Rechtsschutzversicherung: So kommst du zu deinem Recht

08.12.2021 • 5 min

Eine Statue von Justitia.

Bildquelle: Foto von Tingey Injury Law Firm (https://unsplash.com/@tingeyinjurylawfirm)

Du bist dir sicher, dass du im Recht bist, aber um es durchzusetzen, müsstest du eine Klage einreichen? Du kennst den Spruch: ”Vor Gericht und auf hoher See bist du in Gottes Hand” - daher lässt du es zähneknirschend sein 🤷‍♀️. Denn das könnte sehr teuer werden. Wir, von der Versicherungs-App Sophia, haben die Lösung: eine Rechtsschutzversicherung 👇

Wofür braucht man eine Rechtsschutzversicherung?

In einigen Streitfällen vor Gericht herrscht Anwaltspflicht und in anderen Fällen ist ein Anwalt, der was kann halt, sehr empfehlenswert. Schließlich möchtest du ja dein Recht vor Gericht durchsetzen, keine Strafe erhalten oder soll eine zu erwartende Strafe möglichst milde ausfallen. Prozesse können viele Jahre dauern und sehr kostspielig sein, denn die Mühlen der Gerechtigkeit mahlen langsam, aber sicher nicht gratis. 🙃

Anwälten eilt der Ruf voraus, dass sie dich nicht für ein Butterbrot verteidigen und dann wären da noch Gerichtsgebühren und Kosten für Sachverständigengutachten. Alles in allem ein teures “Vergnügen”.

Die Rechtsschutzversicherung unterstützt dich dabei. Aber Achtung: Sie sponsert dir auch nicht jeden Rechtsstreit. Deshalb solltest du genau prüfen, ob eine Rechtsschutzversicherung für dich sinnvoll ist und wenn ja, welcher Umfang dabei Sinn macht.

Was zahlt die Rechtsschutzversicherung?

"Recht haben" heißt noch lange nicht "Recht bekommen". Das Risiko, einen Prozess zu verlieren, ist immer vorhanden. Und ein verlorener Prozess kann für dich hohe Anwalts-, Gerichts- und Sachverständigenkosten zur Folge haben. Hier kommt die Rechtsschutzversicherung zur Rettung und zahlt deine Kosten.

Die Rechtsschutzversicherung bezahlt das Honorar der Anwälte für Beratungen, das Einschreiten bei Gericht und die Gerichtsgebühren. Weiters zahlt sie die Entschädigungen für Zeugen, die Kosten der Sachverständigen und des Gerichtsvollziehers. Auch die Reisekosten werden bezahlt. Übernommen werden diese Kosten bis zur Höhe der Versicherungssumme.

Was deckt die Rechtsschutzversicherung überhaupt?

Es gibt viele Ausschlüsse in der Deckung, aber die Liste möglicher Streitfälle, in denen du deine Rechte eventuell vor Gericht durchsetzen musst, ist lang: Unter anderem Verkehrsunfälle mit strittiger Verschuldensfrage, Mängel bei einem Kauf oder Strafverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung.

Du kannst für deine Rechtsschutzversicherung je nach Versicherer und Bedarf verschiedene Pakete wählen.

Meist gibt es ein verpflichtendes Basispaket, das Folgendes beinhaltet:

  • Beratungs-Rechtsschutz: Die Versicherung zahlt dir eine Beratung beim Anwalt.
  • Schadenersatz-Rechtsschutz: Du wirst bei einem Skiunfall von einem unachtsamen Skifahrer verletzt und möchtest Schmerzengeld einklagen.
  • Straf-Rechtsschutz: Du bist in einen Verkehrsunfall verwickelt, bei dem eine Person schwer verletzt wird. Da die Verschuldensfrage unklar ist, wird gegen dich ein Strafverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet.
  • Allgemeiner Vertrags-Rechtsschutz: Der gekaufte Computer stürzt laufend ab. Der Händler bestreitet das Vorliegen eines Mangels.
  • Versicherungsvertrags-Rechtsschutz: Deine private Unfallversicherung zahlt nach einem Unfall nicht, da die verbleibenden körperlichen Einschränkungen nicht auf den Unfall sondern auf bereits bestehende Abnützungen zurückzuführen seien.
  • Gutachten-Rechtsschutz: Der Versicherer übernimmt unter gewissen Voraussetzungen und Bedingungen Kosten für außergerichtliche Gutachten.
  • Daten-Rechtsschutz: Ein Unternehmen weigert sich, deine Daten zu löschen.
  • Steuer-Rechtsschutz: Der Versicherungsschutz umfasst die Wahrnehmung rechtlicher Interessen im Bereich des Steuer-, Zoll- und Abgabenrechtes.
  • Führerschein-Rechtsschutz: Aufgrund eines Verkehrsunfalls wird dir der Führerschein entzogen, obwohl die Voraussetzungen dafür gar nicht vorliegen.
  • Lenker-Rechtsschutz: Du verursachst beim Lenken eines fremden Fahrzeugs einen Verkehrsunfall.

Zusätzlich können noch folgende Bausteine vereinbart werden:

  • KFZ-Rechtsschutzversicherung: Es kommt zu einer Streitigkeit im Zusammenhang mit einer schlecht durchgeführten Autoreparatur.
  • Arbeitsgerichts- und Sozialversicherungs-Rechtsschutz: Du wirst ungerechtfertigt von einem Arbeitgeber gekündigt.
  • Grundstücks- und Miet-Rechtsschutz: Deine Vermieterin verrechnet einen gesetzwidrig überhöhten Mietzins.
  • Rechtsschutz aus Erb- und Familienrecht: Es kommt zu einer Streitigkeit in einer Erbschaftsangelegenheit.

Wo gilt deine Rechtschutzversicherung?

Aufgrund der stark abweichenden Rechtssysteme ist eine weltweite Geltung nicht möglich. Die Versicherer bieten grundsätzlich eine europaweite Deckung an, aber manche Bereiche sind auch nur in Österreich gedeckt: etwa Miet-Rechtsschutz oder Steuer-Rechtsschutz.

Was ist vom Versicherungsschutz ausgeschlossen?

Nicht versicherbar ist die Übernahme des Prozesskostenrisikos zum Beispiel bei:

  • Scheidungen
  • Immobilienkauf und -verkauf
  • Streiks, Grundbuchangelegenheiten
  • Enteignungen
  • Naturkatastrophen
  • Asbestschäden
  • Geldanlagen
  • Wettverträgen

Auch Alkohol schmeckt deiner Rechtsschutzversicherung nicht so gut. Wenn du dich im Zeitpunkt des Versicherungsfalles in einem durch Alkohol beeinträchtigten Zustand befindest, kann die Versicherung die Leistung verweigern. Dies gilt in der Regel für die Pakete Straf-, KFZ- und Schadenersatz-Rechtsschutz. Je nach Versicherer kann das aber abweichen. Die genauen Vorschriften findest du in den Versicherungsbedingungen deiner Rechtsschutzversicherung.

Was kostet eine Rechtsschutzversicherung?

Gehörst du auch zu denen, die glauben, dass eine Rechtsschutzversicherung viel zu teuer ist. Dabei gibt es eine Basisabsicherung, die bereits günstig zu haben ist. Um € 6 pro Monat kannst du dich und dein KFZ mit einem sehr guten Paket versichern. Aber auch die Premium-Version ist mit € 19 pro Monat mehr als erschwinglich.

Was du beim Abschluss einer Rechtsschutzversicherung beachten musst

Es gibt Wartezeiten für die Deckung und diese sind nicht einheitlich geregelt. Grundsätzlich gilt: Die Ursache für den Rechtsstreit darf erst nach Abschluß der Versicherung und bei manchen sogar erst nach Ablauf einer bestimmten Wartefrist von drei oder sechs Monaten ab Vertragsbeginn eintreten. Davor gibt es keine Kostenübernahme.

❇️ Unser Tipp: Wähle lieber einen Versicherer, der nur Rechtsschutzversicherungen anbietet. Dann kann dir nie passieren, dass dein Rechtsschutzversicherer, bei dem du auch deine Unfallversicherung hast, sich selbst klagen muss, weil er den Unfall-Schadensfall nicht zahlt. Oder dein Unfallgegner seine KFZ-Haftpflichtversicherung beim selben Versicherer hat wie du deine Rechtsschutzversicherung. Aua - da gibts nämlich sicher Probleme, denn bei den meisten Versicherern ist die Klage gegen sich selbst ausgeschlossen. Und selbst wenn es nicht ausgeschlossen ist, dann ist das eine sehr ungünstige Konstellation 🤦‍♀️

Das Wichtigste zur Rechtsschutzversicherung nochmal in Kürze

  • Die Rechtsschutzversicherung übernimmt die Kosten für Rechtsstreitigkeiten bis zur vereinbarten Versicherungssumme.
  • Aber Achtung - einige Streitigkeiten sind ausgeschlossen und daher nicht versichert.
  • Überlege dir genau, welche Rechtspakete du benötigen könntest.
  • Wartezeit beachten: Wenn du eine Rechtsschutzversicherung abschließt, darf zum Vertragsbeginn noch kein Rechtsstreit vorliegen oder absehbar sein.
  • Wähle einen Versicherer, der nur Rechtsschutzversicherungen anbietet.
  • Der Geltungsbereich umfasst nur Europa und manchmal sogar nur Österreich

➡️ Unser Fazit

Die Rechtsschutzversicherung ist sicher keine existenzielle Absicherung, aber hilft dir, dein Recht durchzusetzen, wenn es nötig sein sollte. Wenn dir das wichtig ist, dann solltest du diese Versicherung abschließen. Überleg dir genau, was du brauchst und stelle so das perfekte Paket zusammen.

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