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Versicherungsmakler in Österreich: Was er macht, was er kostet und wann er sich lohnt

29.04.2026 • 16 min • von Sebastian Peischl

Zwei Frauen, die auf einen Computer schauen. Ein Symbolbild für eine Versicherungsmaklerin, die eine Kundin berät.

Du willst eine Versicherung abschließen und fragst dich, ob du das einfach selbst erledigen kannst, oder ob ein Versicherungsmakler wirklich einen Unterschied macht? Gute Frage. In diesem Artikel erklären wir dir, was ein*e Versicherungsmakler*in in Österreich genau macht, was das kostet und wann es sich lohnt, eine*n zu beauftragen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein*e Versicherungsmakler*in ist gesetzlich unabhängig und steht auf deiner Seite, nicht auf der Seite der Versicherungsgesellschaft.
  • Makler*innen vergleichen alle verfügbaren Tarife, analysieren deine Risikosituation, prüfen deine Verträge und helfen dir im Schadensfall.
  • Im Standardfall kostet dich ein*e Versicherungsmakler*in nichts direkt: Die Provision zahlt die Versicherungsgesellschaft.
  • Nicht jede*r Versicherungsberater*in ist auch wirklich unabhängig: Versicherungsvertreter*innen und Agent*innen arbeiten für die Versicherung, nicht für dich.

Was ist ein Versicherungsmakler?

Ein*e Versicherungsmakler*in ist eine unabhängige Fachperson, die bei Fragen, Auswahl und Abschluss von Versicherungen auf deiner Seite steht. Er oder sie arbeitet nicht für eine bestimmte Versicherung, sondern vertritt deine Interessen. Das bedeutet: Dein*e Makler*in sucht das beste Angebot aus verschiedenen Anbietern für dich, nicht das profitabelste für eine bestimmte Versicherung. Außerdem hilft er oder sie auch im Schadensfall und bei Anpassungen deiner Verträge.

In Österreich ist der Beruf gesetzlich reglementiert. Wer als Versicherungsmakler*in arbeiten will, muss eine Befähigungsprüfung ablegen. Du kannst also darauf vertrauen, dass du es mit einer ausgebildeten Fachperson zu tun hast.

Versicherungsmakler, Versicherungsvertreter oder Versicherungsagent: Was ist der Unterschied?

Der entscheidende Unterschied liegt darin, wessen Interessen die Person vertritt. Versicherungsmakler*innen sind gesetzlich verpflichtet, auf der Seite der Kund*innen zu stehen und alle verfügbaren Tarife zu vergleichen. Versicherungsvertreter*innen und Versicherungsagent*innen hingegen arbeiten im Auftrag von Versicherungsgesellschaften und können nur deren Produkte anbieten.

Versicherungsmakler*in

Ein*e Versicherungsmakler*in ist gesetzlich verpflichtet, auf deiner Seite zu stehen. Das bedeutet: Er oder sie muss alle verfügbaren Tarife vergleichen und das für dich passendste Angebot heraussuchen. Im Schadensfall tritt dein*e Makler*in für dich ein und hilft dir, deine Ansprüche gegenüber der Versicherung durchzusetzen. Diese Unabhängigkeit ist gesetzlich vorgeschrieben, nicht freiwillig.

Versicherungsvertreter*in

Versicherungsvertreter*innen sind der Außendienst einer Versicherungsgesellschaft. Sie können dir ausschließlich die Produkte ihres eigenen Unternehmens anbieten. Das ist kein Vorwurf, sondern einfach ihr Job: Ihr wirtschaftliches Interesse liegt beim Unternehmen, das sie beschäftigt, nicht bei dir als Kund*in.

Versicherungsagent*in

Versicherungsagent*innen arbeiten ähnlich wie Vertreter*innen, oft aber im Auftrag von mehreren Versicherungen gleichzeitig. Auch sie handeln im Interesse der Gesellschaften, nicht in deinem. Eine unabhängige Beratung kannst du dir von ihnen leider nicht erwarten.

Versicherungsberater*in

Versicherungsberater*innen sind in Österreich keine eigene Berufsgruppe. Meist werden Versicherungsmakler*innen so bezeichnet, weil sie Kund*innen unabhängig zu Versicherungen beraten.

Versicherungsmakler*in Versicherungsvertreter*in Versicherungsagent*in
Handelt im Interesse von Dir Der Versicherung Der Versicherung
Gesetzlich unabhängig
Befähigungsprüfung notwendig
Anzahl der verglichenen Versicherer Alle verfügbaren am Markt 1 ca. 1 bis 5

📕 Mehr zum Aufbau des österreichischen Versicherungsmarkts findest du in unserem Blogpost Das österreichische Versicherungssystem einfach erklärt

Was macht ein Versicherungsmakler? Die 5 wichtigsten Aufgaben

Versicherungsmakler*innen vergleichen Tarife, analysieren die persönliche Risikosituation, prüfen bestehende Verträge auf Fehler und Lücken, begleiten Kund*innen im Schadensfall und behalten den Überblick über alle Versicherungen.

Tarife für dich vergleichen

Ein*e Versicherungsmakler*in ist gesetzlich verpflichtet, alle verfügbaren Tarife zu vergleichen und dir das am besten passende Angebot zu empfehlen. Stell dir vor, du suchst eine Krankenzusatzversicherung: Statt selbst stundenlang verschiedene Angebote zu vergleichen, übernimmt das dein*e Makler*in für dich. Er oder sie kennt die Vor- und Nachteile der einzelnen Produkte und weiß, worauf es wirklich ankommt. Du sparst Zeit und bekommst trotzdem das beste Angebot.

Deine Risikosituation analysieren

Hast du dich schon mal gefragt, ob du wirklich ausreichend versichert bist? Viele Menschen wissen gar nicht, welche Versicherungen für ihre Lebenssituation sinnvoll sind und welche sie sich sparen können. Ein*e Versicherungsmakler*in analysiert deine persönliche Situation und zeigt dir, wo du gut abgesichert bist und wo vielleicht noch Lücken bestehen. So triffst du informierte Entscheidungen, ohne dich selbst durch komplizierte Bedingungswerke kämpfen zu müssen.

Deine Verträge prüfen

Falsche Angaben oder Fehler in einem Versicherungsvertrag können im Schadensfall fatale Folgen haben. Das klingt drastisch, ist aber leider Realität: Die Versicherungsbranche ist noch wenig digitalisiert, viele Schritte laufen manuell ab und dabei können einfache Fehler passieren. Dein*e Versicherungsmakler*in prüft deine Polizzen auf Richtigkeit und Vollständigkeit. So stellst du sicher, dass du im Ernstfall wirklich den Schutz bekommst, für den du bezahlst.

Dich im Schadensfall unterstützen

Gerade dann, wenn es wirklich darauf ankommt, willst du jemanden in deiner Ecke wissen. Ein*e Versicherungsmakler*in steht auf deiner Seite, wenn du einen Schaden meldest, und hilft dir, deine Ansprüche gegenüber der Versicherung durchzusetzen. Das ist ein zentraler Vorteil gegenüber dem Direktabschluss bei einer Versicherungsgesellschaft, wo du im Streitfall alleine dastehst. Du musst dich im Schadensfall nicht alleine durchkämpfen.

Ordnung in deine Versicherungen bringen

Ein*e gute*r Versicherungsmakler*in behält den Überblick über alle deine Verträge und sorgt dafür, dass deine Daten immer aktuell sind. Ob Adressänderung, neue IBAN oder ein neuer Name nach der Heirat: Dein*e Makler*in meldet das für dich an die Versicherungen. Klassische Makler*innen stellen dir dafür eine Versicherungsmappe zusammen, digitale Lösungen wie die Versicherungs-App Sophia bieten das bequem in einer App.

Wie kannst du eine Versicherung abschließen? Die 3 Wege im Vergleich

Eine Versicherung kann auf drei Wegen abgeschlossen werden: direkt bei der Versicherungsgesellschaft, über unabhängige Versicherungsmakler*innen oder über eine digitale Versicherungslösung wie die Versicherungs-App Sophia. Die Wege unterscheiden sich vor allem in der Beratungsqualität, der Unabhängigkeit und dem Eigenaufwand. Welcher der richtige für dich ist, hängt davon ab, wie viel Unterstützung du dir wünschst und wie unabhängig deine Beratung sein soll.

Direkt bei der Versicherung abschließen

Du kannst eine Versicherung direkt beim Versicherungsunternehmen abschließen, entweder online oder persönlich vor Ort.

Die Nachteile überwiegen jedoch meistens. Die Versicherungsvertreter*innen arbeiten für die Versicherung, nicht für dich. Das bedeutet: Sie können dir ausschließlich die Produkte ihres eigenen Unternehmens anbieten, egal ob diese wirklich am besten zu deiner Situation passen. Und wenn es im Schadensfall zu Streitigkeiten kommt, fehlt dir eine unabhängige Person, die deine Interessen durchsetzt.

Beim Versicherungsmakler abschließen

Ein*e unabhängige*r Versicherungsmakler*in holt Angebote von verschiedenen Gesellschaften ein und findet das für dich passende Produkt. Dank Ausbildung und Berufserfahrung versteht er oder sie auch kompliziert formulierte Verträge und weiß, auf welche Details es wirklich ankommt.

Ehrlich gesagt gibt es aber auch hier keine Garantie auf absolute Neutralität. Auch Makler*innen sind Menschen: Persönliche Sympathien zu bestimmten Versicherungsgesellschaften oder unterschiedlich hohe Provisionen können manchmal eine Rolle spielen. Und kein Mensch kann jedes Produkt am gesamten Markt kennen. Das bedeutet nicht, dass eine Beratung durch Makler*innen schlecht ist, aber es lohnt sich, das im Hinterkopf zu behalten.

Online abschließen mit einer Versicherungs-App

Eine weitere Möglichkeit ist, Versicherungen online abzuschließen. Du könntest das selbst über ein Vergleichsportal machen, aber das bedeutet viel Eigenaufwand und du verzichtest dabei auf wichtigen Expert*inneninput. Zum Glück gibt es eine bessere Alternative: die Versicherungs-App Sophia.

Sophia funktioniert wie eine echte Versicherungsmaklerin. Sie analysiert laufend deinen Versicherungsbedarf, schlägt die besten Produkte für deine Lebenssituation vor und behält den Überblick über alle deine Verträge. Provisionen oder persönliche Beziehungen zu bestimmten Gesellschaften spielen für Sophias Algorithmus keine Rolle. Und anders als bei vielen traditionellen Versicherungsmakler*innen brauchst du für Sophia keine Maklervollmacht.

📕 Wenn du mehr über die Versicherungs-App Sophia erfahren möchtest, dann wirf einen Blick in unseren Blogpost So funktioniert die Versicherungs-App Sophia

Direkt bei der Versicherung Traditionelle*r Versicherungsmakler*in Versicherungs-App Sophia
Unabhängige Beratung
Breites Angebot
Unterstützung im Schadensfall Bedingt
Kein Einfluss von Provisionen Bedingt
Jederzeit verfügbar
Keine Maklervollmacht notwendig

Was kostet ein Versicherungsmakler?

In der Regel kostet ein*e Versicherungsmakler*in dir direkt nichts. Die Vergütung erfolgt meist über eine Provision, die die Versicherungsgesellschaft zahlt und die bereits im Versicherungsbeitrag eingerechnet ist. Daneben gibt es das Honorarmodell (ca. 50-100 € pro Stunde) und ein Mischmodell mit zusätzlicher Servicepauschale (ca. 50-80 € pro Jahr).

Modell 1: Provision

Das weitaus verbreitetste Modell ist die Provision. Die Versicherungsgesellschaft bezahlt dem Makler eine Vergütung für den Abschluss und die laufende Betreuung deines Vertrags, diese Kosten sind bereits im Versicherungsbeitrag eingerechnet. Es gibt zwei Arten: die Abschlussprovision, die einmalig beim Vertragsabschluss anfällt, und die Bestandsprovision, also eine laufende Zahlung der Versicherung für die Betreuung deines Vertrags. Für dich als Kund*in bedeutet das in der Regel: Du zahlst nichts extra. Die Höhe der Provision variiert je nach Versicherungsart und Gesellschaft stark. Üblich sind zum Beispiel für eine Haushaltsversicherung rund 25% der Versicherungs-Netto-Prämie als Bestandsprovision.

Modell 2: Honorar

Ein*e Versicherungsmakler*in darf auch ein Honorar direkt mit dir verrechnen, das ist gesetzlich ausdrücklich erlaubt. Dieses Modell ist seltener, kann aber sinnvoll sein: zum Beispiel bei sehr komplexen Absicherungssituationen oder wenn du ausdrücklich eine provisionsfreie Beratung möchtest. Du zahlst dann einen vereinbarten Betrag direkt an dein*e Makler*in, unabhängig davon, welche Versicherung du am Ende abschließt. Richtwerte hierfür sind ca. 50 bis 100 € pro Stunde.

Modell 3: Mischmodell (Provision & Servicepauschale)

Manche Makler*innen kombinieren beide Ansätze. Sie erhalten weiterhin Provision von der Versicherungsgesellschaft und verrechnen zusätzlich eine jährliche Servicepauschale direkt mit dir. Dafür bekommst du klar definierte Leistungen: regelmäßige Vertragschecks, Begleitung im Schadensfall oder persönliche Beratungsgespräche. Der Vorteil für dich: Du weißt genau, was du bekommst, und dein*e Makler*in ist nicht ausschließlich von Provisionslogik abhängig. Das kann den Interessenskonflikt, der beim reinen Provisionsmodell entstehen kann, zumindest ein Stück weit reduzieren. Ein Richtwert für die Servicepauschale sind rund 50 bis 80 € pro Jahr.

Maklervollmacht und Kündigung: Was du wissen musst

Die Maklervollmacht regelt, was ein*e Versicherungsmakler*in in deinem Namen tun darf: von der einfachen Auskunftsvollmacht bis zur vollumfänglichen Vollmacht für Abschlüsse und Kündigungen. Das Betreuungsverhältnis kann jederzeit und ohne Angabe von Gründen beendet werden, ohne dass bestehende Versicherungsverträge davon betroffen sind.

Die drei Arten von Vollmachten

  1. Auskunftsvollmacht (auch Lesevollmacht oder Leseermächtigung genannt): Dein*e Makler*in darf Informationen zu deinen bestehenden Verträgen einholen, aber nichts daran verändern. Das ist die schmalste Form der Vollmacht und sinnvoll, wenn du einfach nur einen Überblick über deine Versicherungssituation bekommen möchtest.
  2. Anlassbezogene Vollmacht (z.B. Abschlussvollmacht): Diese Vollmacht ist eng begrenzt auf einen ganz bestimmten Zweck. Zum Beispiel: Dein*e Makler*in darf in deinem Namen genau einen bestimmten Vertrag bei einem bestimmten Versicherer abschließen, aber sonst nichts weiter.
  3. Vollumfängliche Vollmacht (klassische Maklervollmacht): Das ist das weitreichendste Modell. Dein*e Makler*in darf so gut wie alles mit deinen Versicherungen tun: Verträge abschließen, kündigen, Einsicht nehmen und Änderungen vornehmen. Das erfordert entsprechendes Vertrauen, ist aber auch das komfortabelste Modell für eine umfassende Betreuung.

Versicherungsmakler kündigen: So geht das

Du kannst das Betreuungsverhältnis mit deinem*deiner Makler*in jederzeit beenden, ganz ohne Angabe von Gründen. Deine bestehenden Versicherungsverträge bleiben dabei vollständig in Kraft, es wechselt lediglich die Betreuung.

So funktioniert es: Du widerrufst die Vollmacht schriftlich per E-Mail an deinen*deine Makler*in sowie an die betroffenen Versicherungen. Danach kannst du entweder einen neuen Makler beauftragen oder deine Verträge selbst weiterführen.

Klassischer Makler oder digitaler Versicherungsmakler? Das sind die Unterschiede

Klassische Versicherungsmakler*innen beraten persönlich und eignen sich besonders für komplexe Absicherungsfragen. Online-Vergleichsportale bieten Selbstbedienung ohne Beratung. Digitale Versicherungsmakler wie die Versicherungs-App Sophia kombinieren unabhängige Beratung, breiten Marktvergleich und digitale Verwaltung – jederzeit verfügbar, ohne Maklervollmacht.

Klassische Versicherungsmakler*innen beraten dich persönlich, entweder bei dir zu Hause, im Büro oder per Video-Call. Du hast eine feste Ansprechperson, die deine Situation kennt und dich langfristig begleitet. Das ist ideal, wenn du komplexe Absicherungsfragen hast oder einfach lieber mit einem Menschen sprichst.

Online-Vergleichsportale sind rechtlich gesehen ebenfalls Versicherungsmakler, bieten aber in der Regel kaum persönliche Beratung. Du vergleichst selbst, entscheidest selbst und schließt selbst ab. Das funktioniert gut, wenn du genau weißt, was du willst. Wer sich aber noch nicht sicher ist, welche Versicherung wirklich passt, ist hier schnell überfordert.

Versicherungs-Apps, wie z.B. Sophia, verbinden das Beste aus beiden Welten. Du bekommst eine digitale Versicherungsmappe, eine laufende Analyse deines Versicherungsbedarfs und Zugang zu einem breiten Angebot, bequem vom Handy aus. Bei Fragen stehen dir Support-Mitarbeiter*innen auf verschiedenen Kanälen zur Verfügung. Der Eigenaufwand ist gering, die Beratungsqualität hoch.

Klassische Versicherungsmakler*innen Online-Vergleichsportale Versicherungs-Apps (z.B. Sophia)
Beratungstiefe Hoch Gering Hoch
Verfügbarkeit Eingeschränkt Jederzeit Jederzeit
Eigenaufwand Gering Hoch Gering
Persönlicher Kontakt/Beratung
Digitale Versicherungsmappe Teilweise
Keine Maklervollmacht notwendig
Kosten Provision, Honorar oder Mischmodell Provision App: kostenlos, Beratung: Provision

Fazit: Lohnt sich ein unabhängiger Versicherungsmakler?

Ja, für die meisten Menschen lohnt sich eine unabhängige Maklerberatung. Du sparst Zeit, bekommst das für dich passende Angebot und hast im Schadensfall jemanden, der aktiv für dich eintritt. Wer das lieber digital und flexibel haben möchte, ist mit einer Lösung wie der Versicherungs-App Sophia gut aufgestellt: Sie kombiniert die Kompetenz einer echten Maklerin mit dem Komfort einer App, die jederzeit und überall für dich da ist. Du musst dich nicht mit komplizierten Verträgen herumschlagen oder stundenlang Tarife vergleichen. Sophia übernimmt das für dich.

FAQ zum Versicherungsmakler

Ein*e Versicherungsmakler*in ist eine gesetzlich unabhängige Fachperson, die ausschließlich im Interesse der Kund*innen handelt, nicht im Interesse einer Versicherungsgesellschaft. In Österreich ist der Beruf reglementiert: Wer als Versicherungsmakler*in tätig sein will, muss eine Befähigungsprüfung ablegen und ist gemäß Gewerbeordnung verpflichtet, die Interessen seiner/ihrer Kund*innen zu vertreten.

Versicherungsberater*in ist in Österreich keine eigene Berufsgruppe, sondern eine informelle Bezeichnung, die häufig für Versicherungsmakler*innen verwendet wird. Ein*e echte*r Versicherungsberater*in im rechtlichen Sinn ist damit in der Regel dasselbe wie ein*e Versicherungsmakler*in: gesetzlich unabhängig, zur umfassenden Beratung verpflichtet und nur dem Interesse seiner/ihrer Kund*innen verpflichtet.

Der entscheidende Unterschied liegt darin, wessen Interessen die Person vertritt. Ein*e Versicherungsmakler*in ist gesetzlich verpflichtet, auf der Seite der Kund*innen zu stehen und alle verfügbaren Tarife zu vergleichen. Versicherungsvertreter*innen sind der Außendienst einer Versicherungsgesellschaft und können ausschließlich deren Produkte anbieten. Versicherungsagent*innen arbeiten ähnlich, oft im Auftrag mehrerer Gesellschaften gleichzeitig. Auch sie handeln im Interesse der Versicherung, nicht in deinem.

Unabhängige Versicherungsmakler*innen sind per Gesetz verpflichtet, keine Bindung an eine bestimmte Versicherungsgesellschaft einzugehen und alle verfügbaren Tarife am Markt zu vergleichen. Diese Unabhängigkeit ist kein freiwilliges Qualitätsmerkmal, sondern eine gesetzliche Pflicht und der zentrale Unterschied zu Versicherungsvertreter*innen und Agent*innen, die im Auftrag von Versicherungsgesellschaften arbeiten.

Für die meisten Menschen ist eine unabhängige Maklerberatung sinnvoll, insbesondere bei komplexen Lebenssituationen wie dem ersten eigenen Haushalt, einer Familiengründung oder dem Aufbau einer selbstständigen Tätigkeit. Wer bereits gut versichert ist und seine Verträge kennt, kommt auch ohne aus. Wichtig zu wissen: Fehler in Versicherungsverträgen fallen oft erst im Schadensfall auf und dann kann es zu spät sein, sie zu korrigieren.

Ein*e Versicherungsmakler*in vergleicht Tarife, analysiert die persönliche Risikosituation, prüft bestehende Verträge auf Fehler und Lücken, begleitet Kund*innen im Schadensfall und behält den Überblick über alle Versicherungen. Diese fünf Aufgaben sind keine freiwilligen Serviceleistungen, sondern gesetzliche Pflichten.

Ein*e Versicherungsmakler*in ist gesetzlich verpflichtet, umfassend und unabhängig zu beraten, alle verfügbaren Tarife zu vergleichen und jedes Beratungsgespräch schriftlich zu dokumentieren. Er oder sie muss ausschließlich im Interesse der Kund*innen handeln und haftet bei Fehlberatung persönlich. Grundlage dafür sind die Gewerbeordnung sowie die Standesregeln der Wirtschaftskammer Österreich.

“Best Advice” ist der gesetzliche Standard für Versicherungsmakler*innen: Sie sind verpflichtet, das Produkt zu empfehlen, das den Bedürfnissen des Kunden am besten entspricht, unabhängig davon, welche Provision sie dafür erhalten. Das bedeutet in der Praxis: Dein*e Makler*in muss seine oder ihre Empfehlung aktiv begründen können.

Versicherungsmakler*innen unterliegen in Österreich der Gewerbeordnung sowie den Standesregeln der Wirtschaftskammer. Konkret bedeutet das: Sie sind zur lückenlosen Dokumentation jeder Beratung verpflichtet, müssen sich regelmäßig fortbilden, dürfen keine Interessenkonflikte verschweigen und haften bei Fehlberatung. Diese Regeln stellen sicher, dass du es mit einer qualifizierten und rechenschaftspflichtigen Fachperson zu tun hast.

Ein Beratungsprotokoll ist ein gesetzlich vorgeschriebenes Dokument, das ein*e Versicherungsmakler*in nach jedem Beratungsgespräch erstellen muss. Es hält fest, welche Bedürfnisse besprochen wurden, welche Produkte verglichen wurden und warum eine bestimmte Empfehlung ausgesprochen wurde. Im Streitfall schützt dieses Dokument beide Seiten, weil die Grundlage der Empfehlung nachvollziehbar dokumentiert ist.

Eine typische Erstberatung beginnt mit einer Analyse der persönlichen Lebenssituation und der bestehenden Versicherungen. Danach identifiziert der Makler Lücken oder Optimierungspotenzial, vergleicht passende Tarife und präsentiert eine Empfehlung mit Begründung. Das Gespräch wird im Beratungsprotokoll dokumentiert. Der Abschluss eines Vertrags ist kein Muss und eine seriöse Erstberatung ist unverbindlich.

In der Regel ja. Im Standardmodell erhalten Makler*innen eine Provision von der Versicherungsgesellschaft, die bereits im Versicherungsbeitrag eingerechnet ist – Kund*innen zahlen nichts extra. Daneben gibt es das Honorarmodell, bei dem eine direkte Vergütung vereinbart wird, sowie ein Mischmodell mit zusätzlicher Servicepauschale.

Es gibt drei Vergütungsmodelle. Das verbreitetste ist die Provision, die die Versicherungsgesellschaft für Abschluss und laufende Betreuung zahlt. Für eine Haushaltsversicherung sind das beispielsweise rund 25% der Netto-Prämie als Bestandsprovision. Beim Honorarmodell zahlt der/die Kunde*in direkt, übliche Richtwerte liegen bei ca. 50-100 € pro Stunde. Beim Mischmodell kommt zur Provision eine jährliche Servicepauschale (ca. 50-80 €) für klar definierte Betreuungsleistungen hinzu.

Ja, das ist in Österreich erlaubt. Ein Honorar ist besonders sinnvoll bei komplexen Absicherungssituationen oder wenn du eine provisionsfreie Beratung möchtest. Du zahlst dann einen vereinbarten Betrag direkt an dein*e Makler*in, unabhängig davon, welche Versicherung du danach abschließt. Übliche Richtwerte liegen bei ca. 50-100 € pro Stunde.

Eine Servicepauschale ist eine jährliche Pauschalgebühr, die manche Makler*innen zusätzlich zur Provision verrechnen. Dafür bekommst du klar definierte Leistungen: regelmäßige Vertragschecks, Begleitung im Schadensfall und persönliche Beratungsgespräche. Der Vorteil: Die Betreuung ist nicht ausschließlich von Provisionslogik abhängig. Richtwert: ca. 50-80 € pro Jahr.

Eine Maklervollmacht ist keine gesetzliche Pflicht, aber viele Makler*innen benötigen sie, um dich vollständig betreuen zu können. Es gibt drei Abstufungen: die Auskunftsvollmacht (nur Informationen einholen), die anlassbezogene Vollmacht (z. B. für einen bestimmten Vertragsabschluss) und die vollumfängliche Maklervollmacht (Abschlüsse, Kündigungen, Änderungen). Wichtig: Die Vollmacht ist unabhängig von deinen Versicherungsverträgen, du kannst sie jederzeit widerrufen, ohne dass deine Verträge enden.

Ja, jederzeit und ohne Angabe von Gründen. Deine bestehenden Versicherungsverträge bleiben dabei vollständig in Kraft, es wechselt lediglich die Betreuung. Du widerrufst die Vollmacht schriftlich per E-Mail an dein*e Makler*in und an die betroffenen Versicherungen. Danach kannst du eine neue Person beauftragen oder deine Verträge selbst weiterführen.

Ein guter Ausgangspunkt sind Empfehlungen aus dem Bekanntenkreis sowie Online-Bewertungen. Achte darauf, dass die Person eine nachgewiesene Befähigung hat (das kannst du über das Unternehmensregister der Wirtschaftskammer Österreich (WKO) prüfen). Seriöse Makler*innen legen ihre Vergütungsstruktur transparent offen und drängen nicht zu einem schnellen Abschluss. Wer lieber digital unterwegs ist, findet mit der Versicherungs-App Sophia eine moderne Alternative: unabhängige Beratung, breiter Marktvergleich und digitale Verwaltung.

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