ältere werden teurer oder gar nicht mehr neu aufgenommen (Details im Abschnitt zu Welpen und älteren Hunden).
  2. Rasse: Große und krankheitsanfällige Rassen kosten mehr; manche Rassen lehnen Versicherer ganz ab.
  3. Gesundheitszustand: Vorerkrankungen erhöhen die Prämie oder werden ausgeschlossen.
  4. Umfang: Je mehr Leistungen, desto höher die Prämie; die Krankenversicherung ist teurer als die Haftpflicht.
  5. Selbstbehalt: Ein höherer Selbstbehalt senkt die Prämie.
  6. Rabatte: Manche Versicherer geben Rabatt für mehrere Hunde oder eine Gesundheitsuntersuchung bei Abschluss.

Hundehaftpflicht in Österreich: In welchen Bundesländern ist sie Pflicht?

Die Hundehaftpflichtversicherung ist in sechs Bundesländern gesetzlich vorgeschrieben: in Wien, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Tirol und der Steiermark. Fünf davon verlangen eine Mindestversicherungssumme von 725.000 € pro Hund, Tirol schreibt keine fixe Summe vor. In Kärnten, im Burgenland und in Vorarlberg gibt es keine allgemeine Versicherungspflicht. Die Pflicht lässt sich in der Regel auch über die Haushaltsversicherung erfüllen.

Bundesland Gesetz Mindest­versicherungs­summe
Wien Wiener Tierhaltegesetz, § 5 725.000 €
Niederösterreich NÖ Hundehaltegesetz, § 4 725.000 €
Oberösterreich Oö. Hundehaltegesetz 2024, § 3 725.000 €
Salzburg Salzburger Landessicherheitsgesetz, § 23 725.000 €
Tirol Landes-Polizeigesetz, § 6a keine fixe Summe
Steiermark Steiermärkisches Landes-Sicherheitsgesetz, § 3b 725.000 €
Kärnten, Burgenland, Vorarlberg - keine allgemeine Pflicht

Die gesetzliche Mindestsumme ist nur die Untergrenze. Bei einem schweren Personenschaden, etwa einem Verkehrsunfall mit Verletzten, reichen 725.000 € schnell nicht aus. Wir empfehlen daher eine Versicherungssumme von mindestens 3 Mio. €, auch in Bundesländern ohne Versicherungspflicht.

Wann wir welche Hundeversicherung empfehlen und wann nicht

Allen Hundehalter*innen empfehlen wir eine Hundehaftpflichtversicherung mit einer Versicherungssumme von mindestens 3 Mio. €, auch in Bundesländern ohne Versicherungspflicht. Wer mit dem Hund außerhalb Europas reist, sollte zusätzlich auf eine weltweite Deckung achten. Alle anderen Hundeversicherungen sind eine sinnvolle Ergänzung, aber kein Muss, und sie sind nicht billig: Die Unfallversicherung kostet ab 20 €, die OP-Versicherung ab 22 € und die Krankenversicherung ab 31 € pro Monat.

Wann wir eine zusätzliche Hundeversicherung empfehlen

  • Bei überschaubarem Budget: Haftpflicht + OP- oder Unfallversicherung. Damit sicherst du das größte Kostenrisiko ab, nämlich Operationen, die schnell mehrere Tausend Euro kosten. Eine Kreuzband-OP kostet in Wien z.B. rund 2.500 bis 4.500 €. Kleinere Behandlungen zahlst du selbst.
  • Wenn du es dir leisten kannst: Haftpflicht + Krankenversicherung. Sie zahlt zusätzlich Behandlungen ohne Operation, Medikamente und je nach Tarif Vorsorge und Impfungen. So werden auch laufende Tierarztkosten planbar.

Wann wir eher abraten

  • Bei knappem Budget: Die Prämien für Kranken- oder OP-Versicherung fallen jeden Monat an. Belastet das dein Budget, reicht die Haftpflichtversicherung.
  • Bei älteren Hunden: Ab etwa fünf bis neun Jahren nimmt kaum ein Anbieter einen Hund neu in die Kranken- oder OP-Versicherung auf. Die Französische Bulldogge aus unserem Beispiel ist ab sechs Jahren nicht mehr versicherbar. Die Haftpflichtversicherung bekommst du dagegen in jedem Alter.
  • Bei Vorerkrankungen: Bestehende Erkrankungen schließen die Versicherer aus. Du zahlst dann für einen Schutz, der genau die wahrscheinlichsten Kosten nicht übernimmt.

Hundeversicherung im Kombi-Paket: Alle Stufen im Überblick

Schutz Absicherung Versicherung Kosten pro Monat
Klein Grundabsicherung, gesetzliche Vorgaben Hundehaftpflicht Ab 3,67 €
Mittel Hohe Kosten von Operationen oder Behandlung nach Unfällen Hundehaftpflicht + Hunde-OP oder Hundeunfall Ab 24 €
Hoch Hohe Kosten von Operationen, Behandlungen nach Unfall oder bei Krankheit sowie je nach Tarif Vorsorgeuntersuchungen, Impfungen, Medikamente Hundehaftpflicht + Hundekranken Ab 35 €
Top Gleiche Absicherung wie bei "Hoch" inkl. Unterstützung bei Rechtsstreitigkeiten Hundehaftpflicht + Hundekranken + Rechtsschutz Ab 41 €

Welpen, ältere Hunde & Vorerkrankungen: So versicherst du sie richtig

Welpen lassen sich in Österreich am günstigsten und umfassendsten versichern, weil sie noch keine Vorerkrankungen haben. Für ältere Hunde lässt sich eine Kranken- oder OP-Versicherung je nach Anbieter meist nur bis zu einem Alter von 5 bis 9 Jahren neu abschließen, krankheitsanfällige Rassen eher nur bis 5 Jahre. Bestehende Vorerkrankungen schließen die Versicherer in der Regel aus. Die Hundehaftpflichtversicherung bekommt dagegen jeder Hund, unabhängig von Alter und Gesundheitszustand.

Welpen versichern: Junge Hunde haben noch keine Vorerkrankungen, deshalb ist der Schutz am günstigsten und am umfassendsten. Für einen Mischlingswelpen gibt es die Krankenversicherung ab 31 € pro Monat.

Ältere Hunde versichern: Für eine Kranken- oder OP-Versicherung liegt das Höchsteintrittsalter je nach Anbieter meist zwischen 5 und 9 Jahren, bei krankheitsanfälligen Rassen eher am unteren Ende. Wer früh abschließt und den Vertrag behält, bleibt in der Regel auch im Alter versichert. Die Haftpflichtversicherung bekommst du in jedem Alter.

Hunde mit Vorerkrankungen versichern: Gib alle Vorerkrankungen ehrlich an, sonst kann der Versicherer vom Vertrag zurücktreten. Bestehende Erkrankungen werden in der Regel ausgeschlossen (siehe Typische Ausschlüsse).

Was zahlt die Hundeversicherung nicht? Typische Ausschlüsse

Kranken-, OP- und Unfallversicherungen für Hunde zahlen in Österreich in der Regel nicht für Vorerkrankungen, angeborene oder erbliche Leiden, Kastrationen ohne medizinischen Grund und Vorsorge außerhalb vereinbarter Pauschalen. Für Krankheiten gilt außerdem meist eine Wartezeit von ein bis drei Monaten. Die Hundehaftpflicht zahlt keine Schäden an dir selbst, an deinem Eigentum oder an Angehörigen im gemeinsamen Haushalt.

Kranken-, OP- und Unfallversicherung

  • Vorerkrankungen: Krankheiten und Behandlungen, die vor Vertragsbeginn bestanden oder bereits angeraten waren. Manche Versicherer schließen sogar die gesamte betroffene Körperregion aus.
  • Angeborene und erbliche Erkrankungen: z.B. Hüftdysplasie (HD) oder Ellbogendysplasie (ED). Ob und ab wann sie mitversichert sind, unterscheidet sich stark zwischen den Tarifen.
  • Rassetypische Erkrankungen: Kurzköpfige Rassen wie Mops oder Französische Bulldogge nehmen einzelne Anbieter gar nicht auf oder schließen rassetypische Erkrankungen aus.
  • Kastration und Sterilisation: Nur bei medizinischem Grund versichert, sonst höchstens über eine Vorsorgepauschale.
  • Zahnbehandlungen: Oft nur schmerzstillende Behandlungen und das Ziehen von Zähnen. Zahnreinigung nur als Vorsorgeleistung.
  • Vorsorge: Impfungen, Wurmkuren sowie Floh- und Zeckenmittel nur in Tarifen mit Vorsorgebaustein, meist mit fixer Jahresobergrenze.
  • Wartezeit: Bei Krankheiten meist ein bis drei Monate, für einzelne Diagnosen wie Krebs oder Allergien teils länger. Unfälle sind ab Vertragsbeginn versichert, und einzelne Anbieter verzichten ganz auf eine Wartezeit.

Hundehaftpflichtversicherung

  • Eigenschäden: Verletzungen, die dein Hund dir selbst zufügt, und Schäden an deinem Eigentum, z.B. am eigenen Auto.
  • Angehörige im gemeinsamen Haushalt: Ansprüche von Partner*in, Kindern oder Eltern, die mit dir zusammenleben, sind in der Regel nicht gedeckt.
  • Deine Mietwohnung: Mietsachschäden sind nur in Hotels oder Ferienwohnungen versichert, nicht in deiner eigenen Wohnung.
  • Vorsatz: Absichtlich verursachte Schäden zahlt keine Haftpflichtversicherung.

Prüfe vor dem Abschluss deshalb die Ausschlüsse in den Versicherungsbedingungen, denn sie unterscheiden sich zwischen den Anbietern oft stärker als die Prämie.

Hund über die Haushaltsversicherung versichern: Lohnt sich das?

Ja, oft ist das die günstigste Lösung. Die Haushaltsversicherung enthält in Österreich immer eine Privathaftpflichtversicherung, ob dein Hund darin mitversichert ist, hängt aber vom Vertrag ab. Viele Versicherungen schließen die Hundehaftpflicht ein, manche sogar prämienfrei. Andernfalls kostet der Einschluss ab etwa 30 € pro Jahr und Hund, also weniger als eine separate Hundehaftpflichtversicherung ab 44 € pro Jahr. Auch die gesetzliche Versicherungspflicht lässt sich in der Regel über die Haushaltsversicherung erfüllen. Prüfe aber vorher, ob die Versicherungssumme reicht.

Hundeversicherung vergleichen in Österreich: Worauf du achten musst

Beim Vergleich von Hundeversicherungen in Österreich zählen vor allem Ausschlüsse und Wartezeit, Versicherungssumme und Geltungsbereich, der Selbstbehalt und die freie Tierarztwahl. Der günstigste Tarif ist nicht automatisch der beste, denn die Ausschlüsse unterscheiden sich oft stärker als die Prämie. Wichtig ist außerdem, die Rasse korrekt anzugeben: Falsche Angaben können dazu führen, dass der Versicherer vom Vertrag zurücktritt.

  • Leistungen, Ausschlüsse und Wartezeit prüfen: Was ist eingeschlossen, was ausgeschlossen, ab wann gilt der Schutz?
  • Versicherungssumme und Geltungsbereich (Haftpflicht): Achte auf eine ausreichend hohe Versicherungssumme (unsere Empfehlung: mind. 3 Mio. €) und auf weltweite Deckung, wenn du mit dem Hund außerhalb Europas reist.
  • Auslandsschutz (Kranken/OP): Gilt der Schutz auch bei Behandlungen im Urlaub, und bis zu welcher Summe?
  • Selbstbehalt: Wie viel trägst du pro Schadensfall selbst, und wie stark senkt das die Prämie?
  • Freie Tierarztwahl: Kannst du deinen Tierarzt frei wählen oder nur Vertragsärzte?
  • Rasse korrekt angeben: Falsche Angaben verletzen deine vorvertragliche Anzeigepflicht. Der Versicherer kann dann vom Vertrag zurücktreten und im Schadensfall unter Umständen leistungsfrei werden (§ 16 VersVG, § 21 VersVG).
  • Preis-Leistung und Erfahrungen: Der Preis allein sagt wenig; Erfahrungsberichte zeigen, wie schnell Schäden bezahlt werden.

Fazit: Hundeversicherung in Österreich

Die Hundehaftpflichtversicherung ist für alle Hundehalter*innen in Österreich das Minimum. Sie ist in sechs Bundesländern Pflicht, kostet ab 3,67 € pro Monat und schützt vor Forderungen, für die du unbegrenzt haftest. Wir empfehlen eine Versicherungssumme von mindestens 3 Mio. €. Kranken-, OP- und Unfallversicherung sind freiwillig und nicht billig: Bei überschaubarem Budget deckt eine OP-Versicherung ab 22 € das größte Kostenrisiko ab, wer es sich leisten kann, wählt die Krankenversicherung ab 31 € pro Monat. Für ältere Hunde und Hunde mit Vorerkrankungen bleibt meist nur die Haftpflichtversicherung.

Hinweis zur Unabhängigkeit: Wir sind unabhängige Versicherungsmakler und erhalten eine Provision, wenn du über uns einen Vertrag abschließt. Diese ist bereits in der Prämie enthalten, dir entstehen also keine zusätzlichen Kosten. Wir sind an keine Versicherung gebunden oder finanziell mit ihr verflochten.

FAQ zur Hundeversicherung in Österreich

Eine Hundeversicherung kostet in Österreich je nach Art ab 3,67 € pro Monat. Am günstigsten ist die Hundehaftpflichtversicherung mit ab 3,67 € bzw. 44 € pro Jahr. Die Unfallversicherung gibt es ab 20 €, die OP-Versicherung ab 22 € und die Krankenversicherung ab 31 € pro Monat. Kombi-Pakete kosten ab 24 € (Haftpflicht plus OP- oder Unfallversicherung), ab 35 € (Haftpflicht plus Krankenversicherung) und ab 41 € mit zusätzlicher privater Rechtsschutzversicherung. Wie viel du tatsächlich zahlst, hängt vor allem bei der Kranken- und OP-Versicherung von Alter, Rasse und Gesundheitszustand deines Hundes ab, der Wohnort spielt keine Rolle. In Sophias Vergleich kostet die Krankenversicherung für einen Mischlingswelpen ab 31 €, für einen dreijährigen Golden Retriever ab 36 € und für eine fünfjährige Französische Bulldogge ab 48 € pro Monat. Günstiger wird es mit Selbstbehalt oder wenn deine Haushaltsversicherung den Hund bereits einschließt.

Pflicht ist in Österreich nur die Hundehaftpflichtversicherung, und zwar in sechs Bundesländern: Wien, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Tirol und Steiermark. Fünf davon schreiben eine Mindestversicherungssumme von 725.000 € pro Hund vor, Tirol verlangt eine Versicherung, die das Risiko des Hundes abdeckt, ohne fixe Summe. In Kärnten, im Burgenland und in Vorarlberg gibt es keine allgemeine Versicherungspflicht. Kranken-, OP- und Unfallversicherungen sind österreichweit freiwillig. Die Versicherung musst du gegenüber der Behörde nachweisen können: in Niederösterreich schon bei der Anmeldung des Hundes, in Tirol innerhalb eines Monats, und in Oberösterreich kann die Gemeinde jederzeit einen Nachweis verlangen. Die Pflicht lässt sich in der Regel auch über eine Haushaltsversicherung erfüllen, die den Hund einschließt. Auch ohne gesetzliche Pflicht empfehlen wir die Hundehaftpflicht dringend, weil du für Schäden deines Hundes unbegrenzt mit deinem gesamten Vermögen haftest.

Die Hundehaftpflichtversicherung sollte eine Versicherungssumme von mindestens 3 Mio. € haben. Gesetzlich vorgeschrieben sind in fünf Bundesländern zwar nur 725.000 €, doch diese Summe ist schnell aufgebraucht, wenn dein Hund einen schweren Personenschaden verursacht, etwa einen Verkehrsunfall mit Verletzten. Dann fallen Behandlungskosten, Schmerzengeld, Verdienstentgang und unter Umständen laufende Rentenzahlungen an. Alles, was über die Versicherungssumme hinausgeht, zahlst du selbst. Achte außerdem auf den Geltungsbereich: Prüfe, ob der Tarif nur in Europa oder weltweit gilt. Reist du mit deinem Hund auch außerhalb Europas, brauchst du eine weltweite Deckung, denn Schadenersatzforderungen können im Ausland deutlich höher ausfallen. Versicherst du den Hund über deine Haushaltsversicherung, prüfe, welche Versicherungssumme dort für die Hundehaftpflicht gilt, denn sie kann niedriger sein als bei einer separaten Polizze. Eine separate Hundehaftpflicht mit ausreichender Summe gibt es ab 3,67 € pro Monat.

Die drei Versicherungen unterscheiden sich darin, welche Tierarztkosten sie übernehmen. Die Unfallversicherung zahlt nur nach einem Unfall, dafür alle Behandlungen von der Erstversorgung bis zur Physiotherapie, bei Krankheit aber nichts. Die OP-Versicherung zahlt Operationen nach Unfällen und bei Krankheit, inklusive Narkose, Voruntersuchungen und Nachbetreuung, Behandlungen ohne Operation aber nicht. Die Krankenversicherung ist die umfassendste: Sie übernimmt Tierarztkosten bei Krankheit und Unfall, Operationen, Medikamente, Diagnostik und je nach Tarif Vorsorge und Impfungen. Entsprechend unterscheiden sich die Preise: Die Unfallversicherung kostet ab 20 €, die OP-Versicherung ab 22 € und die Krankenversicherung ab 31 € pro Monat. Die OP-Versicherung kostet damit nur rund 2 € mehr als die Unfallversicherung, deckt aber auch Operationen nach Krankheiten ab. Alle drei sind freiwillig und ersetzen keine Hundehaftpflichtversicherung, die Schäden abdeckt, die dein Hund anderen zufügt.

Bei Kranken- und OP-Versicherungen für Hunde gilt meist eine Wartezeit von ein bis drei Monaten für Krankheiten. In dieser Zeit zahlt der Versicherer nicht für Erkrankungen, auch wenn der Vertrag bereits läuft. Für einzelne Diagnosen wie Krebs oder Allergien kann die Wartezeit länger sein. Unfälle sind dagegen in der Regel ab Vertragsbeginn versichert, und einzelne Anbieter verzichten ganz auf eine Wartezeit. Die Hundehaftpflichtversicherung hat keine Wartezeit, sie gilt ab dem vereinbarten Versicherungsbeginn. Die Wartezeit soll verhindern, dass Hundehalter*innen erst dann eine Versicherung abschließen, wenn sich eine Erkrankung bereits abzeichnet. Für dich heißt das: Schließe eine Kranken- oder OP-Versicherung ab, solange dein Hund gesund ist, und nicht erst kurz vor einer geplanten Behandlung. Beim Vergleich solltest du außerdem prüfen, ob für erbliche Erkrankungen wie Hüftdysplasie eine eigene, längere Wartezeit gilt, denn das betrifft vor allem große Rassen.

Für ältere Hunde lässt sich eine Kranken- oder OP-Versicherung in Österreich je nach Anbieter meist nur bis zu einem Alter von 5 bis 9 Jahren neu abschließen. Bei krankheitsanfälligen Rassen liegt die Grenze in der Praxis eher am unteren Ende: Für eine Französische Bulldogge fanden wir in unserem Vergleich ab sechs Jahren keinen Anbieter mehr, der sie neu aufnimmt. Die Altersgrenze gilt nur für den Neuabschluss. Wer seinen Hund rechtzeitig versichert und den Vertrag behält, bleibt in der Regel auch im Alter versichert, muss aber unter Umständen mit steigenden Prämien rechnen. Für die Hundehaftpflichtversicherung gibt es keine solche Grenze, sie bekommst du in jedem Alter. Ist dein Hund bereits zu alt für eine Kranken- oder OP-Versicherung, bleibt nur die Haftpflicht, und Tierarztkosten zahlst du selbst. Wenn du deinen Hund gegen Tierarztkosten versichern möchtest, lohnt es sich deshalb, früh abzuschließen.

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