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title: 'Private Krankenversicherung Österreich: Leistungen | Sophia'
description: 'Was die PKV in Österreich leistet, welche Nachteile sie hat und für wen sie sinnvoll ist. Alle 10 Anbieter im Überblick. Unabhängig beraten bei Sophia.'
created_at: '2023-07-27'
updated_at: '2026-09-09'
author: 'Sebastian Peischl (Mitgründer)'
reviewer: 'Karl Haas (Mitgründer, Gewerberechtlicher Geschäftsführer & Versicherungsmakler)'
url: 'https://www.hi-sophia.at/private-krankenversicherung/'
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# Private Krankenversicherung Österreich 2026: Leistungen, Vorteile & Nachteile


_Verfasst von Sebastian Peischl (Mitgründer) · Fachlich geprüft von Karl Haas, Mitgründer, Gewerberechtlicher Geschäftsführer & Versicherungsmakler (GISA-Nr. 32225518) · Zuletzt aktualisiert: 09.09.2026_



Die private Krankenversicherung (PKV) in Österreich ist eine freiwillige Zusatzversicherung, die die gesetzliche Pflichtversicherung um
Leistungen wie freie Arztwahl, Sonderklasse im Krankenhaus und kürzere Wartezeiten erweitert. Fast 40% der Österreicher\*innen haben bereits
eine private Krankenversicherung abgeschlossen
([Der Standard 2024](https://www.derstandard.at/story/3000000220861/mit-wachsender-zahl-an-wahlaerzten-steigt-auch-private-zusatzvorsorge),
[VVO 2025](https://vvonet.vvo.at/vvo/vvonet_website.nsf/sysPages/Jahresbericht_2025.html/$file/VVO_Jahresbericht_2025_Gesamt.pdf)). Zehn
Versicherer bieten solche Tarife an, die Prämien beginnen bei rund 8 € im Monat. Hier erfährst du, welche Leistungen es gibt, welche
Nachteile die PKV hat und für wen sie sich wirklich lohnt.

## Inhalt

- Das Wichtigste in Kürze
- Was ist eine private Krankenversicherung in Österreich?
- Was sind die Unterschiede zwischen privater und gesetzlicher Krankenversicherung?
- Was leistet die private Krankenversicherung in Österreich?
- Vorteile und Nachteile der privaten Krankenversicherung in Österreich
- Unsere Einschätzung: Ist die private Krankenversicherung in Österreich sinnvoll?
- Kosten im Überblick: Womit du grob rechnen musst
- Private Krankenversicherung abschließen: So läuft es ab
- Private Krankenversicherung bei Schwangerschaft und Geburt: Was ist zu beachten?
- Private Krankenversicherung wechseln oder kündigen: Was gilt es zu beachten?
- Spezielle Formen der privaten Krankenversicherung in Österreich
- Unser Fazit: Lohnt sich die private Krankenversicherung in Österreich?
- FAQ zur privaten Krankenversicherung in Österreich


## Das Wichtigste in Kürze

- Die private Krankenversicherung ist in Österreich eine **freiwillige Ergänzung** zur gesetzlichen Pflichtversicherung. Sie ersetzt sie
  nicht, sondern erweitert sie um freie Arztwahl, Sonderklasse im Krankenhaus, Zahnleistungen und kürzere Wartezeiten.
- Sie besteht aus **einzeln kombinierbaren Bausteinen**: [Sonderklasse](/blog/sonderklasse-private-krankenversicherung/) für den
  Krankenhausaufenthalt, [Privatarzt](/blog/privatarzt-private-krankenversicherung/) für den ambulanten Bereich, dazu
  [Zahn](/blog/zahnzusatzversicherung/), [Tagegeld](/blog/private-krankenversicherung-krankenhaustagegeld-krankengeld/), Reise und Vorsorge.
- **Zehn Versicherer** bieten in Österreich private Krankenzusatzversicherungen an
  ([VVO 2025](https://vvonet.vvo.at/vvo/vvonet_website.nsf/sysPages/Jahresbericht_2025.html/$file/VVO_Jahresbericht_2025_Gesamt.pdf)). Sechs
  davon decken alle Bereiche ab, acht bieten einen Optionstarif für den späteren Umstieg ohne neue Gesundheitsprüfung.
- Die **Prämien** starten bei rund 8 € pro Monat für einen [Optionstarif](/blog/private-krankenversicherung-optionstarif/). Eine
  Sonderklasse-Versicherung mit Privatarzt-Tarif kostet für eine gesunde 25-jährige Person zwischen 55 € und 100 € monatlich.
- Der **Zeitpunkt entscheidet mehr als der Anbieter**: Eintrittsalter und Gesundheitszustand beim Abschluss bestimmen die Prämie dauerhaft.
  Wer bereits in Behandlung ist, bekommt für genau diesen Bereich meist keine Deckung mehr.
- Zu den **Nachteilen** zählen die Gesundheitsprüfung, Wartezeiten von bis zu neun Monaten bei Schwangerschaft, Jahreslimits je
  Leistungsbereich und eine Prämie, die jährlich an die Kostenentwicklung angepasst wird.

**🤝 Hinweis zur Unabhängigkeit & Datengrundlage**: Wir sind unabhängige Versicherungsmakler und erhalten eine Provision, wenn du über uns
einen Vertrag abschließt – diese ist bereits in der Prämie enthalten und verursacht keine Zusatzkosten für dich. Wir sind an keine
Versicherung gebunden oder finanziell mit ihr verflochten. Alle Kosten- und Anbieterangaben in diesem Artikel basieren auf einem Vergleich
der 10 aktiven privaten Krankenversicherer in Österreich (Allianz, Uniqa, Merkur, Generali, Wiener Städtische, Grawe, Muki, Donau, ERGO und
Wüstenrot;
[VVO, 2025](https://vvonet.vvo.at/vvo/vvonet_website.nsf/sysPages/Jahresbericht_2025.html/$file/VVO_Jahresbericht_2025_Gesamt.pdf); Stand
Juni 2026).

## Was ist eine private Krankenversicherung in Österreich?

Die private Krankenversicherung in Österreich (kurz: PKV oder private KV) ist eine freiwillige Ergänzung zur gesetzlichen Sozialversicherung
und ersetzt diese nicht, sondern erweitert ihren Schutz. Sie umfasst je nach Tarif Leistungen wie Behandlungen bei Wahlärzt\*innen,
Aufenthalte in Privatkliniken, Zahnersatz oder Krankenhaustagegeld. In Österreich bieten zehn Versicherer solche Tarife an, die sich einzeln
oder in Kombination abschließen lassen. Vor jedem Abschluss steht eine Gesundheitsprüfung, die über Zugang und Prämie entscheidet.

![Eine Pyramide zeigt die Hierarchie zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung in Österreich.](/private-krankenversicherung/private-krankenversicherung-upgrade-zur-gesetzlichen-basis.8628733e558238b2e4381bd962499e127786ecf666093b589c6fa448273ae2c5.png "Die private Krankenversicherung baut in Österreich in der Regel auf die Sozialversicherung auf.")

Unter dem Begriff „private Krankenversicherung“ fallen verschiedene Versicherungsarten, die du je nach Lebenssituation individuell
kombinieren kannst: etwa eine Privatarzt-Versicherung, Sonderklasse-Versicherung, Zahnzusatzversicherung, Tagegeld-Versicherung oder eine
Reisekrankenversicherung. Ergänzend kannst du optionale Bausteine wie Vorsorgeprogramme oder die Baby-Option flexibel dazuwählen.

![Eine Grafik, die die Aufteilung der privaten Krankenversicherung in Österreich darstellt.](/private-krankenversicherung/ueberblick-private-krankenversicherung.b66fd9cf13580e04feb2f4f5efab117b53abbac0f9a5ca589d72b151b8464f07.png "Hier kannst du erkennen, dass es nicht “die” eine private Krankenversicherung in Österreich gibt, sondern ganz viele verschiedene. Da muss man sich erstmal orientieren.")

Für die meisten Menschen ist die PKV ein Zusatz zur [gesetzlichen Pflichtversicherung](/blog/private-gesetzliche-krankenversicherung/). Es
gibt jedoch auch einige wenige Personen, die **nicht in die gesetzliche Versicherung eingebunden** sind. Hier eine Auflistung dieser
Personen und deren Alternativen zur Privatversicherung:

- Studierende: [Selbstversicherung für Studierende über die ÖGK](https://www.gesundheitskasse.at/cdscontent/?contentid=10007.868713)
- Arbeitssuchende: [Selbstversicherung über die ÖGK](https://www.gesundheitskasse.at/cdscontent/?contentid=10007.867314&portal=oegkportal)
- Einwanderer nach Österreich: [FeelSafe](https://www.feelsafe.at/) oder
  [Selbstversicherung über die ÖGK](https://www.gesundheitskasse.at/cdscontent/?contentid=10007.867314&portal=oegkportal)
- Grenzgänger\*innen oder Pensionist\*innen ohne Pensionsanspruch:
  [Grenzgänger-Krankenversicherung](/blog/grenzgaenger-krankenversicherung/) oder Vollkosten-Krankenversicherung als Ersatz für die
  gesetzliche Gesundheitsversicherung

Übrigens: Das alles sind **Synonyme**, die genau dasselbe bezeichnen:

- Private Krankenversicherung
- Private KV
- PKV
- Private Krankenzusatzversicherung
- Krankenzusatzversicherung
- Zusatzkrankenversicherung
- Private Gesundheitsversicherung
- Private Zusatzversicherung

> Fast 40% der Österreicher*innen haben eine private Krankenversicherung. (Quelle: [Der Standard 2024](<https://www.derstandard.at/story/3000000220861/mit-wachsender-zahl-an-wahlaerzten-steigt-auch-private-zusatzvorsorge>))



## Was sind die Unterschiede zwischen privater und gesetzlicher Krankenversicherung?

Die gesetzliche Krankenversicherung ist in Österreich eine einkommensabhängige Pflichtversicherung mit demselben Leistungskatalog für alle.
Die private Krankenversicherung wird freiwillig abgeschlossen und erweitert diesen Katalog individuell. Der wichtigste strukturelle
Unterschied liegt beim Preis: Deine Sozialversicherungsbeiträge richten sich nach deinem Einkommen, deine PKV-Prämie dagegen nach Alter,
Gesundheitszustand, Wohnbundesland und gewähltem Tarif. Dazu kommt der Zugang: Die gesetzliche Versicherung nimmt jede Person auf, die
private kann ablehnen.

|                     | **Gesetzliche Krankenversicherung**              | **Private Krankenversicherung**                                                                                                                                    |
|---------------------|--------------------------------------------------|--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------|
| **Art**             | Pflichtversicherung (für viele Personengruppen)  | Freiwillige Zusatzversicherung                                                                                                                                     |
| **Preis**           | Einkommensabhängig                               | Abhängig von Alter, Gesundheitszustand, Wohnbundesland und Tarif                                                                                                   |
| **Annahme**         | Keine Gesundheitsprüfung, niemand wird abgelehnt | Gesundheitsprüfung, Ablehnung und Zuschläge möglich                                                                                                                |
| **Leistungsumfang** | Für alle Versicherten gleich                     | Individuell wählbar und kombinierbar                                                                                                                               |
| **Kündigung**       | Nicht möglich, solange die Pflicht besteht       | Jederzeit zum Ende der Versicherungsperiode ([§ 165 VersVG](https://www.ris.bka.gv.at/NormDokument.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10001979&Paragraf=165)) |

📕 Die konkreten Leistungsunterschiede (Arztwahl, Krankenhaus, Zahn, Sehhilfen, Wartezeiten) haben wir in einem eigenen Beitrag ausführlich
gegenübergestellt. Alle Details findest du in unserem
[Vergleich von gesetzlicher und privater Krankenversicherung](/blog/private-gesetzliche-krankenversicherung/)

## Was leistet die private Krankenversicherung in Österreich?

Die private Krankenversicherung in Österreich deckt je nach Tarif ambulante Behandlungen bei Wahlärzt\*innen, stationäre Aufenthalte in der
Sonderklasse, zahnmedizinische Leistungen sowie Vorsorge, Rehabilitation und teilweise alternative Heilmethoden ab. Es gibt keine
einheitliche PKV, sondern verschiedene Versicherungsarten, die sich individuell kombinieren lassen.

Die beiden großen Optionen sind:

- Die [Sonderklasse-Versicherung](/blog/sonderklasse-private-krankenversicherung/) (stationäre Versicherung), die dir eine bessere Betreuung
  im Krankenhaus ermöglicht.
- Die [Privatarzt-Versicherung](/blog/privatarzt-private-krankenversicherung/) (ambulante Versicherung), die dir bei Wahlärzt\*innen und im
  Alltag viele Vorteile bietet.

Daneben gibt es einige Zusatzbausteine, die du eigenständig oder zusätzlich wählen kannst.

Eine private Zusatzversicherung ist auf den ersten Blick nicht gerade günstig. Doch der zweite Blick zeigt, dass es sich **finanziell lohnen
kann**. Denn die Leistungen, die die PKV übernimmt, wären bei privater Zahlung deutlich kostspieliger. Damit du dir etwas darunter
vorstellen kannst, haben wir dir ein realistisches, wenn auch sehr vereinfachtes Beispiel aufgemalt. Es zeigt dir, wie die Leistung deiner
Privatversicherung aussehen könnte, wenn du – wie Timo – eine Sonderklasse- und eine Privatarzt-Versicherung hast:

| **Leistungspaket von Timo (36, Papa aus Innsbruck)** |                                                                                                                                                          |
|------------------------------------------------------|----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------|
| Privatarzt-Versicherung (Ambulante Behandlungen)     | 80% Kostenübernahme bzw. 100% Kostenübernahme, wenn Leistungen durch die Sozialversicherung übernommen werden                                            |
| Sonderklasse-Versicherung (Stationäre Behandlungen)  | 100% Kostenübernahme, Privatklinik inkl. Ein- oder Zweibettzimmer, 215 € Selbstbehalt (bei Unfall, Entbindung oder schwerer Krankheit kein Selbstbehalt) |
| Alternativmedizinische Behandlungen                  | 80% Kostenübernahme                                                                                                                                      |
| Zahnärztliche Versorgung                             | Keine Kostenübernahme                                                                                                                                    |
| Heilbehelfe                                          | Bis 314 € Kostenübernahme                                                                                                                                |
| Weltdeckung (stationär)                              | ✅                                                                                                                                                        |



Aber lass uns die verschiedenen Teile genauer betrachten:

### Die Sonderklasse-Versicherung: Ein-/Zweibettzimmer im Krankenhaus

Die Sonderklasse-Versicherung (**stationäre Versicherung**) deckt alle Behandlungen im Krankenhaus ab. Du bekommst ein **Ein- oder
Zweibettzimmer**, kannst dir das Krankenhaus aussuchen (je nach Tarif auch **Privatkliniken** und **Sanatorien**) und sogar wählen, von
welchem Arzt oder welcher Ärztin du behandelt oder operiert werden möchtest. Dadurch kommst du außerdem **schneller an OP-Termine** und
musst nicht monatelang warten.

Es gibt vier verschiedene Stufen innerhalb der Versicherung:

1. Sonderklasse nach Unfall
2. Sonderklasse nach Unfall und bestimmten schweren Erkrankungen
3. Sonderklasse nach Unfall, bestimmten schweren Erkrankungen und bei Operationen
4. Sonderklasse nach Unfall, bestimmten schweren Erkrankungen, bei Operationen und Schwangerschaft (= volle Sonderklasse-Versicherung)

Der günstigste Tarif versichert dich nur **nach Unfällen**. Ein umfangreicher Tarif versichert dich zusätzlich auch bei **Krankheiten,
Schwangerschaft und Operationen**.

Ein Kompromiss für viele junge Menschen ist die **Optionsversicherung**. Damit hältst du dir die Option offen, später in einen umfangreichen
Tarif zu wechseln (ohne erneute Gesundheitsprüfung).

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**💡 Info:**


Gerade für Frauen mit Kinderwunsch ist die Sonderklasse-Versicherung attraktiv. Achte dabei auf die Tarifstufe: Schwangerschaft und
Entbindung sind erst in der vollen Sonderklasse-Versicherung (Stufe 4\) enthalten. Zusätzlich gilt eine Wartezeit von bis zu neun Monaten
([§ 178d VersVG](https://www.ris.bka.gv.at/NormDokument.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10001979&Paragraf=178d)).


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📕 Mehr Infos findest du in unserem [Blogpost zur Sonderklasse-Versicherung](/blog/sonderklasse-private-krankenversicherung/) oder im
[Artikel zur Optionsversicherung](/blog/private-krankenversicherung-optionstarif/)

### Die Privatarzt-Versicherung: Freie Wahl von Privatärzt\*innen

Die Privatarzt-Versicherung (**ambulante Versicherung**) deckt Leistungen ab, die du außerhalb eines Krankenhausaufenthalts in Anspruch
nimmst. Dazu zählen Honorare von **Wahl- und Privatärzt\*innen**, **physio- und psychotherapeutische Behandlungen**, **Medikamente** und
**Heilbehelfe** wie Brille, Hörgerät oder Einlagen. Auch **alternativmedizinische Leistungen** wie Akupunktur, Homöopathie oder
Traditionelle Chinesische Medizin sind je nach Tarif gedeckt.

Der praktische Effekt im Alltag: Du bekommst **Termine mit kürzeren Wartezeiten** und deine Ärzt\*innen können sich mehr Zeit für dich
nehmen. Zahnbehandlungen sind in der Regel nicht enthalten – dafür brauchst du eine eigene
[Zahnzusatzversicherung](/blog/zahnzusatzversicherung/).

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**❗ Achtung:**


Wichtig ist, dass du dir bei den Tarifen die [**Höchstbeträge**](/versicherungs-wiki/hoechstbetrag/) anschaust, die von der Versicherung
übernommen werden.


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📕 Mehr Infos findest du in unserem [Blogpost zur Privatarzt-Versicherung](/blog/privatarzt-private-krankenversicherung/)



### Die Tagegeld-Versicherung: Krankenhaustagegeld & Krankengeld

Bei beiden Versicherungen handelt es sich um Tarife mit
[Tagesleistungen](/blog/private-krankenversicherung-krankenhaustagegeld-krankengeld/). Du bekommst also in beiden Fällen eine tägliche
Auszahlung.

Beim **Krankenhaustagegeld** erhältst du für jeden Tag, den du im Krankenhaus verbringst, einen festen Betrag.

Das **Krankengeld** ist ebenfalls ein solcher Fixbetrag. Du bekommst ihn aber auch, wenn du wegen vorübergehender Arbeitsunfähigkeit zu
Hause bist. Das Krankengeld erhältst du dafür nicht direkt ab dem ersten Tag, sondern erst ab einem festgelegten Krankheitstag.

Mit diesem Geld kannst du **Mehrausgaben decken**, die dir durch die Arbeitsunfähigkeit entstehen, etwa eine **Kinder- oder
Haustierbetreuung**. Und du kannst finanzielle Lücken abfedern, wenn Teile deines Einkommens nicht durch die Entgeltfortzahlung gedeckt sind
– zum Beispiel Trinkgelder oder Schichtzuschläge.

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**❗ Achtung:**


Das Krankenhaustagegeld ist nicht mit dem [**Ersatztagegeld**](/versicherungs-wiki/ersatztagegeld/) zu verwechseln\!


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📕 Mehr Infos findest du in unserem
[Artikel über Krankenhaustagegeld und Krankengeld](/blog/private-krankenversicherung-krankenhaustagegeld-krankengeld/)

### Die Zahnzusatzversicherung: Zahnersatz & Zahnerhalt

Die Zahnzusatzversicherung deckt **zahnärztliche Behandlungen**, die von der Sozialversicherung nicht übernommen werden. Dazu gehören zum
Beispiel umfangreiche Zahnbehandlungen, Zahnimplantate, kieferorthopädische Behandlungen oder Mundhygiene.

Dabei gibt es zwei Bereiche, die du getrennt oder gemeinsam versichern kannst: **Zahnersatz** (Kronen, Brücken, Implantate, Prothesen) und
**Zahnbehandlung** (alle Maßnahmen zur Erhaltung und Wiederherstellung deiner Zahngesundheit). Manche Tarife sind an eine Sonderklasse- oder
Privatarzt-Versicherung gekoppelt, andere lassen sich eigenständig abschließen.

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**💡 Info:**


Wir empfehlen Zahnzusatzversicherungen nur selten. Eine Versicherung für Zahnersatz kann bei Bedarf sinnvoll sein.


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📕 Für mehr Informationen empfehlen wir dir unseren [Blogpost über die Zahnzusatzversicherung](/blog/zahnzusatzversicherung/)



### Die Reisekrankenversicherung: Behandlungskosten auf Reisen

Wenn du gerne reist, kann eine [Auslandskrankenversicherung](/reiseversicherung/) sinnvoll sein. Sie übernimmt Behandlungen im Ausland, wenn
du von einem Unfall oder einer Krankheit überrascht wirst. Solche Behandlungen werden von der Sozialversicherung oft nur teilweise gedeckt.

In manchen Tarifen der Sonderklasse- oder Privatarzt-Versicherung sind Reisen bereits mitversichert. Eine eigenständige
[Reisekrankenversicherung](/reiseversicherung/) ist dafür **flexibler**: Du kannst entweder eine Jahresversicherung abschließen oder nur
eine bestimmte Reise absichern. Eine Einzelreiseversicherung läuft nach der Reise einfach aus, eine Jahresversicherung kannst du jederzeit
kündigen. Für eine einzelne Reise ist das meist günstiger, als sie in deine Sonderklasse- oder Privatarzt-Versicherung einzuschließen.

### Die Baby-Option: Schutz für dein Neugeborenes ohne Gesundheitsprüfung

Die [Baby-Option](/blog/private-krankenversicherung-baby-option/) garantiert den Versicherungsschutz für Neugeborene ohne
Gesundheitsprüfung. Du kannst sie sowohl für die Privatarzt-Versicherung als auch für die Sonderklasse-Versicherung hinzuwählen. Manchmal
ist sie ohnehin in den Tarif eingeschlossen.

📕 Mehr Infos findest du in unserem [Artikel über die Baby-Option](/blog/private-krankenversicherung-baby-option/)

### Die Vorsorgeleistungen: Gesundheitsvorsorge & Wellness

Die PKV bietet umfangreiche [Vorsorgeleistungen](/blog/private-krankenversicherung-vorsorge/), die es ermöglichen, frühzeitig
Gesundheitsrisiken zu erkennen und präventive Maßnahmen zu ergreifen, um langfristig die eigene Gesundheit zu erhalten. Das können zum
Beispiel Besuche im Fitnessstudio, Wellness-Angebote, Hotelaufenthalte inkl. Gesundenuntersuchung oder Sportkurse sein.

📕 Mehr Infos hierzu liest du in unserem
[Blogpost über Vorsorgeleistungen der privaten Krankenversicherung](/blog/private-krankenversicherung-vorsorge/)



Die **Auswahl** der passenden Krankenzusatzversicherung ist manchmal gar nicht so leicht. Manche Menschen entscheiden sich für ein Paket mit
mehreren Versicherungen, andere kommen ganz ohne aus. Du solltest die Optionen sorgfältig prüfen und dich nach Möglichkeit professionell
beraten lassen.



## Vorteile und Nachteile der privaten Krankenversicherung in Österreich

Die Vorteile der privaten Krankenversicherung liegen in Österreich vor allem bei der freien Arztwahl, kürzeren Wartezeiten, dem
Sonderklasse-Komfort im Krankenhaus und Leistungen, die die gesetzliche Kasse nicht trägt: Zahnersatz, Sehhilfen, Psychotherapie und
Alternativmedizin. Dem stehen konkrete Nachteile gegenüber: eine Gesundheitsprüfung beim Abschluss, Wartezeiten zu Vertragsbeginn,
Leistungsgrenzen je Bereich und eine Prämie, die jährlich an die Kostenentwicklung angepasst wird.

### Welche Vorteile bietet die private Krankenversicherung?

- **Freie Arztwahl (ambulant, stationär und bei Operationen)**: Du wählst Wahl- bzw. Privatärzt\*innen für Untersuchungen und Behandlungen
  frei aus. Auch bei planbaren Operationen bestimmst du deine\*n Operateur\*in selbst, ebenso bei Behandlungen in Privatkliniken.
- **Kürzere Wartezeiten**: In Österreich stehen 11.802 Wahl- und Privatärzt\*innen nur 8.236 Kassenärzt\*innen gegenüber (ÖÄK-Ärztestatistik
  2024, [AssCompact 2025](https://www.asscompact.at/nachrichten/studie-wahlaerzte-auf-rekordhoch-kassenaerzte-stagnieren-seit-jahrzehnten)).
  Für gesetzlich Versicherte bedeutet das lange Wartelisten und Aufnahmestopps. Mit einer PKV kommst du schneller zu Fachterminen, Diagnosen
  und OP-Terminen.
- **Mehr Komfort im Krankenhaus**: Ein- oder Zweibettzimmer statt Mehrbettzimmer, mehr Ruhe, flexiblere Besuchszeiten. Je nach Tarif kommt
  der Zugang zu Privatkliniken und Sanatorien dazu.
- **Leistungen, die die Kasse nicht trägt**: Zahnersatz, Sehhilfen, Psychotherapie, Physiotherapie, Vorsorgeuntersuchungen und
  alternativmedizinische Behandlungen. Genau hier entsteht der größte finanzielle Unterschied, weil diese Kosten sonst vollständig privat
  anfallen.
- **Individuell kombinierbar**: Ambulante, stationäre und zahnmedizinische Tarife lassen sich einzeln oder gemeinsam wählen. Über
  Selbstbehalte und Deckungslimits stellst du zusätzlich ein, wie viel Schutz du willst und was er kosten darf.

![Ein Liniendiagramm zeigt, dass die Zahl der Privatärztinnen/-ärzte seit 1999 deutlich stieg, während die Zahl der Kassenärztinnen/-ärzte relativ stabil blieb.](/private-krankenversicherung/entwicklung-anzahl-aerzten.a92786e7b7667fd7c79920b95ba8e0d57f8d22de9dccbdf4a705fc92e2c2506d.png "Seit Jahren steigt der Bedarf an Ärzten und Ärztinnen in Österreich. Doch die Anzahl an Kassenärztinnen und \-ärzten bleibt gleich, während es immer mehr Privatärzte und \-ärztinnen gibt. Quelle: [Der Standard](https://www.derstandard.at/story/3000000220861/mit-wachsender-zahl-an-wahlaerzten-steigt-auch-private-zusatzvorsorge), [Die Presse](https://www.diepresse.com/6277579/die-zahl-der-wahlaerzte-steigt-und-steigt), [ÖÄK](https://www.aerztekammer.at/), [AssCompact 2025](https://www.asscompact.at/nachrichten/studie-wahlaerzte-auf-rekordhoch-kassenaerzte-stagnieren-seit-jahrzehnten)")

### Welche Nachteile hat die private Krankenversicherung?

- **Die Prämie bleibt nicht konstant**: Anders als bei der gesetzlichen Versicherung steigt dein Beitrag nicht mit deinem Einkommen, sondern
  mit den Kosten im Gesundheitswesen. Zwar wird über die [Alterungsrückstellung](/blog/private-krankenversicherung-kosten/) ein Teil deiner
  Prämie für später angespart, sodass der Beitrag nicht allein wegen deines Alters steigt. Die jährliche Anpassung an die Kostenentwicklung
  findet aber trotzdem statt und über 20 oder 30 Jahre summiert sie sich spürbar. Rechne deshalb nicht mit dem Einstiegspreis, sondern mit
  einer Prämie, die du auch in der Pension noch tragen kannst.
- **Die Gesundheitsprüfung entscheidet über Zugang und Preis**: Vor Vertragsabschluss musst du einen Gesundheitsfragebogen ausfüllen. Je
  nach Ergebnis wirst du normal angenommen oder bekommst einen Risikozuschlag, einen Leistungsausschluss für bestimmte Erkrankungen oder
  eine Ablehnung. Alle Fragen müssen wahrheitsgemäß beantwortet werden, denn eine Verletzung der
  [vorvertraglichen Anzeigepflicht (§ 16 VersVG)](https://www.ris.bka.gv.at/NormDokument.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10001979&Paragraf=16)
  kann den Versicherer noch Jahre später zum Rücktritt berechtigen.
- **Wartezeiten zu Vertragsbeginn**: Der Schutz greift bei vielen Leistungen nicht ab dem ersten Tag. Besonders relevant ist die Wartezeit
  für Schwangerschaft und Entbindung, die bis zu neun Monate betragen kann
  ([§ 178d VersVG](https://www.ris.bka.gv.at/NormDokument.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10001979&Paragraf=178d)). Wer die
  Versicherung wegen eines konkreten Anlasses abschließt, kommt dafür meist zu spät.
- **Leistungsgrenzen statt unbegrenzter Erstattung**: Ambulante Tarife arbeiten mit einer jährlichen Höchstleistung und zusätzlich mit
  Sublimits je Leistungsbereich. Dein Budget für Physiotherapie kann also erschöpft sein, während für Arzthonorare noch Deckung besteht.
  Dazu kommt bei vielen Tarifen ein [Selbstbehalt](/blog/private-krankenversicherung-selbstbehalt/), den du im Leistungsfall selbst trägst.
- **Ein späterer Wechsel lohnt sich fast nie**: Beim neuen Versicherer durchläufst du eine erneute Gesundheitsprüfung, bist einige Jahre
  älter und startest mit einer höheren Einstiegsprämie. Vor allem aber ist die beim bisherigen Versicherer angesparte Alterungsrückstellung
  in Österreich nicht übertragbar. Du bindest dich mit dem Abschluss also faktisch langfristig.
- **Kein Ersatz für die gesetzliche Versicherung**: Die PKV kommt zur Pflichtversicherung dazu, sie ersetzt sie nicht. Deine
  Sozialversicherungsbeiträge laufen unverändert weiter, die Prämie ist eine zusätzliche Fixausgabe im Monatsbudget.

Diese Nachteile sind kein Argument gegen die private Krankenversicherung. Sie sind der Grund, warum der Zeitpunkt des Abschlusses und die
Wahl des Tarifs so viel wichtiger sind als der Preisvergleich am Anfang.

## Unsere Einschätzung: Ist die private Krankenversicherung in Österreich sinnvoll?

Sinnvoll ist eine private Krankenversicherung in Österreich vor allem dann, wenn regelmäßig Wahl- oder Privatärzt\*innen genutzt werden,
eine Familienplanung ansteht oder Komfort und freie Arztwahl im Ernstfall wichtig sind. Weniger sinnvoll ist sie, wenn wichtigere
Grundabsicherungen wie Haftpflicht oder Berufsunfähigkeit noch fehlen oder das Budget langfristig zu knapp ist. Als Faustregel gilt: Wer
weniger als zwei Wahlarztbesuche pro Jahr hat, holt die Prämie einer Privatarzt-Versicherung selten wieder herein.

### Wann wir eine private Krankenversicherung empfehlen

- **Du bist jung und gesund**: Das ist der stärkste Hebel überhaupt. Dein Eintrittsalter und dein Gesundheitszustand beim Abschluss
  bestimmen die Prämie dauerhaft und je länger du wartest, desto größer ist das Risiko, dass eine Vorerkrankung den Zugang erschwert oder
  verteuert. Wenn das Budget aktuell nicht für einen vollwertigen Tarif reicht, ist die
  [Optionsversicherung](/blog/private-krankenversicherung-optionstarif/) ab rund 8 € pro Monat unsere Empfehlung: Sie friert deinen
  Gesundheitszustand ein und lässt dich später ohne neue Gesundheitsprüfung umsteigen.
- **Du planst eine Familie oder erwartest ein Kind**: Hier empfehlen wir die volle
  [Sonderklasse-Versicherung](/blog/sonderklasse-private-krankenversicherung/) mit
  [Baby-Option](/blog/private-krankenversicherung-baby-option/). Sie deckt die Entbindung im Sanatorium und sichert deinem Neugeborenen den
  Versicherungsschutz ohne Gesundheitsprüfung. Das ist genau dann entscheidend, wenn ein Kind mit einer Erkrankung zur Welt kommt und später
  kaum noch versicherbar wäre. Wichtig: Wegen der Wartezeit von bis zu neun Monaten musst du den Abschluss deutlich vor der Schwangerschaft
  angehen.
- **Du willst den Ernstfall absichern**: Wenn du dich für nur einen Baustein entscheiden musst, ist es für uns die
  Sonderklasse-Versicherung. Sie ist der teuerste Tarif, greift aber genau dort, wo die Kosten wirklich existenzbedrohend werden: bei
  schweren Erkrankungen, Operationen und langen Krankenhausaufenthalten.
- **Dir ist die freie Arztwahl im Alltag wichtig**: Du bist gesund, willst aber nicht monatelang auf Kassentermine warten und lieber selbst
  entscheiden, zu wem du gehst. Mit der [Privatarzt-Versicherung](/blog/privatarzt-private-krankenversicherung/) tauschst du schwer
  kalkulierbare Honorarnoten gegen einen planbaren Monatsbeitrag und sicherst dir den Zugang zu Therapien und Heilbehelfen. Genau darin
  liegt der Sinn: Der Vertrag muss stehen, solange du gesund bist. Wer bereits in laufender Behandlung ist, bekommt für diesen Bereich meist
  keine Deckung mehr.
- **Du kennst dein familiäres Risiko**: Du bist selbst gesund, weißt aber, dass in deiner Familie bestimmte Erkrankungen gehäuft auftreten.
  Dann zahlt sich ein früher Abschluss doppelt aus: du sicherst dir den Zugang, bevor eine eigene Vorerkrankung ihn erschwert.

### Wann wir eine private Krankenversicherung eher nicht empfehlen

- **Deine Grundrisiken sind noch nicht abgedeckt**: Solange [Haushalts](/haushaltsversicherung/)\-,
  [Privathaftpflicht](/privathaftpflichtversicherung/)\-, [Unfall](/unfallversicherung/)\- oder
  [Berufsunfähigkeitsversicherung](/berufsunfaehigkeitsversicherung/) fehlen, sollte die Krankenzusatzversicherung nicht deine Priorität
  sein. Diese Versicherungen schützen vor Schäden, die dich finanziell ruinieren können. Die PKV verbessert in erster Linie deinen Komfort
  und deine Versorgung.
- **Dein Budget ist langfristig zu knapp**: Die Prämie ist eine Fixausgabe über Jahrzehnte, und sie wird jährlich angepasst. Wenn schon der
  Einstiegsbeitrag von 35 bis 100 € pro Monat eng wird, raten wir ab.
- **Du bist mit Kassenärzt\*innen gut versorgt**: Wer selten zum Arzt geht und keine wiederkehrenden Therapien braucht, zahlt für
  Leistungen, die er nicht abruft. Bei ein bis zwei Wahlarztbesuchen im Jahr sind Vorfinanzieren und Selbsteinreichen meist günstiger als
  die laufende Prämie.
- **Du willst primär deine Zähne absichern**: Zahnzusatzversicherungen empfehlen wir nur selten. Eine reine Absicherung für Zahnersatz kann
  bei konkretem Bedarf sinnvoll sein, umfassende Zahntarife rechnen sich für die meisten Menschen dagegen nicht.
- **Du suchst ein Tagegeld ohne besonderen Grund**: Das
  [Krankenhaustagegeld und Krankengeld](/blog/private-krankenversicherung-krankenhaustagegeld-krankengeld/) empfehlen wir ausschließlich
  Personen, deren Einkommen wesentlich aus Trinkgeld oder Zuschlägen besteht, also Einnahmen, die bei Arbeitsunfähigkeit wegfallen, obwohl
  der Lohn weiterläuft. Für alle anderen ist der Preis in unseren Augen zu hoch.
- **Du hast bereits Vorerkrankungen im betreffenden Bereich**: Wer schon in laufender Behandlung ist, bekommt für genau diesen Bereich meist
  einen Ausschluss oder gar keinen Vertrag. Ein Abschluss ist dann manchmal noch möglich, aber selten dort, wo du ihn brauchst.

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**❗ Achtung:**


Wer bereits regelmäßig zu Ärzt\*innen muss oder in Psycho- oder Physiotherapie ist, hat aus Sicht der Versicherer meist schon eine
Vorerkrankung. Ein Neuabschluss ist dann, wenn überhaupt, nur noch mit Ausschluss möglich.


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## Kosten im Überblick: Womit du grob rechnen musst

Die Kosten einer privaten Krankenversicherung in Österreich beginnen bei **rund 8 € pro Monat** für einen
[Optionstarif](/blog/private-krankenversicherung-optionstarif/), der selbst noch keine Leistung bringt. Für eine gesunde 25-jährige Person
kostet eine Sonderklasse-Versicherung mit Privatarzt-Tarif je nach Anbieter zwischen 55 € und 100 € monatlich, eine volle Absicherung mit
Einbettzimmer zwischen 168 € und 228 €. Den größten Einfluss auf die Prämie haben Eintrittsalter, Gesundheitszustand,
[Selbstbehalt](/blog/private-krankenversicherung-selbstbehalt/) und Wohnbundesland.

Konkrete Preisbeispiele nach Alter und Lebenssituation, alle Preisfaktoren im Detail und Spartipps (von Familienrabatt über Gruppentarif bis
Regionaldeckung) behandeln wir nicht hier, sondern in einem eigenen Beitrag.

📕 Weiter geht's in unserem [Ratgeber zu den Kosten der privaten Krankenversicherung](/blog/private-krankenversicherung-kosten/)



## Private Krankenversicherung abschließen: So läuft es ab

Eine private Krankenversicherung schließt du in Österreich bei einem der zehn aktiven Versicherer ab, entweder direkt, über eine Maklerin
oder über eine Vergleichsplattform. Zentral ist der Gesundheitsfragebogen: Auf seiner Basis entscheidet der Versicherer, ob er den Antrag zu
Normalkonditionen annimmt, einen Prämienzuschlag verlangt, bestimmte Erkrankungen ausschließt oder ihn ablehnt. Beantworte die Fragen
vollständig und wahrheitsgemäß, denn falsche Angaben können noch Jahre später zum Verlust des Versicherungsschutzes führen.

### Welche Anbieter gibt es für die private Krankenversicherung in Österreich?

In Österreich bieten zehn Versicherer private Krankenzusatzversicherungen an
([VVO 2025](https://vvonet.vvo.at/vvo/vvonet_website.nsf/sysPages/Jahresbericht_2025.html/$file/VVO_Jahresbericht_2025_Gesamt.pdf)):
[Uniqa](/blog/private-krankenversicherung-uniqa/) als Marktführer, dazu [Merkur](/blog/private-krankenversicherung-merkur/),
[Wiener Städtische](/blog/private-krankenversicherung-wiener-staedtische/), [Generali](/blog/private-krankenversicherung-generali/),
[Allianz](/blog/private-krankenversicherung-allianz/), [Muki](/blog/private-krankenversicherung-muki/),
[ERGO](https://ergo-versicherung.at/gesundheit), [Grawe](https://www.grawe.at/krankenversicherung/),
[Donau](https://www.donauversicherung.at/privatkunden/gesundheit) und
[Wüstenrot](https://www.wuestenrot.at/de/versicherungen/krankenversicherung.html). Nicht jeder von ihnen deckt alle Bereiche ab: Manche
führen keinen eigenständigen Zahntarif, andere keine Vollkosten- oder Grenzgänger-Lösung.

**📊 Datengrundlage**: Die folgenden Übersichten basieren auf unseren eigenen Auswertungen der Tarifblätter, Tarifhandbücher und
Versicherungsbedingungen aller zehn in Österreich aktiven Anbieter
([VVO 2025](https://vvonet.vvo.at/vvo/vvonet_website.nsf/sysPages/Jahresbericht_2025.html/$file/VVO_Jahresbericht_2025_Gesamt.pdf); Stand:
Juni 2026, Uniqa September 2026). Die Prämien gelten für eine gesunde 25-jährige Person; individuelle Preise hängen zusätzlich von
Gesundheitszustand, Wohnbundesland und gewähltem Selbstbehalt ab.

#### Welcher Versicherer deckt welchen Bereich ab?

| **Versicherer**                                                                   | **Sonderklasse**                 | **Optionstarif** | **Privatarzt** | **Zahn**          | **Tagegeld** | **Ohne gesetzliche KV** | **Grenzgänger** |
|-----------------------------------------------------------------------------------|----------------------------------|------------------|----------------|-------------------|--------------|-------------------------|-----------------|
| [Uniqa](/blog/private-krankenversicherung-uniqa/)                                 | ✅                                | ✅                | ✅              | ✅                 | ✅            | ✅                       | ✅               |
| [Merkur](/blog/private-krankenversicherung-merkur/)                               | ✅                                | ✅                | ✅              | ✅                 | ✅            | ✅                       | ✅               |
| [Wiener Städtische](/blog/private-krankenversicherung-wiener-staedtische/)        | ✅                                | ✅                | ✅              | ✅                 | ✅            | ✅                       | ✅               |
| [Generali](/blog/private-krankenversicherung-generali/)                           | ✅                                | ✅                | ✅              | ✅; (fast einzeln) | ✅            | ✅                       | ✅               |
| [Allianz](/blog/private-krankenversicherung-allianz/)                             | ✅                                | ✅                | ✅              | ✅; (auch einzeln) | ✅            | ✅                       | ✅               |
| [Donau](https://www.donauversicherung.at/privatkunden/gesundheit)                 | ✅                                | ✅                | ✅              | ✅                 | ✅            | ✅                       | ✅               |
| [Grawe](https://www.grawe.at/krankenversicherung/)                                | ✅                                | ✅                | ✅              | ❌                 | ✅            | ❌                       | ❌               |
| [Muki](/blog/private-krankenversicherung-muki/)                                   | ✅                                | ✅                | ✅              | ❌                 | ✅            | ❌                       | ❌               |
| [ERGO](https://ergo-versicherung.at/gesundheit)                                   | ✅; (nur nach Unfall)             | ❌                | ❌              | ✅; (auch einzeln) | ❌            | ❌                       | ❌               |
| [Wüstenrot](https://www.wuestenrot.at/de/versicherungen/krankenversicherung.html) | ✅; (nur nach Unfall & Krankheit) | ❌                | ❌              | ❌                 | ✅            | ❌                       | ❌               |

“Auch einzeln" bedeutet: Der Zahntarif lässt sich ohne Sonderklasse- oder Privatarzt-Tarif abschließen. Bei den meisten Anbietern ist das
nicht möglich. Bei Generali geht es nur, wenn zusätzlich ein kleiner Tagegeld-Tarif mitläuft.

Sechs der zehn Anbieter decken alle Bereiche ab. Für die meisten Menschen entscheidender ist aber die **Optionstarif-Spalte**: Acht Anbieter
ermöglichen den günstigen Einstieg mit späterem Upgrade ohne neue Gesundheitsprüfung, ERGO und Wüstenrot nicht. Wer jung einsteigen und sich
die Tür für später offenhalten will, hat damit eine Vorauswahl von acht Anbietern.

#### Was kostet der Einstieg bei welchem Anbieter?

Damit die Preise vergleichbar bleiben, zeigen wir für jeden Anbieter dieselben drei Absicherungsstufen für eine gesunde 25-jährige Person:

- **Basic**: Sonderklasse nach Unfall als Optionsversicherung
- **Premium**: Sonderklasse nach Unfall plus Privatarzt-Versicherung
- **Top**: volle Sonderklasse mit Einbettzimmer plus Privatarzt-Versicherung

| **Versicherer**                                                                   | **Basic** | **Premium** | **Top**  |
|-----------------------------------------------------------------------------------|-----------|-------------|----------|
| [Uniqa](/blog/private-krankenversicherung-uniqa/)                                 | ab 34 €   | ab 100 €    | ab 208 € |
| [Merkur](/blog/private-krankenversicherung-merkur/)                               | ab 8 €    | ab 94 €     | ab 228 € |
| [Wiener Städtische](/blog/private-krankenversicherung-wiener-staedtische/)        | ab 15 €   | ab 82 €     | ab 168 € |
| [Generali](/blog/private-krankenversicherung-generali/)                           | ab 23 €   | ab 66 €     | ab 212 € |
| [Allianz](/blog/private-krankenversicherung-allianz/)                             | ab 35 €   | ab 69 €     | ab 199 € |
| [Donau](https://www.donauversicherung.at/privatkunden/gesundheit)                 | ab 15 €   | ab 82 €     | ab 168 € |
| [Grawe](https://www.grawe.at/krankenversicherung/)                                | ab 9 €    | ab 55 €     | ab 205 € |
| [Muki](/blog/private-krankenversicherung-muki/)                                   | ab 22 €   | ab 61 €     | ab 180 € |
| [ERGO](https://ergo-versicherung.at/gesundheit)                                   | ab 14 €   | –           | –        |
| [Wüstenrot](https://www.wuestenrot.at/de/versicherungen/krankenversicherung.html) | ab 10 €   | –           | –        |

Bei ERGO und Wüstenrot lassen sich die Stufen Premium und Top nicht darstellen, weil beide keinen Privatarzt-Tarif führen. Ihre Basic-Prämie
deckt ausschließlich die Sonderklasse nach Unfall ab, ohne Option auf ein späteres Upgrade.

Dass Wiener Städtische und Donau in allen drei Stufen identische Preise haben, ist kein Fehler: Beide gehören zur Vienna Insurance Group und
führen weitgehend baugleiche Tarife unter unterschiedlichen Namen.

Die Tabelle zeigt gut, warum ein reiner Preisvergleich nicht weiterhilft. Merkur ist beim Einstieg mit 8 € der günstigste Anbieter, liegt in
der Top-Stufe mit 228 € aber am oberen Ende. Grawe ist umgekehrt in der Premium-Stufe mit 55 € der günstigste von allen, in der Top-Stufe
aber teurer als Wiener Städtische und Donau, die dort mit 168 € vorne liegen. Welcher Anbieter für dich passt, hängt deshalb vor allem davon
ab, **welche Stufe du tatsächlich brauchst**. Dazu kommen Selbstbehalt, Wohnbundesland und Gesundheitszustand, die die Prämie individuell
verschieben.

Worauf du beim Vergleich der Tarife im Detail achten solltest (Jahreshöchstleistungen, Sublimits, Selbstbehalt, Wartezeiten und Service),
haben wir in einem eigenen Ratgeber mit sieben Vergleichstipps zusammengefasst.

📕 Weiter geht's in unserem [Ratgeber zum Vergleich privater Krankenversicherungen](/blog/private-krankenversicherung-vergleich/)



### Vom Antrag zur Polizze: Die 7 Schritte

Eine Haushaltsversicherung mal eben abzuschließen, ist leicht. Bei der PKV sieht das anders aus. Tatsächlich ist das eine Versicherung, für
die du unbedingt mit einer Expertin sprechen solltest.

Das sind deine Steps:

1. Du **informierst** dich darüber, wo du eine Versicherung am besten finden kannst. Das kann im Internet sein oder bei einer Person, die
   sich auskennt und der du vertraust. [Sophia](/) ist natürlich auch für dich da.
2. Du lässt dich **professionell beraten**.
3. Deine Beratungsperson **berechnet individuelle Angebote** für dich und schickt dir diese zu.
4. Du **schaust dir alles in Ruhe an** und sprichst bei Unklarheiten nochmal mit deiner Expertin.
5. Du **entscheidest** dich für ein Angebot.
6. Dein Experte stellt mit dir zusammen den **Antrag beim Versicherer**. Dabei musst du auch den **Gesundheitsfragebogen** ausfüllen.
7. Der Versicherer **prüft deinen Antrag** und lässt dich seine Entscheidung wissen.

Wir haben dir ein Flussdiagramm aufgezeichnet. Da kannst du prima erkennen, auf welcher Stufe du dich gerade befindest und wie es
weitergeht:

![Die Grafik zeigt ein Flussdiagramm, das den Antragsprozess für eine private Krankenversicherung darstellt.](/private-krankenversicherung/antragsprozess-private-krankenversicherung.1a38bc63502781f3316113d5b348ba92e4cc6d60d0b831420e500dd8dab7e72a.png "Hier siehst du alle Schritte auf deinem Weg zur privaten Krankenversicherung in Österreich auf einen Blick.")

### Versicherungsabschluss trotz Vorerkrankungen: Geht das?

Auch mit [Vorerkrankungen ist der Abschluss einer privaten Krankenversicherung](/blog/vorerkrankung-versicherung/) in Österreich
grundsätzlich möglich. Versicherer prüfen individuell, wie hoch das gesundheitliche Risiko ist. Sie reagieren dann je nach Fall mit einer
normalen **Annahme**, einem **Risikozuschlag**, einem **Leistungsausschluss** oder mit einer **Ablehnung**. Wichtig ist, dass du alle
Gesundheitsfragen ehrlich beantwortest und ärztliche Unterlagen beilegst (falls vorhanden), denn eine Verletzung dieser
[vorvertraglichen Anzeigepflicht](https://www.ris.bka.gv.at/NormDokument.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10001979&Paragraf=16) kann
den Versicherer zum Rücktritt vom Vertrag berechtigen. Eine anonyme Risikovoranfrage kann helfen, ohne negative Folgen vorab eine
Einschätzung einzuholen.

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**💡 Info:**


Wird dein **Antrag abgelehnt oder mit Aufschlägen versehen**, lohnt sich ein zweiter Versuch bei einem anderen Anbieter. Jeder Versicherer
bewertet Gesundheitsdaten individuell. Es gibt also oft noch Chancen auf bessere Konditionen.


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Hier eine kurze Übersicht der unterschiedlichen Möglichkeiten:

| **Einstufung deines Gesundheitszustands**                                                                                                              | **Beispiele**                                                                           | **Entscheidung des Versicherers**                                                         |
|--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------|-----------------------------------------------------------------------------------------|-------------------------------------------------------------------------------------------|
| **Sehr gut**; Gesunde Lebensweise, Keine oder minimale Vorerkrankungen, Keine aktuellen Krankheiten                                                    | Bestehende Allergien, ein ausgeheilter Bänderriss, ausgeheilte Infekte                  | ✅ Antrag wird **angenommen**                                                              |
| **Mit Einschränkungen**; Risikofaktoren aus Sicht des Versicherers, Leichtere oder ausgeheilte Vorerkrankungen, Akute Krankheiten ohne schweres Risiko | Übergewicht, Zigarettenkonsum, ein akuter Bänderriss, Bandscheibenvorfall               | 🟠 Antrag wird mit einer **Prämienerhöhung** oder einem **Risikoausschluss** angenommen    |
| **Kritisch**; Schwere oder laufende Erkrankungen, Aktuelle Behandlungen                                                                                | Onkologische Erkrankungen, schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen, laufende Psychotherapie | ❌ Antrag wird **abgelehnt** oder nur mit **umfangreichem Leistungsausschluss** angenommen |

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**💡 Info:**


Während viele Versicherer bei Vorerkrankungen zurückhaltend sind, zeigt sich die
[Uniqa Krankenversicherung](/blog/private-krankenversicherung-uniqa/) durch ihre Größe und Marktstellung oft flexibler. In vielen Fällen
wird das Risiko durch Zuschläge oder Ausschlüsse abgefedert, wodurch trotzdem ein Versicherungsschutz möglich ist.


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## Private Krankenversicherung bei Schwangerschaft und Geburt: Was ist zu beachten?

Die private Krankenversicherung ermöglicht bei Schwangerschaft und Geburt die Betreuung durch Wunschärzt\*innen, die Entbindung in einer
Privatklinik oder einem Sanatorium sowie die Mitversicherung des Neugeborenen über die Baby-Option ohne erneute Gesundheitsprüfung.
Entscheidend ist der Zeitpunkt: Für Entbindungsleistungen gilt eine Wartezeit von bis zu neun Monaten
([§ 178d VersVG](https://www.ris.bka.gv.at/NormDokument.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10001979&Paragraf=178d)), und
Schwangerschaft ist nur in der vollen Sonderklasse-Versicherung enthalten. Wer bereits schwanger ist, kann noch abschließen, muss allerdings
mit deutlichen Mehrkosten rechnen.

Für viele Menschen ist eine Schwangerschaft der Grund, sich erstmals mit der Möglichkeit einer privaten Krankenversicherung
auseinanderzusetzen. Für dich auch? Wie aufregend, herzlichen Glückwunsch 🥰 Aber auch wenn du noch in der Familienplanung bist, ist jetzt
der richtige Zeitpunkt – dann ist es günstiger für dich.

Der **beste Zeitpunkt** zum
[Abschluss einer Krankenzusatzversicherung für eine Schwangerschaft](/blog/krankenzusatzversicherung-schwangerschaft/) oder dein
Zukunftsbaby ist **mehrere Monate vor der Schwangerschaft**. Das liegt daran, dass die Versicherer eine Wartezeit für Schwangerschaften
haben. Du bekommst Leistungen im Zusammenhang mit deiner Schwangerschaft also erst ab einem bestimmten Versicherungsmonat erstattet.

**Wenn du schon schwanger bist**, kannst du dich und deine Schwangerschaft aber trotzdem versichern. Dann zahlst du aber etwas mehr. Oder du
verpflichtest dich und deinen Partner zu einer bestimmten Versicherungsdauer.

Für eine **prima Betreuung während der Schwangerschaft** ist die [Privatarzt-Versicherung](/blog/privatarzt-private-krankenversicherung/)
das Richtige. Damit kannst du entspannt zum Arzt deiner Wahl gehen.

Wenn du dagegen in erster Linie die **Geburt oder dein Baby versichern** möchtest, solltest du einen Blick in die
[Sonderklasse-Versicherung](/blog/sonderklasse-private-krankenversicherung/) werfen. Da kannst du passende Tarife mit
[Baby-Option](/blog/private-krankenversicherung-baby-option/) finden.

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**❇️ Unser Tipp:**


Wenn du gleich deine\*n Partner\*in oder deine Kinder mitversicherst, bekommt ihr oft einen **Familienrabatt**.


---


Und wenn dein **Kind schon geboren ist**, kannst du es über eine private Krankenversicherung versichern. Dank der **Kinderprämie** zahlst du
bis zum 18\. Lebensjahr deutlich weniger. Aber auch hier gilt: Früh abschließen lohnt sich. Denn je jünger das Kind, desto besser ist in der
Regel der Gesundheitszustand und desto geringer das Risiko für eine Ablehnung oder teure Zuschläge. Und sobald dein Kind einmal privat
versichert ist, kann der Versicherer den Vertrag nicht mehr ordentlich kündigen
([§ 178i VersVG](https://www.ris.bka.gv.at/NormDokument.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10001979&Paragraf=178i)), auch nicht
aufgrund von Gesundheitsveränderungen. Dieser Kündigungsschutz gilt übrigens für alle privat Krankenversicherten, nicht nur für Kinder.

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**❗ Achtung:**


**Aber Achtung**: Achte darauf, einen Tarif zu wählen, der auch langfristig zu deinem Kind passt. Wenn dein Kind später selbst für die
Prämie aufkommen muss, sollte sie leistbar sein. Lass dich also nicht nur von günstigen Einstiegspreisen oder attraktiven
[Selbstbehalten](/blog/private-krankenversicherung-selbstbehalt/) blenden. Denk immer mit: Passt der Tarif auch noch zu deinem erwachsenen
Kind?


---


## Private Krankenversicherung wechseln oder kündigen: Was gilt es zu beachten?

Ein Wechsel der privaten Krankenversicherung ist in Österreich jederzeit möglich, lohnt sich aber in den meisten Fällen nicht. Beim neuen
Versicherer durchläufst du eine erneute Gesundheitsprüfung, bist einige Jahre älter und startest mit einer höheren Einstiegsprämie. Vor
allem verlierst du die beim bisherigen Anbieter angesparte Alterungsrückstellung, die hierzulande nicht übertragbar ist. Kündige einen
bestehenden Vertrag deshalb nie, bevor die Polizze des neuen vorliegt.

Die **Kündigung** ist an bestimmte **Fristen** gebunden, die in deinem Vertrag festgelegt sind: Das Gesetz räumt dir als
Versicherungsnehmer\*in zwar grundsätzlich ein jederzeitiges Kündigungsrecht zum Ende der laufenden Versicherungsperiode ein
([§ 165 VersVG](https://www.ris.bka.gv.at/NormDokument.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10001979&Paragraf=165)), die konkrete
Kündigungsfrist legt aber dein Vertrag fest. Beachte, dass jeder Anbieter unterschiedliche Regelungen hat. Prüfe also unbedingt deinen
Vertrag oder kontaktiere deinen Versicherer. So erfährst du die genauen Bedingungen für deine Kündigung. Überlege gut und prüfe sorgfältig
alle Optionen, bevor du deine bestehende Versicherung kündigst. Wenn du später wieder eine private Krankenversicherung haben möchtest, kann
es sein, dass du aufgrund deiner Gesundheit keine mehr bekommst.

Ein **Wechsel** zu einem anderen Anbieter kann attraktiv erscheinen, wenn das Angebot günstiger aussieht. Oft trügt der erste Blick aber\!
Bevor du nämlich deinen konkreten Preis erfährst, musst du einen neuen **Gesundheitsfragebogen** ausfüllen. Und da auch dein Alter beim
Abschluss die Höhe der Prämie bestimmt, lohnt sich der Wechsel meist nicht – du warst bei deinem ersten Vertrag ja in jedem Fall jünger.

**Wenn du trotzdem wechseln magst**: Bevor du deine aktuelle Versicherung kündigst, solltest du das Angebot von einem neuen Anbieter
vorliegen haben. Du solltest dir wirklich sicher sein, dass er dich zu angemessenen Konditionen versichern wird. Kündigst du deine aktuelle
Krankenzusatzversicherung ohne neuen Vertrag, könntest du deinen Versicherungsschutz verlieren. Der neue Versicherer kann dich nämlich
aufgrund von Vorerkrankungen ablehnen.

**Insgesamt gilt**: Bevor du deine bestehende Versicherung kündigst oder wechselst, solltest du dir alle Möglichkeiten in Ruhe anschauen und
genau abwägen.

📕 In unserem
[Blogpost zum Thema Kündigung und Wechsel der privaten Krankenversicherung](/blog/private-krankenversicherung-kuendigen-wechseln/) findest
du eine ausführliche Übersicht über beide Szenarien.

## Spezielle Formen der privaten Krankenversicherung in Österreich

Neben den klassischen Zusatzversicherungen gibt es in Österreich spezielle Lösungen für Personen ohne Anspruch auf die gesetzliche
Versicherung sowie für Grenzgänger\*innen, die in Österreich wohnen und in der Schweiz oder Liechtenstein arbeiten. Diese Vollkosten-Tarife
ersetzen die gesetzliche Grundversicherung vollständig und übernehmen teils bis zu 100% der ambulanten und stationären Behandlungskosten.
Angeboten werden sie nur von sechs der zehn österreichischen Versicherer.

### Grenzgänger-Krankenversicherung: Wohnen in Österreich, arbeiten in der Schweiz oder in Liechtenstein

Pendler\*innen zwischen Österreich und der Schweiz bzw. Liechtenstein können sich mit einer privaten Grenzgänger-Krankenversicherung
vollständig von der dortigen Pflichtversicherung befreien. Sie kombiniert Basisschutz (öffentliche Spitäler, ambulante Behandlung) mit frei
wählbaren Upgrades wie Sonderklasse, Privatarzt und hochwertiger Zahndeckung. Sie ist oft günstiger als die Schweizer/Liechtensteiner
Grundversicherung bzw. als die Selbstversicherung über die ÖGK.

📕 Alle Details findest du in unserem ausführlichen
[Ratgeber zur privaten Krankenversicherung für Grenzgänger](/blog/grenzgaenger-krankenversicherung/).

### Sich selbst krankenversichern in Österreich: Die Vollkosten-Versicherung

Wer in Österreich keinen Anspruch auf die gesetzliche Versicherung hat (z.B. Einwanderer ohne Job), kann eine private
Vollkosten-Krankenversicherung abschließen. Diese Tarife übernehmen bis zu 100% der ambulanten und stationären Kosten, wahlweise in der
allgemeinen Klasse oder mit Sonderklasse-Komfort und decken Privatarzt- sowie Zahnleistungen ab.

## Unser Fazit: Lohnt sich die private Krankenversicherung in Österreich?

Die private Krankenversicherung lohnt sich in Österreich vor allem für Menschen, die regelmäßig Wahl- oder Privatärzt\*innen nutzen, eine
Familie planen oder im Krankenhaus Sonderklasse-Komfort und freie Arztwahl wollen. Der wichtigste Hebel ist nicht der Anbieter, sondern der
Zeitpunkt: Eintrittsalter und Gesundheitszustand beim Abschluss bestimmen die Prämie dauerhaft. Wer erst bei konkretem Bedarf abschließt,
bekommt für genau diesen Bereich meist keine Deckung mehr.

Das ist gleichzeitig der Grund, warum wir bei knappem Budget zum Optionstarif ab 8 € raten: Er deckt zunächst nur die Sonderklasse nach
einem Unfall, lässt dich aber später ohne Gesundheitsprüfung in einen größeren Tarif wechseln. Umgekehrt gilt: Solange Haushalts-,
Haftpflicht-, Unfall- oder Berufsunfähigkeitsversicherung fehlen, ist die Krankenzusatzversicherung nicht die richtige Priorität. Sie
verbessert deine Versorgung, sie verhindert keinen finanziellen Ruin.

Wenn du dich für einen Abschluss entscheidest, ist der Vergleich mehrerer Anbieter der zweitwichtigste Schritt nach dem Zeitpunkt. Zwischen
der günstigsten und der teuersten vollen Absicherung liegen bei ähnlichem Leistungsumfang über 750 € im Jahr.

**Hinweis zur Unabhängigkeit**: Wir sind unabhängige Versicherungsmakler und erhalten eine Provision, wenn du über uns einen Vertrag
abschließt. Diese ist bereits in der Prämie enthalten, dir entstehen also keine zusätzlichen Kosten. Wir sind an keine Versicherung gebunden
oder finanziell mit ihr verflochten.

## FAQ zur privaten Krankenversicherung in Österreich



### Was ist eine Krankenzusatzversicherung?
Krankenzusatzversicherung, private Krankenversicherung, PKV und Zusatzkrankenversicherung sind Synonyme und bezeichnen dasselbe Produkt: eine freiwillige Versicherung, die den Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenversicherung in Österreich individuell erweitert. Der Begriff “Zusatz" betont, dass sie zur gesetzlichen Pflichtversicherung hinzukommt und diese nicht ersetzt. Deine Sozialversicherungsbeiträge laufen also unverändert weiter, die Prämie ist eine zusätzliche Ausgabe. Der Begriff ist ein Sammelbegriff für mehrere eigenständige Produkte: die [Sonderklasse-Versicherung](/blog/sonderklasse-private-krankenversicherung/) für stationäre Aufenthalte, die [Privatarzt-Versicherung](/blog/privatarzt-private-krankenversicherung/) für den ambulanten Bereich, die [Zahnzusatzversicherung](/blog/zahnzusatzversicherung/) sowie Bausteine wie Krankenhaustagegeld, Reisekrankenversicherung und Vorsorgeleistungen. Diese Tarife lassen sich einzeln oder in Kombination abschließen. In Österreich haben derzeit fast 40% der Bevölkerung eine solche Zusatzversicherung. Wichtig zu wissen: Eine Krankenzusatzversicherung ist nicht dasselbe wie eine Vollkosten-Krankenversicherung, die die gesetzliche Absicherung vollständig ersetzt und nur für Personen ohne Anspruch auf die gesetzliche Versicherung in Frage kommt.

### Was ist eine Privatversicherung?
Eine Privatversicherung ist jede Versicherung, die freiwillig bei einem privaten Versicherungsunternehmen abgeschlossen wird und nicht gesetzlich vorgeschrieben ist. Der Gegenbegriff ist die Sozialversicherung, also die gesetzliche Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung, die in Österreich über ÖGK, SVS oder BVAEB läuft und an eine Erwerbstätigkeit oder einen anderen Versicherungsgrund geknüpft ist. Im Alltag wird die “Privatversicherung" in Österreich meist als Kurzform für die private Krankenversicherung verwendet, also für die Krankenzusatzversicherung. Streng genommen fallen aber auch Haushalts-, Haftpflicht-, Rechtsschutz-, Unfall- oder Lebensversicherungen darunter. Der entscheidende Unterschied zur Sozialversicherung liegt in der Preisbildung und im Zugang: Bei der Privatversicherung richtet sich die Prämie nach deinem individuellen Risiko, also unter anderem nach Alter und Gesundheitszustand, und der Versicherer kann einen Antrag ablehnen. Die gesetzliche Versicherung berechnet den Beitrag dagegen einkommensabhängig und nimmt jede anspruchsberechtigte Person auf.

### Was ist der Unterschied zwischen Sonderklasse- und Privatarzt-Versicherung?
Die [Sonderklasse-Versicherung](/blog/sonderklasse-private-krankenversicherung/) deckt den stationären Bereich ab, also alles, was im Krankenhaus passiert: Unterbringung im Ein- oder Zweibettzimmer, freie Wahl von Spital und behandelnder Ärztin sowie kürzere Wartezeiten auf Operationen. Die [Privatarzt-Versicherung](/blog/privatarzt-private-krankenversicherung/) deckt den ambulanten Bereich ab, also Behandlungen außerhalb des Krankenhauses: Honorare von Wahl- und Privatärzt\*innen, Physio- und Psychotherapie, Medikamente sowie Heilbehelfe wie Brille oder Hörgerät. Die beiden Tarife lösen unterschiedliche Probleme. Die Sonderklasse ist eine Absicherung für den seltenen, aber teuren Ernstfall, die Privatarzt-Versicherung eine Alltagsversicherung für häufige, planbare Ausgaben. Sie schließen einander nicht aus und werden oft kombiniert, meist mit einem Kombinationsrabatt. Wenn dein Budget nur für einen Baustein reicht, empfehlen wir die Sonderklasse: Sie ist teurer, greift aber dort, wo die Kosten wirklich existenzbedrohend werden. Zahnbehandlungen sind übrigens in beiden Tarifen meist ausgeschlossen und brauchen eine eigene [Zahnzusatzversicherung](/blog/zahnzusatzversicherung/).

### Was ist die Basisabsicherung einer privaten Krankenversicherung?
Die Basisabsicherung der privaten Krankenversicherung ist die Grundleistung des jeweiligen Haupttarifs, also das, was ohne Zusatzbausteine enthalten ist. Sie hängt davon ab, welchen Tarif du wählst. In der Sonderklasse-Versicherung umfasst sie üblicherweise die Unterbringung im Zweibettzimmer eines Krankenhauses, die freie Wahl des Spitals und der behandelnden Ärztin sowie die Übernahme der Sonderklassegebühren. Das Einbettzimmer ist dagegen fast immer ein kostenpflichtiger Zusatzbaustein. Bei der Privatarzt-Versicherung besteht die Basisabsicherung aus der Kostenübernahme für Honorare von Wahl- und Privatärzt\*innen bis zu einer jährlichen Höchstleistung. Therapien, Medikamente und Heilbehelfe sind in den günstigsten Einstiegstarifen häufig noch nicht enthalten.

### Welche Zusatzversicherungen sind sinnvoll?
Welche Zusatzversicherungen sinnvoll sind, hängt weniger vom Produkt ab als von deiner Lebenssituation. Für die meisten Menschen ist die Sonderklasse-Versicherung die sinnvollste Grundlage, weil sie den finanziell schwersten Fall absichert: einen längeren Krankenhausaufenthalt oder eine Operation. Wer regelmäßig Wahl- oder Privatärzt\*innen aufsucht oder wiederkehrende Therapien braucht, profitiert zusätzlich von der Privatarzt-Versicherung. Bei Familienplanung kommt die [Baby-Option](/blog/private-krankenversicherung-baby-option/) dazu, die dem Neugeborenen den Versicherungsschutz ohne Gesundheitsprüfung sichert. Zurückhaltender sind wir bei zwei Bausteinen. Eine umfassende Zahnzusatzversicherung rechnet sich für die meisten Menschen nicht, eine reine Zahnersatz-Absicherung dagegen bei konkretem Bedarf schon. Und das [Krankenhaustagegeld](/blog/private-krankenversicherung-krankenhaustagegeld-krankengeld/) empfehlen wir vor allem Personen, deren Einkommen wesentlich aus Trinkgeld oder Zuschlägen besteht, weil diese Anteile bei Arbeitsunfähigkeit wegfallen. Entscheidend ist außerdem die Reihenfolge: Solange Haushalts-, Haftpflicht-, Unfall- oder Berufsunfähigkeitsversicherung fehlen, haben diese Vorrang. Sie verhindern einen finanziellen Ruin, die Krankenzusatzversicherung verbessert vor allem deine Versorgung.

### Ab wann sollte man sich privat krankenversichern?
Je früher, desto besser. Versicherer berechnen die Prämie auf Basis deines Eintrittsalters und deines Gesundheitszustands beim Vertragsabschluss, und beide Faktoren wirken dauerhaft. Ein Teil deines Beitrags wird als [Alterungsrückstellung](/blog/private-krankenversicherung-kosten/) angespart, damit der Beitrag später nicht allein wegen deines Alters steigt. Wer mit 25 abschließt, spart über die gesamte Laufzeit deutlich mehr an als jemand, der mit 45 einsteigt, und zahlt entsprechend dauerhaft weniger. Der zweite, oft wichtigere Grund ist der Zugang: Vor jedem Abschluss steht eine Gesundheitsprüfung. Wer bereits in Behandlung ist, bekommt für genau diesen Bereich meist einen Leistungsausschluss oder gar keinen Vertrag mehr. Wenn das Budget für einen vollwertigen Tarif noch nicht reicht, ist ein [Optionstarif](/blog/private-krankenversicherung-optionstarif/) ab rund 8 € pro Monat die sinnvollste Lösung. Damit bist du nach einem Unfall in der Sonderklasse versichert und kannst später ohne Gesundheitsprüfung in einen größeren Tarif wechseln.

### Gibt es für Kinder auch eine private Krankenversicherung?
Ja, Kinder können in Österreich privat krankenversichert werden, und zwar unabhängig davon, ob die Eltern selbst eine Zusatzversicherung haben. Eigene Kindertarife gibt es zwar nicht, dafür aber eine deutlich vergünstigte Kinderprämie, die je nach Anbieter bis zum 18\. Geburtstag gilt und danach auf den Erwachsenentarif umgestellt wird. Sind mehrere Familienmitglieder beim selben Versicherer versichert, gewähren viele Anbieter zusätzlich einen Familienrabatt von 5 bis 6% auf die Gesamtprämie. Für Kinder gilt dieselbe Gesundheitsprüfung wie für Erwachsene, mit einer wichtigen Ausnahme: Über die [Baby-Option](/blog/private-krankenversicherung-baby-option/) kannst du dein Neugeborenes ohne Gesundheitsprüfung in eine bestehende Versicherung aufnehmen lassen, wenn du die Anmeldefrist einhältst. Die Option muss allerdings schon vor der Geburt im Vertrag enthalten sein. Wähle den Tarif so, dass er auch dann noch leistbar ist, wenn dein Kind die Prämie irgendwann selbst tragen muss.

### Gibt es Wartezeiten bei der privaten Krankenversicherung?
Ja, aber sie fallen je nach Leistungsbereich sehr unterschiedlich aus. Das Gesetz setzt klare Obergrenzen ([§ 178d VersVG](https://www.jusline.at/gesetz/versvg/paragraf/178d)): Die allgemeine Wartezeit darf höchstens drei Monate betragen, für Psychotherapie, Zahnbehandlung, Zahnersatz und Kieferorthopädie höchstens acht Monate und für die Entbindung samt zusammenhängender Behandlungen höchstens neun Monate. Versicherer dürfen kürzere Fristen ansetzen oder ganz darauf verzichten, und bei Unfällen gilt in der Regel überhaupt keine Wartezeit. Die konkreten Fristen stehen in den Ergänzenden Versicherungsbedingungen deines Tarifs und unterscheiden sich zwischen den Anbietern deutlich.

### Kann man eine private Krankenversicherung ohne Gesundheitsprüfung abschließen?
In den allermeisten Fällen nein. Alle zehn österreichischen Anbieter verlangen für Sonderklasse- und Privatarzt-Tarife einen ausgefüllten Gesundheitsfragebogen, auf dessen Basis sie das Risiko einschätzen. Eine ärztliche Untersuchung ist dabei meist nicht nötig, bei hohen Deckungssummen oder auffälligen Angaben kann der Versicherer aber Befunde nachfordern. Es gibt drei praktisch relevante Ausnahmen. Erstens die Baby-Option: Neugeborene können innerhalb einer bestimmten Frist ohne Prüfung in eine bestehende Versicherung aufgenommen werden. Zweitens der Optionstarif: Wer ihn früh abschließt, kann später ohne neue Gesundheitsprüfung in einen höherwertigen Tarif wechseln. Und drittens einzelne Zahntarife, etwa jene der [ERGO](/blog/ergo-zahnversicherung/), die ohne Gesundheitsprüfung abschließbar sind. Beantworte die Fragen in jedem Fall vollständig und wahrheitsgemäß. Eine Verletzung der vorvertraglichen Anzeigepflicht ([§ 16 VersVG](https://www.ris.bka.gv.at/NormDokument.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10001979&Paragraf=16)) kann den Versicherer noch Jahre später zum Rücktritt berechtigen, selbst wenn der Vertrag lange bestanden hat.

### Steigt die Prämie der privaten Krankenversicherung im Alter?
Nicht automatisch wegen deines Alters, aber sie steigt trotzdem. Anders als bei der gesetzlichen Versicherung, wo sich der Beitrag nach deinem Einkommen richtet, wird bei der privaten Krankenversicherung ein Teil deiner Prämie als [Alterungsrückstellung](/blog/private-krankenversicherung-kosten/) angespart. Dieser Puffer soll verhindern, dass der Beitrag im Alter allein deshalb steigt, weil dein Krankheitsrisiko zunimmt. Unabhängig davon passen Versicherer die Prämien jährlich an die Kostenentwicklung im Gesundheitswesen an, also an steigende Arzthonorare, Spitalskosten und Medikamentenpreise. Diese Anpassung trifft alle Versicherten und summiert sich über zwanzig oder dreißig Jahre spürbar. Kalkuliere deshalb nicht mit dem Einstiegspreis, sondern frage dich, ob die Prämie auch in der Pension noch tragbar wäre. Einige Anbieter federn das ab: [Merkur](/blog/private-krankenversicherung-merkur/) und [Allianz](/blog/private-krankenversicherung-allianz/) reduzieren den Beitrag ab dem 65\. Lebensjahr um bis zu 50%, sofern der entsprechende Baustein von Anfang an mitversichert ist.

### Welche private Krankenversicherung ist die beste in Österreich?
Die eine beste private Krankenversicherung gibt es nicht, weil sich die Anbieter je nach Absicherungsstufe unterschiedlich gut schlagen. Ein Beispiel aus unserem Anbietervergleich: [Merkur](/blog/private-krankenversicherung-merkur/) ist beim Einstieg mit rund 8 € pro Monat der günstigste Anbieter am Markt, liegt bei voller Sonderklasse mit Einbettzimmer und Privatarzt-Tarif mit rund 228 € aber am oberen Ende. [Wiener Städtische](/blog/private-krankenversicherung-wiener-staedtische/) und Donau sind umgekehrt beim Einstieg teurer und bei voller Deckung mit rund 168 € die günstigsten von allen. Wer nur den Einstiegspreis vergleicht, landet also leicht beim falschen Anbieter. In Österreich bieten zehn Versicherer Zusatzversicherungen an: Uniqa als Marktführer, dazu Merkur, Wiener Städtische, Generali, Allianz, Donau, Grawe, Muki, ERGO und Wüstenrot. Sechs davon decken alle Leistungsbereiche ab. Vergleiche deshalb entlang der Stufe, die du tatsächlich brauchst, und achte dabei auf Jahreshöchstleistung, Sublimits und Selbstbehalt statt nur auf die Monatsprämie.


